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Samsung Galaxy Tab A11 im Test

Getestet von Manuel am
Vorteile
  • kompakt und leicht
  • preiswert
  • Widevine Level 1
  • micro-SD Slot
  • langer Support durch den Hersteller
  • LTE-Variante verfügbar
  • gute Laufzeit
Nachteile
  • kleine Verarbeitungsmängel
  • geringe Bildschirmauflösung
  • geringer Arbeits- und Festspeicher in der Basis
  • lange Ladezeit
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Im Test muss sich das Samsung Galaxy Tab A11 beweisen. Auf der Suche nach einem preiswerten und kleinen Tablet landet ihr unweigerlich beim Galaxy Tab A11. Mit Preisen ab 120€ ist es eines der günstigsten Tablets auf dem deutschen Markt. Dazu macht die Strahlkraft des Markennamens Samsung es auch zu einem der meistverkauften Tablets in Deutschland. Zu Recht? Wir haben uns ganz bewusst für die einfache Variante mit 4GB RAM, 64GB Speicher und Wi-Fi entschieden.

So durfte sich das kleine Tablet im normalen Familienalltag die letzten drei Wochen beweisen. Dort reicht die Bandbreite vom Streaming bis zur kurzen Websuche. Reicht dafür die Leistung des Samsung Galaxy Tab A11? Und wo sind die Grenzen des Tablets? Viele Fragen, auf die wir im Testbericht eine Antwort geben.

Design und Verarbeitung

Mit 211 x 124,7 x 8 Millimeter ist das Samsung Galaxy Tab A11 kompakt und handlich. Das Gewicht beträgt nur 337 Gramm. Manche Outdoor-Smartphones wiegen mehr. Die Farben Silber und Grau sind unspektakulär. Das Tablet liegt gut in der Hand und die Kanten sind leicht abgerundet. Der Hersteller entscheidet sich wieder für einen Mix aus Aluminium, kombiniert mit Enden aus Kunststoff. Die Verarbeitung liegt nicht auf dem gewohnten Niveau von Samsung, denn die Übergänge zwischen Metall und Kunststoff sind spürbar. Nutzt ihr allerdings eine Hülle, ist dieser kleine Makel irrelevant.

Das Samsung Tab A11 ist primär für die Bedienung im Querformat ausgelegt. Dann befinden sich die Lautstärke-Wippe und der Power-Taster oben im Rahmen, zusammen mit einem Mikrofon. Das zweite Mikrofon ist auf der rechten Seite verbaut, zusammen mit dem USB-C-Port, dem 3,5-mm-Klinkenanschluss und einem Teil des Stereo-Lautsprechers. Der andere Teil befindet sich auf der linken Seite, während sich der Slot für die Speicherkarte unten versteckt.

Die Displayränder sind unterschiedlich groß. Rechts und links messen sie 11 Millimeter, oben und unten 6 Millimeter. Die Frontkamera wurde in dem breiteren Rahmen integriert. So wirkt das Design zwar funktional, aber auch ein wenig altbacken. Zum komfortablen Entsperren steht nur „Face Unlock” zur Verfügung, denn einen Fingerabdruckscanner besitzt das Tab A11 nicht. Als kleine Erleichterung ist „Extend Unlock” auch für das Tablet verfügbar. Die Rückseite ist unspektakulär, mit einer einzelnen Kamera, die 1,5mm aus dem Gehäuse vorsteht, und dem Samsung-Logo in der Mitte. Insgesamt könnt ihr dem Samsung Galaxy Tab A11 wenig vorwerfen, bis auf die durchwachsene Verarbeitung. Trotzdem ist das Tablet verwindungssteif und verkraftet Torsionskräfte.

Lieferumfang des Samsung Galaxy Tab A11

Test Samsung Tab A11 Design 1

Wie von Samsung gewohnt, fällt der Lieferumfang spartanisch aus. In einem schlichten Karton befinden sich nur ein USB-C-Kabel, eine SIM-Nadel und eine Kurzanleitung. Schutzfolien, Ladegeräte oder ein Case müsst ihr separat erwerben. Hier gibt es eine riesige Auswahl von Drittherstellern über die bekannten Verkaufskanäle.

Display des Samsung Galaxy Tab A11

Test Samsung Tab A11 Design 14

Mit 8,7 Zoll ist das Display des Samsung Galaxy Tab A11 unverändert und scheint 1:1 vom Vorgänger übernommen worden zu sein. Das IPS-Panel bietet eine Auflösung von 1340 x 800 Pixel. Deswegen beträgt die Pixeldichte magere 179 Pixel pro Zoll. So sind einzelne Pixel in der Anzeige erkennbar. Ein wenig versöhnlich stimmen dagegen die Bildwiederholungsrate von 90Hz und die gute Helligkeit von 526 Lux im Sonnenlicht. So lest ihr Inhalte mit etwas Mühe auf dem Bildschirm ab, solange ihr draußen im Schatten seid.

Display Helligkeit (in Lux) Einheit: Lux
0
80
160
240
320
400
480
560
640
720
800

Ebenfalls gut gefallen die Blickwinkelstabilität und die Farben. Auch wenn ihr den Weißpunkt nicht verändern könnt, sind die Farben neutral. Für die Freunde des Streamens hat Samsung an Widevine Level 1 gedacht. Nur HDR wird nicht unterstützt.

So könnt ihr der Anzeige des Samsung Galaxy Tab A11 am Ende in Relation zum Preis wenig vorwerfen. Keiner wird für 120€ ein OLED-Panel erwarten, und der Unterschied von 60Hz zu 90Hz ist beim Scrollen spürbar.

Leistung

Der Helio G99 im Samsung Galaxy Tab A11 ist aus diversen Tests bekannt und seine Leistung ist auch 2026 noch ausreichend. In der CPU sind zwei ARM Cortex-A76-Kerne mit bis zu 2,2GHz und sechs kleine ARM Cortex-A55-Kerne mit bis zu 2GHz Takt verbaut. Gefertigt wird die CPU in 6nm. Der CPU stehen jedoch nur 4GB RAM zur Seite, was im Alltag zu spüren ist.

Antutu (v10)
0
200.000
400.000
600.000
800.000
1.000.000
1.200.000
1.400.000
1.600.000
1.800.000
2.000.000
Geekbench Single (v6)
0
200
400
600
800
1.000
1.200
1.400
1.600
1.800
2.000
Geekbench Multi (v6)
0
600
1.200
1.800
2.400
3.000
3.600
4.200
4.800
5.400
6.000

Die reinen Benchmarkergebnisse mögen in Ordnung sein, aber Ruckler und Verzögerungen in der Bedienung gehören zum Alltag, insbesondere wenn mehrere Tabs geöffnet sind. Dem Samsung Galaxy Tab A11 geht schnell der Arbeitsspeicher aus. Glücklicherweise überwacht OneUI die Tasks und schließt zügig nicht genutzte Anwendungen. Das kaschiert die RAM-Schwäche etwas, macht Multitasking aber nahezu unmöglich. Mal schnell eine IBAN aus einer E-Mail in die Banking-App übertragen? Lieber nicht mit diesem Tablet. Aber wenn die Anwendung läuft, gibt es keinerlei Schwierigkeiten. Genauso knapp ist der Festspeicher mit 64GB, der zwar ausreichend schnell, aber mit effektiv 44,3GB auch schnell gefüllt ist. Zum Glück könnt ihr den Speicher mit einer microSD-Karte um bis zu 2TB erweitern.

Die GPU eignet sich für einfache Games und profitiert von der geringen Bildschirmauflösung, wird aber vom RAM ausgebremst. Dafür bleibt der Prozessor von Leistungseinbrüchen verschont und hat den Dauertest problemlos absolviert.

System

Hier liegt eine der Stärken des Samsung Galaxy Tab A11, denn Samsung wird das Tablet bis September 2032 mit Updates versorgen. Zwar erscheint nur jedes Quartal ein Update, aber für solch ein günstiges Gadget ist das phänomenal. Das Tablet wird mit Android 15 ausgeliefert, hat aber sein Update auf Android 16 mit OneUI 8.0 bereits erhalten. Samsung-Nutzer fühlen sich sofort wohl und die Einbindung in das Samsung-Ökosystem ist astrein. Allerdings müsst ihr euch hierfür registrieren und eure Daten an Samsung preisgeben.

Viel negativer ist mir die Bloatware bei der Installation aufgefallen, denn ihr werdet geradezu genötigt, den ohnehin kostbaren Platz mit unnötigen Apps zu vergeuden. Die individuellen „Vorschläge” kann sich Samsung einfach sparen. Glücklicherweise könnt ihr alles deinstallieren oder bei Samsung-eigenen Apps deaktivieren. Dank Samsung Switch übertragt ihr Daten unkompliziert von einem bereits vorhandenen Galaxy-Gerät. Mit einem Poco X8 Pro schlug der Transfer dagegen fehl, zumal ihr hier die Switch-App zusätzlich installieren müsst. Ansonsten ist OneUI übersichtlich und bietet vielfältige Möglichkeiten zur Personalisierung. „Routinen” legt ihr sehr einfach an, damit das Tablet euch nicht unnötig stört. Die Umstellung von einem System wie HyperOS oder MagicOS dauert ein wenig. Abstürze oder Bugs traten im Testzeitraum nicht auf.

Kamera

Test Samsung Tab A11 Kamera

Im Samsung Galaxy Tab A11 sind zwei Kameras verbaut. Die Frontkamera löst mit 5 Megapixel auf und die Hauptkamera mit 8 Megapixel. Zumindest die Hauptkamera unterstützt einen Autofokus. Zudem hat der Hersteller der Kamerasoftware ein paar Optionen mitgegeben, sodass Porträtaufnahmen oder ein „Pro-Modus” zur Verfügung stehen.

Für Schnappschüsse reicht die Hauptkamera am Tag aus. Der Autofokus funktioniert und findet den richtigen Abstand zum Objekt. Die Aufnahmen sind eher blass und bieten keinen starken Dynamikumfang. Auch Details sind spärlich zu finden. Zumindest die Helligkeit der Aufnahmen stimmt. Angesichts des Preises gehen die Resultate in Ordnung.

Konnektivität und Kommunikation

Test Samsung Tab A11 Konnekt

Vom Samsung Galaxy Tab A11 gibt es auch eine Variante mit LTE. Unser Testmodell verzichtet darauf und bietet nur Wi-Fi 5. Die Reichweite ist mittelmäßig, genauso wie der Datendurchsatz. Am Router erreicht ihr die volle Geschwindigkeit, aber schon nach zwei Wänden sinkt diese merklich. Für externe Geräte ist Bluetooth 5.3 verbaut, das reibungslos im Testzeitraum funktionierte. Alle Geräte ließen sich problemlos koppeln und für externe Kopfhörer steht mit LDAC auch ein hochwertiger Codec zur Verfügung. Wie üblich setzt Samsung auf SSC für seine eigenen Produkte.

Der Stereo-Lautsprecher überzeugt mit einer angemessenen Qualität und Lautstärke in Anbetracht der Größe des Tab A11. Alternativ nutzt ihr den 3,5-mm-Klinkenanschluss für kabelgebundene Kopfhörer, der ohne Probleme funktioniert. Zum Navigieren ist das Tablet weniger geeignet, obwohl mit GLONASS, Galileo, BeiDou und GPS die vier wichtigsten Systeme unterstützt werden. Das liegt an der Genauigkeit von 10m, die anscheinend künstlich limitiert wurde. Bisher hatten MediaTek-Prozessoren keine Probleme mit der Genauigkeit der Navigation. Ansonsten verbaut Samsung alle notwendigen Sensoren wie einen Helligkeitssensor, Bewegungssensor und einen E-Kompass. Die automatische Helligkeitsregelung funktioniert ausreichend schnell.

Akkulaufzeit des Samsung Galaxy Tab A11

Mit 5.100mAh fällt der Akku des Samsung Galaxy Tab A11 eher klein aus. Viele Smartphones bieten einen größeren Energiespeicher. Trotzdem kann die Laufzeit überzeugen. Eine Stunde YouTube lastet den Akku mit lediglich 6% aus und auch die Benchmark-Ergebnisse spiegeln die Ausdauer des kleinen Tablets wider. Mit einem Ergebnis von 13 Stunden und 21 Minuten bei 60Hz Bildwiederholungsfrequenz lässt das Tablet viele größere Konkurrenten alt aussehen.

PCMark Akku Einheit: Stunden
0
2
4
6
8
10
12
14
16
18
20
Ladegeschwindigkeit Einheit: Minuten
0
30
60
90
120
150
180
210
240
270
300

Nur beim Laden des Samsung Galaxy Tab A11 ist Geduld angesagt. Wie von Samsung gewohnt, erhaltet ihr eine sehr konservative Ladestrategie, und es vergehen 2 Stunden und 14 Minuten, bis das Tablet wieder von 1% auf 100% aufgeladen ist. Für solch einen kleinen Akku ist das schlecht.

Testergebnis

Getestet von
Manuel

Am Ende fällt das Fazit über das Samsung Galaxy Tab A11 überraschend gut aus. Es gilt die alte Weisheit „You get what you pay for”. Für rund 120€ sind keine Wunder zu erwarten, aber das Tablet liefert solide ab und krankt am ehesten am geringen Arbeitsspeicher. Falls ihr das Tablet stärker nutzen möchtet, greift ihr zur 8-GB-Variante. Ansonsten sind Gedenksekunden und auch Geduld in der Bedienung angesagt. Als einfaches Medientablet und elektronischer Notizblock oder zum Surfen im Netz ist es ausreichend. Durch den kompakten Formfaktor nimmt es im Rucksack kaum Platz weg und reicht, um beim Pendeln eine Serie oder einen Film zu schauen. Dazu passen die Unterstützung von Widevine Level 1 und auch der 3,5-mm-Klinkenanschluss. Seid ihr euch dieser Einschränkungen vor dem Kauf bewusst, erhaltet ihr ein solides, preiswertes Tablet, das zudem von Samsung langen Support erhält. Als Alternative gibt es das Redmi Pad SE 8.7 (zum Test), das aber am Ende seiner Lebenszeit ist. Eine komplett andere Liga für einen vertretbaren Aufpreis ist das Redmi Pad 2 Pro (zum Test). Wer sein Tablet häufiger nutzt, sollte über den Aufpreis nachdenken.

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