| CPU | Snapdragon 6 Gen 4 - 1 x 2,3GHz + 3 x 2,2GHz + 4 x 1,8GHz |
|---|---|
| RAM | 8GB RAM |
| Speicher | 128GB |
| GPU | Adreno 810 |
| Display | 2344 x 1080, 6,8 Zoll 120Hz (AMOLED) |
| Betriebssystem | Nothing OS - Android 16 |
| Akkukapazität | 5200mAh |
| Ladegeschwindigkeit | 33 Watt |
| Speicher erweiterbar | Nein |
| Hauptkamera | 50MP + 8MP (dual) |
| Frontkamera | 16MP |
| USB-Anschluss | USB-C 2.0 (480MBit/s) |
| Kopfhöreranschluss | Nein |
| Entsperrung | Fingerabdruck, Face-ID |
| 4G | 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 18, 19, 20, 26, 66, 38, 40, 41 |
| 5G | 1, 2, 3, 5, 7, 8, 20, 28, 38, 40, 41, 66 |
| NFC | Ja |
| SIM | Dual - nano |
| Gewicht | 210g |
| Maße | 163 x 78 x 8,5mm |
| Antutu (v11) | 1020300 |
| Benachrichtigungs-LED | Nein |
| Updatezeitraum | 3 Jahre (Android) + 6 Jahre (Sicherheit) |
| Hersteller | Nothing |
| Getestet am | 02.08.2026 |
Inhaltsverzeichnis
Mit dem Nothing Phone 4b eröffnet Carl Peis Truppe eine völlig neue, besonders günstige Produktlinie: die „b”-Serie. Der Anspruch ist klar: der unverwechselbare Nothing-Look mit Glyph Bar, aber zum Einstiegspreis von 329€. Auf dem Papier klingt das nach dem perfekten Style-Phone für kleines Geld. Doch schon der erste Blick auf das kaum teurere Phone 4a lässt Zweifel aufkommen: Für 20€ mehr (UVP) bekommt ihr das deutlich bessere Smartphone. Nothing hat das Phone 4b bewusst für den indischen Markt konzipiert und kommuniziert die Platzierung in Europa selbst klar als nicht ideal.
Wir haben das 4b zwei Wochen lang im Alltag getestet und klären, wo gespart wurde und für wen sich das lohnt. Eines vorweg: Beim Design und beim Akku macht das 4b vieles richtig. Doch an genau einer Stelle sitzt der Rotstift so tief, dass die Kaufempfehlung an einem einzigen Faktor hängt: am Preis.
![]() Nothing Phone 4a |
![]() Nothing Phone 4b |
![]() Nothing Phone 3a Lite |
|
| Größe | 163,9 x 77,6 x 8,5mm | 163 x 78 x 8,5mm | 164 x 78 x 8,3mm |
| Gewicht | 205g | 210g | 200g |
| CPU | Snapdragon 7s Gen 4 - 1 x 2,7GHz + 3 x 2,4GHz + 4 x 1,8GHz | Snapdragon 6 Gen 4 - 1 x 2,3GHz + 3 x 2,2GHz + 4 x 1,8GHz | Mediatek Dimensity 7300 - 4 x 2,5GHz + 4 x 2,0GHz |
| RAM | 8 GB RAM, 12 GB RAM | 8 GB RAM | 8 GB RAM |
| Speicher erweiterbar | Nein | Nein | Hybrid |
| Display | 2720 x 1224, 6,8 Zoll 120Hz (AMOLED) | 2344 x 1080, 6,8 Zoll 120Hz (AMOLED) | 2392 x 1084, 6,8 Zoll 120Hz (AMOLED) |
| Betriebssystem | Android 16, Nothing OS | Android 16, Nothing OS | Android 15, Nothing OS |
| Akku | 5080 mAh (50 Watt) | 5200 mAh (33 Watt) | 5000 mAh (33 Watt) |
| Kameras | 50 MP + 8MP (dual) + 50MP (triple) | 50 MP + 8MP (dual) | 50 MP + 8MP (dual) + 2MP (triple) |
| Frontkamera | 32 MP | 16 MP | 16 MP |
| Anschlüsse | USB-C 2.0 (480MBit/s), Dual-SIM | USB-C 2.0 (480MBit/s), Dual-SIM | USB-C 2.0 (480MBit/s), Dual-SIM |
| Entsperrung | Fingerabdruck, Face-ID | Fingerabdruck, Face-ID | Fingerabdruck, Face-ID |
| Empfang |
5G: n1, n2, n3, n5, n7, n8, n12, n20, n28, n38, n40, n41, n66, n77, n78 4G: 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 17, 18, 19, 20, 26, 28, 66, 38, 40, 41 |
5G: n1, n2, n3, n5, n7, n8, n20, n28, n38, n40, n41, n66 4G: 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 18, 19, 20, 26, 66, 38, 40, 41 |
5G: n1, n2, n3, n5, n7, n8, n12, n20, n28, n38, n40, n41, n66, n77, n78 4G: 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 17, 18, 19, 20, 26, 28, 66, 38, 40, 41 |
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Design & Verarbeitung
Optisch bleibt sich Nothing treu. Das 4b übernimmt das Unibody-Design des Phone 4a Pro, mit den markanten transparenten Akzenten rund um das Kameramodul. Aber es ist komplett aus Kunststoff statt aus Metall. In Weiß, Schwarz oder einem dezenten Blau wirkt das Gerät angenehm eigenständig und hebt sich klar von der Einheitsbrei-Konkurrenz ab.
Das rückseitige „Fenster” ist dabei kleiner ausgefallen, als es die Marketingbilder vermuten lassen: Wirklich durchsichtig ist nur ein kleiner Ausschnitt am oberen Rand, der Rest der Rückseite bleibt undurchsichtig. Trotzdem gibt gerade dieser Kniff dem 4b einen Wiedererkennungswert, den die meisten Konkurrenten in dieser Preisklasse schlicht nicht haben. Die matte Oberfläche fühlt sich griffig an und hält Fingerabdrücke gut fern. Auf dem schwarzen Modell sind Schmierer allerdings etwas sichtbarer als auf den helleren Varianten. Perfekt ist das aber nicht: Mit rund 210 Gramm und über 8,5mm Dicke ist das 4b etwas unhandlicher, und die Haptik der Tasten wirkt einen Tick schwammig. Die Abmessungen liegen bei 164,4 x 78,2 x 8,6 Millimeter.
Auch die Ränder rund ums Display sind sichtbar dick und obendrein nicht ganz symmetrisch, ein Detail, das dem sonst so durchdachten Auftritt etwas die Souveränität nimmt. Immerhin gibt es einen IP64-Schutz gegen Staub und Spritzwasser. Das ist minimal weniger als die IP65-Zertifizierung des 4a Pro, für den Alltag aber vollkommen ausreichend.
Das Herzstück des Designs bleibt die Glyph Bar auf der Rückseite: 45 Mini-LEDs, verteilt auf fünf Segmente, zeigen Benachrichtigungen, Timer, Lautstärke, Lieferstatus oder einen Kamera-Countdown an und dienen sogar als gedimmte Taschenlampe. Per „Wenn-dann”-Logik legt ihr zudem fest, dass die Leiste nur bei bestimmten Absendern oder Wetterwarnungen aufblinkt. Ein netter Hingucker, im Alltag aber eher Spielerei als echtes Muss. Eine automatische Helligkeitsanpassung oder eine Ladeanzeige fehlen leider weiterhin.
Lieferumfang des Nothing Phone 4b
Beim Auspacken gibt sich Nothing wie gewohnt minimalistisch. Neben dem Smartphone selbst findet ihr in der Verpackung eine transparente Silikonhülle, ein USB-C-auf-USB-C-Kabel, die obligatorische SIM-Nadel sowie die üblichen Papiere. Eine Displayschutzfolie ist bereits ab Werk aufgebracht. Ein Netzteil sucht ihr dagegen vergeblich. Das müsst ihr, sofern nicht vorhanden, separat dazukaufen.
Display
Vorne sitzt ein 6,77 Zoll großes AMOLED-Panel von Samsung mit Full-HD+-Auflösung (2344 x 1080 Pixel) und 120Hz. Die Bildqualität überzeugt: Farben sind kräftig, Schwarzwerte sauber, Inhalte wirken scharf. Für ein 329€-Gerät ist das ein gutes Display. Dragontail Pro Glass schützt die Front, und dank HDR10+-Unterstützung wirken passende Inhalte angenehm kontrastreich.
Im Alltag macht sich das bei jeder Kleinigkeit bemerkbar, vom flüssigen Scrollen dank 120Hz bis zum satten Schwarz beim Serien-Streaming. Bei ruhendem Bild senkt das Display die Bildwiederholrate auf 60 Hertz. Kleiner Wermutstropfen: Wie bei allen Nothing-Phones fehlt die Netflix-HDR-Zertifizierung, und ab Werk ist die Farbtemperatur einen Hauch zu warm eingestellt. Beides lässt sich aber verschmerzen bzw. in den Einstellungen anpassen. Die Widevine-L1-Zertifizierung ist natürlich vorhanden. Auch ein vollwertiges Always-on-Display bekommt ihr hier. So zeigt das 4b Benachrichtigungen auf dem Display oder über die Glyph Bar auf der Rückseite an. Die PWM-Frequenz liegt bei 480Hz.
- Farbkalibrierung
- DRM Info
- vollwertiges AOD dabei
- Glyph, z.B. für Benachrichtigungen
Den Preis merkt ihr an einer Stelle: Die Spitzenhelligkeit messen wir mit 960 Lux bei manueller Regelung und 1.460 Lux im Automatikmodus. Das reicht im Alltag und auch jetzt im Sommer aus, aber im prallen Sonnenlicht sind andere Smartphones sichtlich leuchtstärker.
Leistung
- AnTuTu v11
- Geekbench 6
- Speicher
- 3D Mark
- CPU Stress Test
- GPU Stress Test
Im Inneren arbeitet der Qualcomm Snapdragon 6 Gen 4, ein sparsamer 4nm-Chip mit acht Kernen (bis 2,3GHz) und Adreno-810-Grafik. Dazu kommen 8GB LPDDR4X-RAM und 128GB UFS-2.2-Speicher (256GB nur in Indien). Im Alltag macht das eine gute Figur: Apps öffnen flott, das Scrollen bleibt flüssig, und dank der schlanken Software gibt es kaum Ruckler. Gelegentlich blitzt mal ein kleiner Frame-Drop auf, im normalen Gebrauch fällt das aber kaum ins Gewicht.
In den Benchmarks ordnet sich das 4b erwartungsgemäß in der unteren Mittelklasse ein. In der Praxis bewegt sich das 4b damit auf dem Niveau eines Dimensity 7300, wie er etwa im CMF Phone 2 Pro steckt. Für Alltagsaufgaben ist das mehr als genug, für Leistungshungrige aber kein großer Wurf. Beim Gaming stößt das 4b an seine Grenzen. Titel wie CoD Mobile oder BGMI laufen mit 90FPS nur auf niedrigen Einstellungen und mit spürbaren Framedrops. Anspruchsvolle Spiele wie Genshin Impact quälen sich selbst bei minimaler Grafik durch und rutschen unter die 60-FPS-Marke. In Einzelfällen kam es sogar zu kurzen Hängern. Wer ernsthaft und regelmäßig zocken will, ist hier also falsch und sollte lieber etwas mehr investieren.
Immerhin bleibt das Gehäuse dank der großzügigen Vapor Chamber selbst nach längeren Sessions angenehm kühl und die Leistung fällt nicht ab (kein Thermal Throttling). Für Alltag, Social Media und gelegentliche Spiele reicht die Leistung locker. Ein Gaming-Phone ist das 4b aber definitiv nicht. Fraglich ist auch die Performance in ein paar Jahren.
System
Ab Werk läuft auf dem 4b Nothing OS 4.1 auf Basis von Android 16. Die Software ist traditionell das Highlight jedes Nothing-Phones: schlank, schnell und mit dem einzigartigen monochromen Look, der die Oberfläche angenehm aufgeräumt wirken lässt. Wem der schwarz-weiße Stil zu nüchtern ist, wechselt in den Einstellungen mit wenigen Handgriffen zu den bekannten bunten App-Icons zurück.
- System: im “coolen” Nothing-Design – oder auch Stock Android
- Systeminfo
- Schnelleinstellungen / Benachrichtigungen
- App-Übersicht auf Wunsch in Kategorien
- Essential Space & KI-Spracheingabe sind nützlich
- System Spezial Funktionen
- Übersicht der ganzen KI-Features
- Kamerafilter / Voreinstellungen
Ein paar wenige vorinstallierte Apps gibt es zwar, ihr könnt sie aber problemlos entfernen. Dazu kommen die „Essential AI”-Tools: Über den dedizierten Essential Key an der Seite landet ihr im Essential Space, einer Art KI-Notizbuch, das Screenshots, Sprachnotizen und Gedanken automatisch sortiert, zusammenfasst und daraus To-do-Listen erstellt. Die zugehörige Sprach-zu-Text-Funktion arbeitete im Test zuverlässig und ist im Alltag praktischer als so mancher Standard. Auch praktische Extras wie ein versteckter „Private Space” für sensible Daten oder das freie Skalieren von App-Fenstern sind mit an Bord. Das Update-Versprechen ist gut und Updates kommen regelmäßig inklusive neuer Features: drei große Android-Versionen und sechs Jahre Sicherheitsupdates. Viele günstige Konkurrenten ziehen hier deutlich früher den Stecker.
Kamera
Auf der Rückseite sitzt ein Doppel-Setup: eine 50MP-Hauptkamera (Samsung-Sensor, f/1.8) mit optischer Bildstabilisierung sowie eine 8MP-Ultraweitwinkelkamera mit 120°-Sichtfeld. Ein Teleobjektiv fehlt, anders als beim 4a, das hier ein Periskop-Zoom mitbringt. Standardmäßig knipst die Hauptkamera dank Pixel-Binning mit 12,5MP, die vollen 50MP aktiviert ihr bei Bedarf in den Einstellungen.
- Hauptkamera: 50MP (Samsung S5KJNS), f/1.8, 1/2,76 Zoll, OIS
- Ultraweitwinkel: 8MP (GalaxyCore GC08A8), f/2,2, 119,5° Aufnahmewinkel
- Selfie-Kamera: 16MP (GalaxyCore GC16B3C), f/2,4, 81,8° Aufnahmewinkel
Tageslicht
- 1x
- 2x Zoom
- 1x
- 2x Zoom
- Dämmerung / Abends
Bei Tageslicht liefert die Hauptkamera ordentliche Ergebnisse: Farben sind natürlich mit dezentem Boost, die Belichtung sitzt und das HDR arbeitet sauber. Die Bilder sind ohne Nachbearbeitung direkt teilbar.
Überraschend gut schlägt sich das 4b dagegen bei bewegten Motiven, wo günstige Handys sonst oft patzen. Schnappschüsse von Kindern oder Haustieren gelingen zuverlässiger als erwartet. Der 2-fache Digitalzoom fällt qualitativ erstaunlich ab und ist eher im Nahbereich noch gerade so brauchbar.
Nachtaufnahmen
- 2x Zoom
Sobald das Licht schwindet, zeigt der kleinere Sensor aber seine Grenzen: Nachtaufnahmen wirken schnell rauschig und detailarm, feine Strukturen verschwimmen zu unruhigen Flächen. Wer im Zwielicht fotografiert, muss also mit deutlich schwankenden Ergebnissen rechnen.
Ultraweitwinkel, Selfie & Portrait
Die Ultraweitwinkelkamera taugt für Landschaften und Architektur bei Tageslicht, verliert an den Rändern aber sichtbar an Schärfe und sollte bei wenig Licht gemieden werden.
Die 16MP-Selfiekamera macht bei guten Bedingungen vorzeigbare, lebendige Bilder mit ordentlichem Dynamikumfang, schwächelt aber mangels Autofokus bei wenig Licht. Die Porträtaufnahmen sind durchaus ansehnlich und schneiden das Motiv sauber aus. Lediglich an Haaren oder Ohren kommt es teils zu unsauberen Übergängen. Deaktiviert unbedingt HDR für Porträts, denn das ist ein Verbrechen.
Videos
Videos nimmt das Nothing Phone 4b in bis zu 4K mit 30 Bildern pro Sekunde oder 1080p / 60fps auf, wobei die Detailschärfe hier eher durchschnittlich ausfällt. Die Stabilisierung ist für die Preisklasse in Ordnung.
Eine solide, aber unspektakuläre Kamera. Tagsüber gut, bei wenig Licht durchschnittlich. Der fehlende Zoom schmerzt gegenüber dem Phone 4a.
Konnektivität und Kommunikation
Bei der Ausstattung gibt sich das 4b keine Blöße: 5G inklusive des in Deutschland wichtigen LTE-Bands 20, WiFi 6, Bluetooth 6.0 und NFC für Google Wallet sind an Bord.
- 4G: B1, B2, B3, B4, B5, B7, B8, B18, B19, B20, B26, B28, B38, B40, B41, B42, B66, B71
- 5G: n1, n2, n3, n5, n7, n8, n20, n28, n38, n40, n41, n66, n71, n77, n78
Auch zwei SIM-Karten finden nebeneinander Platz. Eine eSIM-Unterstützung fehlt allerdings. Die SAR-Werte liegen bei 1,159W/kg (Kopf) und 1,4W/kg (Körper). Für die Standortbestimmung nutzt das 4b Single-Band mit den Satellitensystemen GPS, GLONASS, BeiDou, Galileo und QZSS.
- GPS
- Sensoren
Die Telefonie-Qualität überzeugt ebenfalls: Die eigene Stimme kommt klar an, und vor allem die Geräuschunterdrückung filtert Umgebungslärm sauber heraus, sodass ihr auch in lauter Umgebung gut verständlich bleibt. Das 4b unterstützt VoLTE und VoWiFi. Die Stereo-Lautsprecher (vollwertiger unten und Ohrlautsprecher als Hybrid-Lösung) klingen erstaunlich voll und laut, sogar einen Tick besser als beim teureren 4a. Sie liefern genug Pegel, um Videos oder Spiele auch ohne Kopfhörer zu genießen, und bleiben dabei erfreulich klar statt blechern.
Dazu kommt ein optischer Fingerabdrucksensor im Display, der im Test zuverlässig und schnell entsperrte. An die Geschwindigkeit teurerer Ultraschallsensoren reicht er nicht ganz heran, im Alltag gab es aber nichts zu meckern. Die Gesichtsentsperrung richtet ihr wie gewohnt über die Frontkamera ein.
Akkulaufzeit
- 60 Hertz
- “120” Hertz
- Aufladen mit Power Delivery etwas langsamer als PPS
Hier spielt das 4b seine große Stärke aus. Der 5.200mAh-Akku ist der bislang größte in einem Nothing-Phone. Das Ergebnis ist eine hervorragende Ausdauer: Sechs bis sieben Stunden Bildschirmzeit sind problemlos drin, bei moderater Nutzung hält das Gerät auch zwei Tage durch. In unserem Video-Dauertest gehörte das 4b klar zu den Ausdauer-Königen seiner Klasse. Eingebunden haben wir euch in den Benchmarks nur das 60-Hertz-Diagramm, denn der PC Mark Akku-Benchmark läuft hier nicht mit 120 Hertz durch.
Weniger überzeugend ist das Laden. Mit nur 33 Watt dauert eine volle Ladung je nach Netzteil rund 80 Minuten mit PPS- bis über zwei Stunden mit Power-Delivery-Unterstützung. Das ist für die Preisklasse eher gemächlich, zumal die Konkurrenz hier teils deutlich flotter lädt. Immerhin gibt es 7,5W-Reverse-Charging, um im Notfall etwa Kopfhörer mit Strom zu versorgen. Kabelloses Laden fehlt.
Testergebnis
Das Nothing Phone 4b ist ein sympathisches Einstiegsgerät mit unverwechselbarem Design, langer Akkulaufzeit und einem guten Update-Support. Dazu kommen ein farbstarkes AMOLED, eine schlanke und clevere Software und überraschend gute Lautsprecher. Für 329€ (UVP) bekommt ihr ein stylisches, grundsolides Alltags-Smartphone, das sich vor allem an Nutzer richtet, die kein Vermögen ausgeben möchten.
Die Schwächen sind allerdings nicht zu übersehen: kein besonders schneller Prozessor, schwaches Gaming, eine bei wenig Licht nur durchschnittliche Kamera, kein zusätzlicher Zoom und langsames Laden ohne Qi. Für sich genommen ist keiner dieser Punkte ein K.-o.-Kriterium, in Summe zeigen sie aber, an wie vielen Ecken für den günstigen Preis gespart wurde.
Und genau da liegt der entscheidende Punkt: der Preis. Für lediglich rund 20€ mehr gibt es das Nothing Phone 4a (zum Test) mit stärkerem Chip, schärferem Display und dem klar besseren Kamera-System inklusive Periskop-Zoom. In diesem Preisbereich ist die Ersparnis schlicht zu gering, um den Rückschritt zu rechtfertigen. Nicht ohne Grund kommuniziert Nothing selbst, dass das 4b vorrangig für den indischen Markt gedacht ist. Richtig interessant wird das Phone 4b erst, wenn der Straßenpreis nach dem Marktstart deutlich unter die 200€-Marke fällt. Genau dann, und nur dann, wird aus dem Sparmodell ein echter Preis-Tipp mit schickem Style-Faktor.
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