Huawei Pura X View vorgestellt – Comeback des 16:9-Formats?
Mit der Huawei Pura Serie experimentiert Huawei in China mit dem Formfaktor moderner Smartphones. Huawei hat das neue Pura X View dort bereits gezeigt, es fällt weniger länglich aus als üblich. Ein Formfaktor, auf den ihr gewartet habt?
Das Display löst mit 2232 x 1320 Pixel auf und kommt damit auf ein Seitenverhältnis von 16:9,5. Aktuelle Smartphones liegen meist bei 19,5:9 oder noch schmaler. Breite Panels kennen wir von Huawei bisher nur aus den Foldables, vom Huawei Pura X und vom Huawei Pura X Max (zur Ankündigung). In China läuft aktuell die Reservierung, die vollständigen Daten und den Preis nennt Huawei am 28. August.
Design und Display
Das Panel soll bis zu 6.500 Lux hell werden, dazu kommt eine PWM-Dimmung mit 2.160Hz. Die Diagonale beträgt 6,39 Zoll. Daraus ergibt sich eine Pixeldichte von rund 406ppi. Bei gleicher Diagonale liefert der breitere Zuschnitt mehr Anzeigefläche als ein 19,5:9-Display, in der Höhe fehlt dafür Platz. Die Selfie-Kamera sitzt in einem Punch-Hole und liegt bei formatfüllenden Videos damit im Bild.
Trotz des großen Akkus bleibt das Gehäuse 6,68 Millimeter dünn und wiegt 201g. Vier Farben stehen zur Wahl: schwarz, weiß, rot und grau. Auf der Rückseite sitzt ein horizontales Kameramodul im Visor-Stil, das an die Pixel-Reihe erinnert. Zur Schutzklasse und zum Deckglas macht Huawei bisher keine Angaben.
Ausstattung des Huawei Pura X View
Beim Speicher habt ihr die Wahl zwischen 12GB RAM mit 256GB, 512GB oder 1TB. Der Akku kommt auf eine typische Kapazität von 7.000mAh. Derselbe Leaker nennt drei Kameras mit jeweils 50MP.
Als Prozessor soll der hauseigene Kirin 9030s dienen. Seit den US-Sanktionen fertigt Huawei seine Chips in einem älteren Verfahren, bei Effizienz und Spitzenleistung wird der Kirin deshalb hinter den aktuellen Modellen von Qualcomm und MediaTek liegen. Der große Akku dürfte davon bei der Laufzeit einiges auffangen.
Auf dem Huawei Pura X View feiert HarmonyOS 7 seine Premiere. Huawei beschreibt für die neue Version eine überarbeitete Oberfläche mit transparenten Ebenen und lichtabhängigen Effekten. Huawei hat sich mit HarmonyOS inzwischen komplett von Android gelöst.
Unsere Einschätzung
Das breite Format wird eine Geschmacksfrage bleiben. Videos im klassischen 16:9-Verhältnis laufen ohne schwarze Balken, dafür zeigen Webseiten, Feeds und Chats weniger Inhalt, und einhändig lässt sich ein breites Gehäuse schlechter bedienen.
Bei der Bedienung limitiert meist die Breite eines Smartphones und alles über ~76mm ist kaum mit einer Hand zu erreichen. Dazu sind Apps inzwischen auf das längliche Format optimiert! Beim Samsung Galaxy Z Fold 8 (zum Test) hat uns der Zuschnitt schon nicht überzeugt, dort lässt sich immerhin zwischen zwei Displays wechseln. Als Alternative zum Einheitsbrei bleibt das Huawei Pura X View trotzdem spannend.
Ob das Gerät nach Deutschland kommt, ist unwahrscheinlich. Die bisherigen Pura-X-Modelle blieben China-exklusiv, und ohne Android-Unterbau ist ein Import kaum sinnvoll. Was Huawei zu Preis und Verfügbarkeit sagt, erfahren wir am 28. August.
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