Huawei Pura X Max in China vorgestellt – neuartiges Foldable
Huawei ist weiterhin aktiv und bringt unermüdlich Smartphones auf den Markt. Das durch seine besonders gute Smartphonekamera bekannt gewordene chinesische Unternehmen fällt dabei auch immer wieder mit besonderen Konzepten auf. Zuletzt ist hier das Huawei Mate XT zu nennen. Dabei handelt es sich um ein Triple-Foldable, das aus drei Teilen besteht und sich doppelt falten lässt.
Nachdem Huawei vor wenigen Wochen bereits die neue Mittelklasse für chinesische Kunden in Form der Enjoy 90-Reihe (zur Ankündigung) vorgestellt hat, folgt jetzt ein weiteres Foldable. Beim Pura X Max setzt der Hersteller zudem auf einen völlig anderen Formfaktor als die meisten anderen Produzenten faltbarer Smartphones.
Huawei Pura X Max mit 3:2-Seitenverhältnis
Mittlerweile setzen nahezu alle aktuellen Falt-Smartphones wie das Honor Magic V5 (zum Test) auf Außendisplays, die nah am Standardmaß von 20:9 sind. Dadurch findet ihr im Inneren ein nahezu quadratisches Display vor. Dies hat den Vorteil, dass ihr das Außendisplay ohne große Einschränkungen nutzen könnt. Beim inneren Display seht ihr beim Schauen von Filmen oder Serien meist aber dicke schwarze Balken oben und unten. Huawei setzt jetzt auf ein ungewöhnliches 3:2-Seitenverhältnis beim äußeren Display. Dies sorgt für einen etwas gewöhnungsbedürftigen Formfaktor im zugeklappten Zustand. Dafür erhaltet ihr innen ein Display, das viel mehr an ein Tablet erinnert. Das äußere Display bietet 5,4 Zoll bei 1848 x 1264 Pixel, während das innere Display 7,7 Zoll groß ist und mit 2584 x 1828 Pixel auflöst.
Ansonsten unterscheiden sich die Displays auf dem Papier nicht. Bei beiden handelt es sich um ein 120 Hertz LTPO-Display mit OLED-Technologie und 1440 Hz PWM-Dimming. Die Pixeldichte liegt bei beiden Displays bei 412 Pixel pro Zoll. Geschützt wird das äußere Display von Kunlun Glass 2. Innen setzt der Hersteller wie auch Samsung, Xiaomi und Honor auf Ultra-Thin-Glass (UTG). Zudem unterstützt das innere Display auch Eingaben mithilfe eines Stylus. Dieser heißt offiziell M-Pen 3 Mini und bietet unter anderem eine Air-Mouse-Funktion sowie Gestensteuerung.
Variable Blende bei der Hauptkamera
Besonders ist aber nicht nur das Seitenverhältnis des neuen Huawei-Foldables. Auch auf der Rückseite hat das Pura X Max eine Überraschung parat. Während ihr bei einem Foldable meist Abstriche bei der Kamera gegenüber den „normalen“ Flaggschiffen der Hersteller machen müsst, bietet Huawei hier ein absolutes Kraftpaket auf dem Papier.
Die Hauptkamera löst mit 50 Megapixel auf und bietet eine variable Blende von f/1.4 bis f/4.0. Die Verstellung soll hierbei in 10 Stufen möglich sein. Auch das 3,5x Periskop-Tele löst mit 50 Megapixel auf. Dieses besitzt jedoch eine fixe Blende von f/2.2. Die Ultraweitwinkelkamera mit f/2.2-Blende löst hingegen mit 12,5 Megapixel auf.
Unter der Haube des Geräts steckt der HiSilicon Kirin 9030 Pro. Dieser ermöglicht WiFi 7 und Bluetooth 6.0, zudem bietet der Chip auch 5G. SIM-Karten können auch als eSIM eingebunden werden. Der Akku bietet eine Kapazität von 5.300mAh und kann mit bis zu 66 Watt geladen werden. Kabellos sind hier 50 Watt möglich.
Die platzintensive variable Blende wird unter anderem durch eine etwas dickere Bauweise als bei anderen Foldables möglich gemacht. Gefaltet misst das 229 Gramm schwere Smartphone 11,2 Millimeter. Aufgeklappt sind es 5,2 Millimeter. Dank IP58/IP59-Zertifizierung ist das Smartphone auch gegen Wasser geschützt, inklusive Schutz vor Untertauchen bis zu einem Meter. Optisch haben Käufer die Wahl aus den fünf Farben Midnight Black, Zero White, Interstellar Blue, Olive Gold und Vibrant Orange.
Einschätzung & Preise für das Huawei Pura X Max
Das Huawei Pura X Max ist hierzulande eher uninteressant. Es wurde vorerst nur für den chinesischen Markt vorgestellt und kann dort ab sofort für ca. 1.370€ für die kleinste Speichervariante mit 12/256GB Speicher bestellt werden. Darüber hinaus stehen Versionen mit 12/512GB und 16/512GB zur Auswahl. Die größte Variante mit 16GB Arbeitsspeicher und 1TB Massenspeicher schlägt umgerechnet mit ca. 1.750€ zu Buche. Zu einem Europastart gibt es keine Informationen, ein solcher ist aber unwahrscheinlich. Damit ist das Gerät zwar ein extrem spannendes Konzept für Enthusiasten, bleibt aufgrund der fehlenden Google-Dienste und der hohen Importkosten für die breite Masse hierzulande jedoch eher ein Nischenprodukt.
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