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Was wurde nicht schon alles über das Apple MacBook Neo geschrieben und getestet! Einige sehen in dem kompakten Notebook eine der größten Innovationen seit langer Zeit. Große Worte für ein 13 Zoll kleines Gerät. Wir möchten euch nicht mit einem weiteren x-beliebigen Testbericht langweilen, denn davon gibt es mehr als genug.
Für mich als langjährigen Windows-Nutzer zählte vor allem: Was ist dran am Hype? Wie leicht fällt der Umstieg auf ein anderes Betriebssystem? Und ist das MacBook Neo der ideale Einstieg in die Apple-Welt? Zumal der Einstieg mit rund 650€ preislich akzeptabel ausfällt. Obwohl 8GB RAM und 256GB Speicher mager klingen und meine Aversion gegen Apple und die dortigen Speicherpreise bestätigen. Am Ende siegte die Neugier, und einen Besuch im Apple-Store später standen das silberne MacBook Neo und ich uns das erste Mal gegenüber.
Lieferumfang des MacBook Neo
Wie zu erwarten, erhaltet ihr neben dem MacBook Neo lediglich ein USB-C-Kabel in 1,5m Länge und etwas Papierkram. Apple bietet ein Netzteil für 45€ an, worauf ich dankend verzichtet habe. Ein 35W USB-PD-Netzteil habt ihr vermutlich zu Hause. Das Apple MacBook Neo bietet nur 1 Jahr Herstellergarantie.
Design und Verarbeitung
Wie erwähnt, ist dies mein erstes MacBook, und das Neo punktet mit einer für diesen Preisbereich außergewöhnlich guten Haptik und Verarbeitung. Das gesamte Gehäuse ist aus Aluminium gefertigt, die Spaltmaße sind exzellent. Nehmt ihr das knapp 1250 Gramm schwere Gerät in die Hand, fühlt es sich solide an. Der Bildschirm lässt sich mit gut dosiertem Widerstand öffnen und bleibt stabil im gewünschten Winkel stehen. 180° sind nicht möglich, was für mich jedoch nicht notwendig ist. Je nach Farbwahl sind auch die Füße und die Tastatur farblich angepasst. Neben unserer silberfarbenen Variante gibt es das Gehäuse noch in Rosa, Hellblau oder einem auffälligen Gelb.
Mit 298 x 207 x 13 Millimeter fällt die Grundfläche des Apple MacBook Neo etwas kleiner als ein DIN-A4-Blatt aus. Es ist kompakt und findet durch die minimale Keilform in jedem Rucksack Platz. Die wenigen Anschlüsse befinden sich auf der linken Seite und sind mit USB-C 2, USB-C 3 und einer 3,5mm-Klinkenbuchse überschaubar. Apple platziert die Stereo-Lautsprecher links und rechts. Klappt ihr das Neo auf, setzt sich der positive Eindruck fort. Die Tasten sind mit 16 x 16 Millimeter ausreichend groß und leicht konkav geformt. Der verwendete Kunststoff bietet beim Tippen ein gutes Feedback. Der Hub beträgt rund 1,5mm, wobei der Anschlag straff und vor allem leise ausfällt. Die Tasten sitzen sicher im Gehäuse, weshalb auch längeres Arbeiten an dem Notebook kein Problem darstellt.
- Größenvergleich mit 13 Zoll Sub-Notebook
Das Trackpad ist farblich an das Gehäuse angepasst, klickt allerdings hörbar und besteht aus Kunststoff. Dennoch unterstützt es die typischen Gesten. Mit 100 x 60 Millimeter fällt das Trackpad ausreichend groß aus. Eure Finger gleiten flüssig über die Oberfläche, und das Touchpad registriert bereits sanfte Berührungen präzise. In der Summe lässt sich dem Apple MacBook Neo, abgesehen von der knappen Anschlussvielfalt, kaum etwas vorwerfen. Ein solch hochwertiges Gehäuse gepaart mit einer exzellenten Tastatur bietet die Konkurrenz in dieser Preisklasse schlichtweg nicht.
Display des Apple MacBook Neo
Die 13 Zoll große Anzeige des MacBook Neo im 16:10-Format ist einer der großen Pluspunkte, auch wenn sie nur 60Hz bietet. Das liegt sowohl an der hohen Auflösung von 2408 x 1506 Pixel als auch an der hohen Helligkeit von fast 500 Lux. Damit ist das Notebook vielen Geräten aus der Windows-Welt voraus, zumal Hersteller diese ab Werk oft nicht so präzise kalibrieren wie dieses Panel. Immerhin verspricht Apple die komplette Abdeckung des sRGB-Farbraums durch das 10-Bit-IPS-Display.
- 99% sRGB
- 2.2 Gamma
Diese wird nur knapp verfehlt. Das Notebook eignet sich dennoch gut zur Bildbearbeitung, da der Gamma-Wert von 2,2 ab Werk exakt getroffen wird. Zudem ist der Bildschirm homogen ausgeleuchtet und der Kontrast hoch, ebenso wie die maximal gemessene Helligkeit von 492 Lux. Diese lässt sich automatisch regulieren, was bei vielen Windows-Notebooks fehlt. Ebenso integriert Apple mit „Night Shift“ eine Technologie zur Reduzierung des Blaulichtanteils bei Nacht. Verschiedene Farbprofile ab Werk sind ebenfalls nicht selbstverständlich. Bis auf die geringe Bildwiederholfrequenz und die glänzende Oberfläche ist das Display des MacBook Neo einwandfrei.
Hardware
Beim Apple MacBook Neo greift der Hersteller auf bewährte Komponenten zurück und verbaut den Apple A18 Pro Chip, der bereits aus dem Apple iPhone 16 Pro (zum Test) bekannt ist, hier allerdings um einen GPU-Kern beschnitten wurde. Die CPU besitzt insgesamt 6 Kerne und zeigt vorwiegend im Single-Core-Betrieb eine bärenstarke Leistung. Damit ist der Prozessor alles andere als schwach und wird am ehesten von den knappen 8GB RAM ausgebremst. Mehr Arbeitsspeicher ist für das Neo in keiner Variante vorgesehen, sicherlich auch, um das teurere MacBook Air oder Pro nicht zu kannibalisieren. 256GB Festspeicher bilden den Einstieg, lassen sich jedoch für 100€ Aufpreis auf 512GB verdoppeln. Als Bonus bietet die große Speichervariante „Touch ID“, was Passworteingaben ersetzt. Einen Blick ins Innere können wir uns sparen, da bereits andere das Neo bis auf die kleinste Schraube seziert haben und vom kompakten Mainboard überrascht waren. Zudem kühlt das System die gesamte Hardware passiv, wodurch das MacBook Neo im Betrieb unhörbar bleibt.
Für die üblichen Standardaufgaben reichen die 8GB RAM unter dem derzeitigen OS locker aus, auch dank der intelligenten Speicherauslagerung. Erkennt das Betriebssystem, dass der Arbeitsspeicher knapp wird, lagert es inaktive Prozesse auf die Festplatte aus und nutzt dafür einen dynamischen Teilbereich der SSD. Das funktioniert wesentlich eleganter als bei Windows 11. Bei meinem Samsung Galaxy Book 4, das ebenfalls über 8GB RAM verfügt, bemerkt ihr diese RAM-Schwäche deutlich.
System
Als Windows-Nutzer war dies der Bereich, auf den ich am meisten gespannt war. Seit ich unter Windows 3.0 noch Disketten in das Laufwerk geschoben habe, ist viel Zeit vergangen, und nun strahlte mich zum ersten Mal macOS 26.4 an. Auch das Apple-System blickt auf eine lange Historie zurück und macht euch den Einstieg leicht. In rund 10 Minuten ist das Neo einsatzbereit. Dafür benötigt ihr zwar eine Apple-ID, Windows 11 ist in diesem Punkt mittlerweile jedoch genauso aufdringlich. Frisch auf dem Desktop angekommen, erwartet euch ein modernes Design, das ihr von Windows nicht gewohnt seid und das an die Linux-Welt erinnert. Zugleich stoßt ihr möglicherweise auf ein erstes Problem: Warum funktioniert die Maus nicht richtig und scrollt in die verkehrte Richtung? Hier zeigt sich macOS wählerisch. Die Maus sollte explizit für Apple freigegeben sein, dann treten keine Probleme auf, und ihr könnt die Scrollrichtung einfach umstellen.
Die Umstellung ist generell ein Punkt, der erstaunlich einfach von der Hand geht. Durch das große, flexible Dock am unteren Bildschirmrand mit seinen klaren Symbolen findet ihr euch schnell zurecht. Auch die farbliche Sortierung gefällt und erlaubt eine schnelle Orientierung. Vieles erinnert an Linux, wirkt jedoch ausgereifter. Besonders positiv fällt auf, dass euch von Beginn an viele sinnvolle Programme zur Verfügung stehen. Als Beispiel dient hier „Pages“. Während sich Windows-Nutzer mit WordPad herumschlagen und penetrant auf ein Office-Abo hingewiesen werden, erhaltet ihr bei Apple direkt eine solide Textverarbeitung. In der Windows-Welt lässt sich jede beliebige Software nachinstallieren, während ihr bei macOS wesentlich stärker eingeschränkt seid, sogar stärker als unter Linux. Im Alltag dürfte euch das kaum auffallen, und durch webbasierte Anwendungen verschwinden diese Grenzen zunehmend. Der Zugriff auf Google Drive, Docs oder Sheets funktionierte im Test reibungslos. In der Summe macht euch das System den Umstieg leicht, bindet euch aber auch stärker in das Apple-Ökosystem ein. Ihr vermisst recht wenig, außer dass gewohnte Tastenkürzel wie Strg + C nicht funktionieren und ihr stattdessen Command + C lernen müsst.
Benchmarks
- Geekbench
In den Benchmarks kann das MacBook Neo für diese Preisklasse voll überzeugen, solange aufwendige Spiele nicht im Vordergrund stehen. Für Gaming ist ein Laptop mit dedizierter Grafikkarte deutlich stärker einzustufen. Die Single-Core-Leistung des Neo fällt hingegen überragend aus. Im produktiven Bereich liefert das kleine Notebook eine astreine Performance, die ihr auch im Alltag spürt. Alles läuft geschmeidig, und störende Denkpausen bei der Bedienung bleiben die absolute Ausnahme.
Übertragungsgeschwindigkeiten des Apple MacBook Neo
- interne SSD
- USB-C 3.1
- USB-C 2.0
Hier liefert das MacBook Neo ein durchwachsenes Ergebnis, denn sowohl die interne SSD als auch der USB-C 3-Anschluss (10Gbit/s) agieren vergleichsweise gemächlich. Die gemessenen Übertragungsraten sprechen eine eindeutige Sprache. Lediglich der obere Port unterstützt bis zu 10Gbit/s, während der zweite Anschluss nur USB-2.0-Niveau bietet. Glücklicherweise weist euch das Betriebssystem darauf hin, falls ihr den langsameren Port nutzt. Das Notebook unterstützt WLAN 6, einen modernen Standard, der mit starkem Empfang punktet. Selbst durch drei Wände hindurch blieb die Verbindung stabil und der Datendurchsatz hoch. Bluetooth 5.3 arbeitet zuverlässig und unauffällig. Sämtliche externen Komponenten wie Maus, Tastatur oder Kopfhörer ließen sich im Test problemlos koppeln.
Peripherie, Kamera, Mikrofon und Lautsprecher
- Kamera
- externer Monitor
Mit nur einem schnellen USB-C-Anschluss seid ihr bei externen Geräten stark eingeschränkt. Ihr müsst zwangsläufig eine Dockingstation nutzen, sobald ihr mehrere Geräte oder einen klassischen USB-A-Port benötigt. Der primäre Anschluss lässt sich glücklicherweise auch für einen externen Monitor verwenden, was im Test problemlos funktionierte. Ein zweiter externer Monitor kann aber nicht angeschlossen werden. Die verbaute Kamera liefert für diese Preisklasse ordentliche Ergebnisse und eignet sich hervorragend für Videotelefonate. Die Auflösung beträgt Full-HD und wird klanglich von zwei Mikrofonen unterstützt. Mit „FaceTime“ steht ein ausgereifter Video- und Audio-Chat-Dienst bereit, der über den Browser auch Android- und Windows-Nutzern offensteht. Überraschend stark präsentieren sich die Stereo-Lautsprecher, die eine hohe Lautstärke und ein kräftiges Klangvolumen bieten.
Akkulaufzeit des Apple MacBook Neo
Mit 36,5 Wattstunden fällt der Akku des MacBook Neo eher klein aus, dennoch können die Laufzeiten überzeugen. Der Hersteller gibt bis zu 11 Stunden für reines Surfen an. Dieser Wert ist bei einer reduzierten Helligkeit von 150 Lux realistisch. Fordert ihr den Bildschirm jedoch und erhöht die Leuchtkraft, kann auch Apple die Physik nicht überlisten, und der Akku leert sich wesentlich schneller. Im Alltag mit automatischer Helligkeitsregulierung erreichten wir solide 10 Stunden. Bei Arbeiten im Freien brach die Laufzeit hingegen auf rund 6 Stunden ein. Schaut ihr ausschließlich Videos, steigt die Ausdauer auf bis zu 13 Stunden. Bei voller Leuchtkraft messen wir immerhin 9W im Idle-Betrieb, was die kurzen Laufzeiten unter Last erklärt. Wenn ihr möchtet, könnt ihr die Systemleistung reduzieren oder die HDR-Wiedergabe deaktivieren, um die Akkulaufzeit noch weiter zu verlängern. Beim Aufladen ist etwas Geduld gefragt: Mit rund 2 Stunden Ladezeit von 1 auf 99% nimmt sich das MacBook Neo viel Zeit für diesen kompakten Energiespeicher. Wir haben das bewährte Ugreen Nexode 65W (zum Test) als Netzteil genutzt. Jedes andere solide USB-PD-Netzteil mit mindestens 35W Ausgangsleistung erfüllt aber denselben Zweck. Achtet beim Kauf von Drittanbieter-Zubehör lediglich auf die explizite Kompatibilität zu Apple-Geräten, falls ihr die hohen Originalpreise umgehen wollt.
Testergebnis
Nach drei Wochen im Alltag möchte ich das Apple MacBook Neo nicht mehr missen. Selbst als skeptischer Mensch kann ich nicht anders, als Apple zu diesem Notebook zu gratulieren – allerdings mit ein paar kleinen Einschränkungen. Das MacBook Neo ist nicht perfekt, aber für die meisten Anwendungsfälle hervorragend geeignet. Sucht ihr ein kompaktes, solides Notebook, das euch zuverlässig über den Tag bringt und eine gute Tastatur bietet? Dann ist das MacBook Neo ein heißer Kandidat. Allerdings seid ihr dann auch im Apple-Ökosystem gefangen und habt nicht die Freiheiten, die ihr aus der Windows-Welt gewohnt seid. Zudem könnte der Formfaktor einigen zu klein sein, genauso wie die knappen Anschlussmöglichkeiten. Dafür punktet das Neo mit einem ausgereiften macOS, einer Vielzahl vorinstallierter Software und einer hohen Bedienerfreundlichkeit, denn der Umstieg von Windows auf macOS fällt leichter als gedacht. Somit ist in meinem Fall aus Skepsis Freude geworden. Ich werde weiterhin einen Bogen um iPhones machen, aber mein Neo habe ich liebgewonnen.
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Hallo Manuel, danke für den Testbericht. Manchmal musste ich schmunzeln, weil ich genau das gleiche “durchgemacht” habe wie Du. Habe mit dem Neo ebenfalls mein erstes MacBook und erste Erfahrungen mit MacOs in meinem hohen Alter von 56;) gemacht. Bei mir scheiterte die Einrichtung des MacBook anfangs an der Eingabe des @Zeichens. Nun habe ich mich gut eingefunden und möchte das MacBook auch nicht mehr missen; aber ebenfalls keine anderen Apple Produkte haben. Allerdings wird mein nächster Laptop wieder ein Mac. Alles viel entspannter als beim sperrigen Windows und die Verarbeitung des Gerätes ist erste Sahne. Macht weiter so Ihr… Weiterlesen »