| CPU | MediaTek Helio G100 - 2 x 2,2GHz + 6 x 2,0 GHz |
|---|---|
| RAM | 12 GB RAM |
| Speicher | 256 GB |
| GPU | Mali-G57 MC2 |
| Display | 2460 x 1080, 6,8 Zoll 120Hz (IPS) |
| Betriebssystem | Doke OS - Android 16 |
| Akkukapazität | 10000 mAh |
| Speicher erweiterbar | Hybrid |
| Hauptkamera | 108 MP |
| Frontkamera | 50 MP |
| USB-Anschluss | USB-C 2.0 (480MBit/s) |
| Kopfhöreranschluss | Nein |
| Entsperrung | Fingerabdruck, Face-ID |
| 4G | 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 13, 17, 18, 19, 20, 26, 28, 66, 38, 40, 41 |
| NFC | Ja |
| SIM | Dual - nano |
| Gewicht | 413 g |
| Maße | 182,8 x 82 x 18,1 mm |
| Benachrichtigungs-LED | Nein |
| Hersteller | Blackview |
| Getestet am | 22.04.2026 |
Inhaltsverzeichnis
Der Test des Oscal Pilot 5 liegt noch nicht lange zurück, da steht mit dem Oscal Pilot 6 bereits das Nachfolgemodell in den Startlöchern. Neben Android 16, der Wärmebildkamera und dem 4,5-Watt-Lautsprecher verfügt das Smartphone über 27-Watt-Laden per Kabel sowie kabelloses Laden mit 15 Watt. Was das Gerät noch kann und ob ihr eher zum Vorgänger oder zum Nachfolger greifen solltet, erfahrt ihr in unserem Test.
Design und Verarbeitung
Bei der Oscal-Pilot-Reihe von Blackview könnt ihr euch sicher sein, immer ein hochwertiges und hervorragend verarbeitetes Smartphone zu erhalten. Zur Auswahl stehen die Farbvarianten Orange und Schwarz. Das 6,78 Zoll große und 413 Gramm schwere Smartphone setzt auf ein Aluminium-Kunststoffgehäuse, wobei hauptsächlich der Rahmen und der Bereich rund um die Kamera aus Aluminium bestehen. Die Abmessungen betragen 182,8 x 82 x 18,1 Millimeter.
Neben einer frei belegbaren Taste und einem USB-2.0-Anschluss befindet sich auf der Rückseite ein 4,5-Watt-Lautsprecher (Smart-PA BOX), der laut Hersteller bis zu 98 Dezibel laut werden kann. Auf der Oberseite befindet sich außerdem eine 93 Lumen starke LED-Taschenlampe. Eine Zertifizierung nach IP68/IP69K und MIL-STD-810H liegt vor; das Gerät ist laut Hersteller für einen Temperaturbereich von -20 °C bis +60 °C ausgelegt und bietet eine Sturzfestigkeit von bis zu 1,5 Metern. Das Glas wird durch Corning Gorilla Glas 5 geschützt. Neben dem Lautsprecher und der Kamera befindet sich noch eine Benachrichtigungs-LED. Diese zeigt zwar zuverlässig die Benachrichtigungen sowie den Ladestand des Akkus an, allerdings so kurz, dass ihr sie leicht verpassen könnt.
Es gibt auch keine Möglichkeit, die LED nach den eigenen Vorlieben anzupassen oder die Farbe zu ändern. Während die Verarbeitung volle Punktzahl erhält, sind die Displayränder leider etwas breit.
Abgesehen von den aus der Zeit geratenen Displayrändern ist das Blackview Oscal Pilot 6 hervorragend verarbeitet und lässt sich im Alltag sehr gut verwenden.
Lieferumfang des Blackview Oscal Pilot 6
- Blackview Oscal Pilot 6
- 33W-Netzteil
- USB-C-auf-USB-C-Kabel
- SIM-Nadel
- Schlaufe
- Anleitung
Blackview spart nicht am Zubehör und stellt alles zur Verfügung, was ihr braucht, um direkt loszulegen. Enthalten sind ein 33-Watt-Netzteil, ein USB-C-auf-USB-C-Kabel, eine Trageschlaufe und eine SIM-Nadel. Eine Displayfolie ist bereits auf dem Display angebracht.
Display
Auf der Vorderseite kommt ein 6,78 Zoll großes IPS-Panel zum Einsatz. In den Einstellungen könnt ihr zwischen den Optionen „Automatisch“, 60, 90 oder 120 Hertz wählen. Die Auflösung beträgt 2460 x 1080 Pixel, was zu einer Pixeldichte von 395 Pixeln pro Zoll führt. Die maximale Helligkeit messen wir mit 1.014 Lux. Dank Widevine L1 könnt ihr problemlos in Full-HD-Qualität streamen.
Die breiten Displayränder stören die Optik des ansonsten guten Panels. Anscheinend hat Blackview einige dieser Displays auf Lager und möchte sie in all seinen Outdoor-Smartphones verbauen. Schon im Blackview Fort 5 wurde dasselbe Display mit denselben Eigenschaften verbaut. Auch die Kalibrierung ist identisch.
Das Panel ist trotzdem sehr gut. Die Farben sind kräftig und das Display ist ausreichend scharf. Es lässt sich auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesen. Durch die breiten Ränder wirkt die Frontpartie jedoch unmodern.
Leistung
Auch die Wahl des Prozessors ist für einen Nachfolger fragwürdig. Im Blackview Oscal Pilot 6 kommt der MediaTek Helio G100 zum Einsatz, der leistungstechnisch mit dem Helio G99 vergleichbar ist. Der SoC integriert zwei ARM-Cortex-A76-Kerne mit bis zu 2,2GHz für anspruchsvolle Aufgaben sowie sechs kleine ARM-Cortex-A55-Kerne mit bis zu 2GHz Taktfrequenz in einem Stromspar-Cluster. Wenn ihr den Benchmarks vertraut, schneidet er sogar schlechter ab als der Unisoc T8100 aus dem Vorgängermodell, und das auffallend deutlich. Hinzu kommen 12 Gigabyte Arbeitsspeicher.
Der interne Speicher beträgt 256 Gigabyte und lässt sich per MicroSD-Speicherkarte um bis zu 2TB erweitern. Beim Speicher setzt Blackview auf UFS 2.1, was gegenüber dem Vorgänger noch einmal schlechter ist, auch wenn dies im Alltag nicht auffällt. Somit fallen auch die Lese- und Schreibraten schlechter aus als beim Vorgänger. In unseren Tests erreichte dieser Lese- und Schreibgeschwindigkeiten von beachtlichen 1.091MB/s bzw. 970MB/s. Ihr könnt ebenfalls einen Leistungsmodus aktivieren, dieser hat aber keinen spürbaren Einfluss auf die Performance. Andere Hersteller haben sich zwar auch schon erlaubt, dasselbe Smartphone erneut zu veröffentlichen, ohne nennenswerte Änderungen vorzunehmen. Einen Nachfolger jedoch leistungstechnisch schwächer aufzustellen als den Vorgänger, sollten Hersteller dringend unterlassen.
Im Alltag fällt der Leistungsunterschied nicht stark ins Gewicht und das Smartphone erfüllt alltägliche Aufgaben, ohne an seine Grenzen zu kommen. Dennoch liegt die Empfehlung nahe, eher zum Vorgänger als zum Nachfolger zu greifen, wenn es um die Performance geht. Das war keine gute Entscheidung seitens Blackview.
System
Immerhin wurde beim System kein Rückschritt gemacht, hier kommt Android 16 zum Einsatz. Darüber legt Blackview sein hauseigenes DokeOS 5. Ein Update-Versprechen gibt es nicht und ihr solltet euch nicht darauf verlassen, dass regelmäßige Updates erscheinen. Sonst gibt es keine großen Überraschungen, abgesehen von einigen KI-Programmen.
Im Kern ist es Stock Android mit einigen Zusatzfunktionen, die durchaus interessant und wichtig sein können. Abgesehen von den hauseigenen Apps, die ihr zum Beispiel für die Wärmebildkamera benötigt, ist keine Bloatware vorinstalliert. Allerdings wirkt die Software speziell bei der Wärmebildkamera sehr unfertig. Einige Übersetzungsfehler haben sich eingeschlichen, aber insgesamt funktionierte das System zuverlässig. In der gesamten Testzeit sind keine Updates eingetroffen.
Kamera des Blackview Oscal Pilot 6
Insgesamt wurden drei Kameras verbaut, auch wenn die Rückseite etwas anderes vermuten lässt. Es handelt sich um eine 108-Megapixel-Kamera (Samsung HM6) mit einer Blende von f/1.9, eine 50-Megapixel-Frontkamera (Samsung JN1) sowie eine Wärmebildkamera. Auf eine Ultraweitwinkelkamera oder einen Bildstabilisator müsst ihr verzichten. Die „dritte Kamera“ ist lediglich ein Fake-Sensor.
Kameraqualität
Beide Sensoren bieten ein gutes Fundament. Die Hauptkamera liefert bei viel Licht noch gute Ergebnisse. Details und Schärfe überzeugen. Die Sättigung ist jedoch etwas zu stark reduziert, sodass die Bilder trister wirken als in der Realität. Vor allem nimmt die Qualität rapide ab, je dunkler die Umgebung wird. Bereits bei Dämmerung gelingen kaum noch brauchbare Aufnahmen. Das ist in dieser Preisklasse aber normal.
Schuld daran ist unter anderem die Auslöseverzögerung, die teils sehr lang ausfällt. Bei der Frontkamera zeichnet sich ein ähnliches Bild ab. Tagsüber sind damit solide Ergebnisse möglich; je dunkler die Umgebung, desto schwächer werden die Bilder. Die Wärmebildkamera bietet eine Auflösung von 160 x 120 Pixeln, eine Bildrate von 25 Hz sowie einen Messbereich von -15 °C bis 550 °C. In der Praxis zeigt sich die Software jedoch etwas unoptimiert. Wechselt ihr in einen anderen Modus, müsst ihr damit rechnen, dass die Software abstürzt oder einige Sekunden hängt. Auch die Auslösung reagiert sehr träge.
Grundsätzlich ist eine integrierte Wärmebildkamera ein Pluspunkt. Es lassen sich auch korrekte Temperaturberechnungen damit durchführen. Das allein ist ein riesiger Pluspunkt für das Smartphone, denn ein solches Feature kostet einfach sehr viel Geld. Wirklich gute Wärmebildkameras bekommt man in doppelt so teuren Outdoor-Smartphones. Dass hier in einem günstigen Smartphone eine zumindest funktionale Kamera integriert wurde, muss positiv erwähnt werden.
Videos lassen sich in Full-HD mit 30 Bildern pro Sekunde aufnehmen. Die Qualität fällt allerdings schwach aus: Der Ton klingt komprimiert und das Bild verpixelt.
Kommunikation und Konnektivität
Auf 5G müsst ihr wie beim Vorgänger verzichten, dafür steht LTE jedoch auf allen wichtigen Frequenzen bereit. Die verfügbaren Frequenzen sind:
- 4G: 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 13, 17, 18, 19, 20, 26, 28, 66, 38, 40 und 41.
Der SIM-Slot bietet Platz für zwei SIM-Karten oder eine SIM-Karte und eine Speicherkarte (Hybrid-Slot). Außerdem sind Bluetooth 5.2, WLAN 5 sowie ein Infrarot-Blaster zur Steuerung von Geräten wie Fernsehern oder Klimaanlagen integriert. Für die Standortbestimmung werden GPS, Galileo, Beidou und GLONASS genutzt. An Bord befinden sich die üblichen Sensoren, darunter ein Gyroskop, ein Kompass und ein Helligkeitssensor. Die Navigation funktioniert im Test hervorragend.
Die Position wurde zügig und präzise bestimmt. NFC ist ebenfalls verfügbar. Der in der Power-Taste integrierte Fingerabdruckscanner sowie die Gesichtsentsperrung reagieren schnell und zuverlässig. Der verbaute Lautsprecher ist ein Highlight und liefert eine für ein Smartphone beeindruckende Klangqualität, die an eine Bluetooth-Box erinnert. Er wird sehr laut, ohne dabei matschig zu klingen. Der Vibrationsmotor ist hingegen nur durchschnittlich.
Akkulaufzeit
- 120HZ
- 60HZ
- 1%
- 45%
- 80%
- 98%
Im Blackview Oscal Pilot 6 wurde ein 10.000mAh großer Akku verbaut. Im Vergleich zum Vorgänger ist dieser zwar kleiner, die Akkulaufzeit ist aber immer noch hervorragend, sodass ihr das geringere Gewicht und die etwas handlichere Größe gerne in Kauf nehmt. In unserem Test mit 60 Hertz und 200 Lux haben wir eine Laufzeit von rund 30 Stunden erreicht. Bei 120 Hertz und 200 Lux kamen wir auf 25 Stunden und 32 Minuten. Bei der alltäglichen Nutzung sind zwei Tage Akkulaufzeit kein Problem. Wer sein Gerät besonders wenig benutzt, kann sogar drei Tage schaffen.
Besonders der Stand-by-Verbrauch ist extrem niedrig und hat bei einem 24-Stunden-Test kein einziges Prozent verbraucht. Selbst bei aufwendigen Benchmarks ist der Verbrauch eher gering. Was dem Prozessor gegenüber dem Vorgängermodell an Leistung fehlt, holt er bei der Effizienz wieder heraus. Das Smartphone kann mit 27 Watt über Kabel und mit 15 Watt kabellos aufgeladen werden. Zudem wird 10W Reverse-Charging unterstützt, um andere Geräte aufzuladen. Die Aufladung dauert etwas über drei Stunden. Vor allem die letzten 10% dauern sehr lange. Eine Aufladung über Nacht ist daher empfehlenswert.
Testergebnis
Vergleicht ihr den Vorgänger mit dem Nachfolger, fällt zunächst der schwächere Prozessor auf. Blackview setzt beim Oscal Pilot 6 jedoch einen völlig neuen Schwerpunkt: die Wärmebildkamera. Dass ihr in einem derart günstigen Preisbereich ein funktionales Wärmebild-Feature bekommt, ist äußerst spannend – vorausgesetzt, ihr habt dafür im Alltag auch Verwendung. Für sich betrachtet präsentiert sich das Blackview Oscal Pilot 6 wieder als hervorragend verarbeitetes Smartphone. Es glänzt mit seiner IP68/IP69K-Zertifizierung und dem sehr guten IPS-Display. Außerdem verfügt das Gerät über 256 Gigabyte Speicher, 12 Gigabyte Arbeitsspeicher, Android 16 und Widevine L1. Ein besonderes Highlight ist der verbaute Lautsprecher. Auch die Taschenlampe ist ein praktischer Zusatz, wirkt gegenüber dem starken Campinglicht des Vorgängers allerdings etwas schwächer. Die Kameraleistung fällt insgesamt nur durchschnittlich aus. Zudem müsst ihr weiterhin ohne Update-Versprechen und 5G auskommen, während die breiten Displayränder die Optik trüben.
Der größte Konkurrent kommt somit aus dem eigenen Haus: Das Blackview Oscal Pilot 5 (zum Test) ist aktuell günstiger und liefert mehr Rechenleistung. Wer auf die Wärmebildkamera verzichten kann, greift besser zum Vorgänger. Falls euch das Gerät insgesamt nicht zusagt und ihr eine Alternative sucht, findet ihr in unserer Outdoor-Bestenliste viele weitere Empfehlungen.
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