Motorola-Geräte fügten Affiliate-Links bei Amazon ein – der Hersteller äußert sich
Smartphones von Motorola haben mindestens für ein paar Tage ein regelrecht skurriles Verhalten an den Tag gelegt: Wurde die Amazon-App über die App-Übersicht im Launcher geöffnet, ist mithilfe eines kurzen Umwegs über den Browser ein Affiliate-Code injiziert worden. Mittlerweile hat sich der Hersteller zu dem Thema geäußert und das Verhalten „unbeabsichtigt“ genannt.
Alle Details und wie es anscheinend zu diesem unerwünschten Verhalten bei Motorola-Smartphones kommen konnte, erfahrt ihr in diesem Artikel!
Affiliate-Links bei Motorola: Wie es zu dem Vorfall kommen konnte
Am 25. Mai hat 9to5Google bezugnehmend auf einen Reddit-Beitrag und eigene Recherchen veröffentlicht, dass Motorola-Smartphones seit einem Update der System-App „Smart Feed“ einen Affiliate-Code injizieren, wenn die Amazon-App geöffnet wird.
Das Verhalten konnte nur festgestellt werden, wenn die Anwendung über die App-Übersicht gestartet wurde. Beim Start der App vom Startbildschirm ist nichts passiert. Der Ablauf war eigentlich denkbar simpel: Anstatt sofort die App zu starten, wurde eine Weiterleitung über den Browser eingerichtet, wo der Code dann eingefügt wurde. Die Weiterleitung lief über die mutmaßliche Domain einer Fashion-Influencerin, allerdings ließ sich der injizierte Affiliate-Code nicht mit ihr in Verbindung bringen.
Zwei Tage nach Veröffentlichung des Berichts hat sich Motorola gegenüber 9to5Google in einem Statement geäußert, das wir auszugsweise für euch übersetzt haben:
Motorola und Device Native haben gemeinsam eine Such- und Vorschlagsfunktion für den Moto App Launcher entwickelt (…). Vor kurzem hat Motorola umgehend Maßnahmen ergriffen, um ein festgestelltes Problem zu beheben, das dazu führte, dass einige Nutzer in den USA beim Starten der Amazon Shopping-App über einen Web-Tracking-Link umgeleitet wurden, bevor die App geöffnet wurde. Dieses Verhalten war unbeabsichtigt (…).
Genauer ist der Hersteller auf den Zusammenhang mit Device Native und der „Smart Feed“-App nicht eingegangen. Nun ist das Problem gelöst.
Unsere Einschätzung
Dass Motorola schnell reagiert und das Verhalten abgestellt hat, merken wir positiv an. Der durch das Statement von Motorola indirekt bestätigte Zusammenhang mit einer von einem Drittanbieter bereitgestellten Systemkomponente ist aber wirklich alarmierend. All das hat mich ein bisschen an den Trojaner „Keenadu“ erinnert. Die Schadsoftware wurde vermutlich über die Update-Pipeline von Drittanbietern eingeschleust.
Was denkt ihr? Hat Motorola die Situation durch die schnelle Lösung entschärfen können? Schreibt uns eure Einschätzung gerne in die Kommentare!
Newsletter bestellen
Hol Dir die neuesten Infos zu Chinahandys und Gadgets direkt ins Postfach!
Alle News Updates über Telegram.











