Samsung Galaxy Watch 9 & Watch Ultra 2 – endlich mit dem neuen Snapdragon-Chip!
Inhaltsverzeichnis
Samsung hat auf dem Unpacked in London nicht nur die neuen Foldables gezeigt, sondern auch zwei neue Smartwatches vorgestellt: die Samsung Galaxy Watch 9 und die Samsung Galaxy Watch Ultra 2. Auf den ersten Blick wirken beide wie behutsame Updates, doch unter der Haube steckt die eigentliche Nachricht. Nach Jahren mit dem hauseigenen Exynos wechselt Samsung endlich auf einen neuen Snapdragon-Wear-Prozessor von Qualcomm.
Die UVPs starten bei 409€ und gehen bei der Ultra 2 auf 749€ hoch. Aber wie immer bei Samsung spart man mit den Vorbestelleraktionen und auch die Straßenpreise dürften schnell purzeln.
Der heimliche Star: Snapdragon statt Exynos
Fangen wir mit dem an, was uns wirklich freut. Die Samsung Galaxy Watch 7, die Watch 8 und auch die Watch Ultra 2025 setzten allesamt auf den Exynos W1000. Der Chip war in Benchmarks stark, doch Samsung verzichtete auf einen sparsamen Co-Prozessor für die kleinen Aufgaben im Hintergrund. Das Ergebnis kennen wir aus unseren Tests nur zu gut: Die Akkulaufzeit war der ewige Schwachpunkt. Unsere Samsung Galaxy Watch 8 Classic (zum Test) kam gerade so über zwei Tage, während Konkurrenten wie die OnePlus Watch 3 (zum Test) oder OnePlus Watch 4 (zum Test) locker das Doppelte schaffen.

Samsung verspricht neue Maßstäbe bei Performance, Geschwindigkeit und vor allem bei der GPS-Ortung. Gerade Letzteres ist spannend, denn die Standortgenauigkeit war bei den älteren Modellen nicht immer zuverlässig: die Watch 7 (zum Test) lag stets mehrere Meter daneben. Ob der neue Chip tatsächlich für eine bessere Akkulaufzeit sorgt, klären wir natürlich erst im ausführlichen Test.
Samsung Galaxy Watch Ultra 2
Die Samsung Galaxy Watch Ultra 2 ist das Flaggschiff für Outdoor-Fans, ambitionierte Sportler oder wer einfach eine Luxus-Smartwatch möchte. Sie kommt weiterhin ausschließlich in 47mm Gehäusegröße und mit einem stoßfesten Titangehäuse, das nach 10 ATM, IP69K sowie DIN EN 13319 zertifiziert ist. Damit ist sie nicht nur staub- und wasserfest, sondern tatsächlich fürs Tauchen geeignet. Verfügbar ist sie in Titanium Silver und Titanium Gray.
Das runde 1,5-Zoll-Display (498 x 498 Pixel, AMOLED, Saphirglas) wird jetzt laut Samsung bis zu 5.000 Lux hell. Den größten Sprung macht aber der Akku: Mit 800mAh liefert die Ultra 2 satte 35% mehr Kapazität als die 590mAh der alten Ultra. Trotz des dickeren Akkus wurde das Gehäuse von 12,1mm auf 10,7mm abgespeckt, also rund 12% schlanker. Geladen wird per hochfrequentem Schnellladen, das aktuell nur die Ultra 2 beherrscht.
Spezialist fürs Gelände und für unter Wasser
Für die eigentliche Zielgruppe hat Samsung zwei Funktionen ausgebaut. Die exklusive Trail-Run-Funktion erfasst detaillierte Höhendaten, den Aufstiegsfortschritt und die Belastung beim Laufen, damit man Tempo und Anstrengung im Gelände besser einschätzen kann. Dazu kommt ein neuer Trinkalarm, der auf Basis des geschätzten Flüssigkeitsverlusts im Verhältnis zum Körpergewicht Hinweise zur Flüssigkeitszufuhr während des Trainings gibt.
Für Taucher gibt es die exklusive Diving App, die Samsung gemeinsam mit dem Tauchausrüster Mares entwickelt hat. Damit wird die Ultra 2 zum vollwertigen Tauchcomputer und erfasst automatisch Echtzeitdaten wie Tiefe, Tauchzeit und Wassertemperatur, dazu die Auf- und Abstiegsgeschwindigkeit.
Samsung Galaxy Watch 9
Die Samsung Galaxy Watch 9 ist der klassische Allrounder für den Alltag. Sie kommt wieder in zwei Größen und setzt auf ein leichtes Aluminiumgehäuse mit der bekannten Designsprache. Die 40mm-Variante gibt es in Graphite und Cream, die 44mm-Version in Graphite und Silver. Wie gehabt ist die Watch 9 als reine Bluetooth-Version oder gegen 50€ Aufpreis mit LTE erhältlich.
Bei den Displays bleibt Samsung beim Bewährten. Die 44mm-Version bietet ein 1,5-Zoll-Panel (480 x 480 Pixel), die 40mm-Version ein 1,3-Zoll-Panel (438 x 438 Pixel), beide aus AMOLED unter Saphirglas und bis zu 3.000 Lux hell. Auch beim Akku fällt das Update kleiner aus: 445mAh in der großen und 390mAh in der kleinen Variante. Immerhin steckt auch hier der neue Snapdragon-Chip drin, den größten Nutzen dürfte die Watch 9 also bei Tempo und Ortung ziehen.
Sensoren, System und AI-Funktionen
Unter der Haube teilen sich beide Uhren einen Großteil der Hardware. Als Betriebssystem läuft das neue Wear OS 7.0 mit Samsungs Oberfläche One UI 9.0 Watch darüber. Der BioActive-Sensor misst Herzfrequenz, EKG und Körperzusammensetzung (BIA), dazu kommt ein Infrarot-Temperatursensor. Bei der Konnektivität sind Bluetooth 6.0, WLAN (2,4 und 5GHz), NFC fürs Bezahlen sowie Dual-GPS (L1+L5) samt GLONASS, BeiDou und Galileo an Bord.
Das Herzstück ist WearOS und damit das volle Zusammenspiel mit allen Smartwatch-Apps bzw. der eigenständigen Version direkt auf der Uhr: Spotify, Strava, Maps,… . Die Uhren sollen komplexe Körperdaten in verständliche Hinweise übersetzen, etwa bei der Schlaf-Apnoe-Erkennung, der Bewertung der Herzgesundheit, der täglichen Ausdauerbelastung oder einem Fitnessindex.
Unsere Einschätzung und Preise
Der Prozessorwechsel ist überfällig und genau die richtige Entscheidung. Endlich löst sich Samsung vom Exynos, der uns bei der Akkulaufzeit über Jahre geärgert hat. Ob der Snapdragon zusammen mit den größeren Akkus das leidige Ausdauerproblem löst, ist die spannendste Frage, die wir im Test klären. Die Samsung Galaxy Watch Ultra 2 ist dabei das rundere Gesamtpaket, weil hier neben dem Chip auch Akku, Display und Robustheit einen echten Sprung machen. Die Watch 9 ist ein solides, aber eher vorsichtiges Update.
Die Preise haben es wie immer in sich. Die Samsung Galaxy Watch 9 startet bei 409€ (40mm) beziehungsweise 439€ (44mm), die Ultra 2 ruft happige 749€ auf. Das ist viel Geld, aber die Erfahrung zeigt: Samsung-Uhren fallen nach dem Launch schnell im Preis.
- die Watch Ultra 2 und Watch 9 sind neu – Achtung: Die Classic bleibt im Programm, weil sie nur alle 2 Jahre ein Update erhält.
Wer trotzdem sofort zuschlagen will, sollte die Vorbesteller-Aktionen im Blick behalten. Bis zum 6. August gibt es bei Eintausch eines Altgeräts bis zu 360€ Rabatt, dazu 30% auf ein zweites Armband und mit dem PayPal-Code noch einmal bis zu 100€ on top. Vorbestellt werden kann seit dem 22. Juli, ausgeliefert wird ab dem 7. August 2026.
- die schönste Smartwatch auf dem Markt
- starker Prozessor
- gute Smartphone-App
- umfangreiches Tracking mit KI-Unterstützung
- tolles Zusammenspiel mit (Samsung-) Smartphones
- Akkulaufzeit von max. 2 Tagen
- kleines Display für die Größe
- ziemlich groß und schwer
- exklusive Funktionen mit Samsung-Smartphones
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