Oscal @ IFA 2026: Balkonspeicher, Pilot 8 und ein XXL-Tablet
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Oscal war auf der IFA 2026 in Berlin in Halle 3.2 an Stand 171 zu finden, gemeinsam mit der Muttermarke Blackview. Im Mittelpunkt stand dort der Power Storage 3000, ein Balkonspeicher mit 2.500W Ausgangsleistung und einer Kapazität, die sich von 3kWh auf 15,3kWh ausbauen lässt. Daneben zeigte Oscal die Outdoor-Handys Pilot 8 und Pilot 6 sowie das 13,4 Zoll große Tablet Pad 200.
Einen Preis für den Power Storage 3000 nennt Oscal bisher nicht. Einen Anhaltspunkt liefert der Vorgänger: Der Power Storage 2000 ging im Juli zu 849,99€ in den Vorverkauf, die Liste steht bei 999€. Am Stand haben wir uns die Geräte selbst angesehen.
Power Storage 3000: Balkonspeicher mit 2500W und 4000W Solareingang
Der Power Storage 3000 ist der Nachfolger des Power Storage 2000, den wir uns auf der Intersolar in München bereits angucken konnten. Oscal gibt für das neue Modell 2500W Ausgangsleistung an, einen Solareingang von 4000W über MPPT-Regler, eine Grundkapazität von 3kWh und einen Ausbau bis 15,3kWh. Das System arbeitet am Netz und ohne Netz, lässt sich mit Mikrowechselrichtern kombinieren und legt Laden und Entladen automatisch auf die Zeiten, in denen der Strom günstig ist. In den Handel soll der Speicher nach Angaben des Herstellers im September kommen. Die Tafel am Stand nennt dazu IP65 gegen Wasser und Staub, zehn Jahre Lebensdauer, LiFePO4-Zellen und drei Jahre bis zur Amortisation. Die Zusatzakkus, mit denen der Turm wächst, heißen BP3000.
Der Sprung zum Vorgänger ist deutlich. Beim Oscal Power Storage 2000 (zur Ankündigung) waren es 1.920Wh Grundkapazität, 2.400W Solareingang und 1.200W bidirektionale Leistung. Der Neue nimmt damit zwei Drittel mehr Solarleistung auf und legt bei der Grundkapazität um gut die Hälfte zu.
Bei den 15,3kWh lohnt ein zweiter Blick. Das ist die Größenordnung eines fest installierten Hausspeichers, und der Weg dorthin führt über Zusatzakkus, die einzeln bezahlt werden. Ins Netz einspeisen darf ein Balkonkraftwerk in Deutschland weiterhin nur 800W, der Rest wird im Haushalt selbst verbraucht. Ein Speicher dieser Größe spielt seine Stärke deshalb dort aus, wo viel Strom im Haus bleibt, etwa mit Wärmepumpe oder Elektroauto.
Daneben gehören die Powerstations zum Sortiment: der PowerMax 6000 Pro mit 6000W und bis zu 57,6kWh, der PowerMax 2400 Pro mit 2400W und bis zu 22,1kWh sowie die einfacher ausgestatteten Modelle PowerMax 3600 SE und 2400 SE. Erweitert wird der 6000 Pro über den Zusatzakku BP3600 Pro, der 3.600Wh fasst, 37,7 Kilogramm wiegt und deshalb auf Rollen steht. Am Stand lag daneben der kleinere PowerMax 1800 SE mit 1.024Wh, 1.800W und 15,5 Kilogramm.
Pilot 8 und Pilot 6: zwei Outdoor-Handys mit 10.000mAh
Die beiden Handys trugen den Smartphone-Teil des Stands. Das Pilot 8 hat Oscal im Frühjahr auf dem MWC in Barcelona gezeigt und Anfang August weltweit in den Verkauf gebracht. Verbaut ist der Qualcomm QCM6690, dazu kommen ein 6,83 Zoll großes AMOLED mit 120Hz, eine 108MP-Hauptkamera, eine 20MP-Nachtsichtkamera, WiFi 7, ein 10.000mAh-Akku und 55W Laden. Das Gehäuse ist nach IP68, IP69K und MIL-STD-810H zertifiziert.
Oscal verbaut 12GB Arbeitsspeicher und 256GB Speicher, erweiterbar per microSD-Karte um 2TB. Zum Verkaufsstart Mitte August rief Oscal auf AliExpress 356,99 US-Dollar auf. In Deutschland gibt es das Gerät bisher nur über den Import, einen regulären Handelspreis hat es hier nicht.
Das Pilot 6 ist der günstigere Nachbar im Regal und kombiniert einen Wärmebildsensor mit 160×120 Pixeln, eine 108MP-Kamera von Samsung, ein Display mit 120Hz und ebenfalls 10.000mAh. Wir hatten es selbst auf dem Tisch: Das Oscal Pilot 6 (zum Test) wiegt 413 Gramm, ist sauber verarbeitet und lädt mit 27W. Der Wärmebildsensor spürt Wärmebrücken und undichte Fenster zuverlässig auf, und genau dafür ist er gedacht.
- hervorragende und robuste Verarbeitung
- IP68/69K & MIL-STD-810H Zertifizierung
- Android 16, Widevine L1
- 2 laute satte Lautsprecher, Taschenlampe
- sehr guter Empfang, sehr gute Akkulaufzeit
- 256GB interner Speicher, 12GB Arbeitsspeicher
- kein Update-Versprechen
- dicke Displayränder
- schlechterer Prozessor als im Vorgänger
- kein 5G
- Kameraqualität ungenügend
- UFS-Speicher langsamer als beim Vorgänger
Pad 200: 13,4 Zoll mit Tastatur für 159€
Das Pad 200 ist das größte Tablet, das Oscal bisher gebaut hat. Der Bildschirm misst 13,4 Zoll, löst mit 1920×1200 Pixeln auf und arbeitet mit 120Hz. Der Akku fasst 8.300mAh, geladen wird mit 18W. Mitgeliefert werden Tastatur, Maus und Stift, dazu kommt der PC Mode 3.0, der Android in eine Oberfläche mit Fenstern, Taskleiste und App-Übersicht umbaut.
Interessant ist vor allem der Preis. Im deutschen Handel liegt das Pad 200 mit 128GB samt Zubehör bei 159€, als Listenpreis nennt Oscal 299€. Der Prozessor ist ein Unisoc T7280 aus der Einsteigerklasse, physisch verbaut sind 6GB Arbeitsspeicher. Als Zweitgerät für Video, Rezepte und gelegentliche Schreibarbeit ist das für 159€ samt Tastatur, Maus und Stift ein sehr guter Kurs.
- Android 16
- Widevine L1 (Streaming in HD
- 120 Hertz 13,3 Zoll Display
- tolles Zubehör und erweiterbarer Speicher
- Stereo-Lautsprecher und 3,5mm Kopfhöreranschluss
- kein Update-Versprechen
- niedrige Displayhelligkeit
- Akkulaufzeit durchschnitt und lange Ladezeit
- keine gute Verarbeitung
Nach unten rundet Oscal die Tablet-Reihe mit dem Budget-Modell Bolt 2 ab, dazu kommt das dünne Einsteigerhandy Flat 3C.
Unsere Einschätzung
Ein Jahr zuvor hatte Oscal auf der IFA 2025 einen eigenen Stand (zum Rückblick), damals mit dem Outdoor-Handy Tank 1 als Zugpferd. Auf der IFA 2026 teilt sich die Marke die Fläche mit Blackview, und das Zugpferd ist ein Stromspeicher. Diese Verschiebung zieht sich durch das ganze Jahr: erst der Auftritt auf der Intersolar, dann die zweite Generation des Balkonspeichers.
Beim Vorgänger hat Oscal den Weg in den deutschen Handel geschafft, samt zehn Jahren Garantie und Service in Europa, und das ist in dieser Preisklasse keine Selbstverständlichkeit. Beim Power Storage 3000 stehen die Chancen deshalb gut, dass er denselben Weg nimmt. Bei den Handys führt der Weg bisher über den Import, das Pilot 6 haben wir dafür selbst getestet und es hat sich gut geschlagen.
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