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Ulefone @ IFA 2026: Action-Cam zum Abnehmen und ein Laser-Handy

Ulefone teilte sich auf der IFA 2026 in Berlin in Halle 3.2 an Stand 137 den Auftritt mit der Outdoor-Tochtermarke RugOne. Das wichtigste Gerät kam von RugOne: Das Xsnap 7 Pro ist ein Outdoor-Smartphone, dessen Action-Kamera sich magnetisch abnehmen und einzeln benutzen lässt. Dazu kamen das Walkie-Talkie Xlink 7, das über das Mobilfunknetz funkt, und das Armor 35 Pro mit einem Laser-Entfernungsmesser.

ulefone rugone messestand ifa 2026

Zwischen den drei Geräten liegt eine große Preisspanne: 165,99€ für das Walkie-Talkie, 1.199,99€ für das Xsnap 7 Pro, und für das Armor 35 Pro nennt Ulefone bisher keinen Preis. Am Stand haben wir uns die drei Geräte selbst angesehen.

RugOne Xsnap 7 Pro: Action-Kamera zum Abnehmen

Das RugOne Xsnap 7 Pro (zur Ankündigung) hatten wir auf dem MWC in Barcelona schon als Vorserienmodell in der Hand. In Berlin folgte der offizielle Start, den RugOne mit einer eigenen Veranstaltung am Stand begleitete. Für die Marke ist es die dritte Produktlinie.

Das Prinzip ist schnell erklärt. Auf der Rückseite sitzt ein Kameramodul von gerade einmal 39 Gramm, das ihr per Knopfdruck magnetisch löst und an Helm, Brustgurt, Fahrradhalterung oder Hundegeschirr befestigt. Das Display des Telefons dient als Sucher und Fernbedienung, die Funkverbindung reicht laut RugOne 50 Meter weit. Angedockt lädt das Handy das Modul wieder auf. Ein zweites Gerät für Aufnahmen aus der eigenen Perspektive spart ihr euch damit.

rugone xsnap 7 pro rueckseite ifa 2026

Was das Kameramodul allein kann

Abgenommen ist das Modul eine vollwertige kleine Action-Kamera. Es filmt in 2,7K mit 30 Bildern pro Sekunde bei 133 Grad Bildwinkel, eine Entzerrung nimmt dabei den Fischaugen-Effekt aus dem Bild. Stabilisiert wird über SteadyX samt Horizon Lock, das den Horizont auch bei einer 360-Grad-Drehung waagerecht hält. Dazu kommen Zeitraffer, Zeitlupe, Endlosaufnahme, Vorab-Aufnahme und HDR-Fotos.

Eigene 64GB Speicher im Modul reichen für rund acht Stunden in 1080p, übertragen wird anschließend auf die 512GB des Handys. Der eigene Akku hält 40 Minuten und lässt sich am Telefon bis zu zwanzigmal nachladen. Wasserdicht ist das Modul bis fünf Meter, und zwar ohne Zusatzgehäuse, was bei Action-Kameras dieser Größe selten ist.

rugone xsnap 7 pro kameramodul ifa 2026

Das Telefon darunter

Verbaut ist ein MediaTek Dimensity 8400, dazu kommen 12GB LPDDR5X und 512GB UFS 4.0. Das AMOLED-Display misst 6,67 Zoll, löst mit 1,5K auf, läuft mit 120Hz und erreicht in der Spitze 1.700 Nits, geschützt von Corning Gorilla Glass Victus. Der Akku fasst 9.300mAh und lädt mit 45W am Kabel, kabellos sind es sogar 50W, dazu 10W in die Gegenrichtung.

Die Kameras sind für ein Outdoor-Handy ungewöhnlich gut bestückt: eine 50MP-Hauptkamera mit Samsungs GN9-Sensor, optischer und elektronischer Stabilisierung und 4K-Aufnahme, dazu eine 64MP-Infrarotkamera mit eigenen IR-LEDs für Schwarzweißbilder in völliger Dunkelheit und eine 32MP-Frontkamera. Einen eigenen Unterwassermodus bringt das System ebenfalls mit. Geschützt ist das Gehäuse nach IP68, IP69K und MIL-STD-810H, RugOne nennt zwei Meter Wassertiefe für 30 Minuten und Stürze aus 1,5 Metern auf Beton. Zur Wahl stehen die Farben Sand Dune und Classic Black, auf der Rückseite sitzt ein Leuchtring, der bei Anrufen und Benachrichtigungen pulsiert.

rugone xsnap 7 pro display ifa 2026

Bei der Software geht RugOne weit: Android 16 ab Werk, dazu Aktualisierungen bis hinauf zu Android 20. Vier große Versionssprünge sind eine ungewöhnlich lange Zusage für einen Outdoor-Hersteller dieser Größe, und sie deckt genau die Jahre ab, die so ein Gerät im Einsatz ist. Google Gemini ist ab Werk eingebunden, dazu kommen Circle to Search, eine Übersetzung in Echtzeit und eine Zusammenfassung von Telefonaten.

Verkauf startet über Kickstarter

Den Verkauf beginnt RugOne am 7. September mit einer Kickstarter-Kampagne und Frühbucherpreisen. In den regulären Handel, online wie im Laden, kommt das Xsnap 7 Pro nach Angaben des Herstellers im Oktober. 1.199,99€ sind für ein Outdoor-Smartphone eine Ansage. Was ihr dafür bekommt, ist eine abgenommene Action-Kamera, die sonst als eigenes Gerät gekauft wird, dazu Ladeschale, Magnethalter und Halterungen im Lieferumfang.

RugOne Xlink 7: Walkie-Talkie mit Mobilfunk statt Funkband

Den RugOne Xlink 7 (zur Ankündigung) hat die Marke im Mai vorgestellt, inzwischen ist er im Handel. Im Shop von RugOne kostet ein einzelnes Gerät 165,99€, mit einem SIM-Paket über zwölf Monate 169,99€, das Doppelpack 321,99€.

rugone xlink 7 ifa 2026

Der Xlink 7 wiegt 84 Gramm, misst 63,6 x 51,7 x 23 Millimeter und ist nach IP68, IP69K und MIL-STD-810H zertifiziert, ausgelegt auf -30°C bis 55°C. Vorhanden sind ein physischer PTT-Knopf, eine SOS-Taste, GPS, eine Taschenlampe und ein 1.050mAh-Akku, den RugOne mit zehn Stunden Dauergespräch, 24 Stunden gemischter Nutzung und 87 Stunden Bereitschaft angibt.

Zwei Dinge hebt der Hersteller hervor: eine Geräuschunterdrückung von bis zu 55dB in der Spitze und einen eigenen Knopf für einen Sprachassistenten, der Fragen beantwortet und das Gerät bedient. Gesprochen wird in Vollduplex, also gleichzeitig in beide Richtungen, für bis zu drei Teilnehmer.

Ein Punkt gehört zur Einordnung: Der Xlink 7 funkt nicht von Gerät zu Gerät, er verbindet die Teilnehmer über LTE. Das ist der Unterschied zu einem klassischen PMR446-Funkgerät, das ohne Netz auskommt, dafür aber nur ein paar Kilometer weit reicht. Überall dort, wo Netz steht, ist die Reichweite des Xlink 7 praktisch unbegrenzt, also im Skigebiet, auf der Radtour und auf der Baustelle.

RugOne Xlink 7 im Herstellershop für 165,99€

Ulefone Armor 35 Pro: Laser auf 1,2 Kilometer

Das Armor 35 Pro war das einzige der drei Geräte, das am Stand nur zu sehen und noch nicht zu kaufen war. Ulefone spricht selbst von einer Vorschau und plant den Marktstart für September.

Das Besondere ist ein Laser-Entfernungsmesser mit 1,2 Kilometern Reichweite. Entfernungsmesser in Outdoor-Handys gab es schon früher, die kamen aber über einige Dutzend Meter nicht hinaus. 1,2 Kilometer ist die Größenordnung, in der Jagd- und Golf-Entfernungsmesser arbeiten. Als Zielgruppe nennt Ulefone Handwerk, technischen Außendienst und Outdoor-Nutzer.

Das zweite Merkmal ist die Lampe. 655 LEDs erzeugen bis zu 900 Lumen, gesteuert über eine eigene Taste und eine App, mit Dauerlicht, punktförmigem Strahl und SOS-Modus, jeweils mit Zeitschaltung zwischen fünf und 30 Minuten.

ulefone armor 35 pro lampe ifa 2026

Ausdauer statt Rechenleistung

Das Datenblatt zeigt, worauf Ulefone die Prioritäten gelegt hat. Der Akku fasst 11.000mAh und damit 42,57Wh, geladen wird mit 33W, in die Gegenrichtung gibt das Gerät 6W ab. Ulefone nennt 648 Stunden Bereitschaft und 54 Stunden Gesprächszeit, also Werte, mit denen ein Wochenende ohne Steckdose problemlos machbar ist.

Als Prozessor arbeitet ein MediaTek Helio G200 in 6nm mit acht Kernen und 2,2GHz, dazu Mali-G57-Grafik, 12GB LPDDR4X und 256GB UFS 2.2, per Speicherkarte auf bis zu 2TB erweiterbar. Das Display misst 6,79 Zoll, löst mit 1080 x 2460 Pixeln auf, zeigt 10 Bit Farbtiefe und erreicht 700 Nits. Es arbeitet mit 60Hz, das Gerät funkt im 4G-Netz. Wer ein Outdoor-Handy als Werkzeug einsetzt, wird beides selten vermissen, wer es als Daily Driver will, sollte es wissen.

Kameras und Ausstattung

Auf der Rückseite sitzen drei Kameras: eine 50MP-Hauptkamera mit Sonys IMX766 und f/1.88, eine 20MP-Nachtsichtkamera mit Sonys IMX350, und ein 16MP-Ultraweitwinkel mit 123 Grad Bildwinkel. Vorn arbeitet eine 16MP-Kamera. Video nimmt das Gerät in Full HD mit 30 Bildern pro Sekunde auf.

Der Rest der Liste liest sich wie ein Werkzeugkasten: eSIM plus zwei Nano-SIM-Steckplätze und ein eigener Kartenschacht, NFC, ein Infrarot-Sender für Fernbedienungen, OTG, UKW-Radio, ein Handschuhmodus, ein Unterwasser-Kameramodus und eine Sammlung digitaler Messwerkzeuge von Höhenmesser über Kompass und Wasserwaage bis Winkelmesser. Zwei Lautsprecher bringen es zusammen auf 107dB. Das Gehäuse misst 177 x 82,4 x 19,8 Millimeter, besteht aus Kunststoff und Aluminium und ist nach IP68, IP69K und MIL-STD-810H zertifiziert, geprüft auf 1,5 Meter Wassertiefe für 30 Minuten, Stürze aus 1,5 Metern und einen Temperaturbereich von -20 bis 55°C. Als System läuft Android 16.

Bei der Lampe lohnt ein Blick in die eigene Modellreihe. Im Ulefone RugKing 5 Pro (zum Test) sitzt eine Leuchte mit 976 Lumen, also eine ähnliche Größenordnung. Ulefone verteilt das Licht beim Armor 35 Pro auf 655 einzelne LEDs statt auf wenige starke, was auf eine flächigere Ausleuchtung zielt.

Ulefone RugKing 5 Pro
Vorteile / Nachteile
  • hervorragende Verarbeitung
  • sehr ausdauernde Akkulaufzeit
  • helle Taschenlampe
  • Triple-Sim-Slot, Widevine L1
  • Android 16
  • zu schwer, unhandlich (629 Gramm)
  • alle Kameras maximal Durchschnitt
  • kein Update-Versprechen, App-Abstürze
  • 60Hz Display
  • kein 5G
Zusammenfassung
Das Ulefone RugKing 5 Pro ist ein gutes Outdoor-Smartphone. Es konzentriert sich auf das Wesentliche und macht dabei nur wenige Fehler. Die Verarbeitung ist sehr gut, zudem ist eine IP68/69K-Zertifizierung vorhanden. Der 256GB große Speicher lässt sich kostengünstig erweitern und dank Triple-Slot müsst ihr auch auf keine zweite SIM-Karte verzichten. Die starke Taschenlampe erfüllt ihren Zweck vollkommen und macht die Nacht zum Tag. Dank...

ulefone armor 35 pro laser ifa 2026

Unsere Einschätzung

Der Auftritt zeigte eine Marke, die seit Jahren denselben Weg geht: robustes Gehäuse, solider Prozessor, und den Unterschied macht ein Bauteil, das andere Hersteller nicht anbieten. Diesmal sind das eine abnehmbare Action-Kamera und ein Laser auf 1,2 Kilometer. Daneben standen laut Ulefone das erste Wärmebild-Modell der günstigeren Armor-X-Reihe, eine zweite Generation der Armor Watch und die ersten Mini-PCs des Herstellers am Stand.

Für euch heißt das: Der Xlink 7 ist von den dreien das Gerät, das ihr sofort kaufen könnt, und für 165,99€ bekommt ihr Vollduplex-Funk, der überall dort trägt, wo Mobilfunknetz steht. Das Xsnap 7 Pro hat die interessanteste Idee, weil es Handy und Action-Kamera in einem Gerät zusammenbringt, und wer früh zugreifen will, findet es ab dem 7. September auf Kickstarter. Und beim Armor 35 Pro klärt der Test, wie genau der Laser über die volle Distanz misst.

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