| CPU | Unisoc T615 - 4 x 1,8 GHz + 4 x 1,6 GHz |
|---|---|
| RAM | 8GB RAM |
| Speicher | 256GB |
| GPU | Mali G57 MP1 |
| Display | 2460 x 1080, 6,8 Zoll 60Hz (IPS) |
| Betriebssystem | - Android 16 |
| Akkukapazität | 20000mAh |
| Ladegeschwindigkeit | 33 Watt |
| Speicher erweiterbar | Ja |
| Hauptkamera | 64MP + 20MP (dual) + 2MP (triple) |
| Frontkamera | 16MP |
| USB-Anschluss | USB-C 2.0 (480MBit/s) |
| Kopfhöreranschluss | Nein |
| Entsperrung | Fingerabdruck, Face-ID |
| 4G | 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 13, 17, 18, 19, 20, 25, 26, 28, 34, 66, 38, 39, 40, 41 |
| NFC | Ja |
| SIM | Dual - nano |
| Gewicht | 629g |
| Maße | 179 x 85 x 26,5mm |
| Antutu (v11) | 394836 |
| Benachrichtigungs-LED | Ja |
| Updatezeitraum | unklar |
| Hersteller | Ulefone |
| Getestet am | 27.07.2026 |
Inhaltsverzeichnis
Das Ulefone RugKing 5 Pro ist ein Outdoor-Smartphone für preisbewusste Nutzer. Wer jedoch denkt, dass die Abstriche enorm sind und es sich um ein zwar günstiges, aber in allen Belangen schlechtes Smartphone handelt, der irrt sich. Das Offensichtliche ist natürlich die große, 976 Lumen starke Taschenlampe auf der Rückseite. Zusätzlich erhalten wir eine Nachtsichtkamera, Android 16 und einen 20.000mAh starken Akku. Was das Gerät noch kann und ob sich ein Kauf lohnt, erfahrt ihr in unserem Test.
Design und Verarbeitung
Nur weil der Preis niedrig ist, muss es doch irgendwo Abstriche geben, beim Design jedenfalls schon mal nicht. Die hochwertige Verarbeitung, für die Ulefone bekannt ist, wird auch im Ulefone RugKing 5 Pro fortgesetzt. Das Smartphone besteht aus einem Aluminium-Kunststoff-Gehäuse, wobei sich das Aluminium auf den Rahmen und die Umgebung der Kamera beschränkt. Hier wäre jedoch ein Hinweis angebracht, denn das Gerät ist sehr schwer und vor allem massiv. Es wiegt 629 Gramm und hat die Abmessungen 179 x 85 x 26,5 Millimeter. Allerdings war sich der Hersteller dessen bewusst, sodass ihr bei Kauf des Geräts zusätzlich Tragegurte bzw. -taschen bestellen könnt. Das Frontglas besteht aus Gorilla Glas 3.
Bei unserem Testgerät war leider kein Tragezubehör dabei. Neben einer frei belegbaren Taste und einer dedizierten Taschenlampentaste befindet sich auf der Unterseite noch der USB-2.0-Anschluss.
Die Tasten sind durch eine geriffelte Oberfläche hervorgehoben und haben einen hervorragenden Druckpunkt. Nett ist auch, dass wir einen Triple-SIM-Slot haben und uns nicht entscheiden müssen, ob wir zwei SIM-Karten oder eine Speicherkarte verwenden möchten. In der Power-Taste ist ein Fingerabdrucksensor integriert. Die einzige Farbvariante ist Schwarz. Natürlich ist auch eine IP68/69K-Zertifizierung vorhanden. Wir haben absolut nichts zu beanstanden und sind überrascht, wie viel Qualität ihr für den Preis bekommt. Hier wurde alles richtig gemacht.
Integrierte Taschenlampe auf der Rückseite
Das Highlight des Smartphones ist die 976 Lumen starke Taschenlampe. Diese beinhaltet 1.202 LEDs, die wie erwartet die Nacht zum Tag machen. Das ist vor allem praktisch, wenn gerade keine richtige Taschenlampe zur Hand ist.
Etwas merkwürdig ist die Entscheidung, dass das Standlicht im Vergleich zum normalen Licht recht dunkel wirkt, während das normale Licht sehr hell ist. Nach einiger Zeit wurde das Smartphone sehr warm, wenn auch nicht bedenklich, aber schon auffallend. Die Taschenlampe ist daher anscheinend nur für den kurzen Gebrauch gedacht und nicht, um die ganze Nacht durchzuscheinen. Die Akkulaufzeit verringert sich dann auch verhältnismäßig schnell.
- Dunkel
- niedrige Helligkeit
- mittlere Helligkeit
- hohe Helligkeit
- Campinglicht
- Dunkel
- niedrige Helligkeit
- mittlere Helligkeit
- hohe Helligkeit
- Campinglicht
Lieferumfang des Ulefone RugKing 5 Pro
- Ulefone RugKing 5 Pro
- 33W Netzteil
- USB-C auf USB-C-Kabel
- Trageschlaufe
- Panzerfolie
- Plektrum
Neben dem Ulefone RugKing 5 Pro sind ein 33-Watt-Netzteil und ein USB-C-auf-USB-C-Kabel enthalten. Eine Folie ist bereits auf dem Gerät aufgebracht, eine weitere Panzerfolie ist zusätzlich im Paket enthalten. Zudem liegen eine Schlaufe und ein Plektrum zum Öffnen des SIM-Schachts bei.
Display
Leider beginnt hier der erste und größte Abstrich. Verbaut wurde ein 60-Hertz-IPS-Display. Eine seltsame Entscheidung, zumal der Vorgänger auch ein 120-Hertz-Display hatte. Ähnliche Geräte von Ulefone sind günstiger und haben diese Einschränkung nicht.
Die Entscheidung ist daher sehr fragwürdig. Das 6,8 Zoll große Display hat eine Auflösung von 2460 x 1080 Pixeln, was zu einer Pixeldichte von 396 Pixeln pro Zoll führt. Die maximale Helligkeit beträgt 773 Lux. Immerhin gibt es weiterhin Widevine L1, sodass wir Streamingangebote von Netflix oder Amazon zumindest in voller Auflösung genießen können.
Bei direkter Sonneneinstrahlung ist es gerade noch ablesbar, was aber schon schwierig werden kann. Das Display selbst ist sehr gut, weshalb es umso bedauerlicher ist, dass die 120 Hertz nicht unterstützt werden. Die Blickwinkelstabilität ist sehr gut. Die Farben sind kräftig. Eingaben werden präzise umgesetzt. Es wirkt nur mit 60 Hz weniger geschmeidig.
Leistung
Das Unisoc T7250 (ehemals Unisoc T615) ist ein SoC der unteren Mittelklasse mit zwei schnellen ARM-Cortex-A75-Kernen mit bis zu 1,8GHz Taktrate und sechs stromsparenden Cortex-A55-Kernen mit bis zu 1,6GHz. Hinzu kommen 256 Gigabyte Speicher, der sich kostengünstig mit einer Speicherkarte erweitern lässt, sowie 8 Gigabyte Arbeitsspeicher.
Der UFS-2.1-Speicher erreichte in unseren Tests durchschnittliche Lese- und Schreibgeschwindigkeiten von 885MB/s bzw. 212MB/s. Die Performance war zufriedenstellend.
Hin und wieder kam es zu Rucklern oder das System reagierte erst nach ein paar Sekunden. Da dies aber nur bei aufwendigen Anwendungen passierte, wollen wir da mal ein Auge zudrücken. Im Alltag war die Performance in Ordnung.
System
Sehr gut, dass wir auch hier direkt mit Android 16 versorgt werden. Ein Update-Versprechen gibt es allerdings nicht. Neben einer Extra-App für die Taschenlampe und einer Werkzeug-App mit Funktionen wie Kompass oder Schallmesser haben wir einige KI-Tools vorinstalliert. Darunter befinden sich beispielsweise KI-Textzusammenfassung und eine Anrufaufzeichnung, die das Gesprochene in Texte umwandelt.
Das kennen wir alles von Google und es funktioniert. Allerdings kam es hin und wieder zu Abstürzen von Apps sowie spontanen Beendigungen der Kamera oder anderer Apps. Auch unser Akkubenchmark konnte leider nicht durchgeführt werden, da kurz vor Ende ein Blackscreen erschien. Es gibt viele Einstellmöglichkeiten, sodass jeder das Smartphone auf seine Bedürfnisse einstellen kann. Während des Testzeitraums gab es ein Update, das die App-Abstürze aber leider nicht behob.
Kamera des Ulefone RugKing 5 Pro
Auf eine Stabilisierung jeglicher Art müsst ihr verzichten. Die Software bietet viele Spielereien. Ein Nachteil des Smartphones ist sein Gewicht. Mit beiden Händen ein Foto zu schießen oder ein Video zu drehen, mag noch funktionieren, aber ein Selfie locker aus der Hand zu schießen und dabei das Smartphone ruhig zu halten, ist zumindest nach ein paar Minuten sehr anstrengend. Verbaut wurden insgesamt drei Kameras:
- Hauptkamera: 64MP, OV64B40 CMOS-Sensor, 0,8μm, 82°, ƒ/1,79
- Nachtsichtkamera: 20MP, Sony IMX350, FOV 77°, ƒ/1,8
- Frontkamera: 16MP, Samsung S5K3P8, 72,6°, ƒ/2,25
Die Bilder der Hauptkamera sind allenfalls bescheiden und sehen nicht ansprechend aus. Die Realität sah freundlicher aus, während hier nur sehr triste, unfreundliche Bilder zu sehen sind. Zudem fehlen Details und es ist sehr viel Rauschen zu sehen. Je weniger Licht, desto schlechter werden die Ergebnisse.
- Hauptkamera:
Abhilfe schafft die Nachtsichtkamera. Ihre Qualität hat in anderen Modellen überzeugt, hier leider nur bedingt. Tagsüber lassen sich damit natürlich sehr schöne Schwarz-Weiß-Aufnahmen kreieren, aber auch bei Nacht holt die Software nicht so viel aus dem Sensor heraus, wie eigentlich möglich wäre. Dennoch ist es eine bessere Alternative zur Hauptkamera. Die Selfie-Kamera ist auch nur mittelmäßig. Die Farben stimmen nicht und es mangelt gewaltig an Schärfe und Details.
- Nachtsichtkamera:
- Frontkamera:
Videos können in Full-HD mit 30 Bildern pro Sekunde aufgenommen werden. Aufgrund der fehlenden Stabilisierung wackeln die Videos sehr. Das Bild ist stark fragmentiert und die Qualität ist genauso bescheiden wie die der Bilder. Der Ton klingt blechern, ist aber verständlich. Ehrlicherweise ist die Kamera nur mittelmäßig. Wenn ihr aber den Preis berücksichtigt, ist sie wiederum okay, da das Smartphone mit anderen Qualitäten punktet.
Konnektivität und Kommunikation
5G wird nicht unterstützt und eine eSIM kann nicht genutzt werden. Im LTE-Netz werden folgende Frequenzbänder unterstützt:
- 4G (LTE): B1/2/3/4/5/7/8/12/13/17/18/19, 20, 25, 26, 28, 34, 38, 39, 40, 41 und 66.
Es werden Bluetooth 5.2 und WLAN 5 unterstützt. Die Netzqualität über WLAN und mobile Daten war stets ausgezeichnet. VoLTE und VoWiFi sind im System integriert. Egal ob auf dem Land oder im Wald, die Navigation funktionierte stets optimal. Die Standortbestimmung erfolgt über GPS, Beidou, Glonass und Galileo. NFC wird ebenfalls unterstützt.
Neben einem Näherungs- und Helligkeitssensor ist auch ein Kompass vorhanden.
Der Helligkeitssensor reagiert zuverlässig und das Display bleibt sehr lange hell, ohne vorzeitig abzudunkeln. Die Gesichtsentsperrung funktioniert tadellos, auch bei wenig Licht, und der Fingerabdrucksensor ist blitzschnell und sehr zuverlässig. Ein 3,5-mm-Kopfhöreranschluss ist hingegen nicht vorhanden. Der Mono-Lautsprecher überzeugt nur bedingt: Er wird zwar ausreichend laut, klingt aber äußerst dünn und blechern.
Akkulaufzeit
Verbaut wurde ein 20.000mAh starker Akku. Da der Akku-Benchmark leider nicht funktionierte, gibt es keine Daten. Bei einer Stunde Nutzung verbrauchte das Smartphone 3% des Akkus. Eine Stunde YouTube-Video bei 200 Lux verbrauchte gar kein einziges Prozent und mit voller Displayhelligkeit nur ein Prozent Akku. Vor allem der Stand-by-Verbrauch ist beeindruckend, da in einem 24-Stunden-Test kein Prozent Akku verbraucht wurde. Selbst Intensivnutzer sollten locker drei Tage schaffen. Moderate Nutzer sogar vier bis fünf Tage. Ein Campingausflug wäre damit gesichert.
Das Smartphone wird mit dem beiliegenden 33-Watt-Netzteil in rund vier Stunden aufgeladen, was angesichts der Akkugröße und -laufzeit eine sehr gute Ladezeit ist. Reverse Charging ist ebenfalls vorhanden, sodass sich das Ulefone RugKing 5 Pro sogar hervorragend als Powerbank eignen würde.
Testergebnis
Das Ulefone RugKing 5 Pro ist ein gutes Outdoor-Smartphone. Es konzentriert sich auf das Wesentliche und macht dabei nur wenige Fehler.
Die Verarbeitung ist sehr gut, zudem ist eine IP68/69K-Zertifizierung vorhanden. Der 256GB große Speicher lässt sich kostengünstig erweitern und dank Triple-Slot müsst ihr auch auf keine zweite SIM-Karte verzichten. Die starke Taschenlampe erfüllt ihren Zweck vollkommen und macht die Nacht zum Tag. Dank Widevine L1, Android 16 und des gigantischen Akkus ist die Akkulaufzeit natürlich hervorragend.
Die Kamera und die Software wurden jedoch vernachlässigt. Ein Update-Versprechen existiert nicht. Es gibt kein 5G. In einer Zeit, in der selbst die günstigsten Smartphones 120 Hz bieten, wirkt es befremdlich, ein Smartphone mit nur 60 Hz auf den Markt zu bringen. Immerhin wird dadurch die Akkulaufzeit zusätzlich gesteigert. Das Gewicht und das klotzige Design dürften auch nicht jedem gefallen.
Am Ende ist der Preis entscheidend, und dieser ist bereits gefallen und wird weiter fallen. Wenn euch die Nachteile nicht stören und ihr einfach nur ein Outdoor-Smartphone wollt, das sich auf die Kernkompetenzen konzentriert, könnt ihr hier bedenkenlos zuschlagen. Sollte euch das alles stören, empfehlen wir euch das Blackview Oscal 5 Pilot (zum Test). Es ähnelt dem RugKing 5 sehr und punktet mit Features, die bei diesem Gerät fehlen.
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