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Xiaomi Redmi 17 5G Test

Getestet von Manuel am Bewertung: 72%
Vorteile
  • riesiger 7.500mAh-Akku
  • 45W-Laden per USB Power Delivery
  • 3,5-mm-Klinkenanschluss
  • microSD-Erweiterung bis 2TB
  • griffige Rückseite in Lederoptik
  • saubere Verarbeitung
Nachteile
  • nur 4GB RAM in der Basisversion
  • träges System mit Gedenksekunden
  • leistungsschwacher Snapdragon 4 Gen 5
  • dunkles IPS-Panel mit Lichthöfen
  • niedrige HD+-Auflösung
  • unbrauchbare Nachtaufnahmen
Springe zu:
CPU Snapdragon 4 Gen 4 - 2 x 2,3GHz + 6 x 2GHz
RAM 4GB RAM, 6GB RAM
Speicher 128GB, 256GB
GPU Adreno 613
Display 1600 x 720, 6,9 Zoll 120Hz (IPS)
Betriebssystem HyperOS - Android 16
Akkukapazität 7500mAh
Ladegeschwindigkeit 45 Watt
Speicher erweiterbar Hybrid
Hauptkamera 50MP
Frontkamera 8MP
USB-Anschluss USB-C 2.0 (480MBit/s)
Kopfhöreranschluss Ja
Entsperrung Fingerabdruck, Face-ID
4G 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 13, 17, 18, 19, 20, 26, 28, 32, 66, 38, 40, 41
5G 1, 2, 3, 5, 7, 8, 20, 28, 38, 40, 41, 66, 77, 78
NFC Ja
SIM Dual - nano
Gewicht 232g
Maße 170,1 x 78,4 x 8,8mm
Antutu (v11) 650331
Benachrichtigungs-LED Ja
Updatezeitraum 4 Jahre (Android) + 6 Jahre (Sicherheit)
Hersteller
Getestet am 10.09.2026

Im Gegensatz zur beliebten Note-Serie fristen die normalen Redmi eher ein Nischendasein. Wir haben nun das brandneue Redmi 17 5G im Test und prüfen, ob das Smartphone nicht ein wenig mehr Aufmerksamkeit verdient hat. Das Smartphone steht in direkter Folge zum Redmi 15 5G (zum Test), das eher durchwachsen war. Jedoch ist das Redmi 17 5G auf dem Papier noch schlechter aufgestellt, daher sollten die Erwartungen an das Smartphone noch geringer sein.

Trotzdem ruft Xiaomi selbstbewusst Preise von über 200€ zum Start auf. Auch wenn die Preise für Komponenten massiv gestiegen sind, gehört das Smartphone in die Preisregion unter 150€. Mit 4GB RAM in der Basis gehört es eindeutig in die Einstiegsklasse, wobei es von den schieren Abmessungen her ein Riese ist. In den vergangenen zwei Wochen konnte das Smartphone seine Vorzüge zeigen, aber Unzulänglichkeiten waren zu erkennen.

Design und Verarbeitung

An Material hat Xiaomi beim Redmi 17 5G auf jeden Fall nicht gespart. Mit 170,1 x 78,4 x 8,8 Millimeter ist es ein ausgesprochen großes Smartphone, aber minimal kleiner als das Redmi 15 5G. Das Gewicht von 232 Gramm passt zur Größe. Unser Testmodell kommt in der schönen Farbe „vivid orange” daher und fällt mit seinem bronzefarbenen Kunststoffrahmen auf. Dazu hat sich der Hersteller für eine lederartige Rückseite entschieden. Diese ist angenehm strukturiert und sorgt für eine gute Griffigkeit, auch ohne Hülle. Wer es dezenter mag, greift einfach zur blauen oder schwarzen Variante. In derselben Farbe wie der Rahmen ist auch das Kameraplateau gehalten. Es steht 2,4mm aus dem Gehäuse hervor und sorgt dafür, dass das Redmi 17 5G auf dem Tisch kippelt. Im Kamerahügel selbst sind nur eine Kamera, der LED‑Flash und ein Benachrichtigungselement verbaut. Dieses lässt sich im System entsprechend konfigurieren und leuchtet bei Anrufen, Benachrichtigungen oder beim Laden in verschiedenen Farben. So etwas Ähnliches kennt ihr bereits vom Poco X8 Pro.

Im rechten Rahmen sind die Lautstärke-Wippe und der Power-Taster mit Fingerabdruckscanner verbaut. Unten sind ganz klassisch der USB‑C‑2.0‑Anschluss, ein Teil des Stereolautsprechers und der Hybrid-Slot für SIM‑Karten integriert. Im oberen Rahmen befindet sich dagegen der zweite Teil des Stereo-Lautsprechers und der 3,5‑mm-Klinkenanschluss. Die linke Seite ist komplett clean gehalten. Als Alternative zum guten Fingerabdruckscanner steht noch Face-Unlock zur Verfügung.

Dass es sich beim Redmi 17 5G um ein Einstiegsgerät handelt, merkt ihr spätestens, wenn ihr auf den Bildschirm schaut. Vorrangig sticht das Kinn mit 7mm bis zum Bildschirmrand dabei hervor. Rechts und links sind es dagegen 3,5mm und der obere Abstand beträgt 4mm. Die Frontkamera wird in einem Punch-Hole untergebracht. Als Schutz verbaut der Hersteller Gorilla Glass 7i und während des Testzeitraumes sind keine Kratzer auf dem Bildschirm entstanden. Xiaomi verwendet für sein Redmi 17 5G eher preiswerten Kunststoff, was auch spürbar ist. Der guten Verarbeitungsqualität tut es keinen Abbruch, denn die Spaltmaße sind gleichmäßig und klein und auch die Übergänge zwischen den einzelnen Materialien sind gelungen. Immerhin einen Schutz gegen Spritzwasser mit IP64 bietet das Smartphone.

Lieferumfang des Xiaomi Redmi 17 5G

Test Redmi 17 5G Lieferumfang

Der Lieferumfang folgt dem Sparkurs des gesamten Smartphones und verzichtet nun auch auf eine Schutzhülle, die bisher bei vielen Redmi-Modellen vorhanden war. Zumindest eine Schutzfolie auf der Anzeige lässt der Hersteller dem Redmi 17 5G. Dazu ein 1m langes USB‑C‑Kabel, SIM-Nadel und ein wenig Papierkram.

Display

Mit 6,9 Zoll ist das Display des Xiaomi Redmi 17 5G überdurchschnittlich groß. Allerdings beträgt die Auflösung nur 1600 x 720 Pixel, deshalb ist auch die Pixeldichte mit 254 Pixel pro Zoll unterdurchschnittlich. Der Vorgänger bot noch Full-HD bei gleicher Bildschirmgröße. Ebenfalls einen Schritt zurück geht das IPS‑Panel bei der maximalen Helligkeit. Diese beträgt bei diesem Smartphone maximal 620 Lux. Damit lassen sich Inhalte im Sonnenlicht nur mit Mühe ablesen. Zumindest beträgt die maximale Bildwiederholungsrate 120 Hertz und wird zuverlässig auf 60 Hertz reduziert.

Display Helligkeit (in Lux) Einheit: Lux
smartzone logo
2.210 Lux
1.732 Lux
1.720 Lux
1.636 Lux
1.020 Lux
878 Lux
830 Lux
620 Lux
0
300
600
900
1.200
1.500
1.800
2.100
2.400
2.700
3.000

So wundert es nicht, dass das Einstiegssmartphone von Xiaomi sich in den unteren Regionen der Vergleichstabelle einordnen muss. Insbesondere mit der Note-Serie von Redmi beweist der Hersteller, dass er erstklassige AMOLED-Displays im Einstiegsbereich liefern kann. Als kleiner Trost lässt sich die Anzeige umfangreich konfigurieren. Der Bildschirm ist ab Werk recht farbenfroh eingestellt, aber der Weißabgleich kann angepasst werden. Ebenso lässt sich bei Bedarf der Blaulichtanteil reduzieren, um die Augen zu schonen.

Für Streaming ist es nach Widevine Level 1 zertifiziert, sodass die üblichen Streamingdienste in bester Auflösung genutzt werden können. HDR wird erwartungsgemäß nicht unterstützt. In der Summe kann die Anzeige des Xiaomi Redmi 17 5G nicht überzeugen. Dies liegt zum einen an der geringen Auflösung und zum anderen an der ungleichmäßigen Ausleuchtung. So sind Lichthöfe im Bildschirm zu erkennen und vor allem um die Frontkamera herum ist es sichtbar dunkler.

Leistung

Im Xiaomi Redmi 17 5G ist der brandneue Snapdragon 4 Gen 5 verbaut, der nur ein minimales Update der Gen 4 darstellt. Es bleibt bei einem Prozessor der Einstiegsklasse mit einer Fertigungsgröße von 4nm. Der Achtkerner setzt sich aus zwei Leistungskernen mit 2,4GHz im Cortex‑A78-Design und sechs Energiesparkernen mit 2GHz im Cortex‑A55-Design zusammen.

Antutu (v10)
smartzone logo
Snapdragon 6 Gen 3 654.252
Snapdragon 6 Gen 3 592.615
Snapdragon 6s Gen3 481.608
Mediatek Dimensity 7025 Ultra 479.918
Snapdragon 4 Gen 4 459.997
Exynos 1330 435.635
Snapdragon 4 Gen 2 435.129
Unisoc T8300 416.699
Snapdragon 6s 4G Gen 2 346.645
MediaTek Helio G81 252.536
0
80.000
160.000
240.000
320.000
400.000
480.000
560.000
640.000
720.000
800.000
Antutu (v11)
smartzone logo
Snapdragon 6 Gen 3 862.599
Snapdragon 4 Gen 4 650.331
Exynos 1330 621.607
Mediatek Dimensity 7025 Ultra 612.523
Unisoc T8300 571.275
Snapdragon 6s 4G Gen 2 500.000
0
100.000
200.000
300.000
400.000
500.000
600.000
700.000
800.000
900.000
1.000.000
Geekbench Single (v6)
0
200
400
600
800
1.000
1.200
1.400
1.600
1.800
2.000
Geekbench Multi (v6)
0
300
600
900
1.200
1.500
1.800
2.100
2.400
2.700
3.000
3D Mark (Wildlife Extreme)
0
100
200
300
400
500
600
700
800
900
1.000

So verwundert die schwache Leistung nicht, da auch der RAM auf das ältere LPDDR4X-Format gekürzt wurde. Davon stehen nur 4GB zur Verfügung. Somit geht dem Betriebssystem oft der Arbeitsspeicher aus und an Multitasking ist mit dem Redmi 17 5G nicht zu denken. Besser ist es, den UFS‑2.2-Speicher mit 256GB zu bestellen, der ausreichend schnell ist. Dank des Hybrid-Slots lässt sich der Speicher mit einer microSD-Speicherkarte um bis zu 2TB erweitern. Dafür muss aber ein SIM-Kartenplatz geopfert werden.

Die Adreno 629 ist als GPU verbaut, wird aber durch den geringen RAM ausgebremst. Für Casual-Games mag es ausreichen, aber Spielen auf dem Xiaomi Redmi 17 5G ist keine Freude. Zumindest bricht die Leistung auch unter Dauerlast nicht ein.

System

Xiaomi setzt beim Redmi 17 5G auf HyperOS 3.0, das auf Android 16 basiert. Keine Kompromisse geht der Hersteller bei der Sicherheit seiner Produkte ein und unterstützt dieses Smartphone bis August 2032 mit Sicherheitsupdates. Das ist aber auch das einzig Positive an diesem Smartphone. HyperOS und 4GB RAM waren schon in der Vergangenheit keine wahren Freunde und sind es immer noch nicht. Die Bedienung fühlt sich unheimlich träge an und Gedenksekunden gehören im Alltag mit dazu. Wäre das nicht schon alleine genug, nervt das Betriebssystem im Auslieferungszustand mit Werbung an allen Ecken und Enden. Dadurch wird das ohnehin schon träge System noch weiter ausgebremst. Die Krönung ist die Vielzahl an vorinstallierten Apps. Die meisten bezeichnen sie liebevoll als „Bloatware”.

So können wir nur wärmstens empfehlen, dass ihr, bevor ihr das Smartphone produktiv nutzt, 10 Minuten eurer Zeit dafür investiert und mittels unserer Anleitung die Werbung aus dem System verbannt. 5 Minuten mehr und auch die Bloatware ist vollständig deinstalliert oder bei Xiaomis eigenen Apps deaktiviert.

Dann kommen auch die Vorzüge von HyperOS ein wenig zum Tragen, denn es handelt sich um ein sehr wandelbares Android-Derivat. Es lassen sich verschiedenste Themen installieren und in den Einstellungen werden sehr umfangreich diverse Optionen geboten. So könnt ihr das Betriebssystem an eure eigenen Bedürfnisse anpassen und mittlerweile bietet Xiaomi auch ein sehr umfangreiches Ökosystem aus Smartwatches, Tablets, Kopfhörern, Smart-Home oder auch E‑Scootern. Das bieten Hersteller wie Apple oder Samsung nicht in diesem Umfang an. Natürlich kauft ihr euch diese Bedienerfreundlichkeit mit einem Xiaomi-Account und der Preisgabe eurer Daten. Zusammenfassend benötigt das Betriebssystem mehr Leistung, um zu glänzen, die dieses Smartphone einfach nicht hat.

Kamera des Xiaomi Redmi 17 5G

Test Redmi 17 5G Kamera

Das Modul des Xiaomi Redmi 17 5G suggeriert mehr, als in der Realität vorhanden ist. So gibt es nur zwei funktionierende Sensoren, verteilt auf Vorder- und Rückseite.

  • Hauptkamera: 50MP, (Sony IMX 852), f/1,8, 1/2.96 Zoll, Autofokus
  • Frontkamera: 8MP, (OmniVision OV08B), f/2.05

So bekommt ihr absolute Standardkost bei den Sensoren geboten und OIS oder EIS bleiben außen vor. Die Hauptkamera setzt auf das übliche 4:1‑Pixelbinning. In der Kamera-App von Xiaomi stehen die üblichen Optionen und Filter zur Verfügung. So gibt es einen Pro-Modus und diverse Programme wie Portraits, Nachtaufnahmen und mehr.

Hauptkamera

Solange das Licht stimmt, werden die Aufnahmen recht ansehnlich. Allerdings ist der Dynamikumfang des Sensors nicht sehr groß. Große Unterschiede zwischen hell und dunkel können nicht ausgeglichen werden. Dazu kommt es gelegentlich zu Überbelichtungen. Die Farben sind, wie von Xiaomi bekannt, kräftig. Zumindest der Autofokus stimmt, aber mit Bewegung hat die Kamera Probleme und auch die Schärfe ist mittelmäßig. In der App wird standardmäßig ein 2‑facher digitaler Zoom angeboten, der sinnvoll ohne großartige Einbußen agiert.

ohne HDR
ohne HDR
mit HDR
mit HDR

Natürlich wird vom Redmi 17 5G auch HDR-Modus unterstützt. Die Auswirkungen auf das Bild sind nur geringfügig und nur der Kontrast wird leicht erhöht. Insofern könnt ihr den HDR-Modus auf Automatik lassen, ohne negative Auswirkungen auf die Aufnahmen befürchten zu müssen. Für die Einstiegsklasse könnt ihr mit den Aufnahmen leben und eure Ansprüche zurückschrauben.

Nachtaufnahmen

Wie zu erwarten hat die Hauptkamera große Probleme, brauchbare Aufnahmen zu erzeugen. Selbst das ungeliebte Bildrauschen kann nicht vermieden werden. Die Sensorgröße ist schlicht nicht ausreichend. Insofern ist das Redmi 17 5G für Nachtaufnahmen keine gute Wahl.

Selfies

Die Frontkamera fügt sich in das Gesamtbild ein. Die Helligkeit der Aufnahmen ist abgesehen von der Nacht, gut und auch die Hautfarbe passt. Auch mit der Schärfe der Bilder lässt sich in diesem Preissektor leben. In der Nacht versagt die Kamera erwartungsgemäß. Aber in der Summe ist die Frontkamera keine Enttäuschung.

Videos und Fazit zur Kamera

Beide Kameras sind auf 1080p und 30 fps beschränkt und verzichten dabei auf jegliche Stabilisierung. Angesichts dessen verwundert die Qualität nicht und für Videoaufnahmen ist das Redmi 17 5G ungeeignet. Insbesondere zu Beginn der Aufnahmen lassen sich Framedrops beobachten, da sich der knappe RAM wieder meldet. Am Ende ist das Smartphone eine typische Schönwetterkamera. Ist ausreichend Licht vorhanden, werden die Aufnahmen recht ansehnlich, lassen aber schon bei der Dynamik erste Federn. Schatten oder Dunkelheit solltet ihr mit beiden Kameras meiden.

Konnektivität und Kommunikation

Test Redmi 17 5G Konnektivitaet

Dieses Kapitel ist recht unspektakulär, denn das Redmi 17 5G unterstützt sowohl 4G als auch 5G und bringt alle notwendigen Frequenzen für Deutschland mit, inklusive Band 20. VoLTE und VoWiFi werden vom Smartphone zur Verbesserung der Gesprächsqualität unterstützt. Somit gab es keine Probleme bei Telefonaten. Die Verständlichkeit war gut. Die SAR-Werte betragen 1W/kg für den Kopf und 1W/kg für den Körper. Es werden maximal zwei SIM-Karten unterstützt, aber auf eSIM muss verzichtet werden.

  • 4G: B1/2/3/4/5/7/8/12/13/17/18/19/20/26/28/32/66/71/38/40/41/42/48
  • 5G: n1/2/3/5/7/8/12/20/26/28/38/40/41/48/66/71/77/78

Die unterstützten Frequenzbänder lassen kaum Raum zur Kritik, dafür aber die drahtlosen Zugänge für Zuhause. Trotz des modernen Prozessors ist das Redmi 17 5G mit Bluetooth 5.1 und WiFi 5 nicht mehr zeitgemäß aufgestellt. Das Koppeln zu externer Peripherie klappt problemlos und für externe Kopfhörer stehen LDAC und aptX zur Verfügung. Leider war der Datendurchsatz des WiFi unterdurchschnittlich. Schon eine Wand vom Router entfernt, ging die Datenrate in den Keller. Zumindest war die Reichweite in Ordnung und ich hatte auch im Garten noch Empfang zu meinem heimischen Router.

Bei der Navigation gab es keine Probleme und die Genauigkeit liegt bei 3m. Auch in Fensternähe konnte die Position sicher bestimmt werden. Dazu nutzt das Smartphone das übliche Quartett aus GPS, Glonass, Galileo und Beidou. Ein E-Kompass ist ebenfalls verbaut, wie die üblichen Sensoren in dieser Preisklasse.

  • Beschleunigungssensor
  • Näherungssensor
  • Helligkeitssensor
  • Gyroskop

Auch das NFC verrichtet problemlos seinen Dienst. Es dauert nur ein wenig, bis die Wallet-App auf dem Smartphone geöffnet ist. Auch der Personalausweis kann gelesen werden, aber durch den RAM-Mangel schlägt teilweise die Weitergabe aus der App an die Webseite fehl. Ich kann nur den Tipp geben, in Chrome alle unnötigen Tabs vorher zu schließen, bevor ihr in der App die Daten des Personalausweises auslest und dann an die Webseite übertragt.

Der Stereo-Lautsprecher ist nicht mehr als ausreichend und macht noch beim Freisprechen die beste Figur. Zur Medienwiedergabe ist er unbrauchbar, dafür funktioniert der 3,5‑mm-Klinkenanschluss überraschend gut. Die üblichen Kopfhörer mit 32 Ohm stellen kein Problem für das Xiaomi Redmi 17 5G dar. Das haptische Feedback habe ich im Testzeitraum zügig deaktiviert, da mir die Qualität überhaupt nicht gefallen hat.

Akkulaufzeit des Xiaomi Redmi 17 5G

Mit einem Akku von 7.500mAh ist das Redmi 17 5G exzellent aufgestellt und übertrifft seinen Vorgänger um 500mAh. Nur leider spiegelt sich das nicht in der Laufzeit wider. Natürlich sind zwei Tage ohne Steckdose kein Problem für das Smartphone, allerdings neue Rekorde erzielt das Redmi 17 5G nicht. In den Benchmarks muss es sich hinter seinem Vorgänger einordnen. Der Grund dürfte das schwächere IPS‑Panel sein. Eine Stunde YouTube belastet den Akku des Smartphones mit lediglich 3%. Durch die träge Bedienung greift ihr generell weniger zum Smartphone. Über Nacht verliert der Akku vier Prozent seiner Kapazität.

Akkulaufzeit Einheit: Stunden
smartzone logo
7.500 mAh 22,5 Std
7.000 mAh 20,1 Std
7.700 mAh 18,5 Std
5.100 mAh 17,5 Std
6.000 mAh 13,3 Std
5.000 mAh 12,4 Std
5.100 mAh 12,2 Std
5.000 mAh 10,5 Std
0
5
10
15
20
25
30
Akkulaufzeit (60Hz) Einheit: Stunden
smartzone logo
7.700 mAh 26 Std
7.000 mAh 25,2 Std
7.500 mAh 23,5 Std
5.520 mAh 20,3 Std
5.100 mAh 18,5 Std
5.520 mAh 18,2 Std
6.000 mAh 16,1 Std
5.100 mAh 15,9 Std
5.000 mAh 12,1 Std
5.000 mAh 12,1 Std
0
5
10
15
20
25
30
Ladegeschwindigkeit Einheit: Minuten
smartzone logo
45 Watt 65 min
35 Watt 76 min
45 Watt 81 min
25 Watt 83 min
33 Watt 83 min
33 Watt 90 min
45 Watt 90 min
33 Watt 100 min
33 Watt 105 min
45 Watt 115 min
0
20
40
60
80
100
120
140
160
180
200

Das Redmi 17 5G kann mit maximal 45 Watt geladen werden. Hierzu wird nur ein entsprechend starkes Netzteil, das USB Power Delivery unterstützt, benötigt. Damit lädt es schneller als mein Samsung Galaxy S25. Für ein Einsteiger-Smartphone ist das ein astreiner Wert und in 115 Minuten ist der riesige Akku wieder aufgeladen. Dazu muss aber in den Einstellungen der beschleunigte Lademodus aktiviert werden. Ohne diesen verlängert sich die Ladezeit um 20 Minuten. Kabelloses Aufladen wird natürlich nicht unterstützt. Dafür könnt ihr andere Geräte oder Smartphones mit 22,5 Watt laden. Somit taugt das Smartphone auch als Powerbank im Notfall.

Testergebnis

Getestet von
Manuel

Der Sinn des Xiaomi Redmi 17 5G erschließt sich nach dem Test nicht wirklich. Das Smartphone ist zwar grundsolide verarbeitet, aber durch seine schwache Leistung und das nervige und fordernde HyperOS keine Empfehlung wert. 4GB RAM sind für dieses Betriebssystem einfach zu wenig und der Mangel zieht sich wie ein roter Faden durch den Test. Nicht ohne Grund bietet Xiaomi auch eine 6GB-Variante an. Zwar können die gute Konnektivität und die astreine Akkulaufzeit wieder Pluspunkte sammeln, aber das Grundproblem bleibt bestehen. Nur über eine attraktive Preisgestaltung könnte es für den Kunden interessant sein, aber selbst dann geht unser Rat zum Redmi Note 15 5G, das bis auf den Akku diesem Modell in allen Punkten überlegen ist. Selbst der mittelmäßige Vorgänger liefert eine bessere Leistung. So liegt der Zielpreis für das Redmi 17 5G bei unter 150€, aber es ist zu befürchten, dass dieser niemals erreicht wird. Am Ende bleibt der fade Beigeschmack, dass auf Biegen und Brechen unter Kostendruck ein neues Smartphone in der Einstiegsklasse auf den Markt gebracht wird. Nur bedeutet „neu” nicht immer „besser” im Fall des Redmi 17 5G.


Gesamtwertung
72%
Design und Verarbeitung
80 %
Display
75 %
Leistung und System
45 %
Kamera
65 %
Konnektivität
80 %
Akku
85 %

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