Fossibot auf der IFA 2026: Powerstation F3000 und zwei Outdoor-Handys
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Auf der IFA 2026 in Berlin zeigte der Hersteller Fossibot in Halle 2.2 an Stand 173 zwei Produktwelten nebeneinander: Powerstations samt Balkonspeicher auf der einen Seite, Outdoor-Handys auf der anderen. Während die Fossibot F1800 hohe Leistungswerte in einem kompakten Gehäuse vereint, bringt die neue Fossibot F3000 bis zu 3.000W Dauerleistung mit. Das Fossibot FBP1200 Balkonspeichersystem soll den Eigenverbrauch von Solarstrom erhöhen. Dazu kamen mit dem F115 Ultra und dem F116 Pro zwei Outdoor-Smartphones, die daran erinnern, dass Fossibot beide Sortimente seit Jahren parallel baut.
Wir haben uns die neuen Geräte für euch genauer angeschaut und zeigen euch hier alle wichtigen Fakten und erste Bilder der neuen Fossibot F3000.
Preislich bleibt Fossibot dort günstig, wo die Geräte schon im Handel stehen: 549€ für den Balkonspeicher FBP1200 und 459€ für die Powerstation F1800. Die F3000 soll zwischen dem 10. und 15. September für 759€ in den Vorverkauf gehen. Am Stand haben wir uns angesehen, was davon Demonstration bleibt und was tatsächlich in den Handel kommt.
Fossibot FBP1200 Balkonspeichersystem
Der Fossibot FBP1200 ist ein Balkonspeicher-System für alle, die mehr vom eigenen Solarstrom selbst nutzen wollen. Es kombiniert einen Speicher mit intelligenter Steuerung und kann die Eigenverbrauchsquote deutlich erhöhen. Die All-in-One-Lösung vereint MPPT-Solarregler, Speicher und Wechselrichter. Das vereinfacht die Installation, ohne dass ihr euch tief einarbeiten müsst. Gesehen haben wir das System zum ersten Mal auf der Intersolar 2026 (zur Vorstellung).
In der Grundausstattung bietet das Speichersystem 1.958Wh Kapazität. Im netzgekoppelten Betrieb stehen regulär bis zu 800W bereit, im Inselbetrieb bis zu 1.200W. Mit vier Zusatzakkus wächst ein System auf 9.790Wh. Bis zu vier dieser Systeme lassen sich parallel betreiben und erreichen zusammen laut Fossibot 39,1kWh. Dazu bekommt ihr eine intelligente App-Steuerung, die eine Smart-Meter-Regelung bietet und auch dynamische Stromtarife miteinbeziehen kann.
Für einen möglichst sorgenfreien Betrieb verbaut Fossibot LiFePO4-Akkuzellen, die nach 6.000 Ladezyklen immer noch 80% ihrer Ursprungskapazität bieten. Die Akkuheizung startet beim Laden unter 0°C und bringt die Zellen auf 10°C. Der zulässige Betriebsbereich reicht von -20°C bis 55°C. Ihr erhaltet auf den Fossibot FBP1200 zudem eine Garantie von 10 Jahren. Das Balkonspeichersystem FBP1200 kostet im deutschen Shop 549€. Der Gutschein YTSBP12SZ zieht im Warenkorb aktuell 30€ ab, damit liegt der Endpreis bei 519€.
Fossibot FBP1200 mit YTSBP12SZ für 519€
Fossibot F1800
Die Fossibot F1800 ist eine kompakte Powerstation mit 1.024Wh, 1.800W Dauerleistung und 3.600W Spitzenleistung. Mit 11,25 Kilogramm ist sie für Camping, Wohnmobil, Notstrom und andere mobile Einsätze ausgelegt. Verbaut ist ein LiFePO4-Akku, der nach 4.000 Ladezyklen noch 80% seiner Ursprungskapazität bereitstellen soll. Dazu gibt Fossibot fünf Jahre Garantie.
Ihr könnt die Powerstation über die heimische Steckdose mit bis zu 1.200W aufladen und erreicht bereits nach 68 Minuten die 100%. Alternativ könnt ihr die F1800 auch über Solar mit bis zu 500W versorgen. An Anschlüssen gibt es zwei AC-Steckdosen, USB-A mit QC3.0, einen 12V-Ausgang und zwei USB-C-Ports. Allein genutzt liefert jeder USB-C-Port bis zu 140W. Bei paralleler Nutzung beider Ports schaltet die Ausgabe laut Hersteller auf insgesamt maximal 30W zurück.
Die F1800 bietet eine unterbrechungsfreie Stromversorgung mit einer Umschaltzeit von 10ms und bleibt unter geringer Last (200W) mit etwa 30dB leise. Mit 11,25kg ist die Powerstation für ihre Klasse leicht und bleibt mit 371 x 206 x 258 Millimeter gut transportabel. Im deutschen Shop kostet sie 459€. Der Gutschein YTS18SZ reduziert den Preis im Warenkorb aktuell um 10€ auf 449€.
Fossibot F1800 mit YTS18SZ für 449€
Fossibot F3000
Erstmals öffentlich zu sehen war in Berlin die brandneue Powerstation Fossibot F3000. Wie der Name es schon vermuten lässt, bietet diese eine Ausgangsleistung von bis zu 3.000W und kann kurzzeitig sogar 6.000W zur Verfügung stellen. Mit einer Kapazität von 2.048Wh kann die Powerstation auch leistungshungrige Verbraucher über einen langen Zeitraum versorgen. Dabei bleibt die F3000 mit Abmessungen von 461 x 220 x 252 Millimeter und einem Gewicht von 19,2 Kilogramm vergleichsweise kompakt.
Auch beim Laden liegt die F3000 über den kleineren Modellen. Über das heimische Stromnetz ist eine Ladeleistung von 2.000W möglich. Somit können 80% in nur 52 Minuten nachgeladen werden, während eine vollständige Ladung in rund 1,2 Stunden erledigt ist. Gegenüber der F1800 wurde auch die Solarladeleistung deutlich gesteigert. Der XT60-MPPT-Eingang (12-60V) kann bis zu 25 Ampere aufnehmen und somit eine Spitzenleistung von 1.200W generieren. Ausgangsseitig bietet die Fossibot F3000 drei AC-Steckdosen, zwei USB-C-Ports (100W/30W), USB-A mit QC3.0 und einen 12V-Ausgang, der bis zu 120W zur Verfügung stellen kann.
Der Vorverkauf soll zwischen dem 10. und 15. September für 759€ starten. Fossibot stellt zusätzlich einen Rabattcode in Aussicht, der den Preis möglicherweise auf 739€ senkt. Der konkrete Code und eine kaufbare Produktseite waren zum Redaktionsschluss noch nicht verfügbar.
Was sonst noch am Stand stand
Fossibot zeigte in Berlin die ganze Breite seiner Powerstations. Nach oben reicht sie bis zur F7200, die 5.222Wh speichert, 7.200W abgibt und mit 75 Kilogramm auf Rollen steht. Dazwischen liegen die F3600L mit 3.072Wh und 3.600W sowie die F2400 mit 2.048Wh und 2.400W. Nach unten hört die Reihe bei der 300 DC auf, die 288Wh in 2,66 Kilogramm packt und ganz ohne Steckdose auskommt, geladen und entladen wird sie über USB.
Fossibot F115 Ultra: Wärmebild und 1.200m-Laser im Handy
Die zweite Hälfte des Standes gehörte den Outdoor-Handys, und das F115 Ultra ist dort das Vollausstattungsmodell. Auffällig ist zuerst der Akku mit 20.000mAh, der sich mit 33W laden lässt und über einen 18W-Rückwärtsmodus auch Kopfhörer, Kamera oder Tablet mit Strom versorgt. Wie lange Fossibot solche Klötze schon baut, zeigt unser Überblick zum Hersteller Fossibot (zur Markenübersicht).
Spannender als der Akku ist die Messtechnik. Fossibot verbaut einen Laser-Entfernungsmesser mit 1.200 Metern Reichweite, der laut Hersteller auf einen Meter genau arbeitet und neben der reinen Distanz auch Höhe, Fläche, Volumen und Winkel ausgibt. Dazu kommen eine Wärmebildkamera, die von -20°C bis 550°C misst und 15 Farbpaletten mitbringt, sowie eine eigene 64MP-Nachtsichtkamera mit vier Infrarot-LEDs auf Basis des Sensors OV64B40. Abgerundet wird das durch eine Werkzeugsammlung aus Kompass, Barometer, Höhenmesser und Wasserwaage. Damit ersetzt das F115 Ultra auf der Baustelle, im Forst oder bei der Wohnungsbesichtigung einen kleinen Werkzeugkoffer.
Der Rest der Ausstattung bewegt sich in der Mittelklasse: ein 6,78 Zoll großes FHD+-Display mit 120Hz und Gorilla Glass, ein MediaTek Dimensity 7100+ in 6nm-Fertigung, 12GB Arbeitsspeicher, 256GB Speicher und Android 16. Dazu kommen 50MP-Haupt- und 32MP-Frontkamera, IP68, IP69K, MIL-STD-810H und ein Hardware-Schalter, der Kameras und Mikrofone mit einem Tastendruck abschaltet.
Im deutschen Fossibot-Shop steht das F115 Ultra bisher nicht, im internationalen Herstellershop ist die EU-Version aber für 699,99 US-Dollar mit kostenlosem Versand nach Deutschland gelistet. Bei Amazon kostet das Gerät 699,99€. Das ist für einen Mittelklasse-Chip viel Geld, bezahlt wird hier die Messtechnik. Wer Laser und Wärmebild nicht braucht, bekommt dieselbe Rechenleistung für die Hälfte.
Fossibot F115 Ultra für 699,99 US-Dollar im Herstellershop
Fossibot F115 Ultra bei Amazon
Fossibot F116 Pro: Outdoor-Handy im Format einer Action-Kamera
Das F116 Pro war der ungewöhnlichste Auftritt des Standes. Der Name klingt nach einem gewöhnlichen Handy, gebaut hat Fossibot aber ein Gerät, das äußerlich einer Action-Kamera näher steht: 4,0 Zoll großes FHD+-Display mit 120Hz, 210 Gramm Gewicht, ein eigener Auslöser an der Seite und ein 1/4-Zoll-Gewinde im Gehäuse, mit dem das Handy auf Stativ, Fahrrad- oder Kopfhalterung passt.
Die Kamera erklärt die Bauform. Neben der 50MP-Hauptkamera und der 32MP-Frontkamera sitzt seitlich eine 48MP-Kamera mit 152,6 Grad Bildwinkel, die Video in 4K mit 30fps aufzeichnet; in 2K, 1080p und 720p sind wahlweise 30 oder 60fps möglich. Die angekündigte Software-Version mit elektronischer Bildstabilisierung, Horizontausgleich und Verzeichnungskorrektur war zum Redaktionsschluss noch nicht verfügbar. Als Prozessor kommt ein MediaTek Dimensity 7300 zum Einsatz, dazu 12GB Arbeitsspeicher, 256GB Speicher und Android 16, geschützt nach IP68, IP69K und MIL-STD-810H.
Der Akku fasst 3.700mAh, was für ein Outdoor-Handy wenig ist und der kleinen Bauform geschuldet bleibt. Fossibot nennt dafür über 230 Minuten durchgehende 4K-Aufnahme und 80% Ladung in 50 Minuten bei 33W. Gestartet ist das Gerät im Frühjahr 2026 als Crowdfunding-Projekt. Im internationalen Herstellershop kostet die EU-Version 519,99 US-Dollar inklusive kostenlosem Versand nach Deutschland, bei Amazon sind es 439€. Für Aufnahmen aus der Ich-Perspektive spart das F116 Pro die zweite Kamera in der Tasche.
Fossibot F116 Pro für 519,99 US-Dollar im Herstellershop
Einschätzung der Redaktion
Powerstations wurden in den letzten Jahren immer besser und leistungsfähiger. Fossibot zeigt mit der F3000, dass dieser Sektor noch immer Optimierungspotenzial bietet. Eine hohe Ausgangsleistung in Kombination mit kompakten Abmessungen ist vor allem bei Campern und Wohnmobilen gefragt. Dazu kommen günstige Shoppreise bei FBP1200 und F1800 sowie Garantiezeiträume von fünf bis zehn Jahren.
Bei den Outdoor-Handys geht Fossibot zwei sehr verschiedene Wege. Das F115 Ultra sammelt Messtechnik, die sonst einzeln gekauft wird, und lässt sich das mit 699,99€ auch bezahlen. Das F116 Pro verkauft dagegen vor allem eine Bauform: ein 4-Zoll-Handy mit Stativgewinde, das eher an den Fahrradlenker oder auf den Helm passt als in die Hosentasche eines Vielschreibers. Zusammen zeigen die beiden, dass Fossibot mehr baut als Powerstations, auch wenn die Marke hierzulande genau dafür bekannt ist.
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