Startseite » Gadgets » LaserPecker @ IFA 2026: UV-Gravierer U1, Doppellaser LP5 und Lasercutter LX2
Zum Anfang

LaserPecker @ IFA 2026: UV-Gravierer U1, Doppellaser LP5 und Lasercutter LX2

Zur IFA 2026 in Berlin bringt LaserPecker drei Geräte nach Halle 17 an Stand 235. Zwei davon stehen im selben Katalog und sind trotzdem für verschiedene Werkstätten gebaut. Der LP5 ist ein kompakter Galvo-Gravierer, der einen 20W-Diodenlaser und einen 20W-Faserlaser in einem Gehäuse unterbringt. Der LX2 geht in die andere Richtung: ein geschlossener Lasercutter mit 500x305mm Arbeitsfläche und Lasermodulen, die sich ohne Werkzeug tauschen lassen. Dazu kommt eine Premiere: Der U1 graviert mit UV-Licht in Glas und Kristall hinein, dazu weiter unten mehr.

LaserPecker LP5 Lasergravierer mit oranger Schutzhaube auf der Grundplatte

Die beiden Maschinen, die es schon zu kaufen gibt, kosten vierstellig. Der LP5 steht im Herstellershop bei 2.499€, der LX2 je nach Ausbaustufe zwischen 1.549€ und 2.599€. Dazu gibt es für euch fünf Prozent Rabatt mit dem Code SMARTZONE. Welches der beiden Geräte das richtige ist, entscheidet nicht der Preis, sondern die Art der Arbeit.

LaserPecker LP5: 20W Diode und 20W Faser ohne Modulwechsel

Der LaserPecker LP5 hat beide Laserquellen fest verbaut, einen 450nm-Diodenlaser mit 20W und einen 1064nm-Faserlaser mit ebenfalls 20W. Welche der beiden arbeitet, wird in der App oder in der PC-Software ausgewählt, ein Umbau entfällt. Die Diode übernimmt Holz, Acryl, Leder, Papier und Stein, der Faserlaser Edelstahl, Aluminium, Messing und Titan. Genau diese Aufteilung ist der Grund für das Gerät: Wer beides braucht, kauft sonst zwei Maschinen.

Bewegt wird der Strahl über ein Galvo-System mit Spiegeln, nicht über einen Laserkopf, der an einer Achse entlangfährt. LaserPecker nennt bis zu 10.000mm/s Gravurgeschwindigkeit und eine Positioniergenauigkeit von 0,0027mm. Der Fokuspunkt liegt bei 0,08×0,1mm für die Diode und 0,06×0,06mm für den Faserlaser. Was so ein Aufbau in der Praxis bedeutet, kennen wir aus dem ACMER PM 30W MOPA (zum Test), ebenfalls ein Galvo-Faserlaser: Bei kleinen Motiven auf Metall trennen ihn von einem Portalgerät keine Prozente, sondern eine Größenordnung.

Tempo gegen Fläche

Das Tempo bezahlt der LP5 mit dem Arbeitsbereich. Der liegt bei 120x160mm als Oval oder 100x100mm als Quadrat, also ungefähr Postkartenformat. Für Schmuck, Werkzeuge, Typenschilder und Seriennummern reicht das, für eine Holzplatte nicht. Dieselbe Rechnung kennen wir vom Sculpfun G9 (zum Test). Ein Galvo-Gravierer und ein Cutter erledigen zwei verschiedene Aufgaben, und der LP5 ist für die erste gebaut.

Praktisch ist der Rest: 3,7kg Gewicht, ein verstellbarer Ständer für schräge Gravurwinkel, Steuerung über WLAN oder USB, Betrieb ohne Rechner von einem USB-Stick und eine Stapelfunktion, die Seriennummern oder Datumsangaben selbst hochzählt. LightBurn wird unterstützt, dazu iOS, Android, macOS und Windows.

Beim Preis lohnt der Blick auf den Lieferumfang. Die 2.499€ gelten für das Standard-Bundle mit Maschine, Schneideplatte, Schutzbrille und Materialset. Eine Einhausung kostet 599€ extra, das Komplettpaket mit Gehäuse und Luftreiniger liegt bei 3.699€. Wer in Wohnräumen arbeitet, plant die Einhausung am besten gleich mit ein. Der Herstellerpreis ist dabei der günstigste Weg zum LP5, deutsche Händler verlangen derzeit 2.859€ und 2.899€.

LaserPecker LP5 bei Amazon  LaserPecker LP5 im Herstellershop für 2.499€

Schnittbild des LaserPecker LP5 mit 20W Diodenlaser und 20W Faserlaser

LaserPecker LX2: 40W-Diodenlaser für dickes Holz und Acryl

LaserPecker LX2

Der LaserPecker LX2 ist geschlossen, nach Laserklasse 1 zertifiziert und bietet 500x305mm Arbeitsfläche, beladbar über den Deckel und eine Fronttür. Die Lasermodule sind steckbar: 20W, 40W und ein angekündigtes 60W-Modul als Diode, dazu ein 2W-IR-Modul für Metallmarkierung. Der Wechsel geht ohne Werkzeug, und er ist das eigentliche Verkaufsargument, weil er die Maschine über Jahre aufrüstbar hält.

Mit dem 40W-Modul gibt LaserPecker Schnitttiefen von bis zu 19mm Kirschholz, 20mm Acryl und 0,5mm Edelstahl an, jeweils in einem Durchgang. Material darf 45mm hoch sein, mit der Erhöhungsbasis 150mm. Die Positionierung übernimmt eine 12MP-Kamera, für gewölbte Objekte tastet eine Sonde die Oberfläche ab und erstellt eine Höhenkarte, an der der Laser den Fokus während der Gravur nachführt. Dazu kommen eine Materialbibliothek mit fertigen Einstellungen und LightBurn-Unterstützung.

Bei der Geschwindigkeit lohnt der zweite Blick auf die Zahlen. Der LX2 schafft 1.000mm/s bei 10.000mm/s² Beschleunigung, für ein Portalgerät ein hoher Wert. Dafür bearbeitet er rund die zehnfache Fläche des LP5. Ein geschlossenes Desktop-Gerät dieser Bauart hatten wir zuletzt mit dem xTool M2 (zum Test) auf dem Tisch, und dort war die Einhausung der Grund, warum das Gerät überhaupt in einen Wohnraum passte.

Beim Preis lohnt der Blick auf die Bundles. LaserPecker nennt uns 2.199€, das ist im Herstellershop das 20W-All-in-One-Bundle mit Air-Assist, Erhöhungsbasis, Rotationsmodul, Rauchfilter und Schneideleisten. Das 40W-Modul gibt es ab 1.999€ als Basis-Bundle oder für 2.599€ in der Vollausstattung, der Einstieg mit 20W liegt bei 1.549€. Ihr könnt euch also genau das Paket zusammenstellen, das zu eurer Arbeit passt.

Die vier Lasermodule des LaserPecker LX2 mit 20W, 40W, 60W und 2W Infrarot

LaserPecker LX2 mit 40W bei Amazon   LaserPecker LX2 im Herstellershop ab 1.549€

LaserPecker U1: der UV-Laser graviert ins Glas hinein

Das dritte Gerät am Stand ist eine Premiere. Der LaserPecker U1 arbeitet mit einem UV-Laser und zielt damit auf ein Material, an dem Dioden- und Faserlaser scheitern: Glas und Kristall. Der Unterschied liegt in der Wellenlänge. UV-Licht bricht die Molekülverbindungen im Werkstoff auf, statt ihn zu erhitzen. Das nennt sich Kaltbearbeitung, und man sieht es am Ergebnis: keine verrußten Kanten, keine Spannungsrisse im Glas. Angeboten wird der U1 mit 5W und 10W, die stärkere Variante schneidet Glas laut Hersteller auch durch.

Der eigentliche Kniff steckt im Fokus. Durchsichtige Werkstücke sind für einen Abstandssensor ein Problem, weil er durch sie hindurchmisst statt auf sie. Der U1 erkennt Kristall selbstständig und stellt darauf scharf. Damit werden Innengravuren möglich, also Motive, die mitten im Glaskörper stehen und die Oberfläche unberührt lassen.

Unregelmäßige Formen tastet das Gerät vorher ab, legt eine Höhenkarte an und führt die Brennweite während der Gravur nach. Gewölbte Gläser muss man also nicht mehr von Hand einmessen. Ein einziges Objektiv deckt Innen- und Oberflächengravur ab. Wird doch gewechselt, erkennt der U1 das neue Objektiv und lädt dessen Parameter selbst. Zertifiziert ist er nach Laserklasse 1 und darf damit ohne Schutzbrille betrieben werden.

Kaufen kann man den U1 noch nicht. LaserPecker nennt das vierte Quartal 2026 und den eigenen Shop. Auf der IFA läuft er als Vorführung am Stand.

Unsere Einschätzung

LP5 und LX2 ersetzen sich nicht gegenseitig, und das ist die interessantere Aufstellung als eine Modellreihe mit abgestuften Leistungsklassen. Der LP5 arbeitet kleine Teile aus Metall und Holz in Serie ab, der LX2 ist eine Werkstattmaschine für Zuschnitte. Wer weiß, welche der beiden Aufgaben bei ihm anfällt, trifft die Wahl schnell.

Zwei Dinge klärt erst der Betrieb: beim LP5 Geräusch und Geruch im offenen Aufbau, beim LX2 der Modulwechsel und die Kamera auf gewölbtem Material. Beide spielen preislich in der oberen Liga, dafür bekommt ihr mit dem Doppellaser beim LP5 und den steckbaren Modulen beim LX2 zwei Ausstattungsmerkmale, die es selten gibt.

Der U1 steht daneben in einer eigenen Kategorie, weil er ein Material bearbeitet, das die anderen beiden nicht anfassen können. Wie interessant er wird, hängt am Preis, und den nennt LaserPecker noch nicht.

Newsletter bestellen

Hol Dir die neuesten Infos zu Chinahandys und Gadgets direkt ins Postfach!

Tests und News direkt auf dein Smartphone.
Alle News Updates über Telegram.

Kommentare

Abonnieren
Kommentar Updates
guest
0 Kommentare
neuste
älteste beste Bewertung
Inline Feedbacks
Zeige alle Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser von Smartzone, wenn Du Dich entscheidest, weiter zu stöbern und vielleicht sogar einem Link in unserem Preisvergleich oder im Text zu folgen, kann es sein, dass Smartzone eine kleine Provision vom jeweiligen Anbieter erhält. Aber keine Sorge, unsere Auswahl an und Meinung zu Produkten ist frei von finanziellen Verlockungen. Wir sind so konzentriert wie ein Shaolin-Meister im Zen-Modus! Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen. Das bedeutet, dass wir für deinen Einkauf eine Provision von Amazon erhalten, sich der Preis für dich aber nicht ändert.

Smartzone App
Lade jetzt deine Smartzone App