Anker Solarbank Max: neuer XXL-Heimspeicher mit Notstromfunktion vorgestellt
Pünktlich zum Start der IFA 2026 in Berlin kündigt Anker sein neuestes Mitglied in der Solarbank-Familie an. Die Rede ist von der Anker Solarbank Max. Bereits im April stellte Anker mit der Solarbank Max AC (zum Artikel) einen riesigen Energiespeicher mit 7kWh und 3.500W Ausgangsleistung vor.
Mit der Solarbank Max ohne den Namenszusatz „AC“ dreht der Hersteller nochmals an der Leistungsschraube und spendiert zusätzlich drei MPPT-Eingänge mit einer Eingangsleistung von bis zu 10.000W. Wir haben alle bisherigen Informationen für euch zusammengetragen und zeigen euch hier, worauf ihr euch freuen könnt.
Einordnung als Balkonkraftwerk
Die Antwort auf diese Frage lässt sich vermutlich mit Nein beantworten. Die Anker Solarbank Max richtet sich vornehmlich an Besitzer von großen PV-Anlagen, die einen Speicher nachrüsten möchten. Dabei könnt ihr die bestehende Solaranlage wahlweise direkt an die Solarbank anschließen oder das Speichersystem mittels PV-Überschuss über das heimische Stromnetz aufladen. Optisch bleibt bei der Solarbank Max alles beim Alten. Das Gehäuse sieht der AC-Version bis auf die zusätzlichen MPPT-Anschlüsse zum Verwechseln ähnlich.
Drei MPPT-Eingänge
Die Anker Solarbank Max bietet eine Eingangsleistung von beeindruckenden 10.000W, die sich auf drei MPPT-Eingänge aufteilt. Somit müsste jeder dieser Eingänge mindestens 3.333W verarbeiten können. Bereits bei der Anker Solarbank 4 Pro (zum Test) werden bei „nur“ 1.250W Eingangsleistung Ströme von bis zu 36,5A benötigt, um bei den geringen Solarmodulspannungen auf die Leistungswerte zu kommen.
Dies wird sich mit der neuen Anker Solarbank Max ändern. Um die Stromwerte nicht noch weiter zu erhöhen, muss der maximale Eingangsspannungsbereich steigen. Die Solarbank Max wird dementsprechend einen Eingangsspannungsbereich von mehr als 100V bieten. Somit werden die Solarmodule in Zukunft vermutlich in Reihe und nicht mehr parallel angeschlossen. Das hat zum einen den Vorteil, dass weniger Kabel benötigt werden, und zum anderen, dass die Leitungsverluste minimiert werden. Ihr solltet allerdings im Hinterkopf behalten, dass Arbeiten an Gleichspannung von mehr als 120V nichts mehr für Laien sind.
Die drei MPPTs bieten aber noch einen weiteren entscheidenden Vorteil. Während bei üblichen String-Wechselrichtern nur ein MPPT vorhanden ist, lässt sich mit der Solarbank Max das Schattenmanagement optimieren. Werden beispielsweise einige eurer Solarmodule im Tagesverlauf verschattet oder besteht eure Anlage aus Modulen mit unterschiedlicher Ausrichtung, können diese jeweils als String an einen MPPT angeschlossen werden und beeinflussen sich nicht gegenseitig.
Kapazität und Zusatzfeatures
In der Grundkonfiguration bietet die Anker Solarbank Max eine Kapazität von 7kWh. Diese lässt sich mit bis zu 5 Zusatzakkus modular auf 42kWh erweitern. Wie auch bei der AC-Version verfügt die Anker Solarbank Max über eine Off-Grid-Steckdose mit einer Ausgangsleistung von 3.680W. Die integrierte USV-Funktion soll eine Umschaltzeit von 0 Millisekunden bieten und somit angeschlossene Geräte bei Stromausfall ohne Verzögerung weiter versorgen. Zukünftig soll die Solarbank mit dem Anker Solix Backup Auto Switch eine echte einphasige Notstromfunktion bieten, die direkt euren Haushalt versorgt. Wie das technisch genau umgesetzt wird, ist bisher noch nicht bekannt.
Als echtes Plug&Play-System wird die Anker Solarbank Max mit einem Schuko-Stecker ausgeliefert, der einen unkomplizierten Anschluss ermöglicht. Möchtet ihr allerdings das volle Leistungspotenzial ausschöpfen, ist ein direkter Festanschluss mit separater Absicherung erforderlich. In diesem Fall könnt ihr mit der Solarbank Max bis zu 4.600W in euer Hausnetz einspeisen. Mit dem Wieland-Anschluss sind immerhin bis zu 3.500W möglich. Wie auch in der AC-Version verbaut Anker in der Solarbank Max seine neuesten LiFePO4-Akkuzellen, die selbst nach 10.000 Ladezyklen noch eine Restkapazität von 70% bieten. Dazu ist das Gehäuse IP66-zertifiziert und verfügt über eine integrierte Akkuheizung, die einen Betrieb bei Temperaturen von bis zu -20°C sicherstellt.
Einschätzung der Redaktion
Nach der Vorstellung der Anker Solarbank 4 Pro und der Max AC hätten wir nicht erwartet, dass Anker in diesem Jahr noch ein neues, leistungsfähigeres Modell nachlegt. Die Anker Solarbank Max richtet sich nicht primär an Betreiber eines Balkonkraftwerks, bietet euch aber im Gegenzug die Möglichkeit, bestehende große Dach-PV-Anlagen direkt einzubinden. Auch im DIY-Bereich wird dieses Modell sicherlich zahlreiche Fans finden. Die Anker Solarbank Max ist ab sofort bei Anker direkt für 2.499€ erhältlich. Momentan könnt ihr noch bis zum 21. Oktober 400€ sparen, wenn ihr das neue Modell im Vorverkauf erwerbt. Obendrauf gibt es noch das Anker Smart-Meter Gen2 kostenlos dazu. Alle Infos dazu findet ihr direkt bei Anker.
- 1 Anker Pressemitteilung
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