Inhaltsverzeichnis
- Design, Verarbeitung & Aufstellung
- Installation & Ersteinrichtung des Xiaomi Mijia Waschtrockners
- Bedienung & Smart-Home-Integration
- Waschleistung des Xiaomi Mijia Waschtrockners
- Automatische Dosierung & Vormischtechnologie
- Trocknungsleistung
- Energieverbrauch & Laufzeiten des Xiaomi Mijia Waschtrockners
- Lautstärke & Vibrationen
Vor vier Wochen ist der Xiaomi Mijia Waschtrockner bei mir eingezogen und bleibt vorerst im Langzeittest. Xiaomis offizieller Markteintritt bei Haushaltsgeräten hat auf sich warten lassen. Neben Autos sind Haushaltsgeräte in China jedoch schon länger ein Steckenpferd von Xiaomi. Der Waschtrockner gehört zu der Kategorie von Xiaomi-Produkten, die Konkurrenzprodukte preislich deutlich unterbieten. Mit einer UVP von 499€ unterbietet der Xiaomi Mijia Waschtrockner Konkurrenten wie die AEG Serie 9000 ab ca. 900€, die Bosch Serie 8 ab ca. 800€ und Modelle von Samsung oder Siemens ab ca. 600€ spürbar. Ich habe mit einem Gutscheincode im offiziellen Xiaomi-Onlineshop für 450€ zugeschlagen. Der Versand per Spedition bis zum Aufstellungsort war in zwei Tagen erledigt. In puncto Geschwindigkeit überzeugte der Xiaomi-Onlineshop also voll und ganz. Schauen wir uns nun das Gerät und die Besonderheiten genauer an.
| Xiaomi Mijia Waschtrockner Pro 9kg – Technische Daten | |
|---|---|
| Modell | WD090MJA11EU |
| Farbe | Weiß |
| Bauart | Frontlader (Waschtrockner) |
| Abmessungen (B × T × H) | 598 × 570 × 850 mm |
| Platzbedarf Einbau (B × T × H) | 628 × 600 × 870 mm |
| Nettogewicht | 72 kg |
| Trommeldurchmesser | 525 mm |
| Nennkapazität Waschen | 9,0 kg |
| Nennkapazität Trocknen | 6,0 kg |
| Max. Schleuderdrehzahl | 1.400 U/min |
| Motor | Direktantrieb (12 Jahre Garantie) |
| Trocknungstechnologie | Kondensation (keine Wärmepumpe) |
| Energieeffizienz Waschen | Klasse A (25 % besser als A-Grenzwert lt. Hersteller) |
| Energieeffizienz Trocknen | Klasse D (306 kWh / 100 Zyklen) |
| Leistungsaufnahme Waschen | 1.800–2.200 W |
| Leistungsaufnahme Trocknen | 1.400–1.800 W |
| Nennspannung / Frequenz | 220–240 V~ / 50 Hz |
| Wasserdruck | 0,05–0,8 MPa |
| Automatische Dosierung | Ja (Waschmittel + Weichspüler, doppelt) |
| Vormischtechnologie | Ja (Hochdruck-Direkteinsprühung) |
| Dampffunktion | Ja (Hygiene, Auffrischen, Aromatherapie) |
| Bedienung | Touchscreen + Xiaomi Home App |
| Konnektivität | WLAN, Google Assistant, Amazon Alexa |
| OTA-Updates | Ja |
| Selbstreinigung | Automatische Trocknerschacht-, Ventilator- und Türdichtungsspülung |
| Aquastop | Nicht im Lieferumfang |
| Garantie | 2 Jahre (Gerät) / 12 Jahre (Motor) |
| UVP / Straßenpreis | 579 € / ab 499 € |
Design, Verarbeitung & Aufstellung
Der Xiaomi Mijia Waschtrockner misst 59,8 x 57 x 85 Zentimeter und ist mit 72 Kilogramm Gewicht verhältnismäßig leicht für einen 9kg Waschtrockner. Aktuell steht die Maschine bei mir noch auf dem Boden, verschwindet in naher Zukunft aber in einem Schrank. Die Abmessungen sind genormt, womit die Maschine problemlos in solche speziellen Schränke passt. Die Installation unter einer Küchenarbeitsplatte ist ebenfalls denkbar. Hier punktet der Xiaomi Waschtrockner insbesondere mit einer geringen Tiefe von 570 Millimeter. Das war in meinem Fall einer der ausschlaggebenden Punkte für den Einbau in meinen „kleinen“ Technikraum. Der Xiaomi Waschtrockner löst meine 10 Jahre alte Beko-Waschmaschine ab, über die ich mich in keiner Weise beklagen kann. Schon damals warnten mich etablierte Miele- und Bosch-Käufer, wie sich nach Jahren herausstellte, zu Unrecht. Die alte Maschine verkaufte ich problemlos für 100€. Sie kostete damals ebenfalls 450€ und lag somit im gleichen Preisbereich wie die Xiaomi-Maschine. Der Design- und Technikunterschied ist natürlich enorm.
In den Xiaomi-Waschtrockner passt spürbar mehr Wäsche als in meine alte Beko-Maschine. Eine kurze Anmerkung zur Nennkapazität: Die 9kg beziehen sich, wie branchenüblich, auf das Trockengewicht der Wäsche. In der Praxis ist die Trommel bei alltagstypischer Wäsche wie Jeans, Pullovern und Handtüchern schon bei 6-7kg so voll, dass kaum noch etwas hineinpasst. Die 9kg sind ein Laborwert mit dicht gepackter Baumwolle. Realistisch rechnet ihr eher mit zwei Dritteln der Angabe. Das ist kein Xiaomi-spezifisches Problem, sondern gilt für praktisch alle Waschmaschinen auf dem Markt. Der 9kg Verbrauchswert später beim Energietest bezieht sich entsprechend auf eine vollgestopfte Trommel.
Die Xiaomi Mijia Waschmaschine wirkt futuristisch. Die große Glastür schindet spätestens mit eingeschalteter Innenraumbeleuchtung sofort Eindruck. Das schwarze Design mit den Touch-Tasten sieht edel aus und die Steuerung funktioniert im Alltag tadellos. Dennoch bin ich ein Verfechter physischer Tasten. Eine reine Touch-Steuerung überzeugt bei der riesigen Auswahl an Programmen nicht vollends. An dieser Stelle kommt jedoch die App ins Spiel, von der ich nach wenigen Versuchen auch meine Frau überzeugte. Zur App und den damit verbundenen Vorteilen später mehr. Die Materialanmutung überzeugt: Die Tür wirkt stabil montiert und die Waschmittelschublade sitzt fest. Das sind die Dinge, mit denen ihr sofort in Kontakt kommt, und hier passt alles.
Installation & Ersteinrichtung des Xiaomi Mijia Waschtrockners
Der Lieferumfang besteht aus einer gut verpackten, entsprechend transportgesicherten Maschine und einem Standard-Wasseranschluss. Was ich persönlich vermisste, ist ein Wasserstopp- / Aquastop-Schlauch. Diesen bestellte ich mir entsprechend für 20€ bei Amazon, und wird wie üblich an das Gerät geschraubt. Das ist bei der Konkurrenz auch in günstigen Preisbereichen absoluter Standard. So viel Sicherheit muss sein. Um die Maschine betriebsbereit zu machen, müsst ihr lediglich die 4 Transportsicherungen herausschrauben und den Abwasserschlauch anschließen. Bei einem Waschtrockner ist kein Kondensschlauch notwendig, da das Wasser bei der Trocknung ebenfalls über den Ablaufschlauch abfließt. Sobald die Transportsicherung entfernt und die Schläuche für Ab- und Frischwasser angeschlossen sind, kann es direkt losgehen. Die Verbindung zur Xiaomi Home App und das anschließende Teilen der Maschine mit meiner Frau dauern keine 5 Minuten. Ein erstes Update wurde erst später eingespielt.
Bedienung & Smart-Home-Integration
Meine Frau nutzt unterschiedliche Waschmittel für verschiedene Wäschearten, weshalb es beim automatischen Waschmittelfach anfangs Panik gab. Zudem war meine Teilnahme bei jedem Waschvorgang sowie die Überwachung des Stromverbrauchs teilweise eine Geduldsprobe für sie. Selbstverständlich bin ich in der Lage, eine Waschmaschine zu bedienen.
Über die App könnt ihr die Waschmittelautomatik deaktivieren und individuell dosieren. Grundsätzlich fällt der Waschmittelverbrauch über das automatische Fach deutlich geringer aus, als wenn ihr selbst dosiert. Wir nutzen das Fach einfach für die Standardwäsche, etwa Sportkleidung und Alltagswäsche. Empfindliche oder feine Wäsche reinigen wir individuell mit Waschmittel in der Trommel. Das klappte sehr gut. Einmal hatten wir beim „Smart“-Programm das Waschmittel deaktiviert, wodurch die Maschine meine Sportwäsche ohne Waschmittel reinigte. Die Anzeige macht allerdings direkt deutlich, welche Funktionen aktiviert sind. Die App ist dennoch ein fester Bestandteil unseres Waschalltags, da ihr Einstellungen schnell und unkompliziert vornehmt. Das Durchklicken an der Maschine selbst klappt ebenfalls, aber meine Frau hörte nach 2 Wochen fast komplett damit auf. Sie startet die Maschine entspannt von der Couch und terminiert sie auf die Nacht. So ist die Wäsche morgens fertig und verbringt nicht noch Stunden nass in der Trommel. Wenn ihr kein Smartphone nutzen möchtet oder intuitiv nach einem Drehknopf greift, tut ihr euch mit der reinen Touch-Bedienung wahrscheinlich schwer.
- Das Gerät kann problemlos in der Familie geteilt werden
Allein die Tatsache, dass ihr unkompliziert und schnell Updates über die Xiaomi Home App einspielt, ist in der Haushaltsgerätewelt „deutscher“ Hersteller ein Novum. Die App meiner 900€ teuren Spülmaschine war eine Vollkatastrophe: Neben kaum sinnvollen Funktionen kam auch nie ein Update an.
Waschleistung des Xiaomi Mijia Waschtrockners
Kommen wir nun zum Kernkapitel: Aufgaben, die eine Waschmaschine problemlos und schnell erledigen sollte. Theoretisch ist bei voller Beladung das Waschen von 9 Kilogramm Wäsche möglich, während das anschließende Trocknen nur mit 6kg funktioniert. Zum Trocknen und der Kombination aus beidem kommen wir gleich. Zunächst geht es um das reine Waschen. Wir führten in 30 Tagen 34 Waschvorgänge durch und nutzten dabei hauptsächlich das „Smart“-Programm mit individueller Anpassung in Bezug auf Temperatur (30°- oder 60°-Wäsche), automatisches Waschmittel und Schleuderdrehzahl (RPM). Insbesondere die Programme „Smart-Wäsche“ (mit Abstand am häufigsten), „Baumwolle“, „Fein-Wäsche“ und „Intensiv“ kamen zum Einsatz.
Der Vorgang läuft fast immer gleich ab: Die Maschine wiegt die Wäsche und passt daraufhin bei aktivierter Waschmittelautomatik die Menge sowie die Laufzeit an. Das „Smart-Wäsche“-Programm dauert bei 40° und 1.000 Umdrehungen je nach Wäschemenge 30 bis 70 Minuten. Knapp unter 30 Minuten braucht etwa meine gesamte Fahrradbekleidung. Diese ist danach fast komplett trocken (auch ohne Trocknungsfunktion, nur durch Schleudern mit 1.000 Umdrehungen) und muss nur noch kurz auf die Leine. Es gibt Spezialprogramme wie eine „Schnellwäsche“. Ob ich nun 12 oder 30 Minuten warte, spielt bei uns aber meist keine Rolle. Spezielle Hygieneprogramme mit Dampf testeten wir bislang nicht, da sich die Ergebnisse schwer beurteilen lassen. Hartnäckige Flecken behandeln wir vor, was in Kombination mit dem Waschen gut funktionierte. Auch weiße Wäsche wurde perfekt sauber. Nach den ersten 40 Waschgängen können wir nichts Negatives über die Reinigungsleistung berichten. Die Laufzeiten halten sich durchweg im Rahmen. Auch die durchschnittlich 3 Stunden Laufzeit bei 60° und 1.200 Umdrehungen für das Baumwollprogramm gehen voll in Ordnung. Mit dem Schonprogramm für Wolle war meine Frau bislang sehr zufrieden und es gab keine zerstörte Wäsche. Zumindest nicht ohne automatische anschließende Trocknung.
Automatische Dosierung & Vormischtechnologie
Xiaomi spricht von einer speziellen Hochdruckdirekteinspülung, zu der ich natürlich nur bedingt eine Aussage treffen kann. Das automatische Waschmittelfach ist für mich bereits ein Highlight. Xiaomi lässt euch euer eigenes, günstiges Flüssigwaschmittel einfüllen. Premium-Hersteller wie Miele mit dem TwinDos-System oder AEG setzen zunehmend auf proprietäre Kartuschen, die deutlich teurer ausfallen als handelsübliches Waschmittel. Bei Xiaomi füllt ihr einfach nach, was ihr möchtet. Die zugegebene Menge an Weichspüler und Waschmittel passt ihr in der App noch genauer an.
Zudem ging der Waschmittelverbrauch bei uns drastisch zurück (wir füllten wahrscheinlich immer viel zu viel ein). Die Wäsche roch nach dem Waschvorgang gut und es blieben keine Waschmittelrückstände zurück. Letzteres stellt bei Flüssigwaschmittel ohnehin selten ein Problem dar. Neben dem Waschmittelfach gibt es ein Weichspülerfach, das wir ebenfalls einsetzten. Hier sind wir allerdings sehr konservativ und nutzen es selten. Auch bei diesem Fach überzeugt die Dosierung und es gab keine Auffälligkeiten nach dem Waschen. Das Fach für Weichspüler nutzt ihr bei Bedarf natürlich auch für andere Beigaben wie Düfte oder Desinfektionsmittel.
Fernbedienung per App für den Xiaomi Mijia Waschtrockner
Wenn ihr nur auf das voreingefüllte Waschmittel und den Weichspüler zugreift, stopft ihr die Wäsche einfach in die Maschine, schließt die Tür und aktiviert nach dem Einschalten die Fernsteuerung. Ab jetzt stellt ihr alles ein. Individuelles Waschmittel gebt ihr in diesem Fall direkt in die Trommel. In der App wählt ihr schnell zwischen den Programmen, individualisiert diese weiter und nehmt Grundeinstellungen vor. Diese Grundeinstellungen umfassen die automatische Waschmittelzugabe in 4 Stufen sowie die Menge an Weichspüler oder Desinfektionsmittel, ebenfalls in 4 Stufen. Zudem führt ihr in der App eine Gerätereinigung durch. Jedes Waschprogramm passt ihr mit weiteren einzelnen Parametern an.
Trocknungsleistung
Der Xiaomi Waschtrockner bietet unterschiedliche Trocknungsleistungen zur Auswahl. Das Wunderbare in der Theorie: Ihr startet die Maschine einmal und habt danach perfekt trockene Wäsche. Von dieser Wunschworstellung müsst ihr euch jedoch verabschieden. Zumindest bei gemischter Kleidung liefert das Gerät keine perfekten Ergebnisse. Das ist allerdings kein spezifisches Xiaomi-Problem, sondern ein grundsätzlicher Kompromiss der gesamten Geräteklasse. Waschtrockner haben physikbedingt Schwierigkeiten, gemischte Wäsche in einem Durchgang vollständig zu trocknen. Das gilt unabhängig von Marken wie Bosch, Siemens oder AEG. Die Trommel, die zum Waschen optimal befüllt ist, fällt für das Trocknen schlicht zu voll aus, da die warme Luft nicht ausreichend zirkuliert. Deshalb liegt die Trocknungskapazität bei fast allen Geräten deutlich unter der Waschkapazität. Hier sind es 6 gegenüber 9kg.
Der Waschtrockner besitzt kein Flusensieb, sondern transportiert die Flusen mit dem Abwasser nach draußen. Diese bleiben aber immer wieder deutlich sichtbar im Gummi der Tür hängen und haften nach dem Herausnehmen auch an der Kleidung. Kein riesiges Problem, aber definitiv ein Punkt, der mich beim Trocknen im Vergleich zu meinem AEG-Trockner störte. Neben dem Smart-Modus stehen drei Intensitätsstufen zur Auswahl: „Bügeltrocken“, „Tragetrocken“ und „Lagertrocken“.
Auf der höchsten Stufe verklemmte sich das Leder-Inlay meiner Jeans einmal, überhitzte und schrumpfte zusammen. Die Jeans ist noch nutzbar, aber beschädigt. So etwas passierte in einem separaten Trockner über Jahre hinweg nie. Programme mit Trocknung dauern deutlich länger und verbrauchen mehr Strom, wie wir gleich genauer sehen. Dennoch funktioniert das System bei unempfindlichen, kleinen Wäschemengen (ca. 3kg) überzeugend. Danach habt ihr durchaus schranktrockene Wäsche und räumt diese direkt ein. Allerdings blieb bei gemischter oder etwas mehr Wäsche oft noch feuchte Kleidung zurück, die ich zusätzlich aufhängen musste.
Begeistert bin ich von der Trockenfunktion also letztlich nicht. Es war jedoch nicht zu erwarten, dass das Gerät die gleiche Leistung wie ein dedizierter Trockner erzielt. Wenn ihr wenig Platz habt und einen Single- oder 2-Personen-Haushalt mit wenig Wäsche führt, kommt ihr hier gut zurecht. Das Schöne am Xiaomi Waschtrockner: Die Funktion ist einfach integriert und schlägt sich beim Kaufpreis kaum nieder.
Energieverbrauch & Laufzeiten des Xiaomi Mijia Waschtrockners
Die gemessenen Durchschnittswerte im Überblick (immer mit 800-1.200 Umdrehungen):
| Programm | Durchschnittlicher Verbrauch |
|---|---|
| 30°–40° | ca. 0,5 kWh |
| 60° | ca. 1,42 kWh |
| Smart 30° | ca. 0,22 kWh |
| Trocknen (Durchschnitt) | ca. 1,25 kWh |
*Die Kilowattstunde Strom sollte euch im Schnitt aktuell nicht mehr als 30 Cent kosten. Ansonsten wechselt schnellstmöglich den Anbieter.
Xiaomi gibt an, dass der Waschtrockner 25% effizienter als Klasse A arbeitet. Mein persönlicher Verbrauch bringt euch bei der Einordnung wahrscheinlich weiter. Der Stand-by-Verbrauch von 2-2,5 Watt im ausgeschalteten Zustand beeindruckt noch nicht wirklich. Mit aktivierter Fernbedienung sind es jedoch nur 3W, obwohl eine aktive WLAN-Verbindung mitläuft. Das ist ein exzellenter Wert. Die Fernbedienung kann problemlos mehrere Stunden aktiviert bleiben.
Alle bislang durchgeführten 38 Wasch- oder Trockenvorgänge verbrauchten insgesamt 20,5kWh. Das sind gerade einmal 0,54kWh pro Waschvorgang. Offen gestanden waren nicht viele Trocknungsvorgänge dabei, aber ich zeichnete alle Verbräuche einzeln auf. Xiaomi setzt beim Trocknen auf klassische Kondensationstechnik und nicht auf die effiziente Wärmepumpentechnologie. Dabei zeigt sich folgendes Bild:
60-Grad-Wäschen stellen neben der Trocknung die größten Stromfresser dar. Jede 60-Grad-Wäsche lag beim Verbrauch bei ca. 1,4kWh. Eine 30-Grad-Wäsche beanspruchte hingegen gerade mal 0,3-0,4kWh, je nach Gewicht der Wäsche. Die wenigen 40°-Wäschen reihen sich mit 0,6kWh Verbrauch genau dazwischen ein. Die Trocknungsfunktion treibt den Energieverbrauch massiv in die Höhe und fordert schon bei „Bügeltrocken“ mit über 3kg Wäsche 1,4kWh. Was im Test ebenfalls auffiel: Insbesondere das „Smart“-Programm lohnt sich. „Smart Auto 30°“ verbrauchte bei meiner Fahrradkleidung nur 0,15-0,25kWh. Auch „Smart 60°“ bleibt im Vergleich zum Baumwollprogramm mit ca. 1,2kWh spürbar sparsamer.
Der Volllasttest mit 9kg Wäsche (vollgestopft) bei 40°C verbrauchte 0,6 kWh. Auch das ist ein wirklich guter Wert.
Laufzeit – Wie lange dauert ein Wasch- / Trocknungsvorgang:
Die Laufzeiten fallen trotz des geringen Energieverbrauchs nicht extrem lang aus. Zusammen mit dem Trocknen erreicht das Gerät zwar 5-6 Stunden bei voller Beladung, aber im Schnitt liegen die intensiven Waschvorgänge mit 3 Stunden voll im Rahmen. Für kleinere Wäschemengen im 2-Personen-Haushalt erweist sich das „Smart“-Programm mit maximal 70 Minuten (ohne Trocknen) als exzellent, sowohl beim Verbrauch als auch bei der Geschwindigkeit. Den Wasserverbrauch maß ich nicht. Wenn ihr euch jedoch die 60-Grad-Programme anschaut und die Energie berechnet, die allein für das Erhitzen nötig ist, liegt dieser voll im Rahmen. Im Vergleich zu meiner vorherigen Waschmaschine und Werten zu modernen Waschmaschinen im Netz stufe ich den Xiaomi Waschtrockner als sehr effizientes Modell ein. Der hohe Verbrauch beim Trocknen ist hingegen der älteren Technik geschuldet, was bei diesem Preis verkraftbar bleibt. Der Markt bis 1.000€ gibt bei Waschtrocknern kaum etwas anderes her.
Lautstärke & Vibrationen
Neben dem Aufnehmen und Abpumpen des Wassers fällt vor allem das Geräusch beim Schleudern ins Gewicht. Die konstanten und teils klopfenden Geräusche beim Waschen und langsamen Drehen der Trommel stören mit 48dB(A) kaum. Ich maß die Geräuschkulisse aus 1m Entfernung beim Waschen, Schleudern und Trocknen wie folgt:
- Waschen: 48dB(A)
- Schleudern: 73dB(A) – bei vollen 1.400 U/min
- Trocknen: 60dB(A)
Wenn ich die erste Tür vom Technikraum schließe, bleiben folgende Werte übrig:
- Waschen: kaum wahrnehmbar für mich
- Schleudern: 56dB(A) – bei vollen 1.400 U/min
- Trocknen: 42dB(A)
Hinter der nächsten Tür ist nichts mehr wahrnehmbar, außer das Schleudern mit ca. 38dB(A)!
Langzeittest und Auffälligkeiten (wird stetig ergänzt!)
Über Geruchsbildung oder gar Schimmelbildung kann ich noch nichts berichten. Die Flusen nach dem Trocknen bleiben stets sichtbar, spülen sich dann aber immer wieder beim nächsten Waschvorgang aus. Alternativ transportiert ihr sie, wie eben beschrieben, direkt mit der trockenen Wäsche heraus. Xiaomi gibt 2 Jahre Garantie auf das Gerät und 12 Jahre auf den Motor, besitzt allerdings kein direktes Servicenetz.
Testergebnis
Nach über 4 Wochen und knapp 40 Waschvorgängen kann ich sagen: Xiaomi liefert mit dem Mijia Waschtrockner Pro 9kg ein Gerät ab, das in seiner Preisklasse kaum Konkurrenz hat. Die Waschleistung überzeugt auf ganzer Linie. Der Energieverbrauch bleibt beim Waschen dank Smart-Programm und automatischer Dosierung erfreulich niedrig, und die App-Steuerung gehört zum Besten, was ich bei Haushaltsgeräten erlebt habe. Wenn ihr bereits im Xiaomi-Ökosystem unterwegs seid, bekommt ihr hier ein nahtlos integriertes Gerät mit OTA-Updates – davon träumen viele deutsche Hersteller nur.
Abstriche müsst ihr bei der Trocknungsleistung machen. Die fehlende Wärmepumpentechnologie führt zu einem hohen Stromverbrauch, und bei gemischter oder größerer Wäsche blieb die Kleidung gelegentlich feucht. Die sichtbaren Flusen am Türgummi stellen einen Schönheitsfehler dar. Dass kein Aquastop-Schlauch beiliegt, ist bei einem Gerät ohne etabliertes Servicenetz in Deutschland wirklich schade. Für wirkliche Trockner-Nutzer ersetzt dieses Modell keinen dedizierten Wärmepumpentrockner.
Für wen lohnt sich der Xiaomi Waschtrockner also? Für Singles, Paare und kleine Haushalte, die wenig Platz haben und die Trockenfunktion als praktisches Extra sehen – nicht als Hauptfeature. Wenn ihr eine exzellente Waschmaschine mit gelegentlicher Trockenmöglichkeit für unter 500€ sucht und smarte Features schätzt, macht ihr hier wenig falsch. Wenn ihr die Trockenfunktion komplett außen vor lasst, überzeugt das Xiaomi-Gerät als reine 9-kg-Waschmaschine ebenfalls sehr – und ist in diesem Fall sogar ein echtes Schnäppchen. Xiaomi beweist mit diesem Gerät zudem, dass das Unternehmen den Einstieg in die Weiße Ware ernst meint.
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Hallo Jonas,
hier der Beweis, daß Eure Artikel auch gelesen werden:
Es wurden mindestens drei Buchstaben entwendet:
“Waschtrocker im Langzeittest…..”
“beim Trocknen Trockungsergebnis ….”
“bei gemischter Wäsche”
Der Dieb hat sich auf das “n” konzentriert!
Viele Grüße
Michael
Servus Mick, danke dir für die Info. Das ist echt unglaublich, dann auch noch in der Überschrift 😁. Ist gefixt.
Beste Grüße
Jonas