QIDI Plus 5 3D-Drucker startet in den Verkauf
Der neue Qidi Plus 5 wurde offiziell vorgestellt: Ab dem 5. August um 15 Uhr deutscher Zeit läuft der Verkauf. Der CoreXY-3D-Drucker bietet ein größeres Druckvolumen und eine stärkere Bauraumheizung bei nahezu gleicher Stellfläche.
Wir hätten Euch an dieser Stelle gerne direkt unseren ausführlichen Praxistest präsentiert, aber der deutsche Zoll hat unser Testgerät drei Wochen lang festgehalten. Der komplette Test mit allen Messungen folgt daher in den nächsten Tagen. Bis dahin liefern wir Euch die wichtigsten Fakten zum Launch.
- QIDI Plus 5 Zoll
Neuerungen und Upgrades des Qidi Plus 5
Der Bauraum wächst gegenüber dem Plus 4 auf 32 x 32 x 30cm, bei nahezu gleicher Gehäusegröße. Laut Qidi sind das rund 18 Prozent mehr Druckvolumen, ohne dass Ihr mehr Stellfläche braucht. Das Datenblatt nennt 50 x 48,8 x 55,8cm gegenüber 50,5 x 48,7 x 55cm beim Plus 4. Der Drucker baut also nur acht Millimeter höher. Das Gewicht steigt von 27kg auf 29kg.
Beim Bewegungssystem gibt es ebenfalls ein Upgrade: eine gehärtete Linearführung an der X-Achse mit automatischer Riemenspannung, dazu laut Hersteller ein spezieller 1,5-GT-Riemen und ein leichterer Werkzeugkopf. Das soll für ruhigeren Lauf und weniger sichtbare Vibrationsspuren auf der Oberfläche sorgen. Die CoreXY-Struktur erreicht laut Datenblatt bis zu 600mm/s Druckkopfgeschwindigkeit bei 20.000mm/s² Beschleunigung, das sind dieselben Werte wie beim Plus 4. Ob das leichtere Bewegungssystem sie in der Praxis besser nutzbar macht, prüfen wir im Test.
Deutlich zugelegt hat die aktive Kammerheizung. Sie arbeitet jetzt mit 550 Watt statt 400 Watt beim Plus 4, ein Zuwachs von 37,5 Prozent. Die maximale Kammertemperatur bleibt mit 65°C dagegen gleich: Die zusätzliche Leistung geht in den größeren Bauraum und soll für schnelleres Aufheizen und stabilere Temperaturen sorgen. Zusammen mit einer neuen aktiven Druckkopfkühlung, die laut Hersteller wie eine Klimaanlage für den Extruder funktioniert, soll das vor allem bei technischen Materialien wie ABS, PC oder glasfaserverstärktem Filament Verzug reduzieren. Das Hotend geht bis 370°C, das Heizbett bis 120°C. In der Spitze zieht der Plus 5 laut Datenblatt bis zu rund 1.200 Watt.
Die Filterung übernimmt ein 3-in-1-System aus G3-Vorfilter, H12-HEPA-Filter und Aktivkohle aus Kokosnussschalen. Das automatische Leveling läuft über einen Wägezellen-Sensor im Hotend. Eine Einschränkung versteckt sich im Datenblatt: Die Erkennung von Filamentverstopfungen und -verwicklungen sowie die Wiederaufnahme nach Filamentmangel funktionieren nur zusammen mit der Qidi Box. WLAN gibt es nur mit 2,4GHz, dazu kommen Ethernet und USB.
Softwareseitig bindet Qidi den Plus 5 in die App-Plattform „Qidi Maker“ ein, über die sich Modelle direkt aufs Smartphone laden und per Fingertipp mit vorkonfigurierten Parametern drucken lassen sollen. Die App gibt es für Android und iOS, bisher unterstützt sie Max4, Q2 und Plus4. Am Rechner bleibt es bei „Qidi Studio“, alternativ könnt Ihr Orca oder PrusaSlicer nutzen.
Vorverkauf des Qidi Plus 5
Beim Kauf unterscheidet Qidi zwischen Bestandskunden (alle, die bereits einen Qidi-Drucker besitzen) und Neukunden. Die Aktion läuft bis zum 31. August, danach gelten die regulären Preise.
| Qidi Plus 5 | Qidi Plus 5 Combo | |
|---|---|---|
| Bestandskunden | 669€ | 819€ |
| Neukunden | 699€ + 1kg Filament | 849€ + 1kg Filament |
| Regulärer Preis | 749€ | 899€ |
Direkt zum Vorverkauf des Qidi Plus 5
Die vollständigen Herstellerangaben haben wir Euch hier zusammengefasst:
| Druckformat (B x T x H) | 320 x 320 x 300mm |
| Druckerabmessungen | 500 x 488 x 558mm |
| Nettogewicht | 29kg |
| XY-Struktur | CoreXY |
| X-Achse | Gehärtete Linearführung, automatische Riemenspannung |
| Z-Achse | Zwei unabhängige Spindelmotoren, 10mm-Linearwellen und -Spindeln |
| Druckkopftemperatur | bis 370°C |
| Extruder | Direktantrieb, zwei Zahnräder aus gehärtetem Stahl |
| Hotend / Düse | Keramikheizung, Multimetall / Bimetall-Düse |
| Düsendurchmesser | 0,4mm (0,2 / 0,6 / 0,8mm optional) |
| Filamentdurchmesser | 1,75mm |
| Druckbett | Aluminium-Silikon-Heizbett, beidseitig strukturierte PEI-Platte, bis 120°C |
| Kammerheizung | Unabhängige aktive Kammerheizung, 550W, bis 65°C |
| Geschwindigkeit | bis 600mm/s, bis 20.000mm/s² |
| Luftfilter | 3-in-1: G3-Vorfilter, H12 HEPA, Aktivkohle (Kokosnussschale) |
| Unterstützte Filamente | PLA, ABS, ASA, PETG, TPU, PA, PC, kohlenstoff- und glasfaserverstärkte Polymere u. a. |
| Sensorik | Auto-Leveling per Wägezelle im Hotend, KI-Kamera, Resonanzkompensation, Filamentmangel-Sensor, Wiederherstellung nach Stromausfall; Verstopfungs- und Verwicklungserkennung nur mit Qidi Box |
| Display | 4 Zoll, 400 x 320 Pixel, Touchscreen |
| Speicher | 32GB eMMC, USB 2.0 |
| Kamera | bis 1080p, niedrige Bildrate, Zeitraffer |
| Konnektivität | WLAN 2,4GHz, Ethernet, USB |
| Software | Qidi Studio, Orca, PrusaSlicer; STL, OBJ, 3MF, STEP; Windows, macOS, Linux |
| Leistung | 100–240V, 50/60Hz; 150W + 550W (Kammerheizung) + 500W (Heizbett) |
Alle Angaben stammen bislang vom Hersteller. Wie immer messen wir im ausführlichen Test selbst nach, unter anderem Aufheizzeit und Temperaturkonstanz der Kammer, die tatsächlich nutzbare Druckgeschwindigkeit, den Verzug bei ABS, PC und faserverstärkten Filamenten sowie Lautstärke und realen Stromverbrauch.
Auf dem Papier ist der Plus 5 ein Upgrade zum Plus 4. Ob Bauraum, Kammerheizung und Bewegungssystem in der Praxis halten, was das Datenblatt verspricht, klären wir im Test, der wegen der Zoll-Verzögerung in Kürze nachgereicht wird.
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