| CPU | Snapdragon 6s Gen 4 - 4 x 2,4GHz + 4 x 1,9GHz |
|---|---|
| RAM | 6GB RAM, 8GB RAM |
| Speicher | 256GB, 512GB |
| GPU | Adreno 642 |
| Display | 2772 x 1280, 6,8 Zoll 120Hz (AMOLED) |
| Betriebssystem | HyperOS - Android 16 |
| Akkukapazität | 8340mAh |
| Ladegeschwindigkeit | 67 Watt |
| Speicher erweiterbar | Nein |
| Hauptkamera | 50MP + 8MP (dual) |
| Frontkamera | 16MP |
| USB-Anschluss | USB-C 2.0 (480MBit/s) |
| Kopfhöreranschluss | Nein |
| Entsperrung | Fingerabdruck, Face-ID |
| 4G | 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 17, 18, 19, 20, 26, 28, 32, 66, 38, 40, 41 |
| 5G | 1, 2, 3, 5, 7, 8, 12, 20, 28, 38, 40, 41, 66, 77, 78 |
| NFC | Ja |
| SIM | Dual - nano, eSIM |
| Gewicht | 223g |
| Maße | 163 x 78,3 x 8,6mm |
| Antutu (v11) | 819405 |
| Benachrichtigungs-LED | Nein |
| Updatezeitraum | 4 Jahre (Android) + 6 Jahre (Sicherheit) |
| Hersteller | Xiaomi |
| Getestet am | 17.09.2026 |
Die Redmi-Note-Serie ist seit Jahren die sichere Bank in der Mittelklasse: viel Hardware fürs Geld, brauchbare Kameras, keine Ausrutscher. Beim Redmi Note 17 Pro 5G geht diese Rechnung nur noch zur Hälfte auf. Die Akkukapazität steigt auf gewaltige 8.340mAh, und das Gerät liefert die längste Laufzeit, die wir in dieser Preisklasse bisher gemessen haben. An anderer Stelle geht es dafür rückwärts.
Denn der Prozessor rechnet langsamer als der des Vorgängers, Videos nimmt das Gerät nur noch in Full-HD auf, und bei WLAN und Bluetooth setzt Xiaomi auf ältere Standards. Gleich sechs Punkte auf dem Datenblatt fallen schlechter aus als beim Redmi Note 15 Pro 5G (zum Test), das dieses Gerät ablöst. Getestet haben wir die Variante mit 8/512GB.
Preislich startet das Redmi Note 17 Pro 5G bei 480€ (UVP) für die Version mit 6/256GB, unsere Testvariante mit 8/512GB steht mit 600€ in der Liste. Diese UVPs sind inzwischen jenseits von Gut und Böse, zahlen wird sie am Ende aber ohnehin niemand: Das große Modell gibt es schon jetzt für rund 450€. Das Redmi Note 15 Pro 5G startete ähnlich hoch und steht heute bei rund 220€ (zum Angebot). Dass die Listenpreise derzeit überall steigen, liegt an den Speicher- und Hardwarepreisen, die aktuell jedem Hersteller zu schaffen machen. Wie jedes Jahr regelt der Markt das in den kommenden Monaten.
Neuerungen gegenüber dem Redmi Note 15 Pro 5G
Die Akkukapazität steigt von 6.580 auf 8.340mAh, geladen wird statt mit 45W nun mit 67W. Beim Speicher wechselt Xiaomi ab der 256GB-Version von UFS 2.2 auf das deutlich schnellere UFS 3.1. Beim Schutz vor Wasser und Staub bleibt es dagegen bei IP68, neu dazu kommen eine Sturzzertifizierung und ein Unterwassermodus für die Kamera.
![]() Redmi Note 17 Pro 5G |
![]() Redmi Note 15 Pro 5G |
![]() Poco X8 Pro |
|
| Größe | 163 x 78,3 x 8,6mm | 164 x 78,1 x 7,8mm | 157,5 x 75,2 x 8,4mm |
| Gewicht | 223g | 211g | 202g |
| CPU | Snapdragon 6s Gen 4 - 4 x 2,4GHz + 4 x 1,9GHz | MediaTek Dimensity 7400 - 4 x 2,6 GHz + 4 x 2,0 GHz | MediaTek Dimensity 8500 - 1 x 3,4GHz + 3 x 3,2GHz + 4x 2,2GHz |
| RAM | 6 GB RAM, 8 GB RAM | 8 GB RAM, 12 GB RAM | 8 GB RAM, 12 GB RAM |
| Speicher erweiterbar | Nein | Nein | Nein |
| Display | 2772 x 1280, 6,8 Zoll 120Hz (AMOLED) | 2772 x 1280, 6,8 Zoll 120Hz (AMOLED) | 2756 x 1268, 6,6 Zoll 120Hz (AMOLED) |
| Betriebssystem | Android 16, HyperOS | Android 15, HyperOS | Android 16, HyperOS |
| Akku | 8340 mAh (67 Watt) | 6580 mAh (45 Watt) | 6500 mAh (100 Watt) |
| Kameras | 50 MP + 8MP (dual) | 200 MP + 8MP (dual) | 50 MP + 8MP (dual) |
| Frontkamera | 16 MP | 20 MP | 20 MP |
| Anschlüsse | USB-C 2.0 (480MBit/s), Dual-SIM | USB-C 2.0 (480MBit/s), Dual-SIM | USB-C 2.0 (480MBit/s), Dual-SIM |
| Entsperrung | Fingerabdruck, Face-ID | Fingerabdruck, Face-ID | Fingerabdruck, Face-ID |
| Empfang |
5G: n1, n2, n3, n5, n7, n8, n12, n20, n28, n38, n40, n41, n66, n77, n78 4G: 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 17, 18, 19, 20, 26, 28, 32, 66, 38, 40, 41 |
5G: n1, n2, n3, n5, n7, n8, n20, n28, n38, n40, n41, n66, n77, n78 4G: 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 13, 17, 18, 19, 20, 26, 28, 66, 38, 40, 41 |
5G: n1, n2, n3, n5, n7, n8, n20, n28, n38, n40, n41, n77, n78 4G: 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 18, 19, 20, 26, 28, 66, 38, 40, 41 |
| Zum Testbericht | Zum Testbericht |
Die Gegenseite ist länger, denn in einigen Punkten ist das Note 17 Pro schlechter! Der Prozessor wechselt vom Dimensity 7400 Ultra auf den Snapdragon 6s Gen 4 und rechnet damit langsamer. Die Auflösung der Hauptkamera sinkt von 200 auf 50MP. Videos gibt es statt in 4K nur noch in Full-HD, vorne wie hinten. Bei den Funkverbindungen geht es von Wi-Fi 6 auf Wi-Fi 5 und von Bluetooth 5.4 auf Bluetooth 5.1 zurück. Und beim Display verzichtet Xiaomi plötzlich auf HDR.
Design und Verarbeitung
Das Redmi Note 17 Pro 5G ist ein Kunststoffbomber. Mit 163 x 78,3 x 8,6 Millimeter und 223 Gramm ist es ein ordentlicher Brocken, was bei dieser Displaygröße und Akkukapazität niemanden überraschen dürfte. Rahmen und Rückseite bestehen aus Kunststoff, eine Glasrückseite gibt es in dieser Serie schon länger nicht mehr. Das seidenmatte Finish, das Fingerabdrücke gut abweist, bekommt ihr laut Xiaomi nur bei den Farben Schwarz und Violett. „Sky Blue“ und „Satin Orange“ müssen darauf verzichten.
Verarbeitet ist das Gerät sauber, der große Wurf ist es aber nicht. Das war bei der Redmi-Note-Serie schon mal besser. Besonders auffällig: Die Ränder der Kameralinsen sind scharfkantig ausgeführt und fallen beim Darüberstreichen unangenehm auf. Das Kameramodul steht deutlich hervor, sodass das Gerät auf dem Tisch selbst mit der mitgelieferten Schutzhülle kippelt.
Beim Schutz vor Wasser und Staub bleibt es hierzulande bei IP68. Die von Xiaomi beworbenen IP69 und IP69K gelten für die europäische Version nicht – für die Mittelklasse ist IP68 aber nach wie vor ein guter Wert. Die Front schützt Gorilla Glass Victus 2. Der optische Fingerabdrucksensor sitzt im Display und entsperrte im Test zuverlässig, alternativ gibt es die Gesichtserkennung.
Unten am Rahmen sitzen der USB-C-Anschluss nach USB-2.0-Standard, der SIM-Slot, das Hauptmikrofon und eine der beiden Lautsprecheröffnungen. Oben befinden sich die zweite Öffnung für den Stereoklang, ein weiteres Mikrofon und der Xiaomi-typische Infrarotsender. Einen Klinkenanschluss gibt es nicht. Insgesamt ist das Redmi Note 17 Pro 5G solide verarbeitet und gegen Wasser wie Stürze gut geschützt, in der Haptik aber ein reines Kunststoffgerät ohne Anspruch auf ein Premium-Gefühl.
Lieferumfang des Redmi Note 17 Pro 5G
Im Karton finden sich ein USB-C-Kabel, eine Schutzhülle, eine SIM-Nadel und der übliche Papierkram. Ab Werk ist eine einfache Schutzfolie aufgebracht. Ein Ladegerät lag unserer Global-Version nicht bei.
Display des Redmi Note 17 Pro 5G
Das flache AMOLED-Panel misst 6,83 Zoll und löst mit 2772 x 1280 Pixel auf. Das ergibt 447ppi und damit eine Schärfe, bei der einzelne Bildpunkte nicht mehr zu erkennen sind. Die Bildwiederholrate liegt bei 120Hz. Ein LTPO-Panel ist es nicht, bei stehendem Bild regelt das System die Frequenz aber zuverlässig auf 60 Hertz herunter.
Als Spitzenhelligkeit gibt Xiaomi bis zu 3.500 Lux an. Wir messen bei automatischer Helligkeitsregelung maximal 1.750 Lux und bei manueller Einstellung 1.320 Lux. Auch in der prallen Sonne lässt sich das Display noch gut ablesen.
- Displayinfos
- AOD
- Farbkalibrierung
- Netflix Wiedergabe-Spezifikationen
An der Bildqualität gibt es sonst wenig zu bemängeln: Das Panel bietet 12 Bit Farbtiefe und deckt den DCI-P3-Farbraum ab. Farben stellt es knackig und kontrastreich dar. Empfindliche Augen freuen sich über 3.840Hz PWM-Dimming in Kombination mit DC-Dimming. Die Abtastrate des Touchscreens liegt bei 240Hz, die von Xiaomi beworbenen 3.200Hz gibt es nur kurzzeitig im „Game Turbo“-Modus. Das Redmi Note 17 Pro 5G ist nach Widevine L1 zertifiziert und gibt geschützte Inhalte damit in voller Auflösung wieder. HDR fehlt dagegen komplett: Weder HDR10 noch HDR10+, Dolby Vision oder HLG werden unterstützt. Wie gewohnt gibt es kein vollwertiges Always-on-Display: Es leuchtet nicht dauerhaft, sondern maximal zehn Sekunden lang, z. B. bei neuen Benachrichtigungen oder nach einem Tippen aufs Display.
Insgesamt ist das Display für die Mittelklasse ordentlich, auch wenn Xiaomi beim Panel gegenüber dem Vorgänger komplett auf HDR verzichtet.
Leistung
- 3D Mark
- Geekbench 7
- Geekbench 6
Für die Leistung ist der Snapdragon 6s Gen 4 zuständig, der im 4-Nanometer-Verfahren gefertigt wird. Dazu kommen LPDDR4X-Arbeitsspeicher und in unserer Testvariante 512GB UFS-3.1-Speicher, der sich nicht erweitern lässt. Dieser erreicht solide rund 2.200MB/s beim Lesen und Schreiben. Wer zur 128GB-Version greift, bekommt nur den langsameren UFS-2.2-Speicher.
Und hier liegt das eigentliche Problem des Geräts. Der Snapdragon 6s Gen 4 rechnet in jeder unserer Messungen langsamer als der Dimensity 7400 Ultra des Vorgängers, bei der Grafikleistung sogar deutlich. Leistung ist in der Mittelklasse inzwischen der wichtigste Faktor, denn niemand nutzt gerne ein Gerät, das nicht flüssig läuft.
- CPU Stress Test
- GPU Thermal Throtteling
Beim Hitzemanagement gibt sich das Gerät immerhin keine Blöße. Im Dauerlast-Test bleibt die Leistung nahezu konstant, und das Gehäuse erwärmt sich nur wenig. Das liegt aber vor allem daran, dass der Prozessor ohnehin wenig Abwärme produziert.
In der Praxis läuft das Redmi Note 17 Pro 5G die meiste Zeit flüssig. Es gibt aber Stellen, an denen es sichtbar hakt: Beim Öffnen der globalen Suche ruckelt es für eine Viertelsekunde, weil das System im Hintergrund reichlich überflüssige Inhalte nachlädt. Und wenn ihr Gboard nach längerer Zeit zum Tippen öffnet, läuft der Aufbau ebenfalls nicht ganz sauber. Das sind keine Dramen, aber bei einem Gerät dieser Klasse hätten wir das nicht erwartet. Vor allem von der Tochtermarke Poco sind wir Besseres gewohnt.
System
Ausgeliefert wird das Redmi Note 17 Pro 5G mit HyperOS 3 auf Basis von Android 16. Xiaomi verspricht sechs Jahre Sicherheitsupdates (bis zum 27. August 2032). Wie lange es Systemupdates gibt, ist noch nicht bekannt. Vermutlich sind es wie beim Vorgänger wieder vier Jahre.
- das gewohnt bunte HyperOS
- Schnelleinstellungen
- Finder (mit Werbung 😀 )
Funktional fehlt gegenüber teureren Xiaomi-Modellen nicht viel, alle bekannten Funktionen wie „Second Space“ oder die Klon-App sind vorhanden. Dafür ist HyperOS 3 spürbar überladen. Werbung und vorinstallierte Apps tragen ihren Teil dazu bei, dass sich das System zäher anfühlt, als es müsste. Wer die Werbung mit dieser Anleitung deaktiviert und direkt nach der Einrichtung alle unbekannten Apps löscht, holt merklich etwas heraus. Das Grundproblem, die schwache Leistung des Prozessors, löst das aber nicht.
Insgesamt bekommt ihr ein vollständiges HyperOS ohne Funktionslücken, das aber deutlich mehr mitschleppt, als dem Prozessor guttut.
Kamera des Redmi Note 17 Pro 5G
Xiaomi baut die Kamera gegenüber dem Vorgänger um. Statt des 200MP-Sensors kommt nun ein 50MP-Sensor zum Einsatz, die Ultraweitwinkel-Kamera bleibt bei 8MP.
- Hauptkamera: 50MP (Samsung S5KJNSSQ33), f/1,8, 1/2,76 Zoll, Autofokus, OIS
- Ultraweitwinkel-Kamera: 8MP (GalaxyCore GC08a8), f/2,2, 1/4,0 Zoll
- Selfie-Kamera: 16MP (GalaxyCore GC16B3C), f/2,4
Neu ist der „Unterwassermodus“, mit dem ihr Fotos und Videos bis zwei Meter Wassertiefe für maximal 30 Minuten aufnehmen könnt. Beim Verlassen des Modus entwässert das Gerät den Lautsprecher per Vibration.
Tageslichtaufnahmen – Hauptkamera
Bei Tageslicht macht die Hauptkamera nichts falsch. Die Farben bleiben zurückhaltend und natürlich, der Weißabgleich sitzt, und der Dynamikumfang reicht aus, um einen bewölkten Himmel noch zu zeichnen, ohne die Schatten zuzudrücken. Bei normaler Betrachtung wirken die Bilder sauber und ausgewogen. Schaut ihr euch die Aufnahmen am PC in voller Größe an, fällt die kräftige Nachschärfung an Kanten auf, und feine Strukturen verlieren an Definition. Bei trübem Wetter geraten die Ergebnisse zudem etwas flau und einen Tick zu kühl. Für diese Klasse ist das solide, dem 50MP-Sensor fehlt aber vor allem die Reserve zum nachträglichen Zuschneiden.
Digital-Zoom
- 2-fach Zoom
- 2x Zoom
Einen echten Zoom hat das Redmi Note 17 Pro 5G nicht. Die 2-fach-Stufe schneidet lediglich einen Ausschnitt aus dem Sensorbild heraus. Bei gutem Licht reicht das für den Alltag und für die Ansicht auf dem Smartphone-Display. Am PC betrachtet zeichnet das Gerät feine Strukturen aber deutlich weich, sie wirken wie gemalt. Beim Vorgänger sah diese Stufe dank der höheren Sensorauflösung besser aus. Die zusätzliche Brennweite ist zwar ganz gut, die Qualität leidet beim 2-fach-Zoom aber sichtlich. Bei Nacht sind die Zoomaufnahmen unbrauchbar.
Nachtaufnahmen
- 2-fach Zoom
Der Nachtmodus steht für Haupt- und Ultraweitwinkel-Kamera bereit und schaltet sich automatisch zu. Die Hauptkamera liefert nachts saubere Bilder mit stimmigem Weißabgleich unter Mischlicht, kontrollierten Lichtern und ohne störendes Farbrauschen. Dafür rechnet die Software Details sichtbar weg, Oberflächen wie Mauerwerk oder Metall wirken glatt. Auffällig sind außerdem Streulicht: Sobald eine helle Lichtquelle wie eine Straßenlaterne im Bild steht, entstehen Strahlenkränze und teils farbige Reflexe.
Ultraweitwinkel
Die 8MP-Ultraweitwinkel-Kamera ist wie in jeder Redmi-Note-Generation der schwächste Teil des Systems. Details und Kontrast liegen klar unter der Hauptkamera, zu den Bildrändern hin wird es weich. Dazu kommt, dass die Farbabstimmung nicht zur Hauptkamera passt: Die Ultraweitwinkel-Aufnahmen fallen sichtbar kühler aus, was beim direkten Vergleich zweier Bilder derselben Szene sofort auffällt. Für den gelegentlichen Einsatz bei gutem Licht geht das in Ordnung, mehr solltet ihr nicht erwarten.
Nachts fällt die Ultraweitwinkel-Kamera weit zurück. Die Bilder sind spürbar dunkler als die der Hauptkamera, Schatten laufen zu, und von den Details bleibt wenig übrig.
Porträt
- 2-fach
- 2-fach
Im Porträtmodus gelingen Motiverkennung und Freistellung gut, auch an Haaren und Schultern gibt es nur ein paar Fehler (typisch Mittelklasse). Die Hintergrundunschärfe fällt dezent statt übertrieben aus, und die Hauttöne gefallen: Sie wirken natürlich und werden nicht geschönt. Einen Haken gibt es trotzdem: In diesem Modus speichert das Gerät nur 8MP statt der sonst üblichen 12,5MP. Das seht ihr den Aufnahmen bei näherer Betrachtung an. Die Detaildichte fällt geringer aus, und bei Sonne neigt die Kamera zum Überbelichten.
Selfies
Die 16MP-Selfie-Kamera ist die positive Überraschung dieses Kamerasystems. Die Aufnahmen sind scharf, zeigen echte Hauttextur und werden nicht weichgezeichnet, die Hauttöne bleiben natürlich. Auch der Dynamikumfang stimmt, ein heller Himmel im Hintergrund brennt nicht einfach aus. Selbst nachts unter Straßenbeleuchtung bleiben die Ergebnisse brauchbar. Das gefällt mir besser als beim Vorgänger, der mit 20MP zwar mehr Auflösung bot, aber weichere Bilder lieferte.
Videoaufnahmen mit dem Redmi Note 17 Pro 5G
Das Redmi Note 17 Pro 5G nimmt Videos maximal in Full-HD mit 30fps auf, und zwar mit jeder Kamera. Selfie- und Ultraweitwinkel-Kamera sind auf denselben Wert begrenzt. 4K-Aufnahmen gibt es nicht, ebenso wenig 60fps. Der Vorgänger konnte beides. Für ein Smartphone dieser Preisklasse ist das im Jahr 2026 nicht zu erklären. Zur Stabilisierung nutzt das Gerät den optischen Bildstabilisator der Hauptkamera und zusätzlich eine elektronische Stabilisierung per Gyroskop. Außerdem trübt der bekannte Xiaomi-Fokus-Bug (zu allen Infos) die Videos.
Zusammenfassung der Kamera des Redmi Note 17 Pro 5G
Die Hauptkamera ist bei Tag wie bei Nacht solide und macht für diese Klasse nichts falsch. Porträts und vor allem Selfies haben mir gut gefallen, die Hauttöne stimmen, und nichts wird weichgezeichnet. Schwach bleibt die Ultraweitwinkel-Kamera, die nachts praktisch ausfällt, und der 2-fach-Zoom ist reine Rechnerei mit wenig Mehrwert.
Gegenüber dem Redmi Note 15 Pro 5G ist das ein Rückschritt. Der Hauptkamerasensor ist mit 1/2,76 statt 1/1,4 Zoll deutlich kleiner und fängt damit deutlich weniger Licht ein. Am klarsten zeigt sich das bei Nacht: Der Vorgänger lieferte dort Aufnahmen mit vielen Details und ohne sichtbares Rauschen. Das Redmi Note 17 Pro 5G bleibt zwar sauber, rechnet Details aber erkennbar weg und zeigt an hellen Lichtquellen Streulicht. Bei Tageslicht ist der Abstand kleiner: Die Farben gefallen mir sogar etwas besser, es fehlen aber Details und die Reserve zum Zuschneiden, weshalb auch der 2-fach-Zoom schlechter aussieht als beim Vorgänger. Die Ultraweitwinkel-Kamera war schon damals der schwache Punkt und ist es geblieben.
Der eigentliche Bruch sind die Videos: Full-HD mit 30fps als Maximum ist in dieser Preisklasse nicht mehr zeitgemäß. Wer das Gerät als Fotohandy für den Alltag nutzt, bekommt ordentliche Bilder. Für Videos ist das Note 17 Pro 5G nichts!
Konnektivität und Kommunikation
Das Redmi Note 17 Pro 5G ist ein Dual-SIM-Smartphone. Ihr könnt entweder zwei physische SIM-Karten einlegen oder eine SIM-Karte mit einer eSIM kombinieren. Mit diesen Frequenzen seid ihr in Deutschland und Europa bestens versorgt, Band 20 ist selbstverständlich an Bord:
- 4G: 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 17, 18, 19, 20, 26, 28, 32, 38, 40, 41, 42, 48, 66
- 5G: n1, n2, n3, n5, n7, n8, n12, n20, n26, n28, n38, n40, n41, n48, n66, n77, n78
Für Telefonate unterstützt das Gerät VoLTE und VoWiFi. Die SAR-Werte liegen bei 0,996W/kg (Kopf) und 0,998W/kg (Körper).
Xiaomi verzichtet beim Note 17 Pro 5G auf moderne Funkstandards. Das Gerät funkt nur mit Wi-Fi 5 und Bluetooth 5.1. Immerhin werden die Codecs aptX, aptX HD und LDAC unterstützt. Der Vorgänger bot an dieser Stelle bereits Wi-Fi 6 und Bluetooth 5.4. Dafür funktionieren beide Verbindungen zuverlässig.
- Sensoren
- GPS
- Konnektivität
- Verbindungen mit anderen Xiaomi Geräten
Zur Navigation nutzt das Gerät GPS, Galileo, GLONASS, BeiDou und QZSS, die Standortbestimmung klappte im Praxistest problemlos. An Sensoren sind neben Helligkeits- und Beschleunigungssensor ein Gyroskop, ein Kompass und der Xiaomi-typische Infrarotsender verbaut. Beim Näherungssensor setzt Xiaomi auf eine Ultraschall-Lösung. Ein Barometer fehlt. NFC zum mobilen Bezahlen ist vorhanden. Für den Ton sorgen Stereo-Lautsprecher mit Dolby Atmos. Der Klang ist in Ordnung, aber nicht mehr als solide. Für ein Video zwischendurch reicht das aus.
Akkulaufzeit des Redmi Note 17 Pro 5G
- 120 Hertz
- 60 Hertz
- Aufladen mit Power Delivery
Der Silizium-Kohlenstoff-Akku mit 8.340mAh ist das Argument für dieses Smartphone. Der Vorgänger kam auf 6.580mAh und galt schon als ausdauernd, das Redmi Note 17 Pro 5G legt noch einmal deutlich nach.
Im PCMark Battery Test erreichen wir mit 120Hz 21 Stunden und 55 Minuten und mit 60Hz 29 Stunden und 40 Minuten. In der Praxis heißt das: Ihr ladet alle zwei bis drei Tage. Reichweitenangst kommt mit diesem Gerät nicht auf, und genau hier lässt das Redmi Note 17 Pro 5G seinen Vorgänger und die gesamte Konkurrenz hinter sich. Für Dauernutzer ist das ein echter Pluspunkt.
Das Gerät lädt mit bis zu 67W, das passende Netzteil liegt nicht bei. Mit Xiaomis Schnellladetechnik sind nach 30 Minuten 40% geladen, nach 80 Minuten ist der Akku wieder voll. Mit einem Power-Delivery-Netzteil dauert der komplette Ladevorgang eine Stunde und 47 Minuten.
Bei diesen Laufzeiten fällt die Ladedauer ohnehin kaum ins Gewicht, weil ihr das Gerät nur alle paar Tage ans Kabel hängt. Andere Geräte ladet ihr per Kabel mit bis zu 22,5W auf, kabelloses Laden gibt es nicht.
Testergebnis
Das Redmi Note 17 Pro 5G ist ein Smartphone mit einem einzigen, dafür sehr großen Argument: einer richtig starken Akkulaufzeit. Mit 8.340mAh kommt ihr bei normaler Nutzung zwei bis drei Tage weit. Reichweitenangst gibt es mit diesem Gerät nicht. Dazu kommen natürlich ein scharfes und helles AMOLED-Display, ein solider Schutz mit IP68 und Sturzzertifizierung, schnelles Laden und eine umfangreiche Ausstattung.
Die Negativseite ist länger, als sie sein dürfte. Der Snapdragon 6s Gen 4 rechnet langsamer als der Prozessor des Vorgängers, und das merkt ihr im Alltag: Beim Öffnen der globalen Suche und beim Aufbau der Tastatur ruckelt es sichtbar. HyperOS 3 trägt mit Werbung und vorinstallierten Apps zusätzlich auf. Die Kamera ist solide, für wirklich schöne Fotos müsst ihr euch aber in einer anderen Klasse umsehen. Videos nimmt das Gerät nur in Full-HD auf, das WLAN funkt nur nach Wi-Fi 5, und Bluetooth ist auf Version 5.1 zurückgefallen. Das sind keine Deal-Breaker, bei einem Gerät dieser Preisklasse aber eindeutig Kritikpunkte. Vor allem, weil der Vorgänger jeden dieser Punkte besser konnte.
Die UVP reicht von 480€ für die kleine bis 600€ für unsere Testvariante. Zahlen wird das ohnehin niemand, das große Modell gibt es schon jetzt für rund 450€. Das Redmi Note 15 Pro 5G steht heute bei rund 220€, und angesichts der Hardwarekrise rechnen wir hier mit unter 300€ für das Note 17 Pro 5G in den nächsten Wochen. Der Preis wäre in Ordnung, rechtfertigt aber noch immer nicht, dass der Vorgänger besser ist!
Dazu kommt hausinterne Konkurrenz: Unserer Meinung nach ist Poco in der Mittelklasse inzwischen überlegen! Deutlich attraktiver ist derzeit das Poco X8 Pro (zum Test). Unterm Strich lohnt sich das Redmi Note 17 Pro 5G für alle, denen die Akkulaufzeit über alles geht. Wartet aber in jedem Fall auf einen Preis deutlich unter 300€, alles andere ist einfach nur absurd!
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