| CPU | MediaTek Dimensity 8500 - 1 x 3,4GHz + 3 x 3,2GHz + 4x 2,2GHz |
|---|---|
| RAM | 12GB RAM |
| Speicher | 256GB, 512GB |
| GPU | Mali-G720 |
| Display | 2756 x 1268, 6,6 Zoll 120Hz (AMOLED) |
| Betriebssystem | HyperOS - Android 16 |
| Akkukapazität | 6500mAh |
| Ladegeschwindigkeit | 67 Watt |
| Speicher erweiterbar | Nein |
| Hauptkamera | 50MP + 50MP (dual) + 12MP (triple) |
| Frontkamera | 32MP |
| USB-Anschluss | USB-C 2.0 (480MBit/s) |
| Kopfhöreranschluss | Nein |
| Entsperrung | Fingerabdruck, Face-ID |
| 4G | 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 13, 17, 18, 19, 20, 26, 28, 32, 34, 66, 38, 39, 40, 41 |
| 5G | 1, 2, 3, 5, 7, 8, 12, 20, 28, 38, 40, 41, 66, 75, 77, 78 |
| NFC | Ja |
| SIM | Dual - nano, eSIM |
| Gewicht | 200g |
| Maße | 157,6 x 75,2 x 8,17mm |
| Antutu (v11) | 2199100 |
| Benachrichtigungs-LED | Nein |
| Updatezeitraum | unklar |
| Hersteller | Xiaomi |
| Getestet am | 17.06.2026 |
Inhaltsverzeichnis
Xiaomi überspringt auch bei der T-Serie wieder eine Nummer: Auf das Xiaomi 15T folgt direkt das Xiaomi 17T. Anders als beim letzten Mal bekommt das Basismodell diesmal aber ein richtig sinnvolles Upgrade. Das Highlight: Erstmals steckt im günstigeren T-Modell dieselbe 5-fach-Telekamera wie im Pro. Dazu kommen ein größerer 6.500mAh-Akku und ein etwas schnellerer Prozessor. Das 17T rückt damit spürbar näher an das Pro-Modell heran als noch der Vorgänger.
In diesem Test zeigen wir euch die Stärken und Schwächen des 17T und klären, für wen sich das teurere Pro-Modell überhaupt noch lohnt. Eines vorweg: Die Konkurrenz, gerade aus dem eigenen Haus, ist wie immer gnadenlos. Die relativ kompakten Abmessungen des 17T aber schon vorab eine Besonderheit.
![]() Xiaomi 17T Pro |
![]() Xiaomi 17T |
![]() Xiaomi 15T |
|
| Größe | 162 x 77,5 x 8,3mm | 157,6 x 75,2 x 8,17mm | 163,2 x 78 x 8mm |
| Gewicht | 219g | 200g | 194g |
| CPU | MediaTek Dimensity 9500 - 1 x 4,2 GHz + 3 x 3,5 GHz + 4 x 2,7 GHz | MediaTek Dimensity 8500 - 1 x 3,4GHz + 3 x 3,2GHz + 4x 2,2GHz | MediaTek Dimensity 8400 - 8 x 3,25GHz |
| RAM | 12 GB RAM | 12 GB RAM | 12 GB RAM |
| Speicher erweiterbar | Nein | Nein | Nein |
| Display | 2772 x 1280, 6,8 Zoll 144Hz (AMOLED) | 2756 x 1268, 6,6 Zoll 120Hz (AMOLED) | 120Hz (AMOLED) |
| Betriebssystem | Android, HyperOS | Android 16, HyperOS | Android 15, HyperOS |
| Akku |
7000 mAh (100 Watt)
kabelloses Laden |
6500 mAh (67 Watt) | 5500 mAh (67 Watt) |
| Kameras | 50 MP + 50MP (dual) + 13MP (triple) | 50 MP + 50MP (dual) + 12MP (triple) | 50 MP + 50MP (dual) + 12MP (triple) |
| Frontkamera | 32 MP | 32 MP | 32 MP |
| Anschlüsse | USB-C 2.0 (480MBit/s), Dual-SIM | USB-C 2.0 (480MBit/s), Dual-SIM | USB-C 2.0 (480MBit/s), Dual-SIM |
| Entsperrung | Fingerabdruck, Face-ID | Fingerabdruck, Face-ID | Fingerabdruck, Face-ID |
| Empfang |
5G: n1, n2, n3, n5, n7, n8, n12, n20, n25, n28, n38, n40, n41, n66, n75, n77, n78 4G: 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 13, 17, 18, 19, 20, 25, 26, 28, 32, 34, 66, 38, 39, 40, 41 |
5G: n1, n2, n3, n5, n7, n8, n12, n20, n28, n38, n40, n41, n66, n75, n77, n78 4G: 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 13, 17, 18, 19, 20, 26, 28, 32, 34, 66, 38, 39, 40, 41 |
5G: n1, n2, n3, n5, n7, n8, n12, n20, n25, n28, n38, n40, n41, n66, n75, n77, n78 4G: 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 13, 17, 18, 19, 20, 26, 28, 32, 66, 38, 40, 41 |
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Die UVP von 749€ ist schlichtweg überzogen. Zu diesem Preis solltet ihr das 17T auf keinen Fall kaufen. Wie schon beim Vorgänger wird der Straßenpreis aber schnell deutlich fallen. Wir rechnen mittelfristig mit rund 400€, und genau zu diesem Preis ist das Xiaomi 17T eine klare Empfehlung. Besonders spannend dürfte zudem die Vertragskombination werden, bei der ihr für etwa 450€ Smartphone plus passenden Mobilfunktarif bekommt.
Das ist neu – und die Unterschiede zum 17T Pro
Das wichtigste Upgrade gegenüber dem Xiaomi 15T (zum Test) ist die Zoomkamera. Der Vorgänger musste sich mit einer mageren 2-fach-Telekamera begnügen, das 17T bekommt nun einen vollwertigen 5-fach-Zoom mit 115mm. Das war bisher dem Pro-Modell vorbehalten. Außerdem wächst der Akku von 5.500 auf 6.500mAh und der Prozessor wechselt vom Dimensity 8400 Ultra auf den neueren Dimensity 8500 Ultra. Im Gegenzug steigt die UVP allerdings um 100€.
- Xiaomi 17T mit 6,59 Zoll
- Xiaomi 17T Pro mit 6,83 Zoll
Gegenüber dem Xiaomi 17T Pro (zum Test) spart Xiaomi an mehreren Stellen, und im Detail summieren sich die Unterschiede. Dafür ist die UVP auch 150€ höher. Dazu gehören ein kleineres Display (6,59 statt 6,83 Zoll) mit 120 statt 144Hz, ein schwächerer Prozessor, ein kleinerer Akku, kein kabelloses Laden, WiFi 6 statt WiFi 7 und ihr bekommt ein Android-Update weniger. Beim Hauptsensor bleibt es zudem beim Light Fusion 800, während das Pro den neueren Light Fusion 950 nutzt. Der für viele entscheidende Punkt: Die Telekamera ist in beiden Modellen identisch. Wer also vor allem auf den Zoom schielt, spart sich mit dem 17T den Aufpreis zum Pro komplett.
Design & Verarbeitung
Das Xiaomi 17T übernimmt den überarbeiteten Look der Serie mit dem kantigeren Kameramodul auf der Rückseite. Mit 157,6 x 75,2 x 8,17 Millimeter, 200 Gramm ist es das kompaktere und handlichere Modell, während das 17T Pro spürbar größer ausfällt. Beim Rahmen muss das 17T allerdings mit Kunststoff auskommen, während Xiaomi beim Pro auf Aluminium setzt. Im Alltag fällt das kaum auf. Wer genau hinschaut und das Gerät in die Hand nimmt, merkt den Unterschied aber. Auch bekommt nur das 17T Pro eine Glasrückseite. Das Xiaomi 17T hat hinten glasfaserverstärkten Kunststoff: ist schön kühl wie Glas, bricht nicht so schnell und die matte Beschichtung ist unempfindlich gegenüber Fingerabdrücken und Fettschlieren. Aber bei der hohen UVP hätte man auch dem Xiaomi 17T die Glasrückseite spendieren können, die das 17T Pro bietet und damit deutlich resistenter gegen Kratzer ist.
Trotzdem wirkt das 17T tadellos verarbeitet: Knarzende Stellen oder unschöne Spaltmaße sucht ihr vergebens. Vorder- und Rückseite sind plan, die Ecken sauber abgerundet, und das Gerät liegt angenehm in der Hand. Das Kameramodul ragt zwar etwas heraus, auf dem Tisch kippelt das 17T aber nicht und lässt sich dort klapperfrei bedienen.
- rechts die Metall-Buttons mit knackigem Druckpunkt
- unten Lautsprecher, SIM-Slot und leider nur USB-C-2.0
- in vier Farben verfügbar
- zum Vergleich das Samsung A57: ein gutes Stück größer und kantiger
Vorne schützt Corning Gorilla Glass 7i das Display, dazu kommt eine IP68-Zertifizierung gegen Staub und Wasser. Der optische Fingerabdrucksensor sitzt im Display, arbeitet schnell und zuverlässig und erkennt den Finger selbst dann noch, wenn er leicht feucht ist. Alternativ entsperrt ihr das Gerät per Gesichtserkennung. Zur Wahl stehen die vier Farben Violet, Opal White, Blue und Black, allesamt schlicht und ohne aufdringliche Muster. Unser Violett hat ein dezentes hell-dunkel-Farbspiel je nach Licht.
Lieferumfang des Xiaomi 17T
- Lieferumfang
- die Hülle schützt auch das Kameramodul
Beim Lieferumfang spart Xiaomi wie üblich am Netzteil. Immerhin liegen eine passende Schutzhülle sowie ein USB-C-Kabel, eine SIM-Nadel und der übliche Papierkram bei. Für die maximale Ladegeschwindigkeit von 67W braucht ihr ein separates HyperCharge-Netzteil. Das mitgelieferte Kabel ist zudem etwas eigenwillig. Es nutzt USB-A auf USB-C mit einem Zusatzpin. Für die volle Ladeleistung solltet ihr Kabel und Netzteil also zusammen aufbewahren. Alternativ lädt das Gerät auch über den offenen PowerDelivery-PPS-Standard mit bis zu 50W.
Display des Xiaomi 17T
Das flache AMOLED-Panel misst 6,59 Zoll und löst mit 2756 x 1268 Pixel auf. Das ergibt eine hohe Pixeldichte von 460 Pixel pro Zoll und damit eine knackscharfe Darstellung, bei der einzelne Bildpunkte mit bloßem Auge nicht mehr zu erkennen sind. Die Bildwiederholrate liegt bei 120Hz. Die 144Hz des Pro-Modells fehlen, vermisst im Alltag aber wohl niemand. Wer mag, kann pro App eine feste Bildrate von 120Hz erzwingen. Das klappt im Test überraschend zuverlässig. Einziger kleiner Wermutstropfen: Es handelt sich um ein einfacheres Panel, das nicht ganz so geschmeidig zwischen den Frequenzen wechselt wie ein modernes LTPO-Display. Das System regelt die Frequenz aber zuverlässig herunter, sobald nichts auf dem Bildschirm passiert, um den Akku zu schonen.
Bei der Helligkeit gibt Xiaomi bis zu 3.500 Lux an. Im Automatikmodus wird das Display tatsächlich blendend hell und ist selbst bei direkter Sonneneinstrahlung problemlos ablesbar. Nur im manuellen Modus ist deutlich früher Schluss. Ihr lasst die Helligkeitsautomatik also am besten einfach ihre Arbeit machen. Wir messen 2.840 Lux im Automatikmodus bei komplett weißem Bild und HDR-Modus, 2.260 Lux ohne HDR, und 920 Lux bei manueller Regelung. Damit liegt das 17T praktisch auf Augenhöhe mit dem teureren Pro-Modell.
Ansonsten ist die Bildqualität erstklassig: 12-Bit-Farbtiefe, Dolby Vision, HDR10+ und Widevine L1 für hochauflösendes Streaming bei Netflix & Co. sind an Bord. Empfindliche Augen freuen sich über ein flimmerarmes 3.840Hz-PWM-Dimming sowie gleich mehrere TÜV-Rheinland-Zertifikate fürs augenschonende Arbeiten. Schwächen leistet sich das Panel trotzdem: Es ist nur mäßig entspiegelt und es gibt nur das Sometimes-on-Display, das nur 10 Sekunden lang aufleuchtet.
Leistung
Für die Leistung des Xiaomi 17T ist der MediaTek Dimensity 8500 Ultra zuständig, der im modernen 4-Nanometer-Verfahren gefertigt wird. Der Chip setzt auf acht Cortex-A725-Kerne in drei Clustern: einen Prime-Kern mit bis zu 3,4GHz, drei Kerne mit bis zu 3,2GHz und vier Effizienz-Kerne mit bis zu 2,2GHz. Für die Grafik ist eine Mali-G720-MC8-GPU verantwortlich. Dazu kommen 12GB LPDDR5X-Arbeitsspeicher sowie wahlweise 256GB oder 512GB schneller UFS-4.1-Speicher, der sich nicht erweitern lässt. Der Speicher erreicht im Benchmark Raten von 4.320 MB/s beim Lesen und 3.640 MB/s beim Schreiben.
- AnTuTu v11
- AnTuTu v10
- Speicher
- 3D Mark
- Geekbench 6
In der Praxis überzeugt das Smartphone mit einer flüssigen und reaktionsschnellen Bedienung. Apps öffnen ohne spürbare Verzögerung, das System läuft rund. Für den Alltag und die allermeisten Spiele reicht die Leistung des Dimensity 8500 Ultra locker aus, auch in den nächsten Jahren. Der große Sprung zum Vorgänger bleibt allerdings aus: CPU-seitig liegt das 17T quasi auf dem Niveau des 15T. In den Grafik-Benchmarks zieht der 8500 Ultra hier sogar nicht den erwarteten Vorteil aus seinem zusätzlichen GPU-Kern und landet teils hinter dem Vorgänger.
Hier müsst ihr also mit zweierlei Maß messen: Im Vergleich zu anderen Herstellern in dieser Preisklasse ist das 17T ein flottes Gerät. Innerhalb des Xiaomi-Universums relativiert sich das Bild jedoch. Wer maximale Reserven sucht oder ambitioniert spielt, ist mit dem Xiaomi 17T Pro und dem Dimensity 9500 oder einigen Poco-Smartphones deutlich besser bedient. Die spielen leistungsmäßig in einer anderen Liga und kommen sogar in die Nähe von aktuellen Top-Modellen. Sogar das 15T Pro aus dem Vorjahr rechnet schneller als das aktuelle 17T.
- CPU Stress Test
- GPU Stress Test
Immerhin: Beim Hitzemanagement gibt sich das 17T keine Blöße und hält seine Leistung auch unter konstanter Dauerlast recht stabil. Das Gehäuse wird zwar spürbar warm, bleibt aber angenehm zu halten. In den synthetischen Volllast-Tests bricht die Leistung auf etwa 80% nach 30 bzw. 20 Minuten ein. Im 3D-Gaming kommt es nicht zur Leistungsdrosselung.
System
Als Betriebssystem kommt von Werk aus HyperOS 3 auf Basis von Android 16 zum Einsatz. In Sachen Software-Pflege verspricht Xiaomi für das 17T vier Jahre Android-Updates und sechs Jahre Sicherheitsupdates. Das ist solide, das Xiaomi 17T Pro bekommt allerdings noch ein zusätzliches Android-Update obendrauf. Wer von einer der letzten HyperOS-Versionen kommt, findet sich sofort zurecht. Die optischen Änderungen halten sich in Grenzen. Die Systemicons wirken etwas flacher und schlichter, ansonsten läuft die Oberfläche flott und ohne Aussetzer.
- Homescreen
- Schnelleinstellungen
- KI-Features
- Interkonnektivität
Die prominenteste Neuerung ist die „Hyper Island“ rund um die Punch-Hole-Kamera, Xiaomis Antwort auf Apples Dynamic Island. Sie blendet kontextbezogene Infos und Schnellzugriffe ein, etwa laufende Timer, eingehende Anrufe, Termine oder die Mediensteuerung von Apps wie Spotify. Beim Thema Vernetzung baut Xiaomi sein Ökosystem zudem weiter aus: HyperOS 3 unterstützt nun auch ausgewählte geräteübergreifende Funktionen mit Nicht-Xiaomi-Geräten sowie mit Apple-Hardware wie iPhones, iPads und Macs.
Beim Thema KI setzt Xiaomi auf das hauseigene HyperAI-Paket in Kombination mit Google Gemini und Circle to Search. Die Tools sind nun prominenter in der Oberfläche platziert: „KI-Schreiben“ hilft beim Optimieren von Texten, „KI-Spracherkennung“ transkribiert und fasst Gespräche zusammen, „KI-Dolmetscher“ übersetzt Telefonate live. Dazu kommen die bekannten Galerie-Funktionen wie der Radiergummi, „Himmel austauschen“ und diverse Leica-Filter. Ein Teil dieser Features arbeitet cloudbasiert und setzt eine Anmeldung mit Xiaomi-Konto voraus.
Kamera des Xiaomi 17T
Die Kamera ist das Herzstück des 17T, und der Bereich, in dem das Gerät am meisten überrascht. Das Setup entsteht wie gewohnt in Zusammenarbeit mit dem deutschen Optikspezialisten Leica und bietet erneut die beiden Fotostile „Authentic“ für natürliche Farben und „Vibrant“ für einen lebendigeren Look:
- Hauptkamera: 50MP (Light Fusion 800), f/1,7, 23mm, 1/1,55 Zoll, OIS
- Ultraweitwinkel: 12MP, f/2,2, 15mm, 120° Aufnahmewinkel
- Telekamera: 50MP, f/3,0, 115mm, OIS, 5-fach optischer Zoom
- Selfie-Kamera: 32MP, f/2,2, 21mm
Die mit Abstand wichtigste Neuerung ist die Periskop-Telekamera mit 5-fach-Zoom, die identisch zum Pro-Modell ausfällt. Die Hauptkamera bleibt mit dem Light Fusion 800 hingegen unverändert zum 15T, auf dem Papier also ein vermeintlicher Nachteil gegenüber dem Pro mit seinem Light Fusion 950. Ultraweitwinkel und Selfiekamera teilen sich beide 17T-Modelle ebenfalls. Spannend wird, wie der zukünftige Kameravergleich ausfallen wird!
Hauptkamera Tag
Bei Tageslicht knipst die Hauptkamera des 17T überaus starke und lebendige Bilder. Die Resultate überzeugen mit hohem Kontrast, satten Farben und einem rundum ansprechenden Look. Die Detailwiedergabe fällt sehr gut aus, sodass auch feine, unregelmäßige Strukturen sauber eingefangen werden. Das Smartphone schlägt sich bei Tageslicht generell hervorragend und punktet mit enormer Detailtreue sowie einer exzellenten Belichtung.
- 2x Digitalzoom:
Auch der 2-fach-Zoom, der per Pixel-Cropping ohne Interpolation aus dem hochauflösenden Sensor gewonnen wird, liefert absolut überzeugende Ergebnisse. Einzig bei schwachem Licht in Innenräumen wirken die 2-fach-Aufnahmen ein wenig weicher.
Hauptkamera Nacht
- 1x
- 2x
Auch in den Abendstunden macht die Hauptkamera einen ordentlichen Job. Sie sorgt für eine saubere Belichtung, punktet mit guter Dynamik und findet zielsicher den richtigen Weißabgleich, ohne dass es zu störenden Farbverschiebungen kommt. Der Detailgrad stimmt, auch wenn die tiefsten Schattenbereiche mitunter ein wenig matschig wirken und die Farbsättigung minimal zurückhaltender ausfällt. Für ein Smartphone in diesem Preissegment sind die Nachtaufnahmen jedoch gelungen.
Ultraweitwinkel
- gut ausgeleuchtete Szenen gelingen
- hier ist es zu dunkel
Die 12-MP-Ultraweitwinkelkamera deckt ein Sichtfeld von 120 Grad ab. Herrschen gute Lichtbedingungen, produziert sie starke Ergebnisse mit ordentlicher Schärfe, schöner Farbwiedergabe und einer soliden Dynamik. Im Test überzeugte das 17T hier zudem mit einer äußerst zuverlässigen Belichtungsmessung. Sobald das Licht schwindet, nimmt die Qualität erwartungsgemäß ab, da der kleinere Sensor mit der Detailzeichnung und hellen Lichtquellen zu kämpfen hat. Dennoch schlägt sich das 17T bei Nacht in puncto Dynamik und Farbe ordentlich.
Zoomkamera
- 5x
- 5x
- 5x
- 10x
- 10x
- 5x Makro
Ein gewaltiges Upgrade zum Vorgängermodell stellt die 5-fach-Telekamera mit ihren 115mm Brennweite dar, und sie liefert auf ganzer Linie ab. Bei Tageslicht geraten die Fotos knackscharf, überaus detailreich und farbintensiv. Sogar die 10-fache Vergrößerung lässt sich im Alltag erstaunlich gut nutzen und fängt noch reichlich Details ein. Der maximale 120-fache Zoom ist dagegen eher als technische Spielerei zu verstehen; bei derartigen Extremstufen solltet ihr keine Wunderdinge erwarten. Über die Telemakro-Funktion lassen sich Motive zudem aus rund 30 Zentimetern Entfernung scharf abbilden.
- 5x Zoomkamera
- 10x Zoomkamera
- 5x Zoomkamera
- 5x, aber fail mit der Hauptkamera
Bei Nacht schaltet das Xiaomi 17T nicht zuverlässig zur Zoomkamera um, und nutzt in dunklen Szenen lieber die Hauptkamera. Die Hauptkamera ist bei 5-facher Vergrößerung unbrauchbar. Schade, denn die Zoomkamera ist durchaus solide bei Nacht, wenn das Motiv gut ausgeleuchtet wird.
Besonders für diese Preisklasse ist die Telekamera ein echtes Highlight und ein starkes Kaufargument für das 17T.
Porträt
- 1x Hauptkamera mit HDR
- 5-fach Telekamera ohne HDR
Im Porträtmodus zaubert das 17T sehr angenehme Hauttöne und stellt Gesichtsdetails gut dar. Bei der einfachen Vergrößerung lässt sich zwar ein sanfter Weichzeichner auf der Haut erkennen, dieser fällt in der Praxis jedoch kaum negativ auf. Die Abtrennung des Motivs vom Hintergrund klappt problemlos, wobei sich die Intensität der Unschärfe individuell anpassen lässt. Eine besonders starke Figur machen die Porträts über die 5-fach-Telekamera: Hier fallen Schärfe und Detailgrad exzellent aus, wenngleich die 115mm Brennweite für manche Situationen fast schon etwas zu lang sein könnte. Bei Porträts mit 2-fachem Zoom wirkt die Detailwiedergabe naturbedingt eine Spur gröber. Der HDR-Effekt fällt etwas stark aus, und mag nicht jedem gefallen, kann aber manuell deaktiviert werden.
Selfie
Die Frontkamera stellt den offensichtlichsten Schwachpunkt in dem ansonsten hervorragenden Kamera-Setup dar. Sie muss als einzige Linse ohne das Leica-Branding und vor allem ohne einen Autofokus auskommen. Tagsüber gehen die 32-MP-Selfies dank lebendiger Farben und solider Dynamik noch in Ordnung, auch wenn der Detailgrad bei genauerer Betrachtung nur Durchschnitt ist. Der Hintergrund brennt zudem etwas aus. Bei wenig Licht treten die Schwächen deutlicher zutage: Schärfe und Auflösung sinken sichtbar, während sich Bildrauschen, blassere Farben und Artefakte bemerkbar machen.
Video
Bewegtbilder zeichnet das 17T über die Haupt- und Telekamera in bis zu 4K bei 60fps auf. Die Ultraweitwinkel- sowie die Frontkamera sind auf maximal 4K bei 30fps limitiert. Bei 4K / 30fps und 1080p / 60fps darf live in der Videoaufnahme zwischen den Sensoren gewechselt werden.
Zwar fehlt eine 8K-Aufnahmefunktion, doch dürfte diese für die allermeisten Nutzer ohnehin zu verschmerzen sein. Ein Pluspunkt: HDR10+ lässt sich global zuschalten, und es gibt einen gut umgesetzten Pro-Modus inklusive Log-Aufnahme, Histogramm sowie LUT-Support. Die Bildqualität bei Tag ist sehr gut. Der 5-fach-Zoom der Telekamera bleibt erstaunlich stabil und liefert überzeugend scharfes Videomaterial. Die elektronische Bildstabilisierung greift in sämtlichen Modi ein und verrichtet einen ordentlichen Job; lediglich beim Gehen ist noch ein leichtes Ruckeln wahrnehmbar. Das Xiaomi 17T hat keinen Fokus-Bug, kein Fokus-Pumpen, aber etwas ruckelig ist das Videobild beim Gehen. Das kriegen echte Flagships ruhiger hin.
Zwischenfazit zur Kamera des Xiaomi 17T
In Sachen Fotografie ist das Xiaomi 17T definitiv kein fauler Kompromiss, ganz im Gegenteil. Das große Highlight ist die neue 5-fach-Telekamera, die das Smartphone zu einem der besten Zoom-Geräte seiner Preisklasse macht. Positiv überrascht zudem die Hauptkamera, die tagsüber mit einer enormen Detailtreue und einer hervorragenden Belichtung glänzt. Ebenso liefert die Ultraweitwinkelkamera äußerst verlässliche und ansprechende Resultate. Der einzige echte Wermutstropfen bleibt die eher schwache Selfiekamera ohne Autofokus, die speziell bei schwachem Licht enttäuscht. Alles in allem liefert das 17T jedoch ein verblüffend rundes und enorm vielseitiges Kamera-Paket ab, das qualitativ deutlich über seiner eigentlichen Preisklasse rangiert.
Konnektivität und Kommunikation
Das 17T ist ein Dual-SIM-Smartphone und lässt sich wahlweise mit zwei SIM-Karten, einer SIM plus eSIM oder zwei eSIMs betreiben. Die SAR-Werte Kopf & Körper liegen jeweils bei 0,99W/kg. Die Abdeckung der Mobilfunkfrequenzen ist bei 4G und 5G umfangreich und macht das Gerät für den weltweiten Einsatz tauglich.
- 4G: LTE-FDD: B1/2/3/4/5/7/8/12/13/17/18/19/20/26/28/32/66/71 / B34/38/39/40/41/42/48
- 5G: n1/2/3/5/7/8/12/20/26/28/34/38/39/40/41/48/66/71/75/77/78
Bei der Funkausstattung setzt das 17T auf WiFi 6, das neue Bluetooth 6.0 und Dual-Band-GPS. Der noch neuere Wi-Fi-7-Standard bleibt dem Pro-Modell vorbehalten. Für die meisten Nutzer dürfte WiFi 6 aber locker ausreichen, zumal passende Router noch rar sind.
NFC fürs kontaktlose Bezahlen mit Google Wallet ist ebenso an Bord wie ein Xiaomi-typischer Infrarot-Sender, mit dem ihr das Smartphone als Fernbedienung nutzen könnt. Zur Standortbestimmung kommen neben GPS auch Galileo, GLONASS, BeiDou, QZSS und NavIC, teils auch als Dual-Band, zum Einsatz, sodass die Ortung schnell und präzise gelingt. Für die Tonausgabe sorgen Stereo-Lautsprecher mit Dolby-Atmos-Anpassung. Sie spielen laut und klar mit wenig Verzerrung. Da Xiaomi den zweiten Schallaustritt an der Oberseite gestrichen hat, ist die Klangbalance allerdings einen Tick schlechter als noch beim 15T. Unten sitzt zudem nur ein einfacher USB-C-2.0-Anschluss ohne Videoausgabe.
Akkulaufzeit des Xiaomi 17T
- Akku Benchmark 120 Hertz
- 60 Hertz
- Aufladen mit 100 Watt Power Delivery Netzteil
Der Akku wächst auf 6.500mAh und nutzt eine moderne Silizium-Kohlenstoff-Zelle. Das macht sich bezahlt: Die Ausdauer ist klasse und bringt euch bei normaler Nutzung locker durch zwei Tage. Damit gehört das 17T zu den Ausdauer-Königen seiner Klasse. Mehr Kapazität bedeutet zwar nicht automatisch entsprechend mehr Laufzeit, doch der Zuwachs gegenüber dem 15T ist im Alltag spürbar. Das 17T Pro hält mit seinem noch größeren Akku zwar etwas länger durch, für die meisten dürfte die Ausdauer des 17T aber mehr als ausreichen.
Weniger erfreulich ist das Aufladen. Mit maximal 67W mit einem Hyper-Charge-Netzteil ist eine volle Ladung erst nach rund einer Stunde erreicht. Nach 15 Minuten sind etwa 31 Prozent im Akku, nach 30 Minuten rund 55 Prozent. Da ist in der Preisklasse mehr möglich! Mit einem Power-Delivery Netzteil geht es etwas langsamer, sodass 50% nach 30 Minuten und 90% nach 60 Minuten geladen sind. Kabelloses Laden fehlt zudem komplett, das bleibt dem Pro vorbehalten. Andere Geräte ladet ihr immerhin per Kabel mit bis zu 22,5W auf.
Testergebnis
Das Xiaomi 17T bekommt in dieser Generation endlich ein Upgrade, das diesen Namen verdient. Die 5-fach-Telekamera ist ein echter Mehrwert und macht das Gerät zu einer der besten Zoom-Kameras seiner Klasse. Dazu kommt die größte Überraschung des Tests: eine Hauptkamera, die mit dem Xiaomi 17T Pro auf Augenhöhe ist. Ergänzt wird das von einem superhellen Display, einer starken Akkulaufzeit und einer trotz Kunststoffrahmen tadellosen Verarbeitung mit IP68-Schutz.
Schwächen gibt es natürlich trotzdem: Die Selfiekamera enttäuscht vor allem bei wenig Licht, kabelloses Laden fehlt, und mit nur 67W lädt das 17T für seine Preisklasse relativ langsam.
Bleibt der entscheidende Punkt: der Preis. Die UVP von 749€ ist jenseits von Gut und Böse. Zu diesem Kurs solltet ihr das 17T keinesfalls kaufen. Genau wie beim Vorgänger wird der Straßenpreis aber schnell purzeln. Sobald das Gerät bei rund 400€ ankommt, ist es eine klare Kaufempfehlung. Beachten solltet ihr, dass die Konkurrenz aus dem eigenen Haus, etwa das Poco F8 Pro (zum Test) oder Poco F8 Ultra (zum Test), in einer ähnlichen Preisregion lauert, beim Zoom aber nicht mithalten kann.
Zum Xiaomi 17T Pro müsst ihr eigentlich nur greifen, wenn ihr maximale Leistung, kabelloses Laden oder 8K-Videos braucht. Bei der Kamera nehmt ihr mit dem 17T sonst keinen Nachteil in Kauf. Wer auf einen starken Zoom Wert legt, macht mit dem Xiaomi 17T zum richtigen Preis alles richtig.
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Da ist ja dann wohl das Xiaomi Poco F8 ultra die weitaus bessere Alternative.
Vor allem da es kabellos mit 50w geladen werden kann, einen echt tollen Sound, ein spitzen Display, einen flotten Prozessor und einen großen Akku hat.
Es war der beste Kauf eines Handys, den ich je gemacht habe.
Ich fürchte Focus Pumpen beim Video ist immer noch ein Thema. Das ist bei meinem 14t schlimmer in der Praxis als ich es mir vorstellen konnte. Das wäre ein voll k.o, und no go für mich.
Spannend wird vor allem doch wieder zu sehen sein, ob der Fokus Bug auch weiterhin dem T-Modell erhalten bleibt.
Außerdem muss man sich in jedem Fall mal das F8 ultra ansehen.