| CPU | Snapdragon 8s Gen 4 - 1 x 3,2GHz + 3 x 3,0GHz + 2 x 2,8GHz + 2 x 2,0GHz |
|---|---|
| RAM | 8GB RAM, 12GB RAM |
| Speicher | 256GB, 512GB |
| GPU | Adreno 825 |
| Display | 2772 x 1272, 6,8 Zoll 165Hz (AMOLED) |
| Betriebssystem | OxygenOS - Android 16 |
| Akkukapazität | 7500mAh |
| Ladegeschwindigkeit | 80 Watt |
| Speicher erweiterbar | Nein |
| Hauptkamera | 50MP + 8MP (dual) |
| Frontkamera | 32MP |
| USB-Anschluss | USB-C 2.0 (480MBit/s) |
| Kopfhöreranschluss | Nein |
| Entsperrung | Fingerabdruck, Face-ID |
| 4G | 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 17, 18, 19, 20, 26, 28, 32, 66, 38, 39, 40, 41 |
| 5G | 1, 2, 3, 5, 7, 8, 12, 20, 28, 38, 40, 41, 66, 75, 77, 78 |
| NFC | Ja |
| SIM | Dual - nano |
| Gewicht | 210g |
| Maße | 162,5 x 77,5 x 8,8mm |
| Antutu (v11) | 2373474 |
| Benachrichtigungs-LED | Nein |
| Updatezeitraum | 4 Jahre (Android) + 6 Jahre (Sicherheit) |
| Hersteller | OnePlus |
| Getestet am | 02.07.2026 |
Inhaltsverzeichnis
Mit dem Nord 6 möchte OnePlus eine Alternative zu Samsung und Xiaomi in der oberen Mittelklasse bieten. Hier liegt der Fokus ganz klar auf Leistung und Ausdauer. Im Test konnte sich das Smartphone die letzten zwei Wochen im Alltag beweisen und zeigen, wie es um die restlichen Eigenschaften steht. Kann es Poco ärgern?
Mit einem Startpreis von rund 500€ gehört das OnePlus Nord 6 in die gehobene Mittelklasse und sollte eine entsprechende Leistung liefern. 8GB RAM und 256GB Speicher sehen wir schon bei wesentlich preiswerteren Modellen, aber UFS 4.1 und Snapdragon 8s Gen 4 lassen aufhorchen. Dazu gesellt sich ein 7.500mAh großer Akku. Damit wird das Smartphone wieder interessant: Ein Langläufer mit Leistung also?
Design und Verarbeitung
Nehmt ihr das OnePlus Nord 6 das erste Mal in die Hand, überraschen die Größe und die Materialwahl. Hochwertig fühlt sich das Smartphone nicht an und ist dem Preissegment nicht angemessen. Insbesondere die dünne Rückseite aus Kunststoff fällt negativ auf. Die Hohlräume dahinter sind zu spüren. Für ein 200€ teures Smartphone mag das akzeptabel sein, in dieser Preisklasse jedoch nicht. Auch der Rahmen ist aus Kunststoff gefertigt und von einfacher Qualität. Ein Poco X8 Pro (zum Test) wirkt dagegen hochwertiger. Nutzt ihr eine Hülle, um das Smartphone zu schützen, spielt das keine Rolle mehr, aber dann wachsen die Abmessungen weiter an.
Mit 162,5 x 77,5 x 8,8 Millimeter ist das OnePlus Nord 6 ähnlich groß wie der Vorgänger und auch das Gewicht ist mit 210 Gramm trotz des großen Akkus kaum gewachsen. Auch das grundsätzliche Layout ist gleich geblieben. Der Power-Button ist zusammen mit der Lautstärke-Wippe rechts im Rahmen verbaut, während links der frei belegbare Button sitzt. Dieser wird vom Hersteller „Plus-Key“ genannt und lässt sich frei mit einer Funktion belegen. Ein längeres Drücken oder einen Doppelklick bietet die Taste nicht. Der optische Fingerabdruckscanner ist im Display integriert, allerdings etwas tief. Mit dem Daumen lässt sich dieser nicht komfortabel erreichen. Als Alternative steht ein gutes Face-Unlock zur Verfügung.
Vergleicht ihr das Nord 6 mit kleineren Smartphones, fallen die Abmessungen ins Auge und für kleine Hände könnte es zu klobig sein. Im unteren Rahmen befinden sich der USB-C-Anschluss, der Dual-SIM-Slot, das Mikrofon und ein Teil des Stereolautsprechers. Der zweite Teil verbirgt sich in der Ohrmuschel. Der Schlitz ist dünn und kaum sichtbar. Da ist die Frontkamera in ihrem Punch-Hole besser zu erkennen. Zwei weitere Mikrofone verbaut OnePlus im oberen Rahmen, zusammen mit einem IR-Sender.
Der Preisklasse angemessen sind dagegen die dünnen Displayränder, die sich symmetrisch auf der Vorderseite verteilen. Nur 2,8mm betragen diese rundum und geben dem OnePlus Nord 6 ein modernes Aussehen. Die Rückseite ist bei dem schwarzen Testgerät unspektakulär. In der Mitte ist das Herstellerlogo eingeprägt, während sich links oben im Plateau die zwei Sensoren und der LED-Blitz befinden. Eine Öffnung ist ohne Linse und Funktion. Aus unserer Sicht überflüssig, nur um die Designsprache innerhalb von OnePlus aufrechtzuerhalten. Mit 2mm steht das Plateau spürbar hervor und sorgt dafür, dass das Nord 6 auf dem Tisch ohne Hülle wackelt. Insgesamt bleibt das Smartphone hinter den Erwartungen zurück. Da hilft auch die Einstufung nach IP68/IP69K nicht weiter. Das Smartphone ist solide verarbeitet, die Spaltmaße sind gleichmäßig und der Hersteller verspricht einen Schutz nach MIL-STD-810H gegen Stürze. Aber der verwendete Kunststoff passt nicht in Relation zum Preis. Durch die Breite und das kantige Design liegt es nicht optimal in der Hand. Neben dem schwarzen Testgerät ist Türkisgrün als farbenfrohe Alternative verfügbar oder schlichtes Silber.
Lieferumfang des OnePlus Nord 6
Der Lieferumfang des OnePlus Nord 6 beschränkt sich auf das Nötigste mit einem USB-C-Kabel von 1m Länge, Kurzanleitung und SIM-Nadel. Das beiliegende USB-Kabel ist nicht geeignet, um das Smartphone mit voller Geschwindigkeit aufzuladen. Zumindest ist eine Displayschutzfolie auf dem Smartphone angebracht. Diese bietet nur einen rudimentären Schutz und zerkratzt schnell. Netzteil und Schutzhülle müssen separat erworben werden.
Display
- im Sonnenlicht
Nahezu rundum überzeugen kann dagegen das 6,78 Zoll große AMOLED-Display des OnePlus Nord 6. Mit einer Auflösung von 2772 x 1272 Pixel beträgt die Bildpunktdichte 450 Pixel pro Zoll. Daneben bietet OnePlus noch eine niedrigere Auflösung von 2378 x 1080 Pixeln an, bei der keine einzelnen Bildpunkte zu erkennen sind und die gleichzeitig den Akku schont. Die 10-Bit-Anzeige punktet bauartbedingt mit einer guten Ablesbarkeit und starken Kontrasten. Glücklicherweise ist die Anzeige komplett plan, sodass sich ein Schutzglas einfach aufbringen lässt.
Die maximale Helligkeit von 1.870 Lux ist passend, aber das Highlight soll die maximale Bildwiederholungsfrequenz von 165Hz sein. Im Alltag ist davon wenig zu sehen, denn dort müssen die üblichen 120 Hertz reichen. Nur in unterstützten Spielen werden die 165Hz freigegeben. So klingen die Spezifikationen zwar gut, aber der Mehrwert im Alltag ist überschaubar. Viel mehr hätten wir uns über LTPO gefreut, das beim OnePlus Nord 6 fehlt. Dafür ist Widevine Level 1 mit an Bord, genauso wie eine hohe PWM-Frequenz von maximal 3.840Hz.
Ihr könnt das Display des OnePlus Nord 6 umfangreich konfigurieren, und auch an die Schonung der Augen wurde gedacht. Der Blauanteil kann zeitgesteuert reduziert werden. Zudem unterstützt das Smartphone HDR10+, HDR HLG und einen erweiterten Farbraum, der sich in 100% sRGB und 100% DCI-P3 widerspiegelt. Nur Dolby Vision bleibt außen vor. Spieler freuen sich über die hohe Abtastrate von bis zu 3.200Hz des Touchscreens. Perfekt wäre die Anzeige, hätte der Hersteller an ein „Always-On-Display“ gedacht. So muss ein „Sometimes-On-Display“ im OnePlus Nord 6 ausreichen, das auf Antippen reagiert.
Leistung
Mit dem Snapdragon 8s Gen 4 von Qualcomm ist ein moderner und leistungsstarker Prozessor im OnePlus Nord 6 verbaut. Dieser wird in 4nm gefertigt und besteht aus vier Clustern.
- 1x 3,2GHz ARM Cortex-X4
- 3x 3,0GHz ARM Cortex-A720
- 2x 2,8GHz ARM Cortex-A720
- 2x 2,0GHz ARM Cortex-A720
Vor allem der große Cortex-X4-Kern sorgt für eine starke Singlecore-Leistung und damit wird das Nord 6 seinem Anspruch als günstiges Gaming-Smartphone gerecht. Reine Energiesparkerne sind in der CPU nicht verbaut.
So fallen die Ergebnisse im erwartbaren Rahmen aus, wie wir es schon vom Poco F7 kennen. Neben der Einstiegsvariante mit 8GB is noch ein Modell mit 12GB RAM verfügbar. Beide entsprechen dem schnellen LPDDR5X-Standard. Ebenfalls fix ist der Festspeicher mit 256GB. OnePlus verbaut UFS-4.1-Speicher mit rasanten Übertragungsraten. Der Speicher kann nicht erweitert werden. Gegen Speicherarmut hilft nur der Griff zur großen Variante mit 512GB.
Die verbaute Adreno 825 als GPU ist leistungsstark genug, um aktuelle Spiele in hohen Einstellungen wiederzugeben. Dabei erwärmt sich das Smartphone merklich und bleibt auch von Throttling nicht verschont. Trotz verbauter Vapor-Chamber wird die Leistung zügig reduziert. Am Ende der Testreihe ist die Leistung fast halbiert.
Eingaben werden während des Spielens problemlos erkannt, aber die 165 Hertz brachten keinen spürbaren Mehrwert. Zudem wirken sich diese negativ auf die Laufzeit aus und müssen explizit in der App „Gaming Core“ freigegeben werden. Genauso wie die erhöhte Touchscreenfrequenz. Wird ein Spiel erkannt, startet die App automatisch.
System
Auf dem OnePlus Nord 6 ist OxygenOS 16, basierend auf Android 16, installiert. In ähnlicher Form kennt ihr das System auch von Oppo oder Realme. Es ist wenig Bloatware vorinstalliert, diese lässt sich jedoch ohne Probleme deinstallieren. So bleiben nur die Google-Apps und einige OnePlus-Erweiterungen übrig. Werbung gibt es nicht. Der Hersteller integriert nützliche Tools für den Alltag wie ein Diktiergerät oder einen Übersetzer.
Der Funktionsumfang von OxygenOS 16 ist umfangreich. Das Betriebssystem lässt sich bis ins kleinste Detail anpassen und für die eigenen Bedürfnisse optimieren. Umsteiger sind eventuell etwas überfordert von dem Umfang, haben aber genügend Zeit, das OnePlus Nord 6 ausgiebig zu nutzen. Denn der Hersteller verspricht 4 Jahre Android- und 6 Jahre Sicherheitsupdates. Abstürze oder Bugs waren während des Testzeitraums nicht zu beobachten und das System ist komplett ins Deutsche übersetzt.
Kamera des OnePlus Nord 6
Im OnePlus Nord 6 sind bewährte Sensoren verbaut, aber ein Kamerawunder ist das Smartphone nicht. Daher sollten die Erwartungen nicht allzu groß sein. Im Vergleich zu seinem Vorgänger wurde die Ausstattung reduziert.
- Hauptkamera: 50MP (Sony Lytia-600), f/1,8, 1/1.953 Zoll, 79°, Autofokus, OIS, EIS
- Ultra-Weitwinkelkamera: 8MP (OmniVision OV08F), 1/4 Zoll, f/2,2, 112°
- Frontkamera: 32MP, 90°, f/2,0, AF, EIS
So muss es ein kleiner Sony Lytia-600 als Sensor für die Hauptkamera richten. Zumindest verfügt dieser über eine optische Stabilisierung. Auch die Frontkamera wurde auf 32 Megapixel reduziert, besitzt aber einen Autofokus. In der Software wurden keine Einschnitte vorgenommen. Diese erlaubt umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten inklusive des RAW-Formats im manuellen Modus.
Hauptkamera
Die Aufnahmen der Hauptkamera genügen soliden Ansprüchen. Der Autofokus arbeitet meist zuverlässig und zügig. Ein manuelles Eingreifen war nicht notwendig. Die Farben sind kräftig, aber noch im Rahmen. Auch mit dem Kontrast lässt es sich leben. OnePlus ist das Bemühen anzumerken, aus dem Sensor das Beste herauszuholen. Allerdings ist der Dynamikumfang mittelmäßig. Die Schärfe der Bilder ist gut, solange ihr nicht zu nahe am Objekt seid. Eine Makrokamera fehlt. Der digitale 2-fach-Zoom ist brauchbar, ohne dass die Qualität sichtbar leidet. Beim digitalen 5-fach-Zoom lässt sich das nicht behaupten.
Dann wird der Weißabgleich angepasst und der Himmel bekommt eine passende Struktur. Selbst Gegenlicht bereitet der Kamera keine Probleme. Die Software setzt die HDR-Funktion korrekt ein.
Nachtaufnahmen
- 2x Zoom
Ein kleiner Sensor und wenig Licht vertragen sich normalerweise nicht gut. Dank der guten Software kann das OnePlus Nord 6 hier ein hervorragendes Ergebnis liefern. Das Smartphone wechselt automatisch in den Nachtmodus und passt die Belichtungszeit an. Die optische Stabilisierung funktioniert hervorragend und die Aufnahmen besitzen eine gute Schärfe mit vielen Details. Auch diverse Lichtquellen bereiten dem Nord 6 keine Probleme. Ein Bildrauschen ist nicht zu erkennen. Die Farben sind stimmig, genau wie die Dynamik der Bilder. In der Summe überzeugt das OnePlus Nord 6 bei Nacht.
Ultra-Weitwinkelkamera
Die Ultra-Weitwinkelkamera des OnePlus Nord 6 funktioniert zuverlässiger, als wir vor dem Test gedacht haben. Mit nur 8MP waren die Erwartungen gering. Aber die Perspektive stimmt und auch der Erfassungswinkel ist ausreichend groß. Die Farben orientieren sich an der Hauptkamera. Dazu wird eine ausreichende Anzahl an Details geliefert, die diesen Sensor zu einer sinnvollen Ergänzung zur Hauptkamera machen. Selbst Nachtaufnahmen gelingen mit der Ultra-Weitwinkelkamera, dann allerdings verbunden mit sichtbaren Einschränkungen.
Portraits
Das OnePlus Nord 6 lässt euch die Wahl, die Tiefenschärfe zu regulieren. Damit ist der Bokeh-Effekt unterschiedlich stark ausgeprägt, die Person erhält jedoch eine zusätzliche Dosis Kontrast. Im Standard beträgt die Brennweite 25mm, während wir uns mit 50mm dem Portraitbereich annähern. Der Fokus ist präzise und auch die Schärfe ohne Tadel. Nur die Haarfarbe entspricht nicht dem Original, dafür ist die Hautfarbe neutral. Auf einen Beautyfilter verzichtet der Hersteller in den Standardeinstellungen.
Selfies
Die Frontkamera des OnePlus Nord 6 kann vor allem am Tag überzeugen und profitiert von ihrem Autofokus. Das Gesicht wird gut getroffen und auch die Ausleuchtung passt. Die Hautfarbe gibt keinen Anlass zur Kritik, ebenso wenig wie die Helligkeit der Aufnahmen. Die Schärfe hätte noch etwas besser sein dürfen, genau wie die Kantenglättung für ein besseres Ergebnis. Am Ende bleibt die Kamera solide.
Videos
Das OnePlus Nord 6 kann Videos mit 4K und 60fps aufzeichnen und das sogar halbwegs stabilisiert. Diese funktioniert passabel und das Smartphone profitiert von seiner starken CPU. Auch die Frontkamera nimmt Aufnahmen mit 4K und 30fps auf, allerdings ohne Stabilisierung. Die Stabilisierung der Frontkamera ist verbesserungswürdig, auch wenn bei 1080p die elektronische Stabilisierung dazugeschaltet werden kann.
Fazit zur Kamera
Insgesamt ist die Kamera des OnePlus Nord 6 unspektakulär. Das Nord 6 solltet ihr nicht wegen seiner Kamera kaufen, sondern wegen seiner anderen Qualitäten.
Konnektivität und Kommunikation
Richtig stark präsentiert sich das OnePlus Nord 6 im Bereich Konnektivität und profitiert dabei sicherlich von seinem Gehäuse, denn der Empfang war hervorragend und lag deutlich über dem unseres Samsung Galaxy S25. Selbstredend werden sowohl 4G als auch 5G unterstützt, inklusive des Bandes 20. Die SAR-Werte für den Kopf betragen 0,98W/kg und für den Körper 1,28W/kg.
- 4G: 1/2/3/4/5/7/8/12/17/18/19/20/26/28/32/34/38/39/40/41/42/48/66
- 5G: n1/n2/n3/n5/n7/n8/n18/n19/n20/n28/n38/n40/n41/n48/n66/n75/n77/n78
Die unterstützten Frequenzbänder sind mehr als ausreichend und ihr seid auch für eine Auslandsreise gewappnet. Bedauerlicherweise fehlt eine eSIM-Unterstützung, dafür sind VoWiFi und VoLTE für eine bessere Verständlichkeit an Bord. Die Verständigung während des Telefonates war tadellos.
- am Router
- nach 1.Wand
- nach 3.Wänden
- Aussenbereich
Im heimischen WLAN ist das Nord 6 stark aufgestellt, mit Unterstützung von WiFi 7 und einem separaten Funkmodul mit MIMO-Unterstützung. Am Ende zahlt sich der Aufwand aus, denn sowohl die Übertragungsraten als auch die Reichweite sind hervorragend. Überraschend gut ist der Stereolautsprecher, der laut werden kann, ohne zu verzerren. Nur der Bass fehlt zur Oberklasse. Oder ihr nutzt zur Medienwiedergabe Bluetooth 6.0 und koppelt zwei Geräte gleichzeitig. Mit LDAC, LDHC und aptX sind hochwertige Codecs mit an Bord.
- GPS Fensternähe
- GPS Aussenbereich
Für die Navigation stehen die üblichen Optionen bereit, und auch hier punktet das OnePlus Nord 6 mit einem starken Empfang und Dual-GPS. Auch in Fensternähe ist eine Standortbestimmung kein Problem. Ein E-Kompass rundet den Bereich ab. Ansonsten ist an Sensoren alles verbaut, was ihr in dieser Preisklasse erwartet:
- Beschleunigungssensor
- Näherungssensor
- Helligkeitssensor
- Gyroskop
- Kompass
- Infrarot-Sender
Natürlich darf NFC nicht fehlen. Sowohl zum Bezahlen als auch als Lesegerät für den Personalausweis lässt es sich problemlos verwenden. In der Summe sticht der gute Empfang in dieser Kategorie hervor.
Akkulaufzeit des OnePlus Nord 6
- 60 Hz, niedrige Auflösung
- 120 Hz, hohe Auflösung
7.500mAh Kapazität im OnePlus Nord 6 sind großartig, aber wenn ihr seht, dass andere Teile der Welt mit 9.000mAh im Nord 6 versorgt werden, schüttelt ihr nur den Kopf. Wir hoffen immer noch, dass die EU endlich handelt und wir auch in Deutschland in den Genuss der vollen Kapazität kommen. Aber auch in der EU-Variante ist die Laufzeit exzellent. Das OnePlus Nord 6 hält problemlos zwei Tage durch, solange ihr die CPU nicht fordert. Zockt ihr mit dem Smartphone gerne, lässt sich der Akku problemlos an einem Tag leeren. Für eine Stunde YouTube sind rund 5% zu veranschlagen. Dabei profitiert das Smartphone von seinen zwei Auflösungen, denn auch bei der reduzierten Auflösung bleibt das Bild hervorragend und schont die Laufzeit.
Auch in den Benchmarks kann das OnePlus Nord 6 überzeugen, genau wie bei der Ladezeit. Für die maximalen 80W ist ein SuperVooc-Netzteil nötig. Mittels PowerDelivery-PPS kann maximal mit 55 Watt geladen werden. Mit den 80 Watt vergehen nur 78 Minuten. Mit 55 Watt müssen dagegen 91 Minuten eingeplant werden. Für diese Akkugröße ist das ein guter Wert. Kabelloses Laden unterstützt das Smartphone nicht, dafür aber Reverse Charging mit 6,5W von Kopfhörern oder anderen Gadgets.
Testergebnis
Das OnePlus Nord 6 schließt den Test solide ab, scheitert aber an der Konkurrenz. Denn die gleiche Leistung mit einem hochwertigeren Gehäuse erhaltet ihr auch mit dem wesentlich günstigeren Poco F7. Bei diesem ist der Akku kleiner, dafür ist das Smartphone aber preiswerter als das OnePlus Nord 6. Mit dem Poco X8 Pro Max (zum Test) steht eine leistungsstarke Alternative bereit.
So steckt das Nord 6 in einer Zwickmühle und der Preis muss deutlich sinken, damit es für euch interessant wird. Am Ende bekommt ihr genau das Smartphone, das ihr erwartet. Das Smartphone ist leistungsstark, mit einem hervorragenden Display ausgestattet und hat dazu eine grandiose Akkulaufzeit. Nur hochwertige Aufnahmen mit der Kamera solltet ihr nicht erwarten, ebenso wenig wie ein kompaktes Design. Sobald sich der Preis um die 350€ einpendelt wie beim Vorgänger, ist das OnePlus Nord 6 empfehlenswert. Wer Wert auf gute Aufnahmen legt, sollte lieber zum neuen Xiaomi 17T (zum Test) greifen.
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