| CPU | Exynos 1680 - 1 x 2,9GHz + 4 x 2,6GHz + 3 x 1,95GHz |
|---|---|
| RAM | 8GB RAM |
| Speicher | 128GB, 256GB |
| GPU | Xclipse 550 |
| Display | 2340 x 1080, 6,7 Zoll 120Hz (AMOLED) |
| Betriebssystem | One UI - Android 16 |
| Akkukapazität | 5000mAh |
| Ladegeschwindigkeit | 45 Watt |
| Speicher erweiterbar | Nein |
| Hauptkamera | 50MP + 12MP (dual) + 5MP (triple) |
| Frontkamera | 12MP |
| USB-Anschluss | USB-C 2.0 (480MBit/s) |
| Kopfhöreranschluss | Nein |
| Entsperrung | Fingerabdruck, Face-ID |
| 4G | 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 17, 20, 25, 26, 28, 32, 66, 38, 40, 41 |
| 5G | 1, 3, 5, 7, 8, 20, 28, 38, 40, 41, 66, 77, 78 |
| NFC | Ja |
| SIM | Dual - nano, eSIM |
| Gewicht | 179g |
| Maße | 161,5 x 76,8 x 6,9mm |
| Antutu (v11) | 1394500 |
| Benachrichtigungs-LED | Nein |
| Updatezeitraum | 6 Jahre (Android & Sicherheit) |
| Hersteller | Samsung |
| Getestet am | 13.06.2026 |
Die Galaxy-A-Serie von Samsung dominiert seit Jahren die europäischen Verkaufscharts. Als direkter Nachfolger des Samsung A56 steht das neue Samsung Galaxy A57 unter Erwartungsdruck. Samsung entscheidet sich bei der aktuellen Generation jedoch gegen eine tiefgreifende Revolution und setzt stattdessen wie gewohnt auf eine behutsame Evolution der bekannten Formel.
Im Fokus dieses Tests stehen ein schlankeres Gehäuse, ein modernisierter Exynos-Prozessor sowie ein großzügiges Update-Versprechen von 6 Jahren.
![]() Samsung Galaxy A56 |
![]() Samsung Galaxy A57 |
![]() Samsung Galaxy A55 5G |
|
| Größe | 162,2 x 77,5 x 7,4mm | 161,5 x 76,8 x 6,9mm | 161 x 77,5 x 8,2mm |
| Gewicht | 198g | 179g | 213g |
| CPU | Exynos 1580 - 1 x 2,9GHz + 3 x 2,6GHz + 4 x 1,9GHz | Exynos 1680 - 1 x 2,9GHz + 4 x 2,6GHz + 3 x 1,95GHz | Exynos 1480 - 4 x 2,75 + 4 x 2,0 |
| RAM | 8 GB RAM | 8 GB RAM | 8 GB RAM |
| Speicher erweiterbar | Nein | Nein | Hybrid |
| Display | 2340 x 1080, 6,7 Zoll 120Hz (AMOLED) | 2340 x 1080, 6,7 Zoll 120Hz (AMOLED) | 2340 x 1080, 6,6 Zoll 120Hz (AMOLED) |
| Betriebssystem | Android 15, One UI | Android 16, One UI | Android 14, One UI |
| Akku | 5000 mAh (45 Watt) | 5000 mAh (45 Watt) | 5000 mAh (25 Watt) |
| Kameras | 50 MP + 12MP (dual) + 5MP (triple) | 50 MP + 12MP (dual) + 5MP (triple) | 50 MP + 12MP (dual) + 5MP (triple) |
| Frontkamera | 12 MP | 12 MP | 32 MP |
| Anschlüsse | USB-C 2.0 (480MBit/s), Dual-SIM | USB-C 2.0 (480MBit/s), Dual-SIM | USB-C 2.0 (480MBit/s), Dual-SIM |
| Entsperrung | Fingerabdruck, Face-ID | Fingerabdruck, Face-ID | Fingerabdruck, Face-ID |
| Empfang |
5G: n1, n3, n5, n7, n8, n20, n28, n38, n40, n66, n77, n78 4G: 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 17, 20, 25, 26, 28, 32, 66 |
5G: n1, n3, n5, n7, n8, n20, n28, n38, n40, n41, n66, n77, n78 4G: 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 17, 20, 25, 26, 28, 32, 66, 38, 40, 41 |
5G: n1, n3, n5, n7, n8, n20, n28, n38, n40, n41, n66, n77, n78 4G: 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 17, 20, 25, 26, 28, 32, 66 |
| Zum Testbericht | Zum Testbericht |
Die unverbindliche Preisempfehlung klettert für die Basisversion mit 128 Gigabyte Speicher auf 529€, während für 256GB 589€ aufgerufen werden. Von der UVP lassen wir uns natürlich nicht beeindrucken, denn die 300€ sind schon zwei Monate nach Marktstart erreicht.
Ob das Smartphone zu diesem Kurs ein rundes Gesamtpaket bietet oder der Konkurrenz hinterherhinkt, klärt unser Praxistest.
Design und Verarbeitung
Da die Vorgängermodelle oft als wuchtig kritisiert wurden, fällt das Gehäuse kompakter aus. Die Dicke beträgt statt 7,4 noch 6,9 Millimeter. Zudem sinkt das Gewicht auf 179 Gramm (zuvor 198 Gramm). Das Smartphone liegt trotz seiner 6,7 Zoll großen Diagonale gut in der Hand. Aber ein Xiaomi 17T ist ausbalancierter und die runden Displayecken tragen dort besser zum Handling bei.
Hinsichtlich der Materialwahl bleibt Samsung dem Premium-Anspruch treu. Ein flacher, mattierter Aluminiumrahmen fasst die Vorder- und Rückseite ein. Die Front schützt Corning Gorilla Glass Victus+. Die Verarbeitung bewegt sich auf hohem Niveau. Spaltmaße sind nahezu unsichtbar, die Glasrückseite fühlt sich auch so an und die haptische Anmutung ist toll. Mit einem Flaggschiff verwechselt Ihr das Samsung Galaxy A57 im Blindtest aber definitiv nicht.
Das Gehäuse ist nach IP68-Standard vollständig gegen das Eindringen von Staub sowie gegen dauerhaftes Untertauchen in Wasser abgedichtet.
Optisch bedient sich das A57 der etablierten Samsung-Designsprache. Das Kameramodul auf der Rückseite besteht aus drei vertikal angeordneten, isolierten Linsen, die auf einer semitransparenten Kunststoffinsel ruhen. Da das Modul einige Millimeter aus dem Gehäuse ragt, wackelt das Gerät bei der Bedienung auf einer flachen Tischplatte unvermeidlich. Ihr habt die Wahl zwischen vier Farbvarianten: Dunkelblau, Grau, Violett und unser Hellblau.
Lieferumfang des Samsung Galaxy A57
Beim Auspacken herrscht branchenüblicher Minimalismus. Der Lieferumfang beschränkt sich auf das Nötigste: Neben dem Smartphone selbst findet Ihr lediglich ein beidseitiges USB-C-Kabel, die obligatorische SIM-Nadel sowie rudimentäre Kurzanleitungen. Ein Netzteil fehlt ebenso wie eine Schutzhülle oder eine vorab applizierte Displayschutzfolie.
Display
Samsung verbaut ein 6,7 Zoll großes AMOLED-Display im 19,5:9-Format. Die Auflösung liegt bei 2340 x 1080 Pixel, was in einer Pixeldichte von 385 Bildpunkten pro Zoll resultiert. Das Display stellt Inhalte scharf dar. Die Bildwiederholrate operiert adaptiv mit bis zu 120 Hertz. Bei statischen Inhalten oder Videomedien regelt das System die Frequenz auf 60 Hertz herunter, um Energie zu sparen. Eine LTPO-Technologie, die bis auf 1 Hertz drosseln könnte, bieten weiterhin nur die teureren Flaggschiffe.
- ordentliche Helligkeit in der Sonne
- ein vollwertiges Always on Display ist vorhanden
Hinsichtlich der Leuchtkraft liefert das Panel solide Werte. Wir messen im Automatikmodus 2.010 Lux bei komplett weißem Bild im direkten Sonnenlicht. Im manuellen Modus erreichen wir 730 Lux.
Für die Wiedergabe von HDR-Inhalten unterstützt das Display HDR10, HDR10+ und HLG, aber kein Dolby Vision. Netflix, Disney+ und Co. streamt Ihr mit Widevine L1 natürlich in Full-HD. Ein vollwertiges Always-On-Display steht bereit.
- Farben
- Always on Display
- Seitenleiste als Schnellzugriff
- DRM Widevine L1 für FHD-Streaming
Kritik muss sich das Display lediglich in zwei Randbereichen gefallen lassen. Zum einen ist der asymmetrische untere Bildschirmrand, das sogenannte „Kinn“, mit knapp fünf Millimetern visuell dominanter als die seitlichen Ränder. Zum anderen agiert der optische Fingerabdrucksensor, den Samsung in das untere Drittel des Displays integriert, zwar zuverlässig, könnte jedoch etwas höher platziert sein. Zudem erreicht er nicht ganz die Entsperrgeschwindigkeit von anderen Konkurrenten. Empfindliche Nutzer sollten zudem beachten, dass Samsung auf DC-Dimming verzichtet. Das ist ebenfalls ziemlich ungewöhnlich.
Leistung
- AnTuTu v11
- 3D Mark
- Geekbench 6
- Speicher
Unter der Haube verrichtet der neue Exynos 1680 aus eigener Fertigung seinen Dienst. Der im 4-Nanometer-Verfahren produzierte Octa-Core-Chipsatz setzt sich aus einem performanten Cortex-A720-Hauptkern (2,9GHz), vier weiteren Cortex-A720-Performance-Kernen (2,6GHz) sowie drei effizienten Cortex-A520-Kernen (1,95GHz) zusammen. Für die grafischen Berechnungen ist eine neue Xclipse-550-GPU zuständig. Das SoC arbeitet in dieser Version standardmäßig mit 8 Gigabyte LPDDR5X-Arbeitsspeicher zusammen. Samsung liefert das Galaxy A57 mit 128 oder 256 Gigabyte UFS-3.1-Speicher aus.
In synthetischen Benchmarks dokumentiert das System einen moderaten Leistungszuwachs gegenüber dem Exynos 1580 des Vorjahres.
Diese Werte unterstreichen eine adäquate Alltagsperformance: Apps öffnen zügig, Multitasking geht flüssig von der Hand und das System reagiert agil. Dennoch muss das Galaxy A57 bei der reinen Rechenleistung Kompromisse eingehen, wenn Ihr den Blick auf die direkte Konkurrenz richtet. Ein Poco X8 Pro (zum Test) bietet in diesem Preissegment signifikant mehr Reserven. Für Gamer ist das Samsung-Gerät daher nur bedingt die erste Wahl. Grafisch anspruchsvolle Titel wie „Genshin Impact“ sind zwar spielbar, erfordern jedoch Kompromisse bei den Detaileinstellungen, um stabile Frameraten zu gewährleisten. Fraglich ist auch, wie die Performance in Zukunft sein wird: 6 Jahre lang soll es Updates erhalten, aber wollt Ihr es in rund 5 Jahren überhaupt noch nutzen?!
- 3D Mark: GPU Throtteling
- CPU Throtteling: kein perfektes Ergebniss
Samsung hat die Vapor-Chamber-Kühlung um 13 Prozent vergrößert. Zu signifikantem Thermal Throttling kommt es weder in den Stress-Test-Benchmarks noch beim 3D-Gaming. Das ist bei so wenig Leistung aber auch nicht verwunderlich.
System und Software
Softwareseitig läuft das Galaxy A57 mit Android 16, über das Samsung seine eigene Benutzeroberfläche One UI 8.5 legt. Das System präsentiert sich gewohnt farbenfroh, intuitiv strukturierbar und reich an Individualisierungsoptionen. Egal ob schwebende Fenster, anpassbare Sperrbildschirm-Widgets oder tiefgreifende Design-Änderungen: One UI lässt kaum Wünsche offen. Wer von anderen Herstellern wechselt, benötigt aufgrund der schieren Fülle an Menüs eventuell eine kurze Eingewöhnungsphase.
- Schnelleinstellungen
- Designanpassungen nach Wahl
- die volle Galaxy AI gibt in der A-Serie nicht
- Now Bar ist zB dabei
- Modi und Routinen sind im Alltag wirklich cool
- Samsung installiert viele eigene Apps
- und leider auch (unvermeidbare) Bloatware
- auch viele “Eigenlösungen” des Herstellers
Ein richtig starkes Argument für das Galaxy A57 ist jedoch Samsungs vorbildliche Update-Politik. Der Hersteller garantiert für das Mittelklasse-Smartphone sechs Jahre lang große Betriebssystem-Upgrades sowie kontinuierliche Sicherheits-Patches. Damit bleibt das Gerät bis zum Frühjahr 2032 softwareseitig zukunftssicher. Ob es so einen langen Zeitraum in der Mittelklasse braucht, Ihr bezahlt den Support schließlich auch im Kaufpreis, bleibt Euren Nutzungsplänen überlassen.
Einen Dämpfer gibt es bei der Integration künstlicher Intelligenz. Während Samsung die Flaggschiffe der S-Serie mit der umfangreichen „Galaxy AI“ bewirbt, müsst Ihr Euch beim A57 mit der abgespeckten „Awesome Intelligence“ zufriedengeben. Zwar finden sich nützliche Funktionen wie Googles „Circle to Search“, ein solider Objektradierer in der Galerie, automatische Formatierungshilfen und ein Transkriptions-Assistent für Sprachmemos im System; komplexere generative KI-Funktionen bleiben jedoch außen vor. Auch den bei Power-Usern beliebten Desktop-Modus Samsung DeX unterstützt das Smartphone nicht. Kritisch anzumerken ist zudem die Vorinstallation so vieler Apps: Samsung-Apps, Bloatware und billige Spiele. Ihr könnt diese jedoch manuell deinstallieren.
Kamera
Auf der Rückseite des Galaxy A57 verbaut Samsung ein Triple-Kamera-Setup, dessen Spezifikationen auf dem Papier stark an das Vorjahresmodell erinnern.
- Hauptkamera: 50MP (Sony IMX906), f/1,8, 1/1.56″, 1,0µm, OIS
- Ultraweitwinkelkamera: 12MP (Samsung S5K3L6), f/2,2, 123° Aufnahmebereich
- Makrokamera: 5MP, f/2,4
- Frontkamera: 12MP (Sony IMX823), f/2,2
Auch wenn die Sensorik nahezu identisch zu den beiden Vorgängern scheint, soll das Samsung A57 von den optimierten Bildverarbeitungsalgorithmen (ISP) des neuen Exynos-1680-Chipsatzes profitieren und insbesondere die Nachtaufnahmen optimiert worden sein.
Tageslicht
Bei optimalen Lichtverhältnissen liefert die Hauptkamera überzeugende, detailreiche Resultate. Die Farbabstimmung folgt der typischen Samsung-Philosophie: Himmelsblau und Blattgrün stellt die Kamera sehr lebhaft dar. Dies schmeichelt dem Auge und eignet sich hervorragend für soziale Netzwerke, auch wenn Puristen die Farben stellenweise als leicht übersättigt empfinden dürften. Der Dynamikumfang ist hoch; die Software rettet zuverlässig Details aus schattigen Partien, ohne helle Bereiche ausbrennen zu lassen. Die Bildschärfe liegt auf einem hohen Niveau, wenngleich Samsung bei feinen Texturen gelegentlich zu einer aggressiven Nachschärfung neigt. Bei trübem Wetter vollbringt die Software keine Wunder und die Fotos sehen langweilig aus. Zudem schwindet die Detaildichte.
- Hauptkamera Nahaufnahme 2x
- Main 2x
- Main Nah 2x
- 5MP Makrokamera
Nahaufnahmen gelingen mit dem 2x-Zoom besser als mit der dedizierten 5MP-Makrokamera. Aber besonders feine Details offenbaren sich dabei nicht und die große Blende erzeugt ein starkes Bokeh mit kleinem Fokusbereich.
2-fach Digitalzoom
- 1x
- 1x
- 2x
- 2x
- 2x
- 4x
Da dem Galaxy A57 ein echtes Teleobjektiv mit optischer Vergrößerung fehlt, greift Samsung auf einen rein digitalen Zoom (In-Sensor-Zoom) der Hauptkamera zurück. Die Ergebnisse bei 2-facher Vergrößerung sind brauchbar. Sie bieten ausreichend Schärfe für Alltagsfotografie. Geht Ihr jedoch über diese 2-fach-Vergrößerung hinaus, nimmt die Bildqualität rapide ab. Spätestens ab dem 4-fachen Zoom wandeln sich feine Details in pixeligen Brei.
Nachtaufnahmen
- 1x
- 1x
- 2x
- 2x
In der Dämmerung und bei Nacht kann die 50-Megapixel-Hauptkamera punkten und platziert sich im oberen Drittel der 300€-Klasse. Der dedizierte Nachtmodus macht meistens keinen Unterschied, da er sich automatisch zuschaltet. Die Software hellt die Szenerie adäquat auf und erhält eine gute Balance zwischen Schärfe und Rauschunterdrückung. Auffällig ist eine leichte Tendenz zu wärmeren, mitunter leicht pinkstichigen Farbtönen bei schwierigem Kunstlicht. Auch wurde künstliche Beleuchtung nicht immer richtig interpretiert. Dennoch gelingen aus der Hand gut belichtete Aufnahmen, solange das Motiv nicht im Dunkeln liegt. Der 2-fache Digitalzoom ist bei wenig Licht unbrauchbar, aber funktioniert halbwegs bei gut ausgeleuchteten Motiven.
Ultraweitwinkel
Die 12-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera liefert bei Tageslicht solide Weitwinkelaufnahmen mit einem verlässlichen Dynamikumfang. Samsungs Algorithmen sorgen dafür, dass die Farbdarstellung weitgehend konsistent zur Hauptkamera bleibt. Teilweise sind die UWW-Bilder etwas bläulicher. Es fehlt jedoch der Autofokus, was die Flexibilität einschränkt. Zu den Rändern hin nimmt die Schärfe zudem sichtbar ab. Sobald das Umgebungslicht schwindet, offenbart die Linse deutliche Schwächen: Nachtaufnahmen mit dem Ultraweitwinkel wirken oftmals verwaschen, detailarm und weisen ein hohes Maß an Bildrauschen auf.
Portrait
- Main 1x
- Hauptkamera 2x
- 2x
Im „Portrait-Modus“ zeigt das Smartphone eine sehr souveräne Leistung. Die Trennung zwischen dem fokussierten Motiv und dem künstlich unscharfen Hintergrund (Bokeh-Effekt) gelingt der Software zumeist präzise, wenngleich bei komplexen Strukturen wie abstehenden Haaren oder um die Ohren gelegentlich feine Artefakte sichtbar werden. Die Hauttöne wirken dabei natürlich. Die Detaildichte bei 1x ist höher als mit dem 2-fachen Zoom, aber wem der Winkel besser gefällt, hat eine gute zweite Option.
Selfie
Die 12-Megapixel-Frontkamera überzeugt im Test. Die Selfies punkten durch eine knackige Schärfe, realistische Farbwiedergabe und einen weiten Dynamikumfang, der selbst bei Gegenlicht nicht einknickt. Zwar fehlt auch hier ein Autofokus, der feste Fokusbereich ist jedoch optimal für typische Armlängen-Portraits kalibriert. Nacht-Selfies sollten besser ausgeleuchtet sein, denn sonst wird es pixelig.
Video
Für Videos steht eine Auflösung von maximal 4K bei 30fps zur Verfügung, und zwar auf der Haupt-, Ultraweitwinkel- und Frontkamera. Die Hauptkamera filmt zudem in Full-HD bei 60fps. Die Aufnahmequalität der Hauptkamera ist super: Kontrast, Farbdynamik und Schärfe stimmen. Besonders das Zusammenspiel aus optischer und elektronischer Stabilisierung (OIS + EIS) gleicht Erschütterungen beim Gehen bemerkenswert ruhig aus. Schade, dass Samsung in der Mittelklasse nicht 4K bei 60fps ermöglicht.
Zwischenfazit zur Kamera
Samsung bietet mit dem Galaxy A57 ein grundsolides Kamerasystem. Die Hauptkamera und die Selfielinse liefern gute Alltagsfotos und überzeugende Videos. Die Ultraweitwinkelkamera ist akzeptabel für Landschaftsaufnahmen, aber nichts Besonderes, und versagt bei Nacht. Die 5-Megapixel-Makrokamera bietet kaum echten Mehrwert.
Viel getan hat sich bei der Kamera nicht und mehr als solide ist Samsung auch nicht. Die Konkurrenz bietet hier meistens eine extra Zoomkamera. Beim Fotografieren hat uns ganz klar die Flexibilität gefehlt. Bei der zweiten Fototour war uns schon klar, dass nur die Hauptkamera schöne Bilder liefert.
Konnektivität
Hinsichtlich der Vernetzung deckt das Galaxy A57 alle modernen Standards der Mittelklasse ab. Der Exynos-Chip unterstützt flächendeckend 5G- und 4G-Frequenzen, aber der Empfang dürfte etwas besser sein:
- 4G: B1, B2, B3, B4, B5, B7, B8, B12, B17, B20, B25, B26, B28, B32, B66, B38, B40, B41
- 5G: n1, n3, n5, n7, n8, n20, n28, n66, n38, n40, n41, n77, n78
Flexibilität beweist das Gerät bei der SIM-Verwaltung: Neben zwei physischen SIM-Karten unterstützt es auch Dual-eSIM. Der USB-C-Anschluss verbleibt beim gemächlichen USB-2.0-Standard. Schiebt Ihr per Kabel mehrere Gigabyte vom Smartphone zum PC, dauert das etwas.
Mit lokalen Netzwerken verbindet sich das Samsung A57 per schnellem WiFi 6. Die Reichweite im 2,4GHz-Netz dürfte etwas besser sein. Andere Endgeräte werden per aktuellem Bluetooth 6.0 gekoppelt. Zu den hochauflösenden Audiocodecs zählen AptX, LC3, LDAC und SSC. Ein NFC-Chip für kontaktloses Bezahlen ist natürlich dabei. Die Standortbestimmung erfolgt per GPS, Glonass, Beidou, Galileo und QZSS, allerdings nur mit Single-Band.
- Sensoren
- GPS
Die Audioausgabe erfolgt über ein hybrides Stereo-Setup, bei dem die Hörmuschel den dedizierten Lautsprecher an der Unterseite unterstützt. Der Klang ist klar, differenziert und übersteuert auch bei höheren Pegeln nicht, lässt jedoch physikalisch bedingt das nötige Bassvolumen vermissen. Für das gelegentliche Schauen von Videos oder Podcasts ist die Qualität vollkommen ausreichend.
Für die biometrische Entsperrung vertraut Samsung weiterhin auf einen optischen Fingerabdrucksensor, der unter dem Displayglas verbaut ist. Dieser verrichtet seinen Dienst zuverlässig und entsperrt das Smartphone flüssig, wenngleich er nicht die blitzschnellen Reaktionszeiten teurerer Ultraschallsensoren erreicht. Wie bereits erwähnt, sitzt er sehr weit unten am Gehäuserand. Gesichtsentsperrung über die Frontkamera ist natürlich möglich.
Akku
- 120 Hertz
- 60 Hertz
Das Gehäuse hat Samsung verkleinert, auf die neue Akkutechnik setzt der Hersteller aber weiterhin nicht. So verbleibt die Akkukapazität bei 5.000mAh. Aber durch den moderat effizienteren Prozessor und die ordentliche Systemoptimierung erzielt das Galaxy A57 gute Laufzeiten. Das Smartphone hält auch Power-Usern einen langen Tag durch. Bei moderater Nutzung sind auch 1,5 bis 2 Tage fernab der Steckdose realistisch. Die Konkurrenz mit über 6.000mAh hält in der Praxis allerdings länger durch!
Geladen wird kabelgebunden mit maximal 45 Watt. Für die maximale Ladeleistung braucht es ein Schnellladegerät mit PPS oder Samsungs Schnellladeprotokoll. Eine vollständige Ladung von 0 auf 100 Prozent beansprucht rund 70 Minuten, wobei nach 30 Minuten bereits 65% nachgeladen sind. Das ist im Samsung-Kosmos zügig, im Vergleich zu asiatischen Mitbewerbern jedoch konservativ. Auf das kabellose Laden verzichtet Samsung in der A-Serie weiterhin.
Testergebnis
Das Samsung Galaxy A57 ist kein revolutionäres Upgrade, sondern die konsequente Verfeinerung eines Bestsellers. Aber es ist langweilig geworden. Der Bausparvertrag der Smartphone-Welt: solide, berechenbar, kein Risiko, liefert, was er soll, aber die Freude bleibt aus.
Die bedeutendste Änderung ist das verschlankte, IP68-zertifizierte Gehäuse. Das OLED-Display ist super, die Performance für den Alltag absolut ausreichend und das Kamerasystem, genauer gesagt nur die Hauptkamera, liefert ansehnliche Ergebnisse. Das mit Abstand stärkste Argument bleibt jedoch das Software-Versprechen: 6 Jahre lang garantierte und regelmäßige Updates.
Schwerwiegende Nachteile hat das Samsung Galaxy A57 kaum, aber es bietet auch wenig, das während unseres Praxistests Begeisterung ausgelöst hätte. Kein großer Akku, normal schnelles Aufladen, keine volle Galaxy AI, kein umfangreiches Kamerasystem … Warum solltet Ihr dafür eine UVP von über 500€ zahlen?! Der Straßenpreis rettet das Samsung A57 zum Glück. Für etwas über 300€ ist es eine solide Wahl: Das Smartphone wird für Euch in den nächsten Jahren als solches tadellos funktionieren. Aber ernsthaft: Die Mittelklasse-Konkurrenz begeistert mit technischen Finessen mehr: berauschende Rechenleistung bei Poco, eine coole Software bei Nothing oder eine extra Zoomkamera bei Realme.
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