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Mit der Icemag 3 schickt der Hersteller Sharge seine drahtlose MagSafe-Powerbank in die dritte Generation. Wie von den beiden Vorgängermodellen gewohnt (hier zum Test der Icemag 2), fallen sofort das transparente Design mit vereinzelten RGB-Licht-Elementen als auch der integrierte Lüfter auf. Neu ist nun der Support für Qi2.2 mit 25W, eine gesteigerte Leistung per Kabel auf 35W sowie ein integriertes Kabel. Weiterhin setzt man zudem auf 10.000mAh Kapazität. Wie sich die Icemag 3 in der Praxis schlägt und ob die Kritikpunkte des Vorgängers ausgemerzt werden konnten (u.a. lauter Lüfter, hohe Temperaturen), klärt dieser ausführliche Test.
Lieferumfang der Sharge Icemag 3 Qi2.2 Powerbank
In der schicken, metallisch glänzenden Verpackung befindet sich die Powerbank selbst sowie eine Kurzanleitung. Im Gegensatz zum Vorgänger fehlt ein externes Kabel, dafür ist dieses nun an der Powerbank selbst untergebracht und besitzt eine Länge von 20 Zentimetern.
Design und Verarbeitung
Die Sharge Icemag 3 Qi2.2 Powerbank sticht optisch aus der Menge hervor! Durch ihr halbtransparentes Design, wodurch unter anderem der integrierte Lüfter sichtbar wird, kann man dem Modell nicht vorwerfen langweilig auszuschauen. Gepaart wird das Ganze durch RGB-Lichter um den Lüfter herum, die bei Benutzung der Powerbank jederzeit sichtbar sind und in ihren Farben wechseln. Leider lassen sich diese weder beeinflussen noch deaktivieren. Wer also kein Fan derartiger Lichtspielereien ist, wird sich schnell daran stören. Störend ist auch weiterhin der nicht deaktivierbare Lüfter. Zwar ist dieser im Vergleich zum Vorgänger-Modell weniger schrill und laut, hörbar bleibt er jedoch trotzdem. Und gerade bei niedriger Auslastung der Powerbank sollte man meinen, dass der Lüfter nicht unbedingt benötigt wird. Schade!
Weiterhin vorhanden ist ein sehr stabiler und aus Metall gefertigter Kickstand, mit dem sich die Powerbank bequem aufstellen lässt. Auf der rechten Seite ragt nun ein integriertes Kabel heraus, mit dem man die Powerbank selbst aber auch andere Geräte aufladen kann. Auf der linken Seite befindet sich der USB-C-Port, während unten der Power-Button sowie die Lüftungsschlitze für den Lüfter anliegen. Abgesehen vom Kickstand, besteht die vordere Seite aus transparentem Kunststoff, die Seiten und Rückseite aus grauem und schwarzen matten Kunststoff. In Summe ist die Verarbeitungsqualität tadellos.
Die Powerbank wiegt 245 Gramm mit Kabel und gehört damit eher zu den Schwergewichten innerhalb ihrer Klasse. Die Abmessungen von 101,1 x 71 x 22,5 Millimetern sind nicht weniger üppig. Eine INIU SnapGo Air (zum Test) ist merklich leichter und kompakter.
Leistungswerte der Sharge Icemag 3 Qi2.2 Powerbank
Die theoretische Gesamtleistung der Powerbank beläuft sich auf 35W per Kabel nach dem Power-Delivery-Standard. Kabellos sind dank Qi2.2 25W möglich und der Input liegt bei 30W. Der USB-C-Port und das integrierte Kabel weisen die gleichen Leistungswerte auf.
- PDOs: 5V/3A / 9V/3A / 12V/3A / 15V/2,33A / 20V/1,75A (C-Kabel / C1)
- C-Kabel & C1 Ladeprotokolle
- C-Kabel & C1 PPS-Range
Die PPS-Range der Ports beläuft sich auf diese Werte:
- C-Kabel / C1: 5V-11V bei 3A
Unterstützt werden die folgenden Ladeprotokolle:
- PD3.0, QC3.0, AFC, FCP, SFC, SFCP, Apple 2,4A, DCP
35W Gesamtleistung haben es schon angedeutet: Die PPS-Range ist mit bis zu 11V und 3A nicht sonderlich groß, wodurch kompatible Android-Smartphones an der Icemag 3 auch nur mit knapp 25-28W laden werden. Hier bietet die Konkurrenz mittlerweile mehr, wo auch mit PPS bis zu 45W drin sind!
Möchtet ihr nun mehrere Geräte parallel an die Sharge Icemag 3 Qi2.2 Powerbank anschließen, verteilt sich die Leistung immer auf insgesamt 15W:
- C-Kabel + C1 = 7,5W + 7,5W
- C-Kabel / C1 + Wireless = 7,5W + 7,5W
- C-Kabel + C1 + Wireless = 5W + 5W + 5W
Eine Schnellladung, sowohl per Kabel als auch drahtlos, ist nur bei Einzelnutzung möglich.
Wireless Charging Leistung
Wireless Charging ist eine für Störungen anfällige Ladetechnologie. Viele Faktoren beeinflussen die Ladeergebnisse maßgeblich, wozu in erster Linie die Wärmeentwicklung gehört. Diese hängt wiederum von verschiedenen Aspekten ab, wie der parallelen Nutzung beim Laden oder der Verwendung eines Cases, wodurch sich Wärme stauen kann.
Um eine bestmögliche Vergleichbarkeit herzustellen, fanden alle Charging-Tests ohne Hülle statt. Die iPhones wurden während der Aufladung nicht genutzt, alle Aufladungen erfolgten bei 21°C Raumtemperatur und wir haben aus mehreren Ladungen einen Mittelwert gebildet. Dabei ergaben sich folgende Ergebnisse:
iPhone 17 Pro:
- Nach 10 Minuten: 29%
- Nach 20 Minuten: 44%
- Nach 30 Minuten: 55%
- Nach 40 Minuten: 66%
- Nach 50 Minuten: 77%
- Nach 53 Minuten: 80%
- Nach 99 Minuten: 100%
iPhone Air:
- Nach 10 Minuten: 27%
- Nach 20 Minuten: 40%
- Nach 30 Minuten: 52%
- Nach 40 Minuten: 64%
- Nach 50 Minuten: 74%
- Nach 56 Minuten: 80%
- Nach 108 Minuten: 100%
Mit einer kabellosen Ladeleistung von 25W benötigte das iPhone 17 Pro exakt 99 Minuten für eine komplette Aufladung. 80% sind sogar bereits in 53 Minuten erreicht. Das sind erstmal sehr gute Werte, die zeigen, dass das iPhone 17 Pro tatsächlich auch lange mit 25W geladen wird. Die Icemag 2 mit Qi2 15W hat das iPhone 17 Pro in 53 Minuten nur bis 60% geladen.
Interessant wird es jedoch, wenn wir die Werte mit anderen Qi2.2 Powerbanks vergleichen, z.B. der INIU SnapGo Air. Hier waren es 54 Minuten für 5-80%, nur eine Minute langsamer. Aber bis 100% brauchte sie hingegen lediglich 95 Minuten. Da Wireless Charging immer gewissen Schwankungen unterlegen ist, würden wir sagen, dass sich beide Modelle absolut nichts nehmen. Nur ist die INIU nicht nur bedeutend kompakter, sondern arbeitet auch ohne den integrierten Lüfter.
Obwohl der kleine Mini-Lüfter bei der Benutzung der Powerbank lautstark arbeitet, ist die durch die Lüftungsschlitze abgeführte Wärme minimal. Stattdessen konnten wir beobachten, dass sich nach wie vor viel der Wärme innerhalb der Powerbank selbst staut. Wir konnten nicht vernehmen, dass die Powerbank sonderlich kühler als vergleichbare Powerbank-Modelle blieb. So wirkt der integrierte Lüfter leider wieder nur wie Makulatur, was wir auch schon beim Vorgänger kritisierten.
Kapazität & konstante Kabel-Leistung
Um die echte Nettokapazität der Sharge Icemag 3 Qi2.2 Powerbank zu ermitteln, wurde diese vollgeladen und an eine elektronische Last angeschlossen, um eine voreingestellte konstante Last aus der Powerbank zu ziehen. Dank zwischengeschaltetem USB-Meter können wir ermitteln, wie viel Wattstunden aus den Powerbanks bei Last X entnommen werden können.
Die Powerbank bietet laut Hersteller 10.000mAh beziehungsweise 39,1Wh. Folgende Nettokapazität konnte ermittelt werden:
- 33,23Wh bei 20V/1,5A (85% zur Herstellerangabe)
- 33,56Wh bei 9V/2,2A (86%)
Zum Vergleich die Ugreen MagFlow Qi2.2 (zum Test):
- 26,12Wh bei 20V/1,5A (73% zur Herstellerangabe)
- 28,22Wh bei 9V/2,2A (78%)
Sowie die INIU SnapGo Air Qi2.2 (zum Test):
- 31,53Wh bei 20V/1,5A (80% zur Herstellerangabe)
- 32,78Wh bei 9V/2,2A (84%)
Werte über 80% sind als gut und üblich, Werte über 90% als herausragend einzustufen. Mit 85-86% Nettokapazität gibt es keinerlei Kritik an der Sharge, die Netto-Kapazität ist sehr gut. Vor allem gegenüber dem Modell von Ugreen kann man sich stark absetzen.
35W per Kabel kann das Modell allerdings nicht konstant ausgeben!
Nach durchschnittlich 15 Minuten drosselte sich die Powerbank auf 20W. Zwar ist eine Drosselung bei Powerbanks nach einer gewissen Zeit durchaus üblich um eine Überhitzung zu vermeiden und den Schutz der Geräte zu gewährleisten, dennoch überrascht der frühe Zeitpunkt und die niedrige Leistung. Über die meiste Zeit der Entladung liegen nur 20W an, was für die aufgerufenen Specs enttäuschend ist. Hier bietet die Konkurrenz mehr Performance bei relativ gleichen Temperaturwerten.
Aufladung der Sharge Icemag 3 Qi2.2 Powerbank
Die Sharge Icemag 3 Qi2.2 Powerbank verfügt über einen Input von 30 Watt. Eine durchschnittliche, vollständige Aufladung dauert dennoch um die 2 Stunden und 10 Minuten, was im Vergleich zu anderen 10.000mAh Powerbanks mit 30W Input eine etwas längere Aufladezeit von 20 Minuten zur Folge hat.
Testergebnis
Die Sharge Icemag 3 Qi2.2 Powerbank stellt eine spürbare Verbesserung gegenüber dem Vorgänger dar und bleibt dennoch eine leichte Enttäuschung. Mit nun 25W statt 15W kabellos lädt sie dank Qi2.2 merklich flotter kompatible Smartphones auf. Und auch die Kabelleistung wurde von 30W auf 35W gesteigert, liegt damit aber nicht nur unter den meisten Mitbewerbern, die mittlerweile 45W bieten, sondern kann diese nicht mal lange ausgeben. Eine Drosselung auf 20W nach kurzer Zeit ist die Regel. Den größten Kritikpunkt des Vorgänger-Modells konnte man auch nur in Teilen ausmerzen: Der Lüfter ist immer noch deutlich hörbar und weiterhin nicht zu deaktivieren, dafür aber nicht mehr ganz so penetrant schrill. Aber auch bei der Icemag 3 ist fraglich, inwiefern er sich überhaupt positiv auswirkt. Die Temperatur-Entwicklung ist dennoch hoch, sowohl bei der Powerbank als auch am Smartphone und die Ladeleistung ist nicht wirklich schneller als bei der Konkurrenz ohne Lüfter. Zumal dieser auch zu Lasten der Größe und des Gewichts geht.
Positiv hervorheben lässt sich weiterhin das schicke, einzigartige transparente Design sowie die ausgezeichnete Netto-Kapazität. Gerade bei Wireless Charging zählt jede Wh.
Unterm Strich bleibt somit wie beim Vorgänger eine zwiespältige Qi2.2 Powerbank, die in vielen Punkten zwar solide bis gut abschneidet, aber nirgends wirklich positiv herausragt, außer beim extravaganten Design. Insbesondere vom Alleinstellungsmerkmal, dem Lüfter, haben wir uns mehr versprochen. Für einen aktuellen Straßen-Preis von 60 bis 70€ ist das einfach zu wenig. Für um die 50€ bietet die INIU SnapGo Air (zum Test) das deutlich rundere Gesamtpaket.
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