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Geekom A7 2026 Mini-PC im Test

Getestet von Korbinian am
Vorteile
  • edles Design
  • solide Verarbeitung + VESA-kompatibel
  • freier RAM-Slot
  • vielseitige Auswahl an Schnittstellen
  • besonders leise im Betrieb
Nachteile
  • Downgrade zum originalen A7
  • irreführende Produktbezeichnung
  • hoher Preis
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In den letzten Jahren hat Geekom die Pflege seiner Modelle in Teilen schmerzlich vernachlässigt. Mini-PCs wurden mit leicht abgeänderter Hardwarekonfiguration als neue Editionen vermarktet, ohne jedoch messbare Vorteile zu bieten. Nun hat sich der Hersteller den Geekom A7 für eine Neuauflage vorgenommen und weicht von seiner bisherigen Strategie ab… mit einem Downgrade. Geekom verbaut weniger Arbeitsspeicher und dazu leistungsschwächere Prozessoren. Auf den ersten Blick haben wir es also mit spürbaren Einschnitten unter gleichem Modellnamen zu tun. Mit der Leistung sinkt auch der Preis des Geräts und es lohnt sich, neu auszuloten, ob es sich beim neuen A7 um ein faires Angebot seitens Geekom handelt. Im folgenden Artikel finden wir heraus, womit wir es im Kern zu tun haben: einer dreisten Mogelpackung im alten Gewand oder einem Gerät, das eine Daseinsberechtigung in der Modellpalette von Geekom verdient.

Design und Verarbeitung

Die Optik des Geekom A7 2026 ist uns bereits bekannt, da das Gehäuse bei diversen Modellen des Herstellers genutzt wird und wir dieses nun schon etliche Male zum Testen auf unserem Tisch liegen hatten. Eine genaue Beschreibung sowie eine Bewertung des Materials und dessen Verarbeitung ersparen wir uns und euch an dieser Stelle und verweisen auf die Testberichte des Geekom A7 und des Geekom A8. Unterm Strich ist die Optik zeitlos und die Verarbeitung hochwertig, weshalb ihr getrost über dieses „Recycling-Programm“ der Design-Abteilung hinwegsehen könnt. Mit seinen Abmessungen von 112,4 x 112,4 x 37 Millimetern und einem Gewicht von 412 Gramm besitzt der Mini-PC außerdem einen schlanken Formfaktor und findet sicherlich in jedem Setup seinen Platz.

Upgrademöglichkeiten

Das Innere des Geekom A7 2026 ist durch das Lösen der vier Schrauben unter den gummierten Pads am Boden leicht zugänglich. Die Unterschale sollte allerdings vorsichtig abgenommen werden, da ein Antennenkabel mit dieser verklebt ist. Darunter befindet sich eine Metallplatte mit Wärmeleitpad, deren Schrauben ebenfalls gelöst werden müssen.

Viel hat sich zum Vormodell nicht geändert und nach wie vor sind der RAM und die M.2-SSD problemlos erreichbar. Weiterhin setzt Geekom dabei auf den DDR5-Standard beim Arbeits- und PCIe 4.0 beim Flash-Speicher. Aufgrund der angespannten Marktsituation kommen bei vereinzelten Herstellern wieder ältere Speicher-Standards zum Einsatz, wovon Geekom beim A7 glücklicherweise abgesehen hat. In unserem Testgerät ist lediglich einer der Steckplätze für den Arbeitsspeicher belegt. Im Vergleich zum Vorgänger profitiert das Setup ab Werk nicht von RAM, der im Dual-Channel arbeitet. Für ein Upgrade muss aber immerhin kein bestehender Riegel ersetzt werden.

Lieferumfang

Geekom A7 2026 Lieferumfang

Das mitgelieferte Zubehör weist im Vergleich zum Vorgängermodell nur geringfügige Veränderungen auf. So befinden sich ebenfalls ein 1 Meter langes HDMI 2.0 Kabel, eine Schnellstartanleitung mit Garantiekarte und ein 120W-Netzteil mit Hohlstecker und einer Länge von 2,85 Meter im Lieferumfang. Neu ist die VESA-Schablone, mit der der Geekom A7 2026 an kompatiblen Monitoren und Halterungen befestigt werden kann. Hier hat Geekom die Gelegenheit genutzt und das Zubehör sinnvoll im Stile des Geekom A8 erweitert.

Konnektivität und Kommunikation

Geekoms Geräte zählen in Sachen Qualität und Quantität der verfügbaren Anschlüsse mit zu den am besten ausgestatteten Mini-PCs auf dem Markt und beide Modelle des A7 sind hier keine Ausnahme. Die Position der Ports bleibt genau gleich und lässt auch 2026 noch keine Wünsche offen, bis auf die Tatsache, dass die Stromversorgung weiterhin über den Hohlstecker laufen muss. Ein Betrieb über den USB-C-Anschluss ist nicht möglich.

Hinten:

  • 1 x USB-C 3.1 (10Gbit/s, PD und DP 1.4)
  • 1 x USB-C 4.0 (40Gbit/s, PD und DP 1.4)
  • 1 x USB-A 3.1 (10Gbit/s)
  • 1 x USB-A 2.0 (480Mbit/s)
  • 1 x LAN-Anschluss mit 2,5Gbit/s
  • 2 x HDMI 2.0
  • 1 x DC-In Stromanschluss

Seitlich:

  • SD-Kartenleser

Vorne:

  • 1 x Powertaste (weiß beleuchtet)
  • 1 x USB-A 3.1 (10Gbit/s, PD)
  • 1 x USB-A 3.1 (10Gbit/s)
  • 1 x 3,5mm AUX-Anschluss (Audio und Mikrofon)

Über den USB-C 4.0 Anschluss lässt sich ein Display mit einer Auflösung von 8K ansteuern, wollt ihr mehrere Bildausgänge nutzen, wird maximal 4K unterstützt. Allerdings lassen sich dann über die USB-C- und die HDMI-Anschlüsse bis zu 4 Anzeigegeräte gleichzeitig mit unserem Testgerät verbinden. Um sicherzustellen, dass nicht mit den USB-Standards geflunkert wurde, haben wir die Ports wie immer hinsichtlich ihrer Datenübertragungsrate geprüft. Die Ergebnisse blieben dabei unauffällig. Für den USB-C 4.0 Port ist unser Testmedium nicht schnell genug, anhand der Hardwareeigenschaften im System lässt sich dieser jedoch verifizieren.

Kabellos kommuniziert der Geekom A7 2026 per WiFi 6E mit lokalen Netzwerken. Sowohl über das 2,4GHz- als auch über das 5GHz-Netzwerk blieb die Verbindung über den gesamten Testzeitraum konsistent und frei von Abbrüchen. Selbiges gilt ebenso für über Bluetooth 5.2 gekoppelte Peripherie und Kopfhörer. Selbst zwei Räume weiter gab es keine Störungen bei der Audiowiedergabe, damit funkt der A7 2026 über eine Reichweite, die einen Großteil der anderen PCs in den Schatten stellt.

Leistung des Geekom A7 2026

 

Der Austausch der verbauten CPU dürfte wohl der Hauptaspekt des Versionssprungs für den Geekom A7 sein. Die Ryzen 5-7545U CPU ist bereits 2023 erschienen und wird auf Basis von AMDs Zen 4 Architektur im 4nm-Prozess gefertigt. Der Chip taktet mit 3,2GHz auf sechs Kernen, im Boost sind auf einem Kern maximal 4,9GHz möglich. Bildberechnungen übernimmt eine AMD Radeon 740M GPU. Im alltäglichen Einsatz macht sich das Downgrade zum regulären Geekom A7 selbst bei einer exorbitant hohen Anzahl offener Browsertabs und der Nutzung von Office-Apps quasi nicht bemerkbar. Anders sieht es aus, sobald ihr Ansprüche an die Grafikleistung des Mini-PCs stellt. Während die Vorgängerversion des A7 mit wahlweise einem Ryzen 7 oder 9 ältere Spiele flüssig darstellen konnte, leistet sich das aktuelle Testgerät unter gleichen Bedingungen regelmäßige FPS-Drops. Dass die Grafikleistung des A7 2026 keinen Blumentopf gewinnt, zeigen auch die Benchmarks: In Geekbench und 3DMark erreicht der Mini-PC nur einen Bruchteil des Scores des Vorgängers. Neben unserer Konfiguration bietet Geekom den neuen A7 außerdem mit dem Ryzen 5-7535HS an. Der Chip basiert auf älterer 6nm-Architektur, sollte durch seine höhere TDP allerdings etwas bessere Werte im Multicore erreichen. Der Preis hierfür sind weitere Abstriche in der Grafikleistung durch die ältere Radeon 660M GPU.

Geekbench Single (v6)
0
300
600
900
1.200
1.500
1.800
2.100
2.400
2.700
3.000
Geekbench Multi (v6)
0
2.000
4.000
6.000
8.000
10.000
12.000
14.000
16.000
18.000
20.000
3DMark Timespy
0
1.000
2.000
3.000
4.000
5.000
6.000
7.000
8.000
9.000
10.000

Die M.2 2280 SSD unseres Testgeräts besitzt eine Speicherkapazität von 512GB. Mit 1TB Flash-Speicher ist der Mini-PC lediglich in Verbindung mit dem Ryzen 5-7535HS erhältlich. Vermutlich wollte Geekom so die Kosten für beide Konfigurationen des A7 2026 möglichst gering halten. Immerhin ist die verbaute SSD mit 5.612MB/s Lese- und 3.267MB/s Schreibgeschwindigkeit zügig unterwegs und wird dem PCIe 4.0-Standard gerecht. Unabhängig von der Kaufentscheidung sind im Mini-PC immer 16GB Arbeitsspeicher verbaut, der oben erwähnte Verzicht seitens Geekom auf einen zweiten Speicherriegel für den Dual-Channel stellt einen weiteren Flaschenhals für die Grafikleistung des Geräts dar. Maximal unterstützt der A7 64GB RAM.

SSD Benchmark (read)
0
800
1.600
2.400
3.200
4.000
4.800
5.600
6.400
7.200
8.000
SSD Benchmark (write)
0
600
1.200
1.800
2.400
3.000
3.600
4.200
4.800
5.400
6.000

Betriebssystem

Wie üblich ist auf dem Geekom A7 Windows 11 Pro vorinstalliert. Dank TPM 2.0 und einer digitalen Lizenz ist die Neuinstallation mit Aktivierung des Betriebssystems ohne Probleme möglich. Für eine positive Überraschung sorgt das UEFI unseres Testgeräts. Im Gegensatz zum System des Vorgängers ist Geekom hier nicht restriktiv unterwegs und wir haben volle Kontrolle über die grundlegenden Einstellungen des Geräts.

Energieverbrauch und Kühlung

Das beiliegende 120W-Netzteil sollte ursprünglich zweifellos genug Energie für die stärkeren Prozessoren des regulären Geekom A7 liefern, unser Testgerät hat nicht ansatzweise diesen Energieverbrauch. Im Leerlauf begnügt sich der A7 2026 mit 9 bis 12 Watt und die Kühlung ist inaktiv. Erst bei mäßiger Last wie dem Abspielen eines 4K-Videos dreht der Lüfter des A7 2026 auf, ist mit 32 dB(A) aber kaum hörbar. Erst unter Volllast ändert sich die Geräuschkulisse mit einer Lautstärke von bis zu 42 dB(A) hörbar. In diesem Stadium schwankt die Leistungsaufnahme von 45 bis maximal 60 Watt.

Testergebnis

Getestet von
Korbinian

Der Geekom A7 2026 lässt uns am Ende des Testzeitraums etwas ratlos zurück. Da sich viele Geräte der A-Reihe dasselbe Gehäuse teilen und sich optisch nicht unterscheiden lassen, sind die Nummern in der Modellbezeichnung der A-Reihe ein zuverlässiger Indikator dafür, was ihr vom entsprechenden Mini-PC erwarten könnt. Dabei bewegen sich der A7 und der A8 im oberen Bereich des Leistungsspektrums, während der A5 und der A6 das Mittelfeld belegen. Der Geekom A7 2026 bricht nun mit dieser Ordnung, da sich der Mini-PC leistungstechnisch im Bereich des A6 bewegt. Die verbaute Hardware wird den Erwartungen an einen Nachfolger des A7 nicht wirklich gerecht. Lasst ihr den Modell-Wirrwarr außen vor, handelt es sich bei unserem Testgerät um einen soliden Mittelklasse-PC, der sich im Test wenige Schwächen erlaubt und sich als Office- oder Mediengerät gut eignet. Sucht ihr ein solches im Preisbereich von um die 500€, könnt ihr den Geekom A7 2026 in die engere Auswahl nehmen.

Eine naheliegende Alternative zum Geekom A7 2026 haben wir bereits erwähnt, der Geekom A6 ist derzeit etwas günstiger als unser Testgerät und besitzt mit seinem Ryzen 7 6800 und der AMD Radeon 680M auch mehr Grafikleistung.

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