| CPU | MediaTek Dimensity 8500 - 1 x 3,4GHz + 3 x 3,2GHz + 4x 2,2GHz |
|---|---|
| RAM | 8GB RAM, 12GB RAM |
| Speicher | 256GB, 512GB |
| GPU | Mali-G720 |
| Display | 2772 x 1272, 6,8 Zoll 144Hz (AMOLED) |
| Betriebssystem | My UX - Android 16 |
| Akkukapazität | 6500mAh |
| Ladegeschwindigkeit | 90 Watt, 15 Watt (kabellos) |
| Speicher erweiterbar | Nein |
| Hauptkamera | 50MP + 50MP (dual) + 50MP (triple) |
| Frontkamera | 50MP |
| USB-Anschluss | USB-C 2.0 (480MBit/s) |
| Kopfhöreranschluss | Nein |
| Entsperrung | Fingerabdruck, Face-ID |
| 4G | 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 13, 17, 18, 19, 20, 25, 26, 28, 32, 34, 38, 39, 40, 41 |
| 5G | 1, 2, 3, 5, 7, 8, 20, 25, 28, 38, 40, 41, 66, 77, 78 |
| NFC | Ja |
| SIM | Dual - nano, eSIM |
| Gewicht | 183g |
| Maße | 162,7 x 75,6 x 7,5mm |
| Antutu (v11) | 1486416 |
| Benachrichtigungs-LED | Nein |
| Updatezeitraum | 3 Jahre (Android) + 5 Jahre (Sicherheit) |
| Hersteller | Motorola |
| Getestet am | 10.08.2026 |
Inhaltsverzeichnis
Motorola bleibt sich beim Edge 70 Pro im Vergleich zu anderen Geräten dieser Leistungsklasse treu: Dünn und leicht sind auch hier ein Argument. Durch die Silizium-Karbon-Akkutechnik wächst der integrierte Energiespeicher auf gewaltige 6.500mAh an und sorgt für hervorragende Laufzeiten. Mit 183 Gramm und einer Dicke von 7,5 Millimetern bleibt das Edge 70 Pro trotzdem schlank. Neben dem deutlichen Plus an Akkukapazität gibt es mit dem MediaTek Dimensity 8500 Extreme endlich ordentlich Leistung, ein Punkt, an dem das Motorola Edge 70 im letzten Test 2025 schwächelte.
Wie sich das Edge 70 Pro gegen das ohnehin schon beste schlanke Smartphone von Ende letzten Jahres schlägt und ob die Verbesserungen gelungen sind, erfahrt ihr im folgenden ausführlichen Testbericht. Beim Preis hat sich Motorola mit 800€ abermals etwas vergriffen. Wenn es aber ähnlich gute Vertragsdeals wie beim Edge 70 gibt, sollte das kein großes Problem werden.
Design und Verarbeitung
Der riesige Akku des Edge 70 Pro steckt in einem vergleichsweise schlanken Gehäuse. Das misst 162,7 x 75,6 x 7,5 Millimeter und bringt je nach Farbe nur 183 Gramm auf die Waage. Ich habe die dunkelblaue Ausführung mit definitiv griffiger und hochwertig wirkender Rückseite und 12+512GB im Test. Motorola spricht auf der Rückseite von einem Silikon-Polymer und benennt den Kunststoffrahmen explizit, den ihr auch haptisch spürt. Das Gerät wirkt eben nicht so hochwertig, wie es sollte. Ansonsten sticht haptisch noch das Edge-Display als 3D-Curved-Glas heraus, das ihr heutzutage nicht mehr so oft zu spüren bekommt. Mit IP68/IP69-Schutz ist das Edge 70 Pro bestens vor Staub, Wasser und weiteren Umwelteinflüssen geschützt, und auch für eine MIL-STD-810H-Zertifizierung ist sich der Hersteller nicht zu schade, auch wenn das bei einem so filigranen Gerät speziell wirkt.
Die drei Kameralinsen stehen jeweils fast 5mm (4,8mm) aus der Rückseite hervor. Das sorgt auf großen, flachen Ladepads für Probleme und für eine wackelige Lage auf ebenen Untergründen. Neben Powerbutton und Lautstärkewippe in gewohnter Position untereinander an der rechten Seite gibt es auch hier wieder links eine KI-Taste, die mich bereits beim Vorgänger nur gelegentlich genervt hat. Zudem könnt ihr für die beiden Möglichkeiten „Halten” und „Zweimal drücken” nur die Funktionen „Achtgeben” und „Was gibt es Neues” wählen. Immerhin lässt sich die Taste aber ganz deaktivieren. Hier würde ich mir mehr individuelle Freiheit wünschen: Das ist verschwendetes Potenzial.
Bei Herstellern ohne eigenen Desktopmodus ist USB 2 meiner Meinung nach nicht das große Drama, aber Motorola könnte sich hier abheben, denn mit „Smart Connect” steht ein eigenes und gar nicht mal schlechtes kabelgebundenes System bereit. Hier sind dann allerdings leider nur die kabellosen Standardfunktionen von “Smart Connect” verfügbar und eben nicht der echte Desktopmodus, dafür bräuchte es USB 3. Der Fingerabdrucksensor gehört nicht zu den besten und sicher nicht in ein Smartphone für über 500€. Zumindest waren 7/10 Versuchen erfolgreich, und die Geschwindigkeit ist ebenfalls gut.
Beim Lieferumfang des Motorola Edge 70 Pro fällt wie immer der angenehme oder auch aufdringliche Parfumgeruch auf, der auch nach vier Wochen im Einsatz weiterhin im Büro in der Luft liegt. Ein Netzteil fehlt zwar, loben muss ich Motorola aber für die mitgelieferte Hülle: Die enthält sogar einen MagSafe-Ring und hält so an dafür vorgesehenen kabellosen Ladern perfekt.
Verarbeitung und Design des Edge 70 Pro bleiben auf astreinem Niveau. Motorola beweist einmal mehr, dass der Hersteller Smartphones bauen kann und im Gegensatz zu Apple und Samsung auch Zugriff auf aktuelle Technologien hat. So gibt es jetzt das dünnste Smartphone mit 6.500mAh auf dem Markt.
Display des Motorola Edge 70 Pro
Motorola verbaut beim Edge 70 Pro ein großes AMOLED-Display mit 6,78 Zoll und einer Auflösung von 2772 x 1272 Pixel. Das liefert im Seitenverhältnis 19,5:9 eine gestochen scharfe Darstellung von 450 Pixel pro Zoll. Die Besonderheit ist zunächst das Curved Display: Es ist nach links und rechts deutlich abgerundet. Um ein LTPO-Display handelt es sich allerdings nicht. Auch wenn 144Hz nach viel klingen, kommen in der Praxis beim Scrollen meist nur 120Hz zum Einsatz, und der Drop zum Akkusparen erfolgt fast ausschließlich auf 60 oder 90Hz. Dafür lief durchgehend alles flüssig. Die Farbdarstellung war ab Werk sehr kräftig. Wenn ihr nachbessern wollt, wählt im Optionsmenü einfach „Natürlich”, dann fällt sie weniger extrem aus. Bei der Helligkeit nennt Motorola 1.800 Lux. In der Praxis messe ich 1.750 Lux. Das ist gut und lieferte auch in der aktuellen Hitzewelle im direkten Sonnenlicht eine gute Lesbarkeit.
Widevine L1 für Streaminginhalte in HD wird selbstredend unterstützt, auch HDR10+ und HLG sind an Bord. Nur auf Dolby Vision müsst ihr leider verzichten. Zudem gibt es weder eine besonders hohe PWM-Frequenz noch DC-Dimming, was für empfindliche Nutzer ein Problem sein könnte. Das Always-on-Display (AOD) nennt sich bei Motorola „Stand-by-Display” und kann leider auch beim Edge 70 Pro nicht dauerhaft eingeschaltet bleiben.
Geschützt wird das Edge 70 Pro durch Gorilla Glass 7i, das ihr größtenteils von Mittelklasse-Smartphones kennt.
Das Motorola Edge 70 Pro hat weitestgehend ein Mittelklasse-Display verbaut, was definitiv nichts Schlechtes ist. Es ist scharf, hell und alle Inhalte wirken stets flüssig. Für den Preis könntet ihr allerdings einige Extras erwarten, die hier fehlen. In der Praxis hat mich zudem das Curved Display einige Male mit Fehlerkennungen genervt. Das kannte ich bislang nicht, und grundsätzlich bin ich weiterhin ein Fan von abgerundeten Displays. Das fehlende AOD bleibt nach wie vor ein Ärgernis.
Leistung
Das Motorola Edge 70 Pro wird von einem MediaTek Dimensity 8500 Extreme angetrieben, der ohne den Zusatz „Extreme” im Poco X8 Pro für brachiale Leistung in der Mittelklasse unter 300€ sorgt. Beim Edge 70 Pro ist das dennoch ein Sprung nach vorne im Vergleich zum Edge 70 ohne Pro, aber für mehr als angemessen oder ausreichend reicht es in dieser Preisklasse nicht. Immerhin bügelt Motorola damit einen der Kritikpunkte des normalen Edge aus. Den Prozessor fertigt MediaTek im modernen 4nm-Verfahren. Er arbeitet mit folgenden Clustern:
- 1 x 3,4GHz + 3 x 3,2GHz + 4 x 2,2GHz
Zudem steht eine Mali-G720 MC8 für grafisch anspruchsvolle Aufgaben zur Verfügung, und der moderne UFS-4.1-Speicher ist gerade in Zeiten der Speicherkrise ein willkommenes Upgrade. In Deutschland gibt es wahlweise 8GB LPDDR5X-RAM in Kombination mit 256GB UFS-4.1-Speicher oder die Version mit 12+512GB. Beide erreichen Lese-/Schreibwerte von 4.538/4.204, die dem modernen Speicher angemessen sind. Hier wurde also nicht gespart, und das merkt ihr gerade am schnellen System und beim Installieren von Apps durchaus.
Allerdings fordert das dünne Design gerade bei Gamern seinen Tribut, denn die Hitzeentwicklung ist auch beim normalen Zocken deutlich zu spüren. Auch Thermal Throttling ist entsprechend ein Thema. Für Otto-Normalnutzer gibt es hier allerdings Leistung satt, mit der ihr in den nächsten Jahren keinerlei Probleme haben werdet.
Software
Motorolas Ansatz mit einem schlanken, unkomplizierten und an Googles Vanilla Android orientierten System ist, wenn ich unseren Kommentaren Glauben schenke, eine sehr liebenswerte Option. Und selbst ich als Verfechter einer aggressiven Anpassung an die individuellen Vorlieben kann mich für manche Motorola-Funktionen durchaus begeistern. Das Schütteln für die Taschenlampe etwa kommt bei mir in der Praxis wirklich zum Einsatz. Motorola bleibt beim System und der Software aber deutlich unter den Erwartungen. Stärken wie das ehemalige „Ready For” (mittlerweile „Smart Connect”), also der Desktopmodus, werden euch bei einem Smartphone für über 500€ durch das Fehlen von USB 3 einfach vorenthalten. Zudem gibt es kein Always-on-Display. Auch an der Moto AI finde ich nach wenigen Tagen nichts Positives: Alles, was sie kann, können Gemini und Googles eigene Systeme letztendlich besser. Für das System sprechen dann aber wenig Bloatware und Stabilität: Da kann ich nicht meckern. Motorolas Updateversprechen ist abschließend auch nicht konform mit den EU-Vorschriften: Der Hersteller gibt drei Jahre System- und fünf Jahre Sicherheitsupdates an. Wenn euch Updates wichtig sind, dann behaltet das bei Motorola im Hinterkopf.
Kamera des Motorola Edge 70 Pro
Auch wenn das Motorola Edge 70 Pro bislang Standardkost bot, sind bei der Kamera die Besonderheiten nicht mehr zu übersehen. Wie beim Motorola Signature bekommt ihr 4x 50MP, aber günstigere Kamerasensoren.
- Hauptkamera: 50MP (Sony Lytia 710), f/1,8, 24mm, 1/1,56″, PDAF, OIS
- Periskop-Telefoto: 50MP (Samsung JN5), f/2,8, 81mm, 1/2,76″, PDAF, OIS, 3,5-fach optisch
- Ultraweitwinkel: 50MP (Samsung JNS), f/2,0, 12mm, 122°, 1/2,76″, PDAF
- Frontkamera: 50MP (Samsung JNS), f/1,9, 1/2,76″, Autofokus
Tageslichtaufnahmen
Hauptkamera:
Starten wir wie gewohnt mit der Hauptkamera: Ein Sony-Lytia-710-Sensor ist ein willkommener Gast, der direkt mit scharfen Bildern und sehr vielen Details loslegt. Bei guten Lichtverhältnissen gibt es keinerlei Rauschen, und der Dynamikumfang ist bei starkem Kontrast riesig. Die Aufnahmen erinnern umgehend an die gute Qualität des Motorola Signature: Gerade bei der Abstimmung macht Motorola in letzter Zeit wirklich einiges richtig. Auch in Innenräumen und schwierigen Situationen gefallen die Bilder durch die Bank.
Porträts:
Zoomkamera:
Bei Porträts ist die 3,5-fach-Kamera die beste Wahl und liefert sehr gute Aufnahmen, bei denen lediglich die Farbgebung im Gesicht zu kritisieren ist. Die ist für meinen Geschmack nicht so richtig getroffen. Ansonsten ist die Zoom-Kamera bei Tag ein Highlight und der Hauptkamera kaum unterlegen. Weiter Dynamikumfang und ausgewogene Belichtung sorgen durchweg für sehr solide Aufnahmen. Leider ist die Zoom-Kamera für Makroaufnahmen ungeeignet, dafür kommt nur die UWW-Kamera infrage.
Ultraweitwinkelkamera:
Die mit Abstand schwächste Kamera ist dann die UWW-Knipse. Beim Signature war sie noch deutlich besser, hier scheitert es offensichtlich an der Software. Gerade bei Details und Kontrast holen mich die Aufnahmen nicht ab. Auch die Makroaufnahmen überzeugten im Test nicht.
Nachtaufnahmen
Hauptkamera:
Die Hauptkamera bleibt auch im Dunkeln der Star im Setup des Motorola Edge 70 Pro. Die Kamera hat keine Probleme mit grellen Lichtquellen, und die Aufnahmen sind scharf sowie detailreich mit schönem Kontrast. Auch der Weißabgleich ist stets stimmig und die Details in Schatten sind erkennbar.
Zoomkamera:
Die Zoom-Kamera baut hier deutlich ab, bleibt aber noch im brauchbaren Bereich, was ihr von der UWW leider nicht sagen könnt. Mehr als solide ist die Zoom-Kamera bei Nacht nicht mehr, aber das geht für die Preisklasse noch voll in Ordnung.
Ultraweitwinkelkamera:
Selfies
Ein klares Highlight des Motorola Edge 70 Pro ist die Selfie-Kamera mit Autofokus. So etwas wird immer seltener, und warum, ist mir nicht klar. Denn hier bekommt ihr astreine Aufnahmen mit perfekter Schärfe und guter Farbabstimmung. Wenn ihr regelmäßig Selbstporträts aufnehmt, seid ihr hier gut aufgehoben.
Videoqualität
Eher ungewöhnlich für Motorola waren zudem die ordentlich stabilisierten Videos. Alle Kameras zeichnen 4K mit 60FPS auf, wobei ein Wechsel zwischen den Linsen während der Aufnahme eigenartigerweise nur bei 4K mit 30FPS möglich ist. Ihr könnt die Aufnahme aber auch einfach unterbrechen, und die Videoqualität ist gerade bei der Haupt- und Zoom-Kamera mit OIS- und EIS-Stabilisierung wirklich überzeugend. Zudem ist die Mikrofonqualität astrein!
Zusammenfassung der Kameraqualität des Edge 70 Pro
Die Kameraqualität ist bei Motorola bei Weitem noch nicht perfekt, aber der Hersteller nimmt das im Gegensatz etwa zu Samsung durchaus ernster und verbessert die Kameras nach und nach. Hier punkten insbesondere die Aufnahmen mit der Hauptkamera und der 3,5-fach-Zoom-Kamera bei Tag und Nacht. Zudem ist die Selfie-Kamera überzeugend. Auch bei Videos liefert Motorola sauber stabilisierte und qualitativ hochwertige Aufnahmen mit allen Kameras.
Konnektivität und Kommunikation
Meine Version in Europa versteht sich leider nur mit einer physischen SIM-Karte, eSIM für die Dual-SIM-Nutzung ist dennoch an Bord. Was die Frequenzen anbelangt, gibt sich Motorola keine Blöße und unterstützt alles, was ihr für einen weltweiten Einsatz benötigt.
- 4G (LTE): 1/2/3/4/5/7/8/12/13/17/18/19/20/25/26/28/32/38/39/40/41/42/43/66/71
- 5G: n1/2/3/5/7/8/20/26/28/38/40/41/66/71/75/77/78
Der Empfang war stets gut, und auch die Gesprächsqualität konnte in der Praxis immer überzeugen. Die SAR-Werte gibt der Hersteller mit 1W/kg (Kopf) und 1,45W/kg (Körper) an. Funktionen wie VoLTE und VoWiFi werden selbstverständlich unterstützt.
Der WLAN-Empfang (Wi-Fi 6) war in der Praxis exzellent und konnte meine 250Mbit/s-Leitung der Telekom mit Leichtigkeit voll ausnutzen. Nicht nur der Datendurchsatz war über jeden Zweifel erhaben, auch die Reichweite zeigte sich beeindruckend stark und das Netz stabil. Auch Bluetooth 5.4 zeigte keine Auffälligkeiten, außer dass es zeitweise eine aggressive Stromsparpolitik fuhr und unter anderem der Schlüssel meines Tesla regelmäßig deaktiviert wurde. So extrem, dass ich die Tesla-App im Hintergrund dauerhaft aktiv lassen musste, kannte ich das bislang von keinem Smartphone, nicht einmal von chinesischen Geräten. Hier stellt Motorola spürbar Laufzeit über alles andere, was durchaus nervig sein kann. Die GPS-Qualität lässt sich in keiner Weise kritisieren, und Dual-Band-Navigation mit den üblichen Satellitensystemen wird unterstützt. An Sensoren gibt es nur das absolute Minimum mit Beschleunigungs-, Näherungs- und Helligkeitssensor, dazu ein Gyroskop und einen Kompass. Der Kompass spielte gelegentlich und je nach App etwas verrückt, war nach kurzer Kalibrierungsbewegung aber wieder auf Kurs.
Was beim Nicht-Pro-Modell zur Abwertung führte, bessert Motorola hier nach: Die beiden Stereo-Speaker klingen absolut solide. Empfang und Ausstattung sind angemessen, und es gibt beim Motorola Edge 70 Pro nichts weiter zu kritisieren. Besonderheiten und spezielle Funktionen gibt es allerdings auch nicht, das sollte klar sein!
Akkulaufzeit des Motorola Edge 70 Pro
- Automatik/144Hz
- 60Hz
Wie zu erwarten, sorgte der 6.500mAh große Akku für eine sehr gute Laufzeit, wenngleich für keine Spitzenwerte im Vergleich zu „normal” dicken Smartphones. Der Verbrauch des Edge 70 Pro ist also höher als bei manch einem Konkurrenten. Im PCMark-Akkutest lieferte das Motorola gerade mit 60Hz und fast 20 Stunden sehr solide Ergebnisse, und auch die 15,5 Stunden mit Automatik, also 120Hz, sind vorzeigbar. In der Praxis kam ich problemlos auf zwei volle Tage Laufzeit. Wenn ihr wirklich Hardcore-Nutzer seid, schafft ihr die zwei Tage aber nicht komplett. Eine Stunde YouTube im WLAN kostet nur 6% Akku, und gerade im Vergleich zum Edge 70 ist die Laufzeit spürbar besser geworden.

Das Gerät wird nach kurzer Zeit spürbar heiß und drosselt die Ladegeschwindigkeit dann stark herunter. Nach 15 Minuten waren am Kabel jedenfalls 27% und nach 30 Minuten zumindest 50% im Akku.
Testergebnis
Motorola liefert mit dem Edge 70 Pro genau das ab, was Apple und Samsung ihren dünnen Modellen bislang schuldig bleiben: 6.500mAh in einem 7,5 Millimeter dünnen Gehäuse mit 183 Gramm, und in der Praxis zwei volle Tage Laufzeit. Auch die Kamera hat Motorola ernst genommen: Haupt- und 3,5-fach-Zoom-Kamera überzeugen bei Tag wie bei Nacht, die Selfie-Kamera mit Autofokus ist ein Highlight, und nur die Ultraweitwinkelkamera fällt deutlich ab, ausgerechnet mit derselben Optik, die im Motorola Signature besser abgestimmt ist. Das dürfte ein Softwareproblem sein: Hier kann Motorola womöglich noch nachbessern.
Der Rest ist die Sorte Sparmaßnahme, die bei 800€ für die große Speicherversion wehtun: Kunststoffrahmen, schwacher Fingerabdrucksensor, kein Always-on-Display, unnötige KI-Taste und USB 2, das den echten Desktopmodus unmöglich macht. Am schwersten wiegt die Hitzeentwicklung: beim Zocken spürbar, beim Laden so heftig, dass ich mit keinem einzigen Netzteil auf nachvollziehbare Ladewerte gekommen bin. Zum Testzeitpunkt herrschte allerdings Hochsommer. Dazu drei Jahre System- und fünf Jahre Sicherheitsupdates von ausgerechnet dem Hersteller, der bei der EU-Ökodesign-Verordnung mit einer sehr eigenwilligen Auslegung auffällt. Wenn euch Updates wichtig sind, lasst die Finger von Motorola.
Bei 800€ hat sich Motorola abermals vergriffen. Unsere Wertung stützt sich allerdings auf einen Straßenpreis von ca. 450€, wo das Gerät auch hingehört, und im Angebot auch schon erhältlich ist. Für dasselbe Geld bekommt ihr mit dem Poco F8 Ultra (zum Test) oder dem Xiaomi 17T Pro (zum Test) schlicht mehr Smartphone: mehr Leistung, bessere Update-Versorgung, keine Ladeprobleme. Ist euch das Preisschild zu hoch, greift zum deutlich günstigeren Poco F8 Pro (zum Test) und verzichtet dabei auf keine Kernkompetenz des Motorola außer dem schlanken Gehäuse. Und genau darauf läuft es hinaus: Das Edge 70 Pro kauft ihr, weil ihr zwei Tage Akku wollt, ohne einen Ziegelstein in der Tasche zu tragen. Das kann sonst kaum jemand. Ab etwa 500€ Straßenpreis oder mit einem ordentlichen Vertragsdeal wird daraus eine klare Empfehlung, zur UVP definitiv nicht. Das Edge 70 ohne Pro (zum Test) ist nach wie vor nicht überflüssig und je nach Angebotspreis für die Fans dünner Smartphones eine glasklare Empfehlung.
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So, so, curved ist so toll und gerade hier kommt es gem. Test zu Fehleingaben, kann also nicht so toll sein.
Ich hab curved derzeit und muss sagen: nie wieder! Mehr Nachteile als Vorteile in der praxis, dämlichste Erfindung an einen Display was für einen mobilen Einsatz gedacht ist.
Servus, was soll ich sagen, ich vermisse Curve wirklich schmerzlich, aber hier hat es einfach zeitweise genervt 😁.
Beste Grüße
Jonas
Mittlerweile ist das Moto edge 70 pro bei Gomibo bereits für 480 € erhältlich.
Motorola D. will noch immer 680 € dafür !
Jedenfalls ist das ein hervorragendes Smartphone und ich bin nicht mehr bereit
für ein iPhone mit ähnlicher Kameraausstattung 1.000 € mehr auszugeben.
Android ist inzwischen auch mindestens gleichwertig mit IOS.
Servus, gleich kommt unser Test zum Gerät und unter 500€ mit Vertrag ist durchaus fair.
beste Grüße
Jonas
Überall im Angebot für 499€.Auch bei GOMBIO
Servus, guter Zeitpunkt, der Test kommt auch Ende dieser Woche.
beste Grüße
Jonas
Trotzdem finde ich 499€ noch zu teuer, wenn man das Poco F7 für 269€ bekommt
Das Poco F7 ist doch kaum noch verfügbar. 269€ finde ich als Preis nicht für ein Neugerät. Hast du einen Link?
Gibt es Neuigkeiten zum Test? Mir juckt es in den Fingern, weil das Edge70 pro mittlerweile für ca. 460 EUR verfügbar ist.
Hi Robert, am 12. August geht unser Testbericht online! Beste Grüße & ein schönes Wochenende
Test Moto 70 pro Ende welcher Woche ? 10/08 heute !!
Servus, da war ich übermotiviert. Jetzt gleich ist es aber soweit 😅.
beste Grüße
Jonas
“In wenigen Wochen wird das Telefon schon deutlich weniger kosten”
Davon bin ich nicht überzeugt. Wenn ich die F8 Ultra Preise (Ali) sehe, Preisverfall sieht nicht so stark aus. Ich habe hier in Ungarn bei mi.com die 16-512 Version für zirka 740 Euro gekauft mit 3 Jahre Garantie. Das ist nicht viel mehr als bei Ali.
Servus, also beim F8 Ultra sind wir schon regelmäßig um die 500€: https://www.smartzone.de/poco-f8-ultra-angebot/. Aber die Nachfrage und auch die Mengen eines F8 Ultra sind nicht mit einem Edge 70 Pro zu vergleichen. Da ist kaum konkurrenz bei den Händlern und erstmal weniger Bewegung, aber es sollte wie gehabt mit einem Vertragsdeal verramscht werden, weil einfach so kauft das wahrscheinlich keiner.
beste Grüße
Jonas
Die Specs lesen sich gut. Angenehmes Gewicht und vier vernünftige Kameras. Ich hoffe auf einen Test.