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Der Lefant M5 Max gehört zu den Geräten, die auf dem Papier deutlich mehr versprechen, als Ihr in dieser Preisklasse erwarten würdet. Er verfügt über eine vollwertige Wasch- und Absaugstation, eine rotierende Walze mit Lufttrocknung, eine ausgeklügelte LiDAR-Navigation und eine Saugleistung von 23.000Pa, die weit über dem liegt, was Ihr sonst im mittleren Preisbereich findet. Der Preis für dieses mächtige Gesamtpaket soll je nach Shop bei etwa 500€ liegen, was überaus attraktiv ist. Im Angebot geht der Preis sogar auf 400€ runter, was für einen Saugroboter mit Wischwalze der beste Preis ist, den wir bisher gesehen haben. Infos dazu im Fazit.
Doch wie gut ist das Gesamtpaket wirklich? Wir haben den Lefant M5 Max mehrere Wochen lang im Alltag getestet, ihn durch Küche, Bad, Flur, Teppichbereiche und verschiedene Härtetests geschickt und dabei geprüft, ob er seinem Anspruch gerecht wird.
Zunächst noch ein paar Infos zur Firma Lefant, die mit diesem Roboter bei uns Premiere feiert. Lefant ist ein chinesischer Robotikhersteller aus Shenzhen, der seit 2015/2016 auf dem internationalen Markt aktiv ist und sich als preiswerte Value-Brand etabliert hat. Das Unternehmen bietet Premium-Funktionen wie LiDAR-Navigation, eine rotierende Walze und Servicestationen zu deutlich günstigeren Preisen an. Die Marke gehört heute zu den erfolgreichsten Budget-Robotikherstellern auf Amazon. Modelle wie der Lefant M210 und später der M5/M5 Max wurden zu den größten Erfolgen der Marke und haben ihr eine stabile Marktposition im unteren bis mittleren Segment verschafft.
Design und Verarbeitung des Lefant M5
Der Lefant M5 Max wirkt beim ersten Auspacken überraschend hochwertig. Das Design folgt dem klassischen LiDAR-Look, allerdings ohne den mittig platzierten Turm, der aus dem Gehäuse ragt. Der Laserscanner sitzt versteckt unter dem Deckel, was designtechnisch eine schicke Lösung ist, und unterstützt laut Hersteller einen 360°-Scan. Doch die Angabe ist hier ein bisschen getrickst, denn eigentlich besitzt er lediglich einen 190° Scanner, da der Laser unter dem Deckel sitzt. Durch eine regelmäßige Drehung des gesamten Roboters, scannt er dann aber die Umgebung in 360°. Hinter der hochglänzenden, schwarzen Gesichtsfront, die ein wenig an Geordi aus Star Trek erinnert, sitzen die Hindernissensoren, die zusätzlich bei der Orientierung helfen sollen.
Die Oberfläche ist schlicht und modern gestaltet, ohne auffällige Akzente. Der Kunststoff ist stabil und sauber verarbeitet, wenn auch nicht ganz so edel wie bei den deutlich teureren Modellen. Der Deckel bildet mit seiner carbonähnlichen Struktur einen dezenten Kontrast zum ansonsten sehr unspektakulären, matten Hauptgehäuse. Er lässt sich zudem sehr einfach entfernen, um ins Innenleben des Saugers zu gelangen.

Unterseite
Die Unterseite zeigt die typische Kombination aus einer V-förmigen Hauptwalze, Seitenbürsten und einer rotierenden Walze. Letztere soll beim Wischen zusätzlich durch die Rotation hartnäckigen Schmutz oder Flüssigkeiten aufnehmen. Laut Lefant ist diese Walze den rotierenden Wischmopps, die wir von anderen Robotern kennen, überlegen. Interessant ist auch, dass sich die Walze bis zu 8mm anheben lässt, sobald der Lefant M5 einen Teppich befährt. Alles lässt sich einfach entfernen und gut reinigen.

Insgesamt macht der Lefant M5 Max Saugroboter einen soliden Eindruck. Mit seiner Ausstattung und seinen Funktionen liegt er klar über dem, was Ihr von den vielen anderen Budgetrobotern kennt. Es gibt auch eine breite Palette an Farbvarianten, die sich allerdings nur auf die magnetische Abdeckfront der Servicestation beziehen.
Die Servicestation im Detail
Nachdem wir uns den Lefant M5 Max Saugroboter genauer angeschaut haben, nehmen wir nun die wuchtige Servicestation unter die Lupe. Die Station ist das zentrale Element des Systems und übernimmt gleich mehrere Aufgaben. Sie saugt den Staubbehälter des Roboters kraftvoll ab, wäscht die Walze mit 75°C heißem Wasser, und trocknet sie anschließend sogar mit Kaltluft. Die Absaugung ist zwar laut, aber effektiv, und die Moppwäsche arbeitet gründlich. Während der Reinigung dreht sich die Walze über die Bürstenplatte, die sie gründlich säubert und Schmutz zuverlässig entfernt. Die Station ist mit L38 x B38 x H40cm nicht wirklich handlich, doch der Stauraum wird hier optimal genutzt und nicht verschwendet.
Auf der Oberseite der Station befinden sich zwei große Wasserbehälter, die sich einfach entfernen und befüllen lassen. Einer davon ist für das Frischwasser, der andere sammelt das Schmutzwasser von der Reinigung der Walze. Wenn Ihr die magnetische Abdeckfront entfernt, erhaltet Ihr Zugang zum Staubsaugerbehälter der Station und zu einem kleinen Behälter für das Reinigungsmittel. Dieses wird je nach Einstellung der Flüssigkeit im Sauger hinzugefügt.
Die Wasserbehälter sind großzügig dimensioniert. Der Frischwasserbehälter fasst 2,5l und reicht für mehrere Reinigungszyklen, deren Anzahl natürlich von der Fläche und der eingestellten Wassermenge abhängt. Den Schmutzwasserbehälter mit seinem ebenfalls 2,5l großen Fassungsvermögen müsst Ihr nach ungefähr fünf bis sechs Durchgängen leeren. Die Trocknungsfunktion verhindert zuverlässig Gerüche und sorgt dafür, dass die Walze auch nach mehreren Einsätzen nicht unangenehm riecht oder schimmelt.
Die Station ist nicht ganz so leise, wie Ihr es Euch vielleicht erhofft. Die Absaugung und die Walzenreinigung sind laut und dauern auch lange. Dafür ist sie aber funktional und zuverlässig. Die abschließende Lüftung ist zwar leise, aber für Räume, in denen Ihr Ruhe sucht, nicht geeignet.
Einrichtung & App
Die Einrichtung über die Lefant-App ist unkompliziert und selbsterklärend. Der Roboter verbindet sich schnell mit dem WLAN und die erste Kartierung erfolgt innerhalb weniger Minuten, sofern keine parallele Reinigung gestartet wird. Es werden 2,4GHz- und 5GHz-Netzwerke unterstützt, was bei Smart-Home-Geräten nur selten vorkommt und ein großer Vorteil ist, wenn Ihr zuhause nur ein 5GHz-WiFi habt. Die LiDAR-Navigation sorgt dafür, dass eine 2D-Karte entsteht und die Raumtrennung automatisch erfolgt. Allerdings ist die erstellte Karte sehr ungenau und teilweise schemenhaft. Hindernisse wie dicke Tischbeine verzeichnet die App gar nicht, und eine 3D-Ansicht ist ebenfalls nicht verfügbar. Im Vergleich zu anderen Herstellern ist die Kartierung wirklich nicht gut umgesetzt und sollte verbessert werden.
Doch nicht nur die Darstellung ist verbesserungswürdig, auch die Raumeinteilung ist teilweise kreativ. So erkennt der Lefant M5 Max beispielsweise keine Türdurchgänge und trennt die Räume deshalb nicht nach den eigentlich genormten Türbreiten ab. Dadurch sind Teilbereiche aus anderen Zimmern je nach Reinigungsvorgang mal Teil des anderen Raumes und mal nicht. Ist allerdings einmal eine Karte fertiggestellt, kann man im Nachhinein die Räume nochmals eigenständig unterteilen und die Karte dann so speichern.
Die App bietet eine Vielzahl an Funktionen: Saugstufen, Wassermenge, Teppicherkennung/-vermeidung, virtuelle Wände, die mehrfache Reinigung eines bestimmten Bereichs, No-Go-Zonen und Zonenreinigung. Damit sind die wichtigsten Funktionen alle mit dabei, aber es fehlen hier und da ein paar Optionen, die wir von anderen Herstellern gewöhnt sind. Dazu zählt beispielsweise die Sprachausgabe des Roboters.
Positiv ist allerdings, dass es umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten zum Thema Reinigung gibt. Hier könnt Ihr beispielsweise festlegen, wie lange getrocknet werden soll, ob Teppiche vermieden oder gereinigt werden sollen oder wie oft die Walze gereinigt oder der Staub von der Station abgesaugt werden soll. Die Bedienung ist einfach und die Übersicht ist nicht überladen. Eine Smart-Home-Integration ist über Alexa und Google Assistant möglich, Matter wird aktuell jedoch nicht unterstützt. Die Steuerung funktioniert tadellos.
Die Hindernisvermeidung funktioniert nicht so perfekt, wie wir es erwartet hätten.
Auch die Rückkehr aus einer fertigen Karte gestaltet sich oft schwieriger als erwartet. Der Heimweg ist teilweise gar nicht zu finden oder nur über viele Umwege zu erreichen. Und selbst wenn er die Station endlich lokalisiert hat, braucht er häufig zwei bis drei Anläufe, bis er die richtige Position in der Servicestation gefunden hat.
Hier hoffe ich sehr auf Updates, denn diese könnten das Problem beheben. Wir behalten das im Auge.
Saugleistung des Lefant M5 Max
Die Saugleistung ist eine der größten Stärken des M5 Max. Auch wenn die angegebenen 23.000Pa eher dem Bereich des Marketings zuzuordnen sind, zeigt der Roboter im Alltag eine sehr gute Reinigungsleistung. Auf Hartböden nimmt er Staub, Krümel, Mehl und gröbere Partikel problemlos auf. Die Hauptwalze arbeitet selbst in Fugen effizient.
- Testsetup
- Kornflakes
- Ramazotti Amaro
- Mehl
- Kaffeebohnen
- bis auf das Mehl und den Ramazotti, sehr gutes Ergebnis
Die Teppicherkennung sorgt dafür, dass die Saugleistung automatisch steigt, sobald der Roboter einen Teppich befährt. Auf flachen Teppichen ist die Leistung sehr gut, auf mittelhohen bis Hochflor-Teppichen gerade noch akzeptabel. Die Seitenbürste schleudert gelegentlich Schmutz weg, was zwar bei vielen Robotern vorkommt, hier aber deutlich seltener als erwartet. Auch die Reinigung von Ecken und Kanten ist wirklich gut.
Wischleistung des Lefant M5 Max
Die Wischfunktion ist deutlich besser als bei einem einfachen Wischpad, wie es beispielsweise beim Botslab S8 Plus (zum Test) zum Einsatz kommt. Die rotierende Walze sorgt für ordentlichen Druck, und die gegenläufige Rotation wirkt fast wie eine Polierung. Das macht besonders bei Fußabdrücken und getrockneten Küchenflecken einen spürbaren Unterschied. Der Roboter befeuchtet die Walze gleichmäßig und die Station wäscht sie bei Bedarf oder nach erfolgreicher Reinigung gründlich.
Im Alltag entfernt der Lefant M5 Max Staubfilme und leichte Verschmutzungen sehr gut. Bei eingetrockneten Flecken zeigt er ebenfalls eine gute Leistung. Ihr solltet allerdings realistische Erwartungen haben. Die Kantenwischleistung ist wie bei vielen Robotern begrenzt, da die Walze nicht bis ganz an den Rand kommt. Es bleiben etwa ein bis zwei Zentimeter ungewischt. Trotzdem ist die Fläche durch die 20cm breite Walze ausreichend groß.
Ein kleiner Wermutstropfen ist das mitgelieferte Reinigungsmittel, das nach dem Trocknen deutliche Spuren hinterlässt. Hinzu kommt, dass der Roboter die Heimfahrt nach der Reinigung immer mit aktivierter Walze absolviert. Hier wäre es besser, wenn er die Walze anheben würde. Dann würden diese Spuren nicht so deutlich an die Reinigung erinnern.
Lautstärke
Die Geräuschentwicklung ist im normalen Betrieb angenehm, wenngleich die Geräusche anfangs ungewohnt klingen. Der Roboter arbeitet mit etwa 55 bis 60dB, im Max-Modus mit 65 bis 70dB. Die Station ist beim Absaugen, wie zu erwarten, deutlich lauter, was aber nur wenige Sekunden dauert. Die Walzenwäsche ist mit 67dB grenzwertig laut und leider auch recht lang. Die Trocknung hingegen verläuft sehr leise, ist aber trotzdem hörbar.
Akkulaufzeit
Der Akku mit 5.200mAh sorgt für lange Laufzeiten. In der Praxis schafft der M5 Max zwischen 100 und 120 Minuten, bei normaler Saugstufe und gleichzeitigem Wischen. Dies ist zwar im Vergleich zur Herstellerangabe von bis zu 320 Minuten fürs Saugen relativ wenig, allerdings sind solche Abweichungen normal, wenn man das Gerät in höheren Saugstufen betreibt und zusätzlich mit aktivierter Teppicherkennung unterwegs ist. Für kleinere Wohnungen ist das ausreichend. Allerdings wäre in der gleichen Zeit deutlich mehr Fläche drin, wenn die Navigation nicht so katastrophal wäre.
Testergebnis
Der Lefant M5 Max bietet ein ordentliches Paket an Funktionen, das Ihr in dieser Preisklasse kaum erwarten würdet. Dazu gehören eine vollausgestattete Station, eine rotierende und selbstreinigende Walze, eine starke Saugleistung sowie eine ausgeklügelte LiDAR-Navigation. Letztere funktioniert allerdings noch nicht so gut, wie sie sollte. Der Saugroboter hat gelegentlich Schwächen bei der Hinderniserkennung.
Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist allerdings hervorragend, denn das Reinigungsergebnis ist sehr gut. Saugleistung und Wischergebnis können sich wirklich sehen lassen. Bei Hartböden und für Nutzer, die eine automatische Pflege der Mopps wünschen, ist der Lefant M5 Max eine klare Empfehlung. Wer hingegen viele Kleinteile auf dem Boden hat oder absolute Premiumqualität erwartet, sollte zu einem teureren Modell greifen. Diese navigieren besser und schneller.
Auf smartzone sind wir immer auf der Suche nach Preis-/Leistungskillern und in genau diese Kategorie fällt der getestete Lefant. Wer mit den genannten Kritikpunkten leben kann, bekommt von uns daher eine Kaufempfehlung. Vor allem, wenn der Hersteller Preise aufruft, wie in der aktuellen Aktion bei Amazon:
Der Lefant M5 Max kostet regulär etwa 550€. Mit dem Code 44LF4D86 zahlt ihr bis zum 19.08.2026 nur 396,49€. Der kleinere Lefant M5 Pro (UVP 449,99€) liegt aktuell bei 379,99€ und fällt mit dem Code D7Y8D72W bis zum 23.08.2026 auf 296,39€. Den Code gebt ihr im Amazon-Warenkorb ein.
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