Goko M6 und X5: Robotic-Unternehmen stellt Mähroboter auf spoga+gafa vor!
Inhaltsverzeichnis
Auf der spoga+gafa in Köln sind wir an einem Stand hängengeblieben, der so gar nicht nach klassischem Gartengerät aussah. Goko zeigte dort gleich zwei Mähroboter, die eher an Mars-Rover als an gemütliche Rasenroboter erinnern: den seriennahen Mähroboter Goko M6 und den noch nicht marktreifen Goko X5. Ein klassisches Interview gab es nicht, aber wir konnten uns beide Geräte in Ruhe ansehen und haben das Wichtigste für euch in einem Video festgehalten, das ihr weiter unten findet.
Spannend ist schon, wer hinter Goko steckt. Die Marke ist der Endkunden-Ableger von Robot++, einem 2015 gegründeten Robotik-Unternehmen, das sich bislang vor allem mit Robotern für Hochrisiko-Einsätze an schwer zugänglichen Oberflächen einen Namen gemacht hat. Über 400 Patente stehen zu Buche. Diese Herkunft merkt man den Geräten an: Hier hat niemand einfach einen weiteren Rasenroboter gebaut, sondern echtes Robotik-Know-how in den Garten gebracht.
Goko M6: auf Gelände getrimmt
Der M6 ist der Star des Stands und steht aktuell im Mittelpunkt. Optisch ist er eine Ansage. Das kantige, silbern-schwarze Gehäuse mit dem dicken Stollenprofil sieht aus, als wollte es nicht den Vorgarten, sondern einen Acker bezwingen. Genau das ist auch die Idee: Der M6 ist ein 4WD-Mähroboter, der konsequent auf Geländetauglichkeit ausgelegt ist. Alle vier Räder werden angetrieben, dazu kommt eine lenkbare Vorderachse, und damit klettert der Roboter Steigungen von bis zu 42 Grad hinauf. Das entspricht rund 90 Prozent Steigung. Am Stand demonstrierte Goko das eindrucksvoll an einer steilen Rampe.
Mindestens so interessant ist die Navigation. Statt auf ein Begrenzungskabel setzt der M6 auf eine Fusion aus RTK-Satellitennavigation und einem KI-Kamerasystem. Vier Kameras bilden das Quad-Vision-System, das laut Goko über 200 verschiedene Objekte erkennen und unterscheiden kann, vom Gartenschlauch bis zum Igel. Dass ein Unternehmen mit Robotik-Hintergrund hier deutlich mehr Aufwand bei der KI-gestützten Objekterkennung treibt als so mancher Mitbewerber, ist gut nachvollziehbar. Unter einer Klappe auf der Oberseite verbirgt sich zudem ein Bedienfeld mit Display, das sich über einen zentralen Drehregler steuern lässt – ein markantes Designdetail –, daneben sitzt der obligatorische rote Stopp-Knopf.
Beim Akku setzt der M6 auf den gleichzeitigen Betrieb von zwei Akkus: Wer längere Laufzeiten braucht, kann so die Gesamtlaufzeit verlängern. Nach Herstellerangabe kommt der M6 mit der Zwei-Akku-Variante auf bis zu 8.000 Quadratmeter Mähleistung pro Tag, eine einzelne Ladung soll für mehrere tausend Quadratmeter reichen. Damit zielt der M6 klar auf große, anspruchsvolle Grundstücke, für die viele draht- und kamerabasierte Roboter schlicht zu klein dimensioniert sind. Gemäht wird über ein Dual-Blade-System mit zwei rotierenden Messertellern, die Schnittbreite liegt bei 42 Zentimetern und die Schnitthöhe lässt sich von 25 bis 100 Millimeter einstellen. Dabei lässt sich zwischen zwei Messerdecks wählen: Scheibenmesser für einen leisen, wartungsarmen Schnitt und Mulchmesser für dichtes Gras.
Dass das Konzept ankommt, zeigt nicht nur die Aufmerksamkeit am Messestand.
Kickstarter-Kampagne & Verkaufsstart
Auf den Markt kam der M6 zunächst über eine Crowdfunding-Kampagne auf Kickstarter, und der Start verlief mehr als gut: Bereits am ersten Tag war die Kampagne zu 200 Prozent finanziert, das Finanzierungsziel also direkt doppelt übertroffen. Am Ende kamen so über eine Million US-Dollar zusammen. Wie immer bei Crowdfunding gilt aber: Ein finanziertes Projekt ist noch kein ausgeliefertes Produkt, und wir raten generell nicht zur Teilnahme an solchen Kampagnen, wenn es euch nur um den Kauf des Produkts geht. Wer den M6 kaufen möchte, findet ihn inzwischen direkt über die offizielle Goko-Website. Wichtig zu wissen: Dabei handelt es sich um einen US-Kaufkanal. Wer aus der EU Interesse am M6 hat, wendet sich für eine Bestellung am besten an den Kundenservice von Goko (service@gokorobo.com). Auf einen ausführlichen Praxistest unter realen Bedingungen kommt es am Ende ohnehin an, und sobald der M6 regulär bei uns erhältlich ist, schauen wir ihn uns natürlich genauer an.
Goko X5: ein Ausblick auf später
Während der M6 kurz vor dem Marktstart steht, ist der zweite Roboter am Stand noch Zukunftsmusik. Der Goko X5 ist deutlich größer, fährt auf Raupenketten statt auf Rädern und steckt in einem massiven Rohrrahmen mit Überrollbügel. Goko positioniert ihn als 3-in-1-Maschine für den professionellen Einsatz, die nicht nur mäht, sondern auch Schnee räumen und Lasten ziehen soll. Ein entsprechendes Schneeräum-Modul stand am Stand bereit.
Serienreif ist der X5 noch nicht, und einen Preis oder Termin nannte Goko nicht. Als Statement taugt die Studie aber allemal: Sie zeigt, wohin die Reise gehen könnte, wenn ein Robotik-Spezialist seine Technik konsequent auf den Außenbereich überträgt. Auf der Messe war der wuchtige Kettenroboter jedenfalls ein echter Hingucker.
Unser Fazit vom Stand
Goko ist ein Robotik-Unternehmen, das seine Kernkompetenz in den Garten trägt. Der M6 wirkt durchdacht und ist mit seinem 4WD-Antrieb, der starken Steigfähigkeit und der KI-Kameranavigation genau für die Grundstücke gemacht, an denen andere scheitern. Der X5 deutet an, dass da noch mehr kommt. Wie sich der M6 in der Praxis schlägt, klärt erst ein echter Test, aber der erste Eindruck auf der spoga+gafa war stark. Alle Eindrücke vom Gerät seht ihr in unserem Video.
Newsletter bestellen
Hol Dir die neuesten Infos zu Chinahandys und Gadgets direkt ins Postfach!
Alle News Updates über Telegram.
































