Vivo X Fold 6 vorgestellt – die neue Kamera-Referenz unter den Foldables?
Inhaltsverzeichnis
Mit dem Vivo X Fold 6 meldet sich Vivo zurück im Foldable-Spitzenfeld – und zwar mit einer Ansage, die vor allem Fotografie-Fans aufhorchen lässt. Erstmals stecken Kamera-Sensoren auf dem Niveau der gefeierten X300-Serie in einem Falt-Smartphone, inklusive 200MP-Hauptkamera mit Zeiss-Optik und dem optionalen 200-mm-Teleobjektiv zum Aufstecken. Dazu kommt der größte Akku, den wir bisher in einem Foldable gesehen haben: 7.000mAh!
Vorgestellt wurde das X Fold 6 am 26. Juni 2026 zunächst in China, doch Vivo hat den Europa-Start bereits offiziell bestätigt. Genaue Termine und Euro-Preise bleibt der Hersteller noch schuldig – wir rechnen aber damit, dass die EU-Variante deutlich teurer wird als das China-Modell. Kurz gesagt: Vivo will hier die Kamera-Referenz unter den Foldables abliefern. Schauen wir, ob das aufgeht. 😉
Das ist neu gegenüber dem Vivo X Fold 5

- Kamera: 200MP-Zeiss-Hauptkamera statt 50MP – plus Support für den 200-mm-Tele-Extender.
- Akku: 7.000mAh statt 6.000mAh, also satte 1.000mAh mehr bei gleichem Ladetempo.
- Chip: MediaTek Dimensity 9500 Super statt Snapdragon 8 Gen 3.
- Gewicht & Dicke: mit 228g und nur 4,4mm im aufgeklappten Zustand sogar dünner und kaum schwerer.
- Software: OriginOS 6 Fold auf Basis von Android 16.
Die Konkurrenz schläft derweil nicht: Mit dem Honor Magic V5 (zum Test) steht bereits eines der besten Foldables überhaupt im Regal, das mit 4,1mm noch eine Spur dünner baut – beim Akku (5.820mAh) und der Kamera-Power aber das Nachsehen hat. Und mit dem frisch vorgestellten Honor Magic V6 (zur Ankündigung) rollt in der zweiten Jahreshälfte 2026 der nächste starke Gegner an. Den Samsung-Vergleich sparen wir uns hier – Honor ist aktuell die spannendere Messlatte.
![]() Vivo X Fold 6 |
![]() Vivo X Fold 5 |
|
| Größe | 157,1 x 74,2 x 9,4mm | 159,7 x 72,6 x 9,2mm |
| Gewicht | 228g | 217g |
| CPU | MediaTek Dimensity 9500 - 1 x 4,2 GHz + 3 x 3,5 GHz + 4 x 2,7 GHz | Snapdragon 8 Gen 3 - 1 x 3,3GHz + 3 x 3,15Ghz + 2 x 2,26GHz |
| RAM | 12 GB RAM, 16 GB RAM | 16 GB RAM |
| Speicher erweiterbar | Nein | Nein |
| Display | 2528 x 1120, 6,5 Zoll 120Hz (AMOLED) | 2748 x 1172, 6,5 Zoll 120Hz (AMOLED) |
| Betriebssystem | Android 16, OriginOS | Android 15, OriginOS |
| Akku |
7000 mAh (80 Watt)
kabelloses Laden |
6000 mAh (80 Watt)
kabelloses Laden |
| Kameras | 200 MP + 50MP (dual) + 50MP (triple) | 50 MP + 50MP (dual) + 50MP (triple) |
| Frontkamera | 20 MP | 20 MP |
| Anschlüsse | USB-C 3.2 (20GBit/s), Dual-SIM | USB-C 3.0 (5GBit/s), Dual-SIM |
| Entsperrung | Fingerabdruck, Face-ID | Fingerabdruck, Face-ID |
| Empfang |
5G: n1, n2, n3, n5, n7, n8, n12, n20, n25, n28, n38, n40, n41, n66, n77, n78 4G: 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 17, 18, 19, 20, 25, 26, 28, 34, 66, 38, 39, 40, 41 |
5G: n1, n2, n3, n5, n7, n8, n12, n20, n25, n28, n38, n40, n41, n66, n77, n78 4G: 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 17, 18, 19, 20, 25, 26, 28, 34, 66, 38, 39, 40, 41 |
| Zum Testbericht |
Design & Display
Trotz des riesigen Akkus bleibt das X Fold 6 erstaunlich handlich. Im aufgeklappten Zustand misst es je nach Farbe nur 4,4mm bis 4,8mm, zugeklappt sind es 9,4 bis 9,9 Millimeter. Zusammengeklappt misst es 157,1 x 74,2 x 9,4mm. Mit 228g liegt es auf dem Niveau aktueller Top-Foldables. Der Mittelrahmen besteht aus Aluminium, die Rückseite je nach Variante aus Fiberglas oder Glas. Gegen Wasser ist das Gerät nach IPX8 und IPX9 geschützt, gegen Staub immerhin nach IP5X.
Beim Display setzt Vivo auf zwei AMOLED-Panels der Oberklasse. Innen kommt ein 8,02 Zoll großes LTPO-Panel von Samsung mit 2504 x 2312 Pixel zum Einsatz, außen ein 6,51 Zoll messendes BOE-Panel mit 2528 x 1120 Pixel. Beide bieten 120 Hertz Bildwiederholrate und werden laut Hersteller mit einer lokalen Spitzenhelligkeit von 5.000 Lux beworben – in der Praxis dürfte der Alltagswert deutlich darunter liegen. HDR10+ und Dolby Vision sind ebenfalls an Bord.
Kamera: das große Highlight
Hier liegt das Herzstück des X Fold 6. Vivo verspricht Kamera-Qualität auf dem Niveau der kompakten X300-Reihe – und ein Blick auf die Sensoren zeigt: Das ist keine leere Marketing-Floskel. Alle drei rückwärtigen Kameras nutzen Zeiss-Optiken mit T*-Beschichtung:
- Hauptkamera: 200MP, 1/1,4 Zoll, f/1,68, Samsung ISOCELL HPB, OIS
- Telekamera: 50MP Zeiss APO, 70mm, f/2,57, Sony LYT-602, 3-fach optischer Zoom, OIS
- Ultraweitwinkel: 50MP, 16mm, f/2,05, Sensor ISOCELL JN1
- Frontkameras (innen & außen): 20MP, f/2.4
Spannend wird der direkte Abgleich: Der 200MP-Sensor des X Fold 6 (Samsung ISOCELL HPB) ist genau jener Sensor, den das vivo X300 Pro (zum Test) für seine Telekamera einsetzt – im Foldable wandert er nun in die Hauptkamera. Das vivo X300 Ultra (zum Test) fährt mit gleich zwei 200MP-Sensoren noch schwereres Geschütz auf, doch dass ein faltbares Gerät überhaupt in diese Sensor-Liga vorstößt, ist bemerkenswert. Ein komplettes 1:1-X300-System ist es also nicht – aber die Hardware-Basis spielt klar in der Champions League der Smartphone-Kameras.
Für die Bildverarbeitung kombiniert Vivo den hauseigenen BlueImage Imaging Chip V3+ mit dem Dimensity 9500. Hauptkamera und Tele erreichen das CIPA-4.5-Stabilisierungsniveau, Porträt-Videos sind in 4K mit 60 Bildern pro Sekunde möglich, die Hauptkamera filmt sogar in 8K.
Das eigentliche Schmankerl ist aber der optionale vivo Zeiss Telephoto Extender Gen 2. Dieser wird per Bajonettverschluss an einer speziellen Hülle befestigt und erweitert die Brennweite auf äquivalente 200mm. Damit ist das X Fold 6 erst das zweite vivo-Smartphone nach dem X300 Ultra, das diesen Aufschnall-Telekonverter unterstützt – und das erste Foldable überhaupt. Den 400-mm-Konverter des X300 Ultra versteht das X Fold 6 allerdings nicht.
Leistung & System
Angetrieben wird das X Fold 6 vom MediaTek Dimensity 9500 Super Edition, einer von Vivo und MediaTek gemeinsam optimierten Version des aktuellen Top-Chips. Der Octa-Core taktet mit bis zu 4,21GHz und wird in 3nm gefertigt, als Grafikeinheit dient die ARM G1-Ultra. In China gibt es ihn mit 12 oder 16GB LPDDR5X-Ultra-RAM und 256GB, 512GB oder 1TB UFS-4.1-Speicher.
Da der Chip brandneu ist, liegen uns noch keine eigenen Messwerte zum X Fold 6 vor. Eine gute Einordnung der zu erwartenden Leistung liefert das vivo X300 Pro (zum Test) aus demselben Hause:

Konnektivität & Akku
Der Akku ist die zweite große Stärke. Mit 7.000mAh steckt im X Fold 6 die größte Kapazität, die wir je in einem Foldable gesehen haben – möglich macht das die platzsparende Silizium-Kohlenstoff-Technik. Geladen wird mit bis zu 80 Watt per Kabel und 40 Watt kabellos. Nach 1.000 Ladezyklen soll noch über 80% Restkapazität übrig sein, und selbst bei -30 Grad soll der Akku noch funktionieren. Reverse-Charging für andere Geräte ist ebenfalls möglich, im chinesischen Lieferumfang liegt ein 100-Watt-Netzteil.
Bei der Konnektivität gibt sich das X Fold 6 keine Blöße: Wi-Fi 7, Bluetooth 5.4, NFC, ein Infrarot-Sender, USB-C und ein seitlicher Fingerabdrucksensor sind an Bord. Hi-Res-Audio mit 24 Bit/192 kHz und Stereo-Lautsprecher runden das Paket ab.
Unsere Einschätzung
Auf dem Papier ist das Vivo X Fold 6 das vielleicht spannendste Foldable des Jahres. Die Kombination aus 200MP-Zeiss-Kamera, optionalem 200-mm-Tele und dem riesigen 7.000mAh-Akku gibt es so bei keinem Konkurrenten. Dass Vivo das alles in ein nur 4,4mm dünnes Gehäuse packt, ist beachtlich.
Der Haken ist absehbar der Preis. In China startet das X Fold 6 bei umgerechnet rund 1.035€ für die Basisvariante (12/256GB) und klettert bis etwa 1.425€ für die 1-TB-Version. Das Kamera-Kit mit Tele-Extender kostet noch einmal rund 130€ extra. In Europa dürften diese Zahlen kräftig nach oben gehen – Foldables zahlen hier traditionell einen saftigen Aufschlag.
Mehr Details zum direkten Vorgänger findet ihr in unserem ausführlichen Vivo X Fold 5 (zum Test).
- schlank und perfekt verarbeitet
- super lange Akkulaufzeit
- tolles Multitasking
- schneller Fingerabdrucksensor
- 3 starke Kameras
- Rechenleistung nicht ganz an der Spitze
- teils Probleme mit chinesischer Software
- keine eSIM
- 21:9 Format
- Lautsprecher könnten besser sein
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