| CPU | Snapdragon 8 Elite Gen 5 - 2 x 4,6GHz + 6 x 3,6 GHz |
|---|---|
| RAM | 12 GB RAM, 16 GB RAM |
| Speicher | 1 TB, 256 GB, 512 GB |
| GPU | Adreno 840 |
| Display | 3168 x 1440, 6,8 Zoll 144Hz (AMOLED) |
| Betriebssystem | OriginOS - Android 16 |
| Akkukapazität | 6600 mAh |
| Ladegeschwindigkeit | 100 Watt, 40 Watt (kabellos) |
| Speicher erweiterbar | Nein |
| Hauptkamera | 200 MP + 200MP (dual) + 50MP (triple) |
| Frontkamera | 50 MP |
| USB-Anschluss | USB-C 3.1 (10GBit/s) |
| Kopfhöreranschluss | Nein |
| Entsperrung | Fingerabdruck, Face-ID |
| 4G | 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 17, 18, 19, 20, 25, 26, 28, 34, 66, 38, 40, 41 |
| 5G | 1, 2, 3, 5, 7, 8, 12, 20, 25, 28, 38, 40, 41, 66, 77, 78 |
| NFC | Ja |
| SIM | Dual - nano |
| Gewicht | 237 g |
| Maße | 163 x 76,8 x 8,5 mm |
| Antutu (v10) | 2852530 |
| Benachrichtigungs-LED | Nein |
| Updatezeitraum | 5 Jahre Android- & 7 Jahre Sicherheitsupdates |
| Hersteller | Vivo |
| Getestet am | 20.05.2026 |
Inhaltsverzeichnis
Mit dem Vivo X300 Ultra schickt der chinesische Hersteller sein neues Foto-Flaggschiff ins Rennen. Im Mittelpunkt steht erneut die Zusammenarbeit mit Zeiss und das ungewöhnliche Kamera-Setup, dessen Hauptkamera auf eine 35-mm-Brennweite für besonders natürliche Personenaufnahmen setzt. Hinzu kommen ein gewaltiger 200-MP-Sensor, eine ebenso starke 200-MP-Telekamera und eine Ultraweitwinkel-Kamera, das vom Sensor her einer Hauptkamera gleichkommt. Selbstredend bekommt ihr hier auch ein waschechtes Flagship mit Top-Snapdragon-Prozessor, leuchtend-hellen AMOLED und 6.600mAh großen Akku.
Der Haken steckt im Preis. In Deutschland kostet das Vivo X300 Ultra in der einzigen verfügbaren 16/1.024 GB-Variante satte 2.000€. Im Import aus China bekommt ihr die kleinere 12/512 GB-Version dagegen für rund 1.050€ — also fast die Hälfte. Wer mit den Software-Einschränkungen der China-Version leben kann, spart hier richtig Geld. Wir haben uns das Vivo X300 Ultra bei Tradingshenzhen bestellt und ausführlich getestet. Der Onlineshop liefert das Gerät in etwa 2 Wochen nach Deutschland und übernimmt dabei alle Kosten für die Einfuhr.
In diesem Testbericht klären wir, ob das Vivo X300 Ultra den heftigen Preis rechtfertigt und wo seine Stärken und Schwächen liegen. Den großen Kameravergleich gegen das Huawei Pura 80 Ultra, das Xiaomi 17 Ultra (zum Test) und das Oppo Find X9 Ultra heben wir uns für einen separaten Artikel auf.
Design und Verarbeitung
Das Vivo X300 Ultra ist ein echter Brocken. Mit Abmessungen von 162,98 x 76,81 x 8,49 Millimeter und einem Gewicht von 237 Gramm ist es weder besonders kompakt noch leicht. Die schwarze Variante wäre minimal schlanker und leichter (8,19 Millimeter und 232 Gramm), unsere grüne Version bekommt durch die zweigeteilte Rückseiten-Optik aber einen Tick mehr Charakter. Im ersten Eindruck wirkt das Smartphone wie ein Display, an das ein riesiges rundes Kameramodul angebracht wurde. Vivo hat das Kamerablock-Design konsequent zur Kernidentität des Geräts gemacht, mit einem geriffelten Metallrand, der an ein DSLR-Objektiv erinnert, und mittig platziertem ZEISS-Logo. Wuchtig ist das Gerät aber trotzdem.
Beim Gehäuse setzt Vivo auf einen Metallrahmen aus Aluminium, der durch Antennenstreifen segmentiert wird. Vorder- und Rückseite sind komplett flach, ohne die leichten Rundungen des Vivo X200 Ultra (zum Test) — das ist ein echter Segen, wenn ihr das teure Smartphone mit einem Panzerglas schützen wollt. Vivo nennt das Display-Glas „Armor Glass”. In unserem Kratztest hatten wir keine Probleme, Kratzer ließen sich auch unter Druck nicht erzeugen. Die Display-Ränder messen rund 2,5 Millimeter und sind auf allen vier Seiten gleichmäßig schmal.
Trotz des Kamera-Brockens auf einer Seite liegt das Smartphone erstaunlich ausgewogen in der Hand. Die Verarbeitung ist über jede Kritik erhaben: Es gibt keinen Flex, keine Hohlräume und keine knarzenden Stellen. Das Gerät fühlt sich aus einem Guss an. Die Glas-Rückseite ist allerdings recht rutschig, weshalb wir die mitgelieferte farblich passende Schutzhülle direkt aufgesetzt haben.
Auf der rechten Seite findet ihr Lautstärkewippe und Power-Button. Beide haben einen angenehmen Druckpunkt und einen schönen Klick. Einen dedizierten Camera-Button gibt es nicht — und das begrüßen wir ausdrücklich. Schon beim X200 Ultra hat sich die Funktion in der Praxis als überflüssig erwiesen.
Das Smartphone ist nach IP68 und IP69 zertifiziert und damit gegen Staub sowie zeitweiliges Untertauchen geschützt. Der Ultraschall-Fingerabdrucksensor unter dem Display entsperrt das Gerät blitzschnell und absolut zuverlässig. An der Unterseite sitzen der USB-C-Anschluss, der SIM-Slot für zwei Nano-SIMs, ein Lautsprechergitter sowie ein Mikrofon. Der USB-C-Port unterstützt USB 3 mit 10Gbit/s sowie DisplayPort-Output, sodass ihr das Smartphone an einen externen Monitor anschließen könnt.
Insgesamt ist das Vivo X300 Ultra ein durchgehend hochwertig verarbeitetes Smartphone mit klarem Design-Statement, das sich auch trotz der Kamera-Wuchtigkeit gut bedienen lässt. Groß und schwer ist es aber trotzdem.
Lieferumfang des Vivo X300 Ultra
In der Box der China-Version findet ihr neben dem Smartphone:
- 100W USB-C-Netzteil (China-Stecker, Tradingshenzhen legt einen EU-Adapter bei)
- USB-C-zu-USB-C-Kabel
- Farblich passende Schutzhülle
- SIM-Nadel und Anleitungen
- Ab Werk angebrachte Displayschutzfolie
Die Global Version kommt aus regulatorischen Gründen ohne Netzteil. Optional bietet Vivo das Photography Kit für 599€ an, das ein Kameragehäuse, einen abnehmbaren Griff mit Auslöser, Filterringe sowie die 200mm- und 400mm-Telekonverter-Linsen umfasst. Wir haben das Kit für unseren Test nicht mitbestellt.
Display des Vivo X300 Ultra
Auf der Vorderseite prangt ein 6,82 Zoll großes AMOLED-Display mit LTPO-Technik. Die Auflösung beträgt nativ 3168 x 1440 Pixel. In den Display-Einstellungen lässt sich die Auflösung auf 2772 x 1260 Pixel („Ultra HD”) herunterstellen, falls ihr Akku sparen wollt. Der Unterschied ist nicht zu sehen.
Die Bildwiederholrate geht dynamisch von 1Hz bis 144Hz und passt sich dank LTPO an den Inhalt an. Bei statischem Bild dropt das Panel zuverlässig auf 1Hz herunter, selbst wenn ihr es nicht berührt. In den Einstellungen stehen drei Refresh-Rate-Modi zur Auswahl: „Standard” (max. 60Hz für längste Akkulaufzeit), „Intelligente Anpassung” (adaptiv) und „Hoch” (bis 144Hz). Die vollen 144Hz werden in der Praxis aber quasi nie genutzt.
Bei der Helligkeit haben wir im Test einen sehr starken Maximalwert von 3.090 Lux im Auto-Modus gemessen. Das ist Spitzenklasse und sorgt im Freien jederzeit für eine exzellente Ablesbarkeit. Hier zieht Vivo klar an Oppo, Samsung und Xiaomi vorbei.
Das Smartphone bietet volle HDR-Unterstützung. Widevine L1 ist auch in der China-Version an Bord. Die Farbtiefe beträgt 10 Bit. Wichtig für empfindliche Augen ist das PWM-Dimming mit 2.160Hz. Insgesamt ist das Display ein echtes Highlight und lässt keine Wünsche offen.
Leistung
Im Vivo X300 Ultra arbeitet mit dem Snapdragon 8 Elite Gen 5 der aktuell stärkste Android-Prozessor von Qualcomm, der im 3-Nanometer-Verfahren hergestellt wird.
In unserer 16/512GB-Konfiguration arbeitet das Smartphone mit LPDDR5X-Ultra-RAM und UFS-4.1-Speicher. Die Speicher-Geschwindigkeit liegt mit 4.062MB/s lesend und 3.934MB/s schreibend auf Spitzenniveau.
Bei den Benchmarks landet das Vivo X300 Ultra erwartungsgemäß ganz oben. Die Performance entspricht dem, was man von einem 2.000€-Flaggschiff erwartet, und sie wird hier auch zuverlässig geliefert. Auch der MediaTek Dimensity 9500 im Vivo X300 Pro (zum Test) hält in einigen Szenarien überraschend gut mit, was die Wahl zwischen Ultra und Pro für preisbewusste Käufer durchaus interessant macht.
Im 3DMark-Stresstest über 20 Loops verliert das Smartphone rund 40% der GPU-Leistung, beim CPU-Throttling-Test liegt der Verlust bei 34%. Das ist für ein Flagship-Smartphone normal, aber nicht gut. Erfreulich ist immerhin, dass die Leistung nicht abrupt einbricht, sondern gleichmäßig abfällt. Die Oberfläche des Geräts wird unter Last allerdings spürbar warm.
Im normalen Alltag und bei Spielen ist das Throttling kein Thema. Das System läuft butterweich, App-Wechsel sind flüssig, und auch anspruchsvolle Titel wie Genshin Impact laufen mit hohen Einstellungen flüssig.
System
Das Vivo X300 Ultra startet mit Android 16 und der hauseigenen Oberfläche OriginOS 6. OriginOS läuft jetzt auf der China- und der Global-Version. Das ältere FuntouchOS hat Vivo abgeschafft. Vivo bringt mit der Origin Island zudem das eigene Pendant zu Apples Dynamic Island mit.
Bei der Update-Politik verspricht Vivo offiziell 5 große Android-Updates plus 7 Jahre Sicherheits-Patches. Das gilt allerdings nur für die Global-Version. Für die China-Version gibt es kein offizielles Update-Versprechen, in der Praxis landen die Updates aber genauso auf dem Gerät.
China Version:
Wir haben das Vivo X300 Ultra direkt in China gekauft. Die folgenden Nachteile betreffen nur die China-Version:
- deutsche Systemsprache (mit gelegentlichen chinesischen Resten)
- Google Play Store nachinstallierbar
- Google Wallet
- Android Auto
- Banking-Apps
- Widevine L1 (4K-Streaming bei Netflix, Prime, Disney+)
- Bloatware deinstallierbar
- VoLTE und Wi-Fi-Anrufe
- kein Google Standortverlauf
- keine Sprachsteuerungen in Google Maps
- WearOS nur eingeschränkt
- kein 6 GHz-Band bei WiFi 7
Wie ihr die China-Version optimal für die Nutzung in Deutschland einrichtet, haben wir in unserer Anleitung zusammengefasst — inklusive der notwendigen Anpassungen, damit Push-Benachrichtigungen zuverlässig durchkommen.
Ebenfalls neu ist das Vivo Connection Center mit AirDrop-Kompatibilität, also direkter Dateiaustausch zu iPhones ohne Drittanbieter-App. Das ist für Wechsler aus dem Apple-Lager ein echter Pluspunkt der globalen Version. Dieses Feature ist global und auf der China-Version verfügbar.
Insgesamt funktioniert die China-Version mit OriginOS 6 in Deutschland sehr gut, sofern ihr nicht WearOS-Nutzer seid und kein Problem damit habt, einmalig die Anleitungen abzuarbeiten.
Kamera des Vivo X300 Ultra
Die Kamera ist das absolute Prunkstück des Vivo X300 Ultra und entstand erneut in Zusammenarbeit mit Zeiss. Im Vergleich zum Vorgänger ist das kein kompletter Generationswechsel der Hardware, sondern ein gezieltes Upgrade an den richtigen Stellen: Die Hauptkamera bekommt einen deutlich größeren Sensor, die Telekamera einen neuen Sensor, und die Ultraweitwinkelkamera bleibt unverändert — was sie sich erlauben kann, weil sie ohnehin der größte und beste Vertreter ihrer Klasse ist. Im Mittelpunkt steht weiterhin die ungewöhnliche 35-mm-Brennweite der Hauptkamera, mit der Vivo bewusst auf natürliche Personenaufnahmen statt klassischen Weitwinkel setzt.
Kameraspezifikationen:
- Hauptkamera: 200 Megapixel (Sony Lytia 901), f/1.85, 1/1.12 Zoll, 35mm, Autofokus, OIS
- Telekamera: 200 Megapixel (Samsung HP0), f/2.67, 1/1.4 Zoll, 85mm, Autofokus, OIS, 3,7-fach Zoom
- Ultraweitwinkel-Kamera: 50 Megapixel (Sony Lytia 818), f/2.0, 1/1.28 Zoll, 14mm, Autofokus, OIS
- Selfie-Kamera: 50 Megapixel (Samsung ISOCELL JN5), f/2.5, 1/2.76 Zoll, 24mm, Autofokus
Auf dem Papier zeigt sich, wo Vivo die Stärken setzt — und wo Vivo Abstriche akzeptiert. Die Hauptkamera ist mit ihrem 1/1.12 Zoll-Sensor eine der größten auf dem Markt, wie man sie nur in Ultra-Smartphones findet. Die Ultraweitwinkel-Kamera ist mit 1/1.28 Zoll ebenfalls eine eigene Klasse — ein Sensor in dieser Größe sitzt bei vielen Konkurrenten als Hauptkamera.
Bei der Telekamera hat Vivo allerdings keine großen Sprünge gemacht. Das 1/1.4 Zoll-Format ist zwar respektabel, aber im aktuellen Spitzenfeld der Ultra-Klasse längst nicht mehr Maßstab. Das Huawei Pura 80 Ultra (zum Test) etwa setzt einen deutlich größeren Tele-Sensor ein.
Hauptkamera Tageslicht
Die Hauptkamera des Vivo X300 Ultra liefert bei Tageslicht eine herausragende Leistung. Die Aufnahmen haben den charakteristischen Vivo-Look mit kräftigen, aber nicht übertriebenen Farben und einem starken Kontrast. Der Dynamikumfang ist exzellent, der Weißabgleich sitzt verlässlich, und durch den großen Sensor ergibt sich ein angenehm natürliches Hintergrund-Bokeh, ohne dass man dafür den Portrait-Modus bemühen müsste. Eine kleine Beobachtung: Bei nahen Motiven ist die Schärfeebene durch die geringe Tiefenschärfe so eng, dass nicht immer alles im Bild scharf wird. Hier hilft etwas Abstand.
Personenaufnahmen profitieren stark von der 35-mm-Brennweite: Es gibt keine verzerrten Gesichts-Proportionen wie bei klassischen 24mm-Hauptkameras, die Hauttöne wirken lebendig und natürlich, und die Detailwiedergabe im Gesicht ist auf absolutem Spitzenniveau.
Hauptkamera Nachtaufnahmen
Auch bei wenig Licht überzeugt die Hauptkamera durchgehend. Die Schärfe bleibt auf Spitzenniveau, die Farben behalten ihre Lebendigkeit ohne in Übersättigung zu kippen, und der Dynamikumfang ist erstaunlich weit für eine Smartphone-Kamera. Bildrauschen sucht man auch in dunklen Szenen weitgehend vergebens. Die Hauptkamera ist eine der besten ihrer Klasse für Nachtaufnahmen.
Ultraweitwinkel
Die Ultraweitwinkelkamera setzt eine eigene Klasse: Mit 1/1.28 Zoll ist sie größer als die Hauptkameras vieler Konkurrenten, und das merkt man den Bildern an. Bei Tageslicht liefert sie gestochen scharfe Aufnahmen mit weitem Dynamikumfang, akkuratem Weißabgleich und kräftigen Farben. Die Detailwiedergabe ist top — selbst feine Strukturen werden sauber aufgelöst.
Auch bei Nacht bleibt die Ultraweitwinkelkamera auf einem unglaublich hohen Niveau. Die Belichtung ist ausgewogen, der Weißabgleich stimmt, Farben wirken lebendig. Bildrauschen ist selbst in Schwachlichtsituationen kaum ein Thema. Vermutlich sind das die besten Low-Light Ultraweitwinkel-Aufnahmen auf dem Markt.
Zoom-Aufnahmen
- 50mm
- 85mm
- 230mm
- 85mm
- 85mm
- 85mm
Mit der 200MP-Telekamera bei nativen 85mm liefert das Vivo X300 Ultra hervorragende Aufnahmen. Die Bilder sind sehr scharf, der Kontrast ist hoch, die Farben sind kräftig — und das Hintergrund-Bokeh fällt durch die längere Brennweite besonders schön aus. Bei Nacht liefert die Telekamera ebenfalls eine starke Vorstellung mit guter Dynamik und natürlichen Farben.
- 85mm
- 230mm
- 85mm
- 85mm
- 85mm
- 85mm
Auch bei höheren Zoomstufen jenseits der nativen 3,7-fachen Vergrößerung bleibt die Qualität sehr gut. Bis etwa 6-fach Zoom sehen die Aufnahmen gut aus. Darüber hinaus sind die Bilder nicht mehr ästhetisch. Das schaffen nur das Oppo Find X9 Ultra oder das Huawei Pura 80 Ultra.
Portrait-Aufnahmen
- ohne Portraitmodus
- mit Portraitmodus
- ohne Portraitmodus
- mit Portraitmodus
Hier kommt eine kleine Eigenart zum Vorschein: Die typischen “Smartphone-Portraits” liefert das Vivo X300 Ultra im normalen Foto-Modus, nicht im Portrait-Modus. Sowohl bei der 35mm-Hauptkamera als auch bei der 85mm-Telekamera entstehen im Foto-Modus und im Portrait-Modus sehr ansprechende Aufnahmen. Im Standardmodus erzeugt das Smartphone Portraits mit einem natürlichen Bokeh und kräftigen Farben. Der dedizierte Portrait-Modus hingegen simuliert die optische Charakteristik echter DSLM-Objektive. Das Bokeh wird dadurch deutlich weicher, die Farben sind eher gedämpft und Details werden von der Software nicht so stark nachgeschärft. Welchen Look man bevorzugt, ist Geschmackssache. Beide Portrait-Stile sind außerordentlich gelungen.
Selfies
Die Selfie-Kamera schießt mit 24mm-Brennweite Bilder, die in den meisten Disziplinen überzeugen. Die Schärfe ist insgesamt sehr gut, die Dynamik weit, die Farbwiedergabe stimmig. Bei genauerem Hinsehen fällt allerdings auf, dass die Software an manchen Hautpartien selektiv weichzeichnet — das kann je nach Geschmack stören oder als angenehm empfunden werden.
Wer extrem weite Selfies mag, etwa für Gruppen-Aufnahmen, dürfte die 24mm allerdings als einen Tick zu eng empfinden. Konkurrenten wie das Xiaomi 17 Ultra (zum Test) und das Oppo Find X9 Ultra setzen hier auf 21mm, also einen merklich größeren Bildwinkel. Insgesamt ist die Selfie-Kamera gut, aber nicht bahnbrechend.
Videos
Bei den Videos schöpft das Vivo X300 Ultra aus dem Vollen. Laut Hersteller stand genau dieser Aspekt im Fokus, um dem iPhone seine Paradedisziplin strittig zu machen. Auf allen drei Rückkameras stehen 8K bei 30fps und 4K bei 120fps zur Verfügung, die Selfie-Kamera nimmt bis 4K bei 60fps auf. Dolby Vision und Log-Recording sind bis zur 4K-Auflösung auf allen Kameras verfügbar — ein echtes Argument für Video-Profis, die im Color Grading flexibel bleiben wollen. Für Otto-Normal-Nutzer sind diese Funktionen aber “Overkill”.
Die elektronische Stabilisierung funktioniert exzellent: Beim Gehen wirken Videos wie auf einem Gimbal, sowohl mit der 14mm-Ultraweitwinkel- als auch der 35mm-Hauptkamera. Auch die 85mm-Telekamera bleibt erstaunlich ruhig. Ein fließender Wechsel zwischen allen Linsen inklusive Selfie-Kamera ist während der Aufnahme möglich.
Zwischenfazit Kamera
Das Vivo X300 Ultra liefert in fast allen Disziplinen eine herausragende Kamera-Performance. Die Hauptkamera mit ihrer ungewöhnlichen 35-mm-Brennweite und dem großen 200MP-Sensor ist sowohl bei Tag als auch bei Nacht auf absolutem Spitzenniveau. Die Telekamera überzeugt mit ihren nativen 85mm und bleibt auch bei höheren Zoomstufen lange brauchbar. Die Ultraweitwinkelkamera setzt durch ihren riesigen Sensor einen Maßstab, den die Konkurrenz aktuell nicht erreicht. Zudem liefert das Smartphone fantastische Portraits, wobei man hier unbedingt mit den Modi experimentieren sollte, um die gewünschten Ergebnisse zu bekommen.
Ob das Vivo X300 Ultra wirklich der neue Kamera-King ist, klären wir in einem separaten Kameravergleich gegen das Huawei Pura 80 Ultra, das Xiaomi 17 Ultra (zum Test) und das Oppo Find X9 Ultra. Erst nach diesem direkten Vergleich lässt sich seriös sagen, welches Smartphone in der absoluten Foto-Königsklasse 2026 ganz oben steht.
Konnektivität und Kommunikation
Das Vivo X300 Ultra ist ein Dual-SIM-Smartphone mit zwei Nano-SIM-Slots. Die China-Version unterstützt keine eSIM, die Global-Version dagegen schon. Wer eSIM zwingend braucht und trotzdem die China-Version nutzen will, kann sich über einen eSIM-Adapter (zur Übersicht) behelfen.
Bei den Mobilfunkbändern deckt auch die China-Version eine breite Bandbreite ab und ist problemlos in Deutschland nutzbar:
- 5G: n1/n2/n3/n5/n7/n8/n12/n18/n20/n25/n26/n28/n38/n40/n41/n48/n66/n77/n78/n79/n80/n81/n83/n84/n89
- 4G (LTE): 1/2/3/4/5/7/8/12/17/18/19/20/25/26/28/34/38/39/40/41/42/43/48/66
Das wichtige Band 20 für die Deutschland-Nutzung ist also dabei. VoLTE und WLAN-Anrufe sind in den SIM-Einstellungen aktivierbar und funktionieren problemlos.
Beim drahtlosen Funk gibt es WiFi 7, allerdings in der China-Version ohne 6GHz-Band. Das ist eine Einschränkung, die bei einem Smartphone in dieser Preisklasse eigentlich nicht sein müsste. Bluetooth 5.4 ist mit an Bord (Global: 6.0), zusammen mit einer breiten Codec-Auswahl: SBC, AAC, aptX, aptX HD, aptX Adaptive, aptX Lossless, LDAC und LHDC werden alle unterstützt. NFC ist für kontaktloses Bezahlen vorhanden, ein Infrarot-Sender sitzt im Kameramodul.
Das Vivo X300 Ultra hat kein UWB. Auch ein Barometer fehlt ebenfalls. In dieser Preisklasse kann man das kritisieren.
Die Standortbestimmung erfolgt über GPS, GLONASS, Galileo, BeiDou und QZSS, mit Dual-GPS-Support bei GPS, Galileo, BeiDou und QZSS. Das Vivo X300 Ultra empfängt das Signal auf drei Meter genau. Die Sensoren-Ausstattung umfasst Beschleunigungssensor, Gyroskop, Annäherungssensor, Helligkeitssensor, E-Kompass und Hall-Sensor.
Die Stereo-Lautsprecher mit einem nach unten abstrahlenden Speaker und der Hörmuschel liefern eine sehr gute Lautstärke. Der Klang ist insgesamt sauber mit guten Mitten, in den Höhen gibt es bei hoher Lautstärke eine minimale Verzerrung. Im direkten Vergleich klingt das Xiaomi 17 Ultra (zum Test) eine Spur differenzierter, das Vivo X300 Ultra liegt hier knapp dahinter. Auf hohem Niveau, aber nicht klassenführend.
Akkulaufzeit des Vivo X300 Ultra
- 120Hz
- 60Hz
Vivo verbaut im X300 Ultra einen großen 6.600mAh starken Silizium-Kohlenstoff-Akku — derselbe Akku übrigens auch in der Global-Version. Das ist ein deutliches Upgrade gegenüber den 6.000mAh des Vivo X200 Ultra (zum Test) und liegt auf einer Höhe mit den aktuellen Flagships aus China. Nur das Oppo Find X9 Ultra bietet noch mehr.
Im PCMark Work 3.0 Battery Test kamen wir bei 60Hz auf eine Laufzeit von 19 Stunden 51 Minuten, bei 120Hz auf 20 Stunden 34 Minuten. Beides sind sehr starke Werte. Im direkten Vergleich liegt das Xiaomi 17 Ultra mit 21,7 Stunden eine Spur darüber, das Vivo X300 Pro (zum Test) mit 17,2 Stunden und das Vivo X200 Ultra mit 17,5 Stunden deutlich darunter.
Im Alltag hielt das Vivo X300 Ultra problemlos zwei Tage durch. Bei moderater Nutzung sind wir im Test teilweise auf zwei volle Tage Laufzeit gekommen, ohne dass die Akkuanzeige unter 20% gefallen wäre. Das Smartphone ist eine echte Akku-Maschine.
- Vivo Schnellladegerät 100 Watt
- Power Delivery 100 Watt
Beim Schnellladen sieht es ebenso gut aus. Mit dem mitgelieferten 100W-Vivo-Netzteil ist der Akku in 48 Minuten 55 Sekunden von 1 auf 100% gefüllt — nach 15 Minuten habt ihr bereits 29% im Akku, nach 30 Minuten 61%. Erfreulich ist, dass die China-Version auch Power-Delivery-PPS voll unterstützt: Mit einem entsprechenden 100W-PD-Netzteil dauert das Vollladen 50 Minuten. Das ist ein sehr gutes Ergebnis und bedeutet praktisch, dass ihr nicht zwingend auf Vivo-Hardware angewiesen seid.
Kabelloses Laden klappt mit bis zu 40W, allerdings nur mit dem Vivo 50W Wireless Charger 2 oder dem iQOO 50W Wireless Charger 2. Reverse Wireless Charging zum Aufladen von Kopfhörern oder anderen Geräten ist ebenfalls möglich. Für Gaming-Sessions gibt es zudem einen Bypass-Modus, der Strom direkt vom Netzteil ins System leitet, ohne den Akku zu beanspruchen. Auch sonst hat Vivo ein paar nützliche Battery-Health-Optionen integriert: ein Upper-Charge-Limit zum Schutz der Akkukapazität und eine automatische Lade-Pause basierend auf eurem Nutzungsverhalten.
Testergebnis
Das Vivo X300 Ultra ist ein klassisches „Ultra-Smartphone“: Die Kamera ist der Star und auch beim Rest liefert das Gerät in jedem wichtigen Punkt ab. Die außergewöhnlichsten Features sind die 35mm-Hauptkamera sowie eine klassenführende Ultraweitwinkelkamera mit 1/1.28 Zoll-Sensor. Natürlich erhaltet ihr ein hervorragendes 6,82 Zoll LTPO-Display mit hoher Spitzenhelligkeit, die Top-Performance des Snapdragon 8 Elite Gen 5, eine sehr gute Akkulaufzeit und schnelles Laden mit voller Power Delivery-Kompatibilität.
Auf der Negativseite gibt es ein paar kleine Punkte. Das Smartphone wiegt 237 Gramm und ist ein echter Brocken. Die China-Version verzichtet auf das 6GHz-Band bei WiFi 7 sowie auf eSIM, zudem fehlt UWB und Bluetoot 6.0. Das sind zwar keine Deal-Breaker, aber bei einem Gerät dieser Preisklasse Kritikpunkte.
Zu den Deutschland-Preisen solltet ihr dieses Gerät schlicht nicht kaufen. Die spannende Wahl liegt bei den China-Importen. Hier konkurrieren das Vivo X300 Ultra und das Xiaomi 17 Ultra auf einem ähnlichen Kamera-Niveau. Das Vivo X300 Ultra ist die richtige Wahl für Personenfotografen, da die 35mm-Brennweite auf dem Markt einzigartig ist und auf natürliche Weise Portraits ohne verzerrte Gesichtsproportionen liefert. Auch Ultraweitwinkel-Fans kommen auf ihre Kosten. Dazu kommt der Vorteil der komplett deutschen Sprache in der China-Version. Dafür kostet das Vivo im Import allerdings mehr als das Xiaomi 17 Ultra, das bei der Kameraqualität definitiv mithalten kann. Als Alternative für Zoom-Fans ist ansonsten auch das Oppo Find X9 Ultra mit seiner 10x-Periskop-Kamera eine Top-Wahl.
Ob das Vivo X300 Ultra am Ende wirklich der neue Kamera-King ist, klären wir in einem separaten Kameravergleich gegen das Huawei Pura 80 Ultra (zum Test), das Xiaomi 17 Ultra (zum Test) und das Oppo Find X9 Ultra.
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