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Mova Lidax Ultra 1000 AWD Test: Mähroboter-Riese im Härtecheck

Getestet von Michael am
Vorteile
  • exzellentes Schnittbild
  • hochwertige Verarbeitung
  • leise, schnell, kraftvoll und effizient
  • Steigfähigkeit bis 80% dank Allradantrieb
  • Mäheinstellungen für jede Zone individuell möglich
  • hohe Akkulaufzeit (900m² mit einer Ladung)
  • Funktionale App mit zahlreichen Einstellungen
Nachteile
  • Kantenmähfunktion nur Durchschnitt
  • Hindernisserkennung hat noch Potenzial
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Der chinesische Hersteller präsentiert mit dem Mova Lidax Ultra 1000 einen Mähroboter, der selbst große Gartenflächen in Rekordzeit mähen kann. Mit einer Schnittbreite von 40 Zentimetern, 1.000m² Flächenleistung und einem riesigen 243Wh-Akku mäht der Lidax Ultra 1000 dank Allradantrieb auch in widrigem Gelände.

Mova Lidax Ultra 1000 AWD Beitragsbild

Mit dem Mova Viax 500 hatten wir bereits die Einsteigerserie von Mova genauer unter die Lupe genommen. Der Hersteller bietet mit einer breiten Modellpalette den passenden Mähroboter für fast jede Gartengröße. Dabei wird in vielen Bereichen die Verwandtschaft zur Tochtermarke Dreame deutlich. Die Roboter von Mova basieren auf der Technologie und Hardware von Dreame, beinhalten aber auch Eigenentwicklungen und spezielle Softwareanpassungen. Somit ist es kaum verwunderlich, dass der Mova Lidax Ultra 1000 AWD dem Dreame A3 (zum Test) in vielen Bereichen ähnelt. Dennoch lohnt sich hier ein Blick auf die Alternative von Mova, zumal diese mit einem besonders guten Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugen möchte. Wir haben daher den Lidax Ultra 1000 für euch ausführlich unter die Lupe genommen und zeigen euch alle Stärken und Schwächen in unserem ausführlichen Test.

Lieferumfang des Mova Lidax Ultra 1000 AWD

Geliefert wird der Mova Lidax Ultra 1000 AWD in einem großen, schweren Karton über eine Spedition. Ihr solltet für das knapp 35 Kilogramm schwere Paket am besten einen Helfer organisieren.

Der Lieferumfang ist Mova-typisch umfangreich und beinhaltet folgendes Zubehör:

  • Mova Lidax Ultra 1000 AWD Mähroboter
  • Ladestation (zweiteilig) mit 9,5 Meter Anschlussleitung
  • 8 Erdschrauben für die Bodenfixierung
  • LiDAR-Reinigungsbürste
  • Ladegerät (42V/5A/210W)
  • 36 x Ersatzklingen
  • Mikrofasertuch
  • Schnellstartanleitung
  • Bedienungsanleitung

Wie ihr seht, müsst ihr euch um die erste Mähsaison wenig Sorgen machen. Mithilfe der 36 Ersatzklingen lässt sich der Messersatz insgesamt 3-mal austauschen.

Technische Daten

Kategorie Eigenschaft Wert / Spezifikation
Fläche & Leistung Empfohlene Rasenfläche bis zu 1.000m²
Antriebsart Allradantrieb (AWD)
Maximale Steigung bis zu 80%
Hindernisüberwindung bis zu 6cm Stufen-/Hindernishöhe
Navigation & Kartierung Technologie 360° 3D-LiDAR + KI-Dual-Vision
Kartierung Echtzeit-Kartierung per Fingertipp
Hindernisvermeidung KI-gestützte 3D-Hinderniserkennung in Echtzeit
Mähwerk & Schnitt Schnittbreite 40cm (Doppelmähwerk)
Schnitthöhe 30-100mm (3-10cm), elektronisch verstellbar
Messersystem 2 schwimmende Mähscheiben mit je 6 Klingen (insgesamt 12 Klingen)
Kantenmähfunktion UltraTrim™ 2.0 (Randabstand unter 3cm)
Smart Features & Physische Daten Wegplanung Systematische U-förmige Bahnen
Konnektivität WLAN, Bluetooth, optional 4G/Cellular
Abmessungen & Gewicht 740 x 532 x 321 Millimeter, 23,6 Kilogramm

 

Mit einem Gewicht von fast 24 Kilogramm und Abmessungen von 740 x 532 x 321 Millimetern gehört der Mova Lidax Ultra 1000 AWD definitiv nicht in die Kompaktklasse. Dafür bietet er mit 40 Zentimetern Schnittbreite eine breite Mähfläche und kann dank Allradantrieb fast jedes Gelände bezwingen. Wer nicht gerade eine Steilwand mähen möchte, ist mit den 80% (38,7°) Steigfähigkeit selbst bei nasser Witterung bestens versorgt. Mova integriert in den Lidax Ultra AWD zudem ein Link-Modul, das euch für 3 Jahre kostenlos (im Anschluss 99€/Jahr) die 4G-Konnektivität zur Verfügung stellt. Somit könnt ihr den Roboter nicht nur orten, sondern auch bei schlechter WLAN-Abdeckung in abgelegenen Bereichen eures Grundstücks bedienen.

Design und Verarbeitung des Mova Lidax Ultra 1000 AWD

Wer von euch bisher nur die Standard-Mähroboter kennt, wird kaum glauben, dass es sich hierbei um einen Rasenmähroboter handelt. Im ersten Augenblick überwältigen die schiere Größe und das wuchtige Auftreten des Mova Lidax Ultra. Das Gehäuse besteht zu großen Teilen aus hellgrauem und dunkelgrauem Kunststoff. Die Abdeckung des Mähwerks erstrahlt in sattem Rot und hebt sich deutlich von den mattschwarzen Seitenteilen ab.

Die Vorderachse ist mit omnidirektionalen Rädern ausgestattet, die eine Drehung auf der Stelle ermöglichen. Auf der Hinterachse verbaut Mova ein grobstolliges Profil, das den Vortrieb in schwierigem Gelände sicherstellt.

Bei der Navigation setzt der Mova Lidax Ultra 1000 AWD auf eine Kombination aus Dual-KI-Kamera und 360°-LiDAR-Sensor. Dieser befindet sich auf der Oberseite des Mähroboters, sodass eine präzise Abtastung sichergestellt ist. Die Ladekontakte sitzen tief unter dem Kameramodul und sind in das Gehäuse versetzt.

Die Vorderräder besitzen eine Einzelradaufhängung und verfügen über ein Dämpfungssystem. Somit lassen sich Hindernisse bis zu einer Höhe von 6 Zentimetern überfahren. Die beiden Mähteller bieten eine Schnittbreite von jeweils 20 Zentimetern (40 Zentimeter gesamt) und sind mit je 6 Klingen besetzt. Es handelt sich dabei um die bekannten Dreame-Langlochklingen. Allerdings werden diese bei Mova nicht mit dem Schnellwechselsystem befestigt, sondern durch reguläre Schrauben gehalten. Der 243Wh große Akku befindet sich zwischen der Hinterachse und lässt sich bei Bedarf für die Wintereinlagerung entnehmen.

Unter der Kunststoffabdeckung auf der Oberseite befindet sich die Steuerung (mit integriertem Display), die wir bereits von zahlreichen Dreame-Modellen kennen. Hier könnt ihr grundlegende Aufgaben (Mäheinstellungen, Netzwerkeinstellungen, Auftrag starten oder beenden, zur Ladestation zurückkehren) ausführen. Die Verarbeitung des Mova Lidax Ultra 1000 ist insgesamt erstklassig. Sowohl das Gehäuse als auch die Antriebstechnik, das Mähwerk und die Steuerung wirken robust und hochwertig.

Der Testgarten

Als Testgarten dient unsere komplette Gartenfläche (600m²). Abzüglich Hindernissen, Gebäuden und Beeten liegt die zu mähende Rasenfläche bei rund 460m². Der Arbeitsbereich beinhaltet zahlreiche Bäume, Spielgeräte, Steine, ein Gartenhaus und eine Terrasse. Die Grenzen bestehen aus Granitsteinen, Borden, Zäunen und einer Betonplatte. Bisher durfte der Mova Viax 500 (zum Test) hier seine Runden drehen, der nun durch den Mova Lidax Ultra 1000 abgelöst wird.

Inbetriebnahme und Steuerung des Mova Lidax Ultra 1000

Die Ladestation müsst ihr vor der Inbetriebnahme noch zusammensetzen. Sie besteht aus drei Teilen (Bodenplatte, Ladeeinheit und LiDAR-Reinigungsbürste). Diese steckt ihr einfach ineinander. Bevor der Mähbetrieb starten kann, müsst ihr einen geeigneten Standort für die Ladestation finden. Dieser sollte neben der Ladestation und im Ausfahrtbereich (jeweils 100 Zentimeter) frei von Hindernissen sein und eine gute WLAN-Abdeckung bieten.

Mova Lidax Ultra 1000 Ladestation

Im Anschluss fixiert ihr die Ladestation mit den dazugehörigen Bodenschrauben, verbindet das Anschlusskabel mit der Steckdose und ladet den Akku einmal vollständig auf.

Die MOVAhome-App

Für die Steuerung des Mova Lidax Ultra 1000 AWD benötigt ihr zwingend die hauseigene MOVAhome-App für Android oder iOS. Nach dem Anlegen des Nutzeraccounts (E-Mail und Passwort) könnt ihr den Mähroboter wahlweise durch Scannen des QR-Codes (Unterseite obere Abdeckung) oder die Bluetooth-Suche hinzufügen. Zudem solltet ihr ausstehende Firmware-Updates durchführen und die Erstkartierung starten.

Für die Erstkartierung steuert ihr den Mähroboter wie in einem Videospiel einmalig entlang eurer Grundstücksgrenzen. Im Anschluss könnt ihr weitere Mähbereiche, Sperrzonen, Pfade oder sogar vordefinierte Mähmuster einrichten. Insgesamt könnt ihr bis zu 150 Mähbereiche pro Karte (maximal 2 Karten) einrichten. Dabei gilt allerdings eine maximale Kartierungsfläche von 1.000m² pro Karte.

Im Anschluss erhaltet ihr eine Ansicht eurer Gartenfläche, die sich zudem als 3D-Modell visualisieren lässt. Die Startseite bietet euch neben Wetterinformationen, Signalstärke (WLAN, Bluetooth, 4G) und Gesamtfläche auch einen Live-Modus, der eine Sicht über die integrierte Kamera erlaubt. In Bluetooth-Reichweite könnt ihr den Mova sogar mithilfe des Smartphones und der integrierten Kameras manuell steuern und mähen. Ihr könnt eure Rasenfläche wahlweise komplett, einzelne Zonen/Bereiche oder auch nur den Rand mähen lassen. Selbstverständlich könnt ihr hier auch Zeitpläne für die automatische Mahd einrichten.

Mäheinstellungen

Die Mäheinstellungen sind sehr umfangreich. Wir haben für euch die wichtigsten Features zusammengefasst:

  • Mäheffizienz (Standard 1.800m²/Tag oder Effizient 2.600m²/Tag)
  • Mähhöhe (30-100mm)
  • Mährichtung (0-180° einstellbar/Schachbrettmuster/Kreuzmuster)
  • Automatisches Randmähen (aktivieren/deaktivieren)
  • Sicheres Randmähen (mehr Abstand zur Rasengrenze)
  • UltraTrim 2.0
  • Hinderniserkennung (aktivieren/deaktivieren)
  • Empfindlichkeit der Hindernisvermeidung
  • Abstand bei Hindernisvermeidung
  • KI-Hinderniserkennung (Mensch, Tier, Objekte)
  • Fotos von KI-erkannten Hindernissen aufnehmen

Besonders interessant ist hier die „UltraTrim 2.0“-Funktion. Wird diese aktiviert, senkt sich beim abschließenden Kantenschnitt das Mähwerk auf 30mm ab und schwenkt zur rechten Seite aus. Somit kann der Mova Lidax Ultra 1000 bis zu 3 Zentimeter an die eigene Gehäusekante heran mähen.

Aktiviert ihr die Foto-Funktion für KI-erkannte Hindernisse, nimmt das System Bilder der erkannten Objekte auf und zeigt diese im Anschluss an die Mähaufgabe in der App an. Somit wisst ihr jederzeit, was in eurem Garten herumliegt oder ob sich Personen oder Tiere im Garten aufgehalten haben. Im Live-Modus könnt ihr den Mova auch in den Patrouillenmodus versetzen. Hier fährt der Mähroboter seine Grundstücksgrenzen ab und überwacht euren Garten auf Menschen oder Tiere, die sich dort möglicherweise unberechtigt aufhalten.

Geräteeinstellungen

In den Geräteeinstellungen erhaltet ihr Informationen zu eurem Mova-Mähroboter und könnt diesen an eure Bedürfnisse anpassen:

  • Aktivitätenprotokolle
  • Verbrauchsmaterial und Wartung
  • Gehe zu Wartungspunkt
  • Regenschutz (Regensensor und Ruhezeit nach Regen 1-24h)
  • Frostschutz (kein Mähen unter 6°C)
  • Zugängliche Zonen (Zonen ohne Hinderniserkennung einrichten)
  • „Bitte nicht stören“ (kein Mähen im festgelegten Zeitraum)
  • Niedrige Geschwindigkeit in der Nacht
  • Navigationspfad (Rückweg des Roboters zur Ladestation)
  • Aufladen (Mindest-SoC 10-25% und SoC für Wiederaufnahme der Arbeit)
  • Mähen nach dem Laden fortsetzen
  • Automatische Aufladung nach längerer Standby-Zeit
  • Licht (Front- und Heckbeleuchtung)
  • Anti-Diebstahl-Alarm (Geofencing, Hebealarm, Standortbestimmung in Echtzeit)
  • Menschliche Präsenz-Erkennungsalarm
  • PIN-Code ändern
  • Kindersicherung
  • Roboterräder entriegeln
  • Allgemeine Informationen/Einstellungen zum Roboter, Netzwerk oder Firmware

In den Aktivitätenprotokollen könnt ihr jederzeit nachvollziehen, wie viel Fläche in welcher Zeit gemäht wurde. Weiterhin lassen sich für jeden Job detaillierte Karteninformationen und erkannte Hindernisse/Menschen abrufen. Besonders praktisch ist die Option für zugängliche Zonen. Hier legt ihr fest, in welchen Bereichen die Hinderniserkennung komplett deaktiviert werden soll. Somit lassen sich auch Flächen mit tiefhängenden Ästen oder Sträuchern problemlos bewirtschaften. Behaltet jedoch im Hinterkopf, dass der Mova ohne Hinderniserkennung alle Objekte wegschiebt, die ihm im Weg stehen.

Der Funktionsumfang der MOVAhome-App lässt keine Wünsche offen und gestaltet sich intuitiv in der Bedienung. Wir vermissen lediglich ein Feature, das wir vom Ecovacs Goat A1600 LiDAR Pro (zum Test) schätzen gelernt haben: Dieser kann in schmalen Bereichen seine Mährichtung intelligent ändern, sodass der Roboter keine ständigen Wendungen durchführen muss. Das sorgt vor allem bei großen und schweren Mährobotern für mehr Effizienz und einen schonenden Mähbetrieb.

Praxiseinsatz des Mova Lidax Ultra 1000 AWD

Die wichtigste Frage für euch lautet natürlich, wie gut sich der Mova im Mähbetrieb bewährt. Bereits bei der ersten Mahd wird deutlich, dass dieser Mähroboter mit unserer Gartenfläche unterfordert ist. Nach nur rund 110 Minuten hat er die gesamten 460m² inklusive Kantenschnitt gemäht und dabei gerade einmal 35-40% Akku verbraucht. Der Doppelmähteller mit den 12 Klingen lässt kein Gras stehen und hinterlässt ein exzellentes Schnittbild. Dazu agiert der Mova zudem äußerst leise (58dB) und ist somit auch an Sonn- und Feiertagen einsetzbar. Aufgrund des hohen Gewichts drückt der Mova Lidax das Gras in seiner Fahrspur stark herunter, wodurch im ersten Durchgang nicht alle Bereiche zu 100% erfasst werden. Wählt daher am besten den Schachbrett- oder Kreuzschnitt, sodass sich die Mährichtung nach jedem Durchgang um 90° dreht. Spätestens nach dem zweiten Durchgang ist eure Fläche somit perfekt gemäht.

Selbst schmale Zonen mit einer Durchfahrtsbreite von 60 Zentimetern mäht der Mova Lidax Ultra 1000 AWD zuverlässig und meistert selbst die verwinkelten Passagen am Spielhaus der Kinder. Optimierungspotenzial sehen wir allerdings bei der Hinderniserkennung. Diese arbeitet bei hohen, gut sichtbaren Hindernissen zwar sauber, erkennt flache Gegenstände wie Gartenschläuche, Spielzeuge oder unseren Testzollstock jedoch in den seltensten Fällen. Diese werden trotz der empfindlichsten Einstellung in der App übermäht und bei tiefen Mäheinstellungen beschädigt.

Kantenschnitt

Für das Kantenmähen könnt ihr euch entweder für die klassische Variante entscheiden oder auf die „UltraTrim 2.0“-Funktion setzen. Ohne UltraTrim macht der Mova Lidax abschließend einen Kantenschnitt mit der eingestellten Mähhöhe und einem Abstand von rund 10 Zentimetern zur Grundstücksgrenze. Aufgrund der Sicherheitsrichtlinien hat der Mähteller einen Abstand von rund 7 Zentimetern zur Gehäusekante des Roboters. Zuzüglich des Abstands zur Rasenkante bleiben entsprechend 17-20 Zentimeter ungemäht.

Aktiviert ihr die „UltraTrim 2.0“-Funktion, schwenkt der Mova im Kantenmähmodus sein Mähwerk zur Seite aus, sodass sich der Abstand zum Robotergehäuse auf 3 Zentimeter verringert. Insgesamt verbessert sich der Kantenschnitt somit um rund 4 Zentimeter (14-15 Zentimeter ungemähte Kante). Beachtet dabei, dass dieser Modus nur auf einer Schnitthöhe von 30mm funktioniert. Dementsprechend mäht das Gerät das Gras im Randbereich sehr kurz.

Optional könnt ihr in der App das sichere Randmähen deaktivieren. Somit hält der Mova deutlich weniger Abstand zur Grundstücksgrenze und erreicht im Randbereich einen Randstreifen von 9-10 Zentimetern. Diese Einstellung kann allerdings bei unregelmäßigen Grundstücksgrenzen (Granitsteine in unserem Garten) zu leichten Kollisionen oder Kratzern führen.

Insgesamt liegt die Kantenmähleistung trotz der „UltraTrim 2.0“-Technik auf dem Niveau der Konkurrenz und erfordert wie bei allen Mährobotern entsprechende Nacharbeit. Wir haben für euch alle Fakten, den Mähbetrieb, die Hinderniserkennung und unsere Eindrücke in einem Video zusammengefasst.

Akkuleistung, Stromverbrauch und Wartung

Der Mova Lidax Ultra ist in insgesamt drei Varianten (1.000/1.600/2.000m²) verfügbar, die sich lediglich in ihrer maximalen Flächenleistung unterscheiden. Da alle drei Plattformen denselben Akkutyp verwenden, ist in unserer 1.000m²-Variante ebenfalls der 243Wh-Akku verbaut.

Dieser erreicht im Test eine Laufzeit von mehr als drei Stunden (100-15%) und ermöglicht es, unsere Testfläche fast zweimal (insgesamt 800m²) am Stück zu mähen. Dank des 210W-Schnellladegeräts ist der Akku (15-95%) nach 75 Minuten wieder gefüllt. Wäre die maximale Kartierungsfläche nicht auf 1.000m² beschränkt, ließen sich an einem Tag problemlos Flächen von bis zu 2.000m² mähen. Aktiviert ihr in der App den Effizienzmodus (erhöht die Geschwindigkeit), sind sogar noch einmal 20-30% mehr Flächenleistung möglich. Obwohl der Mova Lidax auf der Plattform des Dreame A3 basiert, schneidet er im Bereich der Akkulaufzeit deutlich besser ab als das Schwestermodell.

Theoretisch wäre auch ein Mähen in der Nacht möglich. Die LiDAR-Lasertechnik ermöglicht eine Navigation bei vollständiger Dunkelheit. Allerdings ist die Hinderniserkennung der Kameras aufgrund fehlender Beleuchtung stark eingeschränkt. Somit würden wir zum Schutz von Kleintieren auf das Mähen in der Nacht verzichten.

Stand-by-Verbrauch

Der Stand-by-Verbrauch liegt bei rund 6,5W bei deaktivierter Standby-Beleuchtung. Allerdings entlädt sich der Akku während der Standzeit und muss gelegentlich nachgeladen werden. Nach 24 Stunden Standzeit zeigt unser Messgerät einen Bezug von 0,24kWh an, wodurch sich ein durchschnittlicher Stand-by-Verbrauch von 10W ergibt.

Der Energiebedarf für den täglichen Einsatz (0,15kWh für die Akkuladung) zuzüglich Stand-by-Verbrauch liegt bei insgesamt rund 0,35kWh. Bei 200 Arbeitstagen pro Jahr ergibt sich somit ein Stromverbrauch von rund 70kWh für unsere rund 500m² große Rasenfläche.

Wartung des Mova Lidax Ultra 1000

In unserem Testzeitraum wurde unsere Rasenfläche insgesamt 10-mal gemäht, was einer Flächenleistung von 4.600m² entspricht. Aufgrund der hohen Arbeitsgeschwindigkeit entspricht dies gerade einmal 20 Betriebsstunden.

Für die Wartung solltet ihr das vordere Kameramodul mit dem beiliegenden Mikrofasertuch reinigen. Der LiDAR-Sensor ist dank der Reinigungsbürste in der Station nur leicht verschmutzt. Auf der Unterseite verfangen sich je nach Witterung Grasreste, die ihr bei Bedarf mit dem Gartenschlauch abspülen könnt. Die 12 Klingen fühlen sich trotz der kurzen Betriebszeit nicht mehr sonderlich scharf an. Die 100 Betriebsstunden, die Mova hier in der App angibt, sehen wir definitiv als zu hoch an, zumal das Schnittbild mittlerweile nicht mehr ganz so akkurat aussieht. Nach spätestens 30-50 Stunden würden wir die Klingen dementsprechend tauschen. Abschließend entfernen wir noch die Grasreste, um die Klingenbeweglichkeit wieder vollständig herzustellen. Die komplette Wartung hat somit weniger als 10 Minuten Zeit in Anspruch genommen.

Testergebnis

Getestet von
Michael

Der Mova Lidax Ultra 1000 AWD konnte in unserem Test in fast allen Bereichen überzeugen. Sowohl Schnittbild, Geschwindigkeit, Geländegängigkeit und Effizienz lassen kaum Wünsche offen. Wer einen großen Garten besitzt und ein schnelles und sauberes Mähergebnis erwartet, ist mit dem Mova genau an der richtigen Adresse. Abzüge gibt es maximal in der B-Note für die verbesserungswürdige Hinderniserkennung und den durchschnittlichen Kantenschnitt. Im direkten Vergleich zum deutlich teureren Dreame A3 bietet der Mova mit einem besseren Mähteller (mehr Klingen ohne Schnellwechselsystem) und einer gesteigerten Akkulaufzeit das stimmigere Gesamtpaket. Lediglich die Wendemanöver sind hier nicht ganz so rasenschonend wie es der Dreame beherrscht. Mit einem Einstiegspreis von 1.599€ ist der Mova rund 500-1.000€ günstiger als das Schwestermodell.

Im Mova-eigenen Online-Shop erhaltet ihr momentan die Variante mit 1.000m² als auch die 1.600m² Version für 1.599€. Noch besser wird das Angebot, wenn ihr den Mova Lidax Ultra 2000 AWD Deal auf Amazon nutzt. Hier erhaltet ihr den Mähroboter mit einer maximalen Kartierung von 2.000m² inklusive Robotergarage für nur 1.698€.

Somit von unserer Seite eine klare Kaufempfehlung!

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