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Dreame präsentiert mit dem A3 AWD Pro eine völlig neue Generation von Mährobotern. Mit Flächenleistungen von 3.500-5.000m², 360°-LiDAR, Allradantrieb und einer Schnittbreite von 40 Zentimetern erreicht der A3 neue Geschwindigkeitsrekorde und liefert dazu noch eine erstaunliche Präzision.
Bereits in den vergangenen Jahren hat Dreame mit dem A1 (zum Test) und A2 (zum Test) gezeigt, dass autonome Rasenmähroboter kein Begrenzungskabel mehr benötigen. Die neue A3-Generation erfindet sich komplett neu. Mit neuem Design und neuer Technik will der Dreame A3 AWD Pro die Krone im Bereich der autonomen Mähroboter erobern. Wir haben den Dreame A3 ausführlich für euch getestet und zeigen euch hier alle Stärken und Schwächen des neuen Modells.
Lieferumfang des Dreame A3
Der Versandkarton des Dreame A3 bringt ein Gewicht von über 35 Kilogramm auf die Waage. Für den Transport solltet ihr im besten Fall zu zweit sein. Der Lieferumfang beinhaltet alles, was ihr für den Start und die erste Mähsaison benötigt:
- Dreame A3 AWD Pro 3500
- Ladestation mit 9,6m Anschlussleitung
- 6 Kunststoff-Erdschrauben für die Ladestation
- Ladegerät 42V/5A/210W
- 18 Ersatzklingen
- Schnellstartanleitung und Bedienungsanleitung
Die Ladestation wird in zwei Teilen geliefert, die einfach ineinandergesteckt werden. Dank der 18 Ersatzklingen könnt ihr insgesamt drei komplette Klingenwechsel durchführen und seid somit für die erste Mähsaison gerüstet.
Technische Daten
| Parameter | Wert / Angabe |
|---|---|
| Modellreihe | Dreame A3 AWD Pro (3500 / 5000) |
| Empfohlener Mähbereich | 3.500m² (A3 AWD Pro 3500) / 5.000m² (A3 AWD Pro 5000) |
| Begrenzungskabel nötig | Nein (virtuelle Grenzen via App) |
| RTK-Antenne nötig | Nein |
| Antrieb | Allrad (4WD) mit Nabenmotoren |
| Steigfähigkeit | bis 80% (ca. 38,7°) |
| Hindernishöhe | bis 5,5cm |
| Navigationssystem | 360° 3D‑LiDAR + Dual‑KI‑Kamera (OmniSense™ 3.0) |
| Flächenleistung 24h (Standard) | 2.500m² |
| Flächenleistung 24h (Effizienzmodus) | 3.500m² |
| Flächenleistung 24h (Schnellmodus) | 5.000m² |
| Schnittbreite | 40cm (Doppelklingen‑System) |
| Schnitthöhe (einstellbar) | 3–10cm |
| Kantenschnitt | bis ca. 3cm (EdgeMaster™ 2.0) |
| Akkusystem | 36V; 7,5Ah (A3 AWD Pro 3500) / 10Ah (A3 AWD Pro 5000) |
| Ladestrom | 5A |
| Verbindung | Bluetooth, Wi‑Fi, 4G |
| GPS | Ja (inkl. Link‑Service 3 Jahre) |
| Regensensor | Ja |
| IP‑Schutzart | IPX6 |
| Abmessungen (Roboter L/B/H) | 74 x 53,2 x 32,5 Zentimeter |
| Gewicht (Roboter mit Akku) | 23,9 Kilogramm |
| Mähmodi | Gesamtfläche, Zone, Kante, Spot, manuell |
| Multi‑Zonen‑Management | Ja |
| Dual‑Map‑Funktion | Ja |
Der Dreame A3 AWD Pro wird in zwei Varianten angeboten, die sich in Bezug auf die Flächenleistung unterscheiden. Während das von uns getestete Modell (A3 3500) für Rasenflächen bis 3.500m² konzipiert wurde, kann der A3 5000 Flächen von bis zu 5.000m² verwalten. Die beiden Modelle unterscheiden sich lediglich in der Akkukapazität und Firmware, sind aber ansonsten komplett identisch. Insgesamt lassen sich pro Karte 150 Mähzonen und bis zu 100 Sperrzonen einrichten. Die Navigation erfolgt mithilfe eines 360°-LiDAR-Systems, das von einer intelligenten KI-Kamera unterstützt wird. RTK-Antennen oder eine permanente Internetverbindung sind somit nicht notwendig. Dennoch wird der Dreame A3 mit integriertem Link-Modul und einer kostenlosen 4G-Nutzung für 3 Jahre ausgeliefert. Somit ist eine Steuerung und Überwachung auch in Regionen mit schlechtem WLAN-Empfang möglich.
Design und Verarbeitung des Dreame A3
Bereits beim Auspacken vermittelt der Dreame A3 ein Gefühl von Wertigkeit und purer Leistung. Mit Abmessungen von 74 x 53,2 x 32,5 Zentimetern und einem Gewicht von rund 24 Kilogramm ist der A3 im Vergleich zum Vorgängermodell deutlich gewachsen. Das hochglänzende Kunststoffgehäuse überzeugt im Zusammenspiel mit den kräftigen Antriebsrädern und lässt den Dreame A3 fast wie ein tiefergelegtes RC-Auto erscheinen.
Im direkten Vergleich zum Dreame A1 zeigen sich deutlich die Evolutionsschritte. Der LiDAR-Sensor wandert bei dem A3 auf die Oberseite, um eine 360°-Abdeckung zu realisieren. Sowohl die stollenbesetzten Hinterräder als auch die omnidirektionalen Vorderräder werden von insgesamt vier Motoren angetrieben. Mit dieser Ausstattung wird nicht nur das Wenden auf der Stelle ermöglicht, sondern auch eine Steigfähigkeit von 80% (39°) erreicht.
Der Frontspoiler ist in Carbonoptik gehalten und beinhaltet einen Kollisionssensor, der bei Kontakt eine Richtungsänderung veranlasst. Die Ladekontakte sind bei dem Dreame A3 nicht mehr offenliegend, sondern direkt in das Gehäuse eingelassen. Somit sind sie besser vor Feuchtigkeit geschützt. Der darüberliegende LED-Scheinwerfer unterstützt die Dual-KI-Kamera bei schlechten Lichtverhältnissen und ermöglicht theoretisch auch einen Einsatz in der Nacht. Dennoch solltet ihr aufgrund des feuchten Grases und zum Schutz von Kleintieren von Mäharbeiten in der Nacht absehen.
Bedienung und Sicherheit
Auf der Oberseite findet ihr den breiten Not-Aus-Taster, der ein manuelles Abschalten des Roboters ermöglicht. Unter der darüberliegenden Kunststoffabdeckung integriert Dreame die bekannte Steuerung des A1/A2. Somit könnt ihr grundlegende Aufgaben (Mäheinstellungen/Netzwerkeinstellungen/Auftrag starten oder beenden/zur Ladestation zurückkehren) direkt am Dreame A3 ausführen.
Mit einer Schnittbreite von 40 Zentimetern übertrifft der Dreame A3 viele seiner Konkurrenten deutlich. Die zwei Mähteller sind jeweils mit drei Klingen besetzt und verfügen über die Edge-Master-Technik des Vorgängers. Dabei wird im Kantenmähmodus das Mähwerk auf 30mm abgesenkt und zur Seite geschwenkt, um auch den Rand erreichen zu können. Der 270Wh große Akku sitzt zwischen den Hinterrädern und kann nach dem Lösen von 6 Schrauben entnommen werden. Zusammenfassend ist die Verarbeitung des Dreame A3 erstklassig. Sowohl das Design als auch die verwendeten Materialien überzeugen uns und vermitteln das Gefühl, ein wirklich hochwertiges Produkt erstanden zu haben.
Testgarten für den Dreame A3
Als Testgarten kommt unsere komplette Gartenfläche (600m²) zum Einsatz. Abzüglich Hindernissen, Gebäuden und Beeten liegt die zu mähende Rasenfläche bei rund 460m². Der Arbeitsbereich beinhaltet zahlreiche Bäume, Spielgeräte, Steine, ein Gartenhaus und eine Terrasse. Die Grenzen bestehen aus Granitsteinen, Borden, Zäunen und einer Betonplatte. Bisher durfte der Navimow i215 LiDAR (zum Test) hier seine Runden drehen, der nun durch den Dreame A3 abgelöst wird.
Inbetriebnahme und Steuerung des Dreame A3
Bevor wir den Dreame A3 in Betrieb nehmen können, müssen wir einen möglichst ebenen Standort für die Ladestation finden. Ihr solltet zudem auf eine ausreichende WLAN-Abdeckung achten und sicherstellen, dass sich vor und neben der Ladestation im Abstand von einem Meter keine Hindernisse befinden.
Dank der LiDAR- und Kameranavigation, die ohne Satellitenkommunikation auskommt, muss sich die Rasenfläche nicht zwangsweise neben der Ladestation oder unter freiem Himmel befinden. Im Anschluss wird die Station mittels der sechs Erdschrauben fixiert, mit dem Strom verbunden und der Dreame A3 einmal vollständig aufgeladen.
Die Dreame-App
Für die Grundkonfiguration benötigt ihr zwingend die hauseigene Dreame-App für Android oder iOS. Nach dem Anlegen eines Nutzerkontos (E-Mail/Passwort) kann der Dreame A3 mithilfe des QR-Codes unter der oberen Abdeckung hinzugefügt werden. Im Anschluss müsst ihr das heimische WLAN hinzufügen, ausstehende Firmware-Updates installieren und die Erstkartierung durchführen.
Für die Erstkartierung stehen euch zwei Möglichkeiten zur Verfügung. Ihr könnt entweder die automatische oder manuelle Kartierung nutzen. Für die erste Option sind klare Grundstücksgrenzen wie Zäune, Hecken, Mauern oder Wege notwendig, die eine klare Abgrenzung ermöglichen. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten (Sandflächen und ein offener Bereich zur Straße) mussten wir die manuelle Kartierung verwenden. Hierfür werden die Grundstücksgrenzen einmalig abgefahren und im Anschluss optionale Sperrzonen eingerichtet. Für beide Optionen bietet die App ein ausführliches Tutorial und gibt Hinweise und Tipps, worauf ihr achten müsst. Im Anschluss erhaltet ihr auf der Startseite eine Übersichtskarte eurer Grundstücksfläche, die sich auch im 3D-Modell visualisieren lässt. Für den vollautonomen Betrieb lassen sich individuelle Zeitpläne für die Gesamtfläche, Zonen oder das Kantenmähen einrichten.
Für die nachträgliche Bearbeitung der Karte bietet die Dreame-App zahlreiche Optionen. Es können neue Arbeitsbereiche, Sperrzonen, Pfade zwischen den Zonen und sogar Formen (die ausgespart werden) erstellt werden. Weiterhin könnt ihr Arbeitsbereiche trennen/zusammenfügen oder eine Sicherung der Karte erstellen.
Mäheinstellungen
Die Mäheinstellungen können entweder global für alle Zonen oder individuell für jeden Arbeitsbereich festgelegt werden. Wir haben für euch die wichtigsten Funktionen zusammengefasst:
- Mäheffizienz Standard/Effizient/Schnell (2.500m²/3.500m²/5.000m² pro Tag)
- Mähhöhe (30-100mm)
- Mährichtung (in Bezug zur Ladestation 0-180°)
- Automatisches Randmähen
- Sicheres Randmähen (höherer Abstand zum Rand)
- EdgeMaster (Mähwerk schwenkt zur Seite beim Kantenmähen)
- Hindernisvermeidung an den Kanten
- Empfindlichkeit der Hindernisvermeidung (Niedrig/Mittel/Hoch)
Die Mäheffizienz legt die Arbeitsgeschwindigkeit des Dreame A3 fest. Wird diese erhöht, steigt auch die Fahrgeschwindigkeit an. Allerdings leidet das Schnittbild unter dieser Funktion. Vor allem im schnellsten Modus bleiben zahlreiche Grashalme stehen. Das Highlight des Dreame A3 ist eindeutig die EdgeMaster-Kantenmähfunktion. Hierbei wird das Mähwerk auf eine Höhe von 30mm abgesenkt und zur Kantenseite ausgeschwenkt. Somit ist es möglich, fast den gesamten Kantenbereich (3cm laut Hersteller) abzudecken.
Allgemeine Einstellungen
Neben den Mäheinstellungen bietet der Dreame A3 auch zahlreiche weitere Funktionen, die wir hier für euch zusammengefasst haben:
- Aktivitätenprotokolle
- Verbrauchsmaterial und Wartung (Reinigung (100h) und Klingentausch (100h))
- Gehe zu Wartungspunkt (flexibel auf der Karte konfigurierbar)
- Regenschutz (Regensensor mit Zeitverzögerung des Mähbetriebs 1-24h)
- Frostschutz (kein Mähen unter 6°C)
- Hindernisvermeidung auf dem Pfad (Umfahren von Hindernissen auf Pfaden)
- Zone zum Ignorieren von Hindernissen einrichten
- Nicht stören (Zeiten für keinen Mähbetrieb konfigurieren)
- Niedrige Geschwindigkeit in der Nacht
- Navigationspfad (direkte oder intelligente Rückkehr zur Ladestation)
- Start vom Stoppunkt (Mähauftrag vom letzten Arbeitspunkt fortsetzen)
- Automatische Aufladung nach längerer Stand-by-Zeit
- Fotos von KI-erkannten Hindernissen aufnehmen
- Licht (Beleuchtung in den verschiedenen Betriebsmodi)
- Anti-Diebstahl-Alarm
- Menschliche Präsenz-Erkennung
- PIN-Code
- Kindersicherung
- Allgemeine Einstellungen (Informationen/Firmware/Sprache etc.)
Einige Mähbereiche eurer Rasenfläche könnten dauerhaft durch Hindernisse blockiert sein. In unserem Testgarten befindet sich beispielsweise eine Weide mit tiefhängenden Ästen, wodurch der Dreame in diesen Bereichen nicht vollflächig mähen würde. Für diese Anwendungsfälle könnt ihr Bereiche festlegen, in denen die Hinderniserkennung lediglich durch den Kollisionssensor im Frontspoiler sichergestellt wird. Somit kann auch unter tiefhängenden Ästen oder einer Kinderschaukel gemäht werden. Dank der 4G-Konnektivität lässt sich der Dreame A3 weltweit orten, solange er eingeschaltet ist. Der Diebstahlschutz ermöglicht eine sofortige Sperrung und einen akustischen Alarm, sobald sich der Roboter von eurem Grundstück entfernt. Dreame integriert auch einen Patrouillenmodus, bei dem der Roboter das Grundstück abfährt und nach menschlicher Präsenz sucht. Somit könnt ihr den Mähroboter auch für Überwachungszwecke nutzen. Die Dreame-App bietet ein umfangreiches Funktionsspektrum. Dennoch ist sie sehr übersichtlich gestaltet und erklärt alle Funktionen mit entsprechenden Hinweisen.
Praxiseinsatz des Dreame A3
Sowohl die Geschwindigkeit als auch die Schnittleistung lassen kaum Wünsche offen. In nur zwei Stunden ist unsere komplette Rasenfläche von 460m² vollständig gemäht. Das Schnittbild ist exzellent und dank des Allradantriebes sind Senken und leichte Höhenunterschiede kein Problem für den Dreame A3. Dank der intelligenten Wendemanöver und der stimmigen Gewichtsverteilung wird die Rasenfläche an den Randbereichen kaum in Mitleidenschaft gezogen. Für einen Allradmäher dieser Größe ist dies ein beeindruckendes Ergebnis. Der A3 bietet zudem eine manuelle Mähfunktion. Befindet ihr euch in Bluetooth-Reichweite, kann der Roboter über das Smartphone gesteuert und mit Kameraunterstützung wie in einem Videospiel zum Mähen einzelner Teilbereiche verwendet werden.
Nach zwei Wochen Arbeitseinsatz ist das Ergebnis weiterhin überzeugend. Der Rasen ist perfekt gemäht und erstrahlt in sattem Grün. Selbst um das Spielhaus der Kinder hat der Dreame A3 zuverlässig gemäht, obwohl hier schmale Durchgänge von nur 80 Zentimetern vorhanden sind. Abstriche müsst ihr allerdings bei der Hinderniserkennung machen. Gartenschläuche, dickere Äste und flache Spielzeuge der Kinder werden ignoriert und einfach übermäht. In dieser Disziplin hat Dreame definitiv Nachholbedarf. Vor allem das Überfahren von Gartenschläuchen führt zu Problemen im Mähbetrieb, da sie sich unter dem Rasenmäher verkanten können.
Kantenmähen
Für das Kantenmähen kommt Dreames EdgeMaster-Technik zum Einsatz. Der Dreame A3 senkt dabei das Mähwerk auf 30mm ab und schwenkt den Mähteller zur Kante hin aus. Somit schafft es der Dreame, bis auf rund 5 Zentimeter an seine Grenzen heranzumähen. Wie gut sich der Dreame an den Kanten schlägt, hängt weiterhin stark von der Erstkartierung ab. Haltet ihr einen Abstand von 10 Zentimetern zur Grundstücksgrenze (wie Dreame in der App empfiehlt), werden diese auch nicht befahren oder gemäht.
- EdgeMaster aktiv
- ohne EdgeMaster
Die EdgeMaster-Technik hat allerdings einen entscheidenden Nachteil. Durch die Absenkung auf 30mm wird das Gras an der Grenze sehr kurz geschnitten. Das führt auf unserer unebenen Fläche zum gelegentlichen Aufsetzen des Mähtellers und sorgt in warmen Sommermonaten für das Verbrennen des Rasens. Wird die EdgeMaster-Technik deaktiviert, bleiben rund 10-15 Zentimeter stehen. Somit ist die Kantenmähleistung im Normalmodus nicht besser oder schlechter als bei der Konkurrenz.
Alle Fakten könnt ihr euch auch noch einmal in unserem Video anschauen. Wir haben den Dreame A3 auch ins Gelände geschickt und die Hinderniserkennung an verschiedenen Objekten getestet.
Akkuleistung, Stromverbrauch und Wartung
Der Hersteller gibt für den Dreame A3 eine Flächenleistung von bis zu 2.500m² (im Normalmodus) an. Um diese hohe Schnittleistung realisieren zu können, kommt ein entsprechend großer Akku zum Einsatz. Unser Testgerät verfügt über einen 7,5Ah-Akku (270Wh), der eine Mähdauer von bis zu 180 Minuten ermöglicht. In dieser Zeit schafft es der A3 auf unserem Testgrundstück, eine Fläche von rund 550-650m² zu mähen, bevor er wieder an die Ladestation muss. Auf einer Fläche mit weniger Hindernissen und Wendemanövern wird die Flächenleistung mit einer Akkuladung vermutlich nochmals größer ausfallen. Dank des 210W-Schnellladegeräts ist der Akku in rund 85 Minuten wieder vollständig aufgeladen (10-95%) und der Mähauftrag kann fortgesetzt werden. Somit können in einem 12h-Zeitfenster im Normalmodus drei komplette Mähzyklen durchgeführt werden. Das würde auf unserem Testgrundstück einer Tagesleistung von rund 1.650-1.950m² entsprechen.
Theoretisch wäre auch ein Mähen in der Nacht möglich. Dank der LiDAR-Lasertechnik kann der Dreame auch bei völliger Dunkelheit navigieren. Zusätzlich verbaut der Hersteller eine LED, die eine ausreichende Beleuchtung für die Kamera bietet. Aufgrund von erhöhter Luftfeuchtigkeit (nasses Gras) und zum Schutz von Kleintieren solltet ihr allerdings auf das Mähen in der Nacht verzichten.
Stand-by-Verbrauch
Der Stand-by-Verbrauch des Dreame A3 liegt bei durchschnittlich 12,5W. Allerdings entleert sich der Akku während der Standzeit leicht und muss gelegentlich nachgeladen werden. Somit werden rund 0,4-0,5kWh pro Tag (entspricht 20W) ohne aktiven Mähauftrag aus dem Netz bezogen. Während wir bei kleineren Mährobotern einen Verbrauch von mehr als 10W bereits kritisieren, müsst ihr bei Modellen für große Flächenleistungen die höheren Verluste der Schnellladegeräte berücksichtigen. Daher sind die 20W des Dreame A3 gerade so noch im akzeptablen Bereich. Der Energiebedarf für den täglichen Einsatz (0,35kWh für die Akkuladung) zuzüglich Stand-by-Verbrauch liegt bei insgesamt rund 0,8kWh. Bei 200 Arbeitstagen pro Jahr ergibt sich somit ein Stromverbrauch von rund 160kWh für unsere rund 500m² große Rasenfläche.
Wartung des Dreame A3
Nach einer Flächenleistung von 10.000m² (50 Betriebsstunden) haben wir den Dreame A3 einer ersten Wartung unterzogen. Während der Unterboden kaum Verschmutzungen aufweist, sind alle Klingen nicht mehr frei beweglich. Ihr solltet dementsprechend alle Grasreste entfernen und die Beweglichkeit sicherstellen.
Generell ist Dreames Schnellwechselsystem mit den Langlochklingen wenig überzeugend. Die Langzeiterfahrung mit dem Dreame A1/A2 hat gezeigt, dass sich die Klingen sehr schnell festsetzen und auch die Schnellwechselschrauben dann sehr schwer zu lösen sind. Der Verschleiß der Klingen war bis zu diesem Zeitpunkt noch akzeptabel. Allerdings sind die 100 Stunden, die Dreame in der App angibt, überzogen. Nach rund 30-50 Betriebsstunden würden wir die Klingen kontrollieren und nach spätestens 70-80 Betriebsstunden ersetzen. Im Anschluss haben wir lediglich den LiDAR-Sensor und die Kameratechnik mit einem weichen Mikrofasertuch gereinigt. Die komplette Wartung hat somit weniger als 10 Minuten in Anspruch genommen. Der Hersteller gibt zudem 3 Jahre Garantie für den Dreame A3.
Testergebnis
Der Dreame A3 AWD Pro 3500 ist ein überzeugender Mähroboter, der im Vergleich zu seinen Vorgängern deutlich optimiert wurde. Die tadellose Verarbeitung und das exzellente Schnittbild setzen Maßstäbe, an denen sich die Konkurrenz messen lassen muss. Der große Akku in Kombination mit dem Schnellladegerät und der großen Schnittbreite ermöglicht selbst in widrigem Gelände eine hohe Flächenleistung. Optimierungspotenzial sehen wir hingegen noch bei der Hinderniserkennung, die flache Objekte einfach ignoriert. Trotz der kleinen Mankos und einem Preis von 2.599€ (AWD Pro 3500) bietet der Dreame A3 eine enorme Arbeitserleichterung und somit Zeitersparnis, die den hohen Anschaffungspreis schnell wieder relativiert.
Für alle, die eine noch größere Fläche bewirtschaften müssen, ist der Dreame A3 auch in der 5.000m²-Variante für 2.999€ erhältlich. Wir haben euch beide Versionen im Preisvergleich verlinkt. Zum aktuellen Launch Angebot sind beide auch günstiger zu haben!
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