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Lymow One Plus Mähroboter im Test – Raupenantrieb für 7000m² und jedes Gelände

Getestet von Michael am
Vorteile
  • exzellentes Schnittbild
  • schnell, kraftvoll und leistungsstark
  • LiFePo4 Akku (528Wh) und Schnellladung (405W)
  • 100% (45°) Steigung mit Kettenantrieb
  • sehr gute Navigation/Hindernisserkennung
  • mäht Flächen bis 60.000m²/7.000m² pro Tag
  • exzellente Verarbeitung und robuste Konstruktion
  • Rasenschonend dank Kettenantrieb
Nachteile
  • vergleichsweise laut
  • gelegentliche Probleme Navigation & Seitenauswurf
  • Kantenmähen nicht optimal
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Mit dem Lymow One Plus haben wir für euch einen Rasenmähroboter für extremes Gelände im Test. Ausgestattet mit einem Raupenantrieb, einem Doppelmähwerk aus Werkzeugstahl und einer Steigfähigkeit von 100% sind selbst anspruchsvolle Gärten kein Problem. Dank RTK-Navigation, KI-Kamera und Ultraschallsensoren navigiert der Lymow völlig autonom und meistert dabei Flächen von bis zu 7.000m².

Lymow One Plus Einleitung

Das noch recht junge Unternehmen Lymow wurde 2022 gegründet und spezialisiert sich seitdem auf intelligente Gartenpflegeprodukte mit Schwerpunkt auf autonomen Mährobotern ohne Begrenzungskabel. Das Unternehmen betont seine Robotik-Expertise, Erfahrungen von Forschung und Entwicklung bis zur Serienproduktion sowie den Anspruch auf zuverlässige, multifunktionale Lösungen für den weltweiten Markt. In unserem ausführlichen Test zeigen wir euch heute alle Stärken und Schwächen des neuen Lymow One Plus.

Lieferumfang des Lymow One Plus

Für den Transport des 47 Kilogramm schweren Paketes solltet ihr euch in jedem Fall Unterstützung organisieren. Einmal ausgepackt, lassen sich die Einzelteile dann recht problemlos alleine transportieren. Der Lieferumfang umfasst folgendes Zubehör:

  • Lymow One Plus Mähroboter
  • Ladestation
  • 4x Kunststoff-Bodenanker
  • 4x Expansionsbolzen für Montage auf Stein/Beton
  • Ladegerät 40,5V/10A/405W
  • Akku 528Wh
  • Schnellstartanleitung und Bedienungsanleitung
  • RTK-Antenne mit externer Funkantenne
  • Montagezubehör RTK-Antenne (Erdspieß/Wandhalterung/2x5m Anschlusskabel)
  • externes Netzteil für RTK-Antenne
  • Montagewerkzeug (Inbus und Maulschlüssel)

Technische Daten

NAVIGATIONSSYSTEM
Navigationsmethoden RTK + VSLAM
RTK-Abdeckungsradius Bis zu 1km
Mähfläche ohne RTK 100 – 150m²
Mähzeit ohne RTK Bis zu 10min
Kartenspeicherkapazität 60.000m²
Multi-Zonen-Verwaltung Bis zu 80 Zonen
Konnektivität Bluetooth, WLAN und 4G
Abgrunderkennung 2 Hall-Sensoren
Hindernisvermeidung KI-Kamera + 5 Ultraschallsensoren + 2 Hall-Sensoren
ÜBERFAHRSYSTEM
Hangbewältigung Bis zu 45° (100% Steigung)
Hindernisüberquerungshöhe 70mm*
SCHNEIDSYSTEM
Klingentyp Ausgestattet: Rotations-Mulchmesser
Mähgeschwindigkeit 0,3 – 1,0m/s
Schnitthöhe 30 – 100mm
Schnittbreite 400mm
Messerdrehzahl 3.000 – 6.000U/min*
Nennleistungsabgabe 680W
Spitzenleistungsabgabe 1.785W
Maximale Abdeckung pro Stunde 930m²
Maximale Abdeckung pro Ladung 2.300m²
Maximale Abdeckung pro Tag 7.000m²
ELEKTRISCHES SYSTEM
Akku-Typ LiFePO₄
Batteriekapazität 15.000mAh (15Ah)
Nennspannung 35,2V
Ladespannung 39V (5A Ladegerät)
40,5V (10A Ladegerät)
Ladezeit 90min (10A Ladegerät)
150min (5A Ladegerät)
Maximale Laufzeit 3h
Lebensdauer 2.000 Ladezyklen*
ALLGEMEIN
Wasserdichtigkeit IPX6
Betriebstemperatur -10°C bis 45°C
Lagertemperatur -20°C bis 55°C
Produktgewicht 35,6kg ± 0,5kg
Produktabmessungen (L × B × H) 750 x 600 x 320mm
Gewicht Mähroboter 35,2kg
Verpackungsabmessungen (L × B × H) 1007 x 693 x 430mm

Flächenleistung und Navigation

Wie man anhand der Leistungsdaten sehen kann, handelt es sich bei dem Lymow One Plus um einen Mähroboter der Superlative. Mit einer Flächenleistung von bis zu 7.000m² pro Tag, einer Steigfähigkeit von 100% und der Hindernisüberbrückung von 7 Zentimetern sind selbst riesige Grundstücksflächen mit nahezu allen Geländevariationen möglich. Insgesamt können bis zu 80 Mähzonen mit einer Gesamtfläche von 60.000m² kartiert und gemäht werden. Um diese enorme Flächenleistung bewältigen zu können, bietet der Lymow eine Schnittbreite von beachtlichen 40 Zentimetern. Weiterhin kommt ein riesiger 528Wh-Akku zum Einsatz, der mit bis zu 405W geladen wird. Erstmals erleben wir in einem Rasenmähroboter einen LiFePO4-Akku, der mit bis zu 2.000 Ladezyklen (80% Restkapazität) ein langes Leben verspricht. Mit so viel Power steht euch nach nur 90 Minuten Ladezeit eine Mähdauer von bis zu drei Stunden zur Verfügung.

Für die Navigation kommt eine Kombination aus RTK (Real-Time-Kinematik), intelligenter Kameratechnik, Ultraschall- und Hallsensoren zum Einsatz. Selbst wenn der Lymow einmal das Signal zur RTK-Basisstation verliert, kann er somit immer noch 10 Minuten präzise weiter mähen. Diese Funktion ist besonders wichtig auf Grundstücken, die von dichten Bäumen bewachsen sind. Lymow verbaut in dem One Plus zusätzlich ein 4G-Modus mit einer SIM-Karte, die im ersten Jahr kostenlos genutzt werden kann. Ihr könnt bei Bedarf aber auch einfach eine eigene SIM-Karte einlegen und somit die volle 4G-Funktionalität mit einem eigenen Tarif nutzen.

Design und Verarbeitung des Lymow One Plus

Optisch ist der Lymow One Plus der auffälligste Mähroboter, den wir bisher im Test hatten. Der Kettenantrieb und das ausladende Mähdeck an der Front verleihen dem Lymow einen industriellen Look, der eher an ein Baustellenfahrzeug als an einen Mähroboter erinnert. Die Optik in Verbindung mit dem hohen Gewicht von 35,2 Kilogramm suggeriert pure Kraft und Leistungswillen. Die Abmessungen betragen stattliche 750 x 600 x 320 Millimeter. Trotz des hohen Gewichtes lässt sich der Mähroboter dank der seitlichen Tragegriffe und des hecklastigen Schwerpunktes relativ einfach von einem kräftigen Erwachsenen transportieren.

Das Herzstück der Navigation umfasst neben einer externen RTK-Antenne eine Dual-Kamera im Turmaufbau. Diese werden von zwei LEDs bei schlechten Lichtverhältnissen unterstützt und ermöglichen auch einen Mähbetrieb in der Nacht. Weiterhin befinden sich an der Front und den Seiten Ultraschall- und Hall-Sensoren, die den Abstand von Hindernissen oder Grenzen erfassen.

Schneidsystem des Lymow

Das Schneidsystem sitzt nicht direkt unter dem Mähroboter, sondern befindet sich im Frontaufbau des Lymow One Plus. Die gesamte Frontpartie ist stufenlos höhenverstellbar und wird durch zwei elektrisch höhenverstellbare omnidirektionale Räder an der Vorderseite unterstützt. Lymow bezeichnet diese Konstruktion als „schwebendes Mähdeck“. Die beiden Mähteller sind mit jeweils einer Klinge aus Werkzeugstahl ausgestattet, wie man sie auch von handelsüblichen Rasenmähern kennt. Diese sind im Gegensatz zu den Rasiermesserklingen der Konkurrenz wesentlich robuster und können auch sehr widerstandsfähigen Bewuchs problemlos durchtrennen. Die beiden Elektromotoren des Schneidsystems können eine Leistung von bis zu 1.785W aufbringen und bieten eine Schnittbreite von 40 Zentimetern.

Der Lymow One Plus besitzt einen Seitenauswurf auf der rechten Seite, der mit einem flexiblen Kunststoff abgedeckt ist. Somit kann nicht nur Rasen, sondern auch Laub gemäht, zerkleinert und als Dünger auf der Rasenfläche verteilt werden. Das Chassis, das Mähwerk und die Mähwerksaufhängung sind aus hochfestem Stahl in Automobilqualität gefertigt und sollen somit eine möglichst lange Nutzungsdauer garantieren. Die Verarbeitung des Lymow ist exzellent ausgeführt. Alle Teile, Verbindungen, Radaufhängungen und die Höhenverstellung sind großzügig dimensioniert und machen einen hochwertigen Eindruck.

Testgarten für den Lymow One Plus

Für unseren Test wird ein Garten mit einer Grundfläche von rund 1.500m² verwendet. Bisher durfte hier der Hookii Neomow X (zum Test) seine Runden drehen. Abzüglich einiger Hindernisse wie Bäume, Gartenhäuschen oder der Feuerstelle verbleiben rund 1.000m² Rasenfläche, die gemäht werden müssen. Das Gelände ist hier durchaus anspruchsvoll. Neben den zahlreichen Hindernissen ist der Boden sehr uneben und zahlreiche Senken und Erhebungen prägen das Landschaftsbild.

Die Rasenfläche ist vom Winter noch stark mitgenommen und wird in den nächsten Wochen entsprechend häufig gemäht werden. Das Laub der letzten Saison wurde bewusst nicht entfernt, um die von Lymow beworbene Zerkleinerungsfunktion testen zu können.

Inbetriebnahme und Steuerung

Die Inbetriebnahme eines RTK-Rasenmähers ist nicht so trivial wie bei Mährobotern, die mit LiDAR oder reinen Kamerasystemen navigieren. Für unseren Lymow One Plus werden dementsprechend höhere Anforderungen an den Standort gestellt. Die Ladestation solltet ihr für einen guten Satellitenempfang nicht in unmittelbarer Nähe einer Hauswand oder einer größeren Baumgruppe aufstellen. Weiterhin müsst ihr beachten, dass vor der Ladestation eine Fläche von 3 Metern Breite und 1,5 Metern Länge ohne Hindernisse vorhanden ist.

Im Anschluss müsst ihr einen geeigneten Platz für die RTK-Antenne finden. Diese solltet ihr nicht unter Bäumen oder in der Nähe von hohen Gebäuden aufstellen, um einen optimalen Satellitenempfang zu gewährleisten. Um die Stromversorgung sicherzustellen, wird die RTK-Antenne entweder mit der Ladestation oder mit dem beiliegenden Netzteil verbunden (10 Meter Kabellänge). Lymow liefert auch eine Halterung für die Wandmontage mit. Somit könnt ihr die RTK-Antenne auch an einem Gartenhaus oder im oberen Bereich der Hausfassade anbringen.

Nachdem die Grundinstallation abgeschlossen ist, könnt ihr den Lymow One Plus in Betrieb nehmen. Unter einer Abdeckung auf der Oberseite verbirgt sich ein kleines Display, das die grundlegenden Funktionen (An/Aus/zurück zur Basisstation/Mähwerk anheben/Mähwerk absenken) und Informationen zum Betriebszustand bietet. Für die abschließende Einrichtung benötigt ihr allerdings die Lymow App für Android oder iOS.

Steuerung mittels der Lymow App

Nach erfolgreicher Installation müsst ihr ein Nutzerkonto unter Angabe einer E-Mail-Adresse und eines Passwortes anlegen. Der Lymow One Plus wird innerhalb weniger Sekunden mittels der Bluetooth-Suche hinzugefügt und für das heimische WLAN konfiguriert. Im Anschluss solltet ihr anstehende Firmwareupdates durchführen, den Akku einmal vollständig aufladen und die RTK-Antenne koppeln. Dazu ruft ihr in der App das passende Menü in den Einstellungen auf und scannt den QR-Code auf der RTK-Antenne.

Die App begleitet euch mit einem ausführlichen Tutorial durch den Initialisierungsprozess und gibt euch viele Hinweise und Tipps für die Installation. Im Anschluss könnt ihr die Erstkartierung starten. Hierbei werden mittels Handysteuerung einmal die Grundstücksgrenzen abgefahren und die Mähbereiche definiert. Zusätzlich lassen sich No-Go-Zonen einrichten, Mähbereiche trennen/zusammenführen oder die Ladestation auf der Fläche versetzen. Den Standort der RTK-Antenne dürft ihr hingegen nicht verändern. Versetzt ihr diese dennoch, müsst ihr die komplette Fläche neu kartieren. Anschließend könnt ihr auf der Startseite die erstellten Mähzonen einsehen und eine Aufgabenplanung anlegen. Somit übernimmt der Lymow One Plus selbständig alle Mähaufgaben auf eurem Grundstück.

Grundeinstellungen

Vor dem ersten Schnitt sollten die grundsätzlichen Mäheinstellungen festgelegt werden. Diese können entweder global für alle Bereiche oder auch für jeden Mähbereich einzeln festgelegt werden. Wir haben für euch die wichtigsten Einstellungen zusammengefasst.

  • Fahrgeschwindigkeit 0,3 – 1m/s
  • Schnitthöhe 30 – 100mm
  • Klingengeschwindigkeit („Eco“/„Standard“/„Turbo“)
  • Pfadabstand 25 – 35cm
  • Streifenwinkel 0 – 180°
  • Kreuzmuster ein/aus
  • Mähreihenfolge
  • Hinderniserkennung in der Zone (Intelligent/nur bei Kollision)
  • Richtung des Umkreismähens (intelligent/Uhrzeigersinn/gegen den Uhrzeigersinn)
  • Mährunden für Sperrzonen (0 – 3)
  • Mähdurchgänge am Zonenumfang (1 – 3)
  • äußeren Mähmotor ausschalten
  • Sicherheitsabstandsmodus (präzises Randmähen oder mehr Sicherheitsabstand)
  • Kanal-Hinderniserkennung (intelligent/nur bei Kollision)
  • Kanal-Mähwerkhöhe 30 – 100mm
  • Omni-Räder auf dem Kanal anheben (ein/aus)

Während viele Funktionen selbsterklärend sind, werden einige Features erst mithilfe der App ersichtlich. Der Pfadabstand legt beispielsweise fest, wie stark sich die gefahrenen Bahnen überlappen. Ein geringerer Abstand verringert die Flächenleistung, sorgt aber für ein sauberes Schnittbild. Die Einstellung des Streifenwinkels für jede Mähzone ist besonders interessant. Hier könnt ihr festlegen, in welcher Richtung in Bezug zur Basisstation der Roboter seine Bahnen abfährt. Somit könnt ihr schmale Durchfahrten oder verwinkelte Abschnitte im optimalen Winkel mähen. Bei Bedarf könnt ihr auch die Hinderniserkennung für den Zonenwechsel (Fahrt über einen festgelegten Pfad) deaktivieren. Somit wird eine Überquerung selbst bei engen Passagen oder dichtem Bewuchs ermöglicht.

Erweiterte Einstellungen

Für den Kantenschnitt könnt ihr festlegen, wie häufig der Lymow den jeweiligen Bereich umrunden soll. Eine hohe Anzahl sorgt für ein sauberes Schnittergebnis und eine ausreichende Fläche für Wendemanöver. Bei Bedarf lässt sich der äußere Mähmotor ausschalten. Somit wird die Seitenauswurffunktion deaktiviert und ein versehentliches Verschmutzen von Wegen und Betonflächen verhindert. Wie man sehen kann, hat sich Lymow bei den Mäheinstellungen zahlreiche Gedanken über alle möglichen Anwendungsszenarien gemacht. Somit könnt ihr den Mähroboter ganz individuell auf eure Bedürfnisse anpassen.

Das Einstellungsmenü bietet euch nochmals einen erweiterten Funktionsumfang. Hier lassen sich grundlegende Funktionen wie Netzwerkeinstellungen, RTK-Diagnostik, Firmwareupdates, Regensensor, Beleuchtung oder das Ladeverhalten konfigurieren. Zusätzlich verfügt der Lymow One Plus über eine Ortungsfunktion und einen Diebstahlschutz, der bei Verlassen des Grundstücks eine Benachrichtigung sendet und eine Sperrung des Roboters ermöglicht. Der Funktionsumfang der Lymow App ist sehr umfangreich und übersichtlich gehalten. Hier hat der Hersteller eine wirklich gelungene App auf die Beine gestellt.

Praxiseinsatz mit dem Lymow One Plus

Bereits nach wenigen Sekunden wird klar, dass es sich bei diesem Mähroboter um kein Spielzeug handelt. Kraftvoll startet der doppelte Mähteller und der Raupenantrieb setzt sich in Bewegung. Zunächst beeindruckt mich vor allem die Geschwindigkeit und Leichtigkeit, mit der Lymow durch den Garten sprintet. Bereits nach wenigen Minuten sind die ersten Bahnen gezogen. Bodenwellen und Unebenheiten werden problemlos durchfahren, als wären diese gar nicht vorhanden. Aufgrund der durchdachten Lagerung des Mähwerkes setzt dieses selbst bei tiefen Senken nicht auf und hält stets seine eingestellte Höhe. Mit einer einzigen Akkuladung wird souverän die komplette Rasenfläche von rund 1.000m² ohne Ladepause gemäht.

Das Schnittbild nach der ersten Mahd ist wirklich exzellent. Aufgrund der hohen Rotationsgeschwindigkeit der Messer und des damit einhergehenden Luftstroms wird das Gras laut Hersteller erst aufgerichtet und dann abgemäht. Diese hohe Leistung hat allerdings auch ihre Schattenseite. Im Normalmodus ist der Lymow One Plus vergleichsweise laut (62dB(A)). Während der Antrieb kaum wahrnehmbar arbeitet, erzeugt das Mähwerk einen Geräuschpegel, der mit einem normalen Elektrorasenmäher vergleichbar ist. Im Turbo-Modus ist der Mähroboter dann so unangenehm laut (74dB(A)), dass ein Aufenthalt im Garten keinen Spaß mehr macht. Im Gegenzug dazu wird in diesem Modus selbst Laub problemlos aufgesaugt und zerkleinert. Abhilfe schafft hingegen der Eco-Modus (60dB(A)), der die Drehzahl deutlich reduziert. Für den Sonntagseinsatz würden wir den Lymow dennoch nicht empfehlen.

Dank des durchdachten Kettenantriebs hinterlassen Wendemanöver auf der Rasenfläche keine sichtbaren Spuren. Selbst lockerer Sand oder eine unvollständige Grasnarbe führen nicht zu Problemen. Das Antriebskonzept ist eines der besten, das wir bisher bei einem Rasenmähroboter erleben durften. Die App bietet euch auch die Möglichkeit, mit dem Lymow One Plus manuell zu mähen. Mit dieser Funktion könnt ihr kleine, nicht kartierte Teilstücke schnell und zuverlässig mähen.

Kantenmähen und Hinderniserkennung

Der Lymow One Plus ist für das Mähen großer Flächen optimiert und spielt seine Stärken genau in diesem Gebiet aus. Filigrane Arbeiten wie das Kantenmähen gehören somit nicht zu seiner Paradedisziplin. Dennoch sind auch hier passable Ergebnisse möglich.

An Hindernissen wie Bäumen, Sträuchern oder den Sperrzonen lässt der Mähroboter rund 10-20 Zentimeter stehen. Sind allerdings Rasenkantensteine vorhanden, werden diese problemlos befahren und somit eine nahezu perfekte Rasenkante erzielt. Ihr könnt in der App auch den Sicherheitsabstand zur Rasenkante reduzieren. Allerdings läuft man hier Gefahr, dass der Rasenmähroboter Grenzen leicht überfährt oder gelegentlich aneckt.

Die Hinderniserkennung arbeitet in den meisten Situationen präzise und zuverlässig. Zahlreiche Objekte wie Lebewesen, Blumen, Äste, Rasensprenger und Spielzeuge werden souverän erkannt und nicht übermäht. Lediglich bei sehr flachen Hindernissen wie einem Zollstock muss der Lymow passen.

Lymow One Plus Probleme 2

Diese werden vom Mähwerk erfasst und zu kleinen Stücken pulverisiert. Bei einem harten Aufschlag (siehe Video) wird das Mähwerk sofort gestoppt und erst nach erfolgreicher Weiterfahrt wieder aktiviert. Generell lassen sich Fehler im Mähbetrieb in der App zurücksetzen. Somit ist eine Weiterfahrt des Roboters auch ohne Anwesenheit möglich. Im Bedarfsfall könnt ihr euch auch auf die Kamera des Mähroboters aufschalten, um eventuelle Fehlerquellen zu lokalisieren.

Alle Fakten und den Live-Betrieb könnt ihr euch auch gerne nochmal in unserem Video anschauen. Hier testen wir auch die Hinderniserkennung und geben euch einen Eindruck zur Gesamtlautstärke.

Probleme im Betrieb

Im grundlegenden Mähbetrieb ist der Lymow One Plus ein äußerst zuverlässiger Mähroboter, der selbst schwierige Geländesituationen erfolgreich meistert. In unserem Testzeitraum ist es allerdings zweimal vorgekommen, dass der Roboter seine Position nicht genau bestimmen konnte und somit seinen Mähbereich um rund 10 Zentimeter verlassen hat. Somit rutschte der Mähroboter von einem Betonbord ab und fuhr sich fest. Möglicherweise war die RTK-Abdeckung aufgrund einer nahestehenden Baumgruppe gestört.

Lymow One Plus Probleme 6
Aufgrund der niedrigen Temperaturen arbeitete der Seitenauswurf des Lymow One Plus nicht zuverlässig. Das Gummimaterial der Abdeckung ist bei Temperaturen unter 20°C so starr, dass der Luftstrom nicht ausreicht, um den Widerstand der Abdeckung zu überwinden. Lediglich im Turbo-Modus funktionierte der Auswurf zufriedenstellend. Allerdings ist das Mähergebnis auch ohne den Seitenauswurf exzellent. Das Schnittgut wird somit einfach unter dem Mähroboter verteilt.

Weiterhin hatten wir im Testzeitraum gelegentliche Probleme mit der Akkuladung. Obwohl der Roboter fest auf der Station stand und beide Ladekontakte zuverlässig verbunden waren, wurde die Ladung unterbrochen. Glücklicherweise werdet ihr über diesen Umstand umgehend von der App informiert. Ein kurzes Starten der Mähaufgabe und ein erneutes Andocken konnten das Problem beheben.

Akkuleistung, Stromverbrauch und Wartung

Laut Hersteller schafft es der Lymow One Plus mit nur einer Akkuladung eine Fläche von bis zu 2.300m² in einem Zeitfenster von 3h zu mähen. In unserem Test konnten wir auf der mittleren Geschwindigkeit unseren 1.000m² Testgarten in rund 3h mähen. Hier stand noch eine Restkapazität von 17% zur Verfügung. Auf einer Fläche mit weniger Hindernissen und einer erhöhten Arbeitsgeschwindigkeit können die Herstellerangaben durchaus erreicht werden. Dank des Schnellladegerätes (405W) ist der Akku nach nur 90min (10-90%) geladen und der Mähbetrieb kann fortgesetzt werden. Somit sind in einem Zeitfenster von 12h drei komplette Mähzyklen möglich.

Der Stand-by-Verbrauch erscheint auf den ersten Blick mit 0-4W als verblüffend niedrig. Allerdings wird der Energiebedarf durch den Akku des Mähroboters bedient, der sich im Laufe der Standzeit entleert und nachgeladen werden muss. Hierfür werden in 24h rund 0,3kWh Energie benötigt. Das entspricht einem Stand-by-Verbrauch von rund 12,5W. Dieser Wert ist für einen Rasenmähroboter mit so einer enormen Flächenleistung und einem so starken Ladegerät absolut akzeptabel. Die App bietet weiterhin eine Handbremsfunktion für den Mähroboter. Damit wird verhindert, dass der Roboter bei einer Installation auf steilem Gelände (Ladestation an einem Hang) von der Ladestation rutscht. Diese Funktion solltet ihr nur aktivieren, wenn es unbedingt notwendig ist. Sie erhöht den Stand-by-Verbrauch deutlich, auf rund 45W.

Während wir bei kleineren Mährobotern einen Verbrauch von mehr als 10W als zu hoch einstufen, muss man hier die hohen Leerlaufverluste des Hochleistungsladegerätes mit betrachten. Somit ist die Energieversorgung durch den Akku und das gelegentliche Nachladen der effizienteste Ansatz. Der Energiebedarf für den täglichen Einsatz (eine Akkuladung mit rund 600Wh) zuzüglich Stand-by-Verbrauch liegt bei insgesamt rund 0,8kWh. Bei 200 Arbeitstagen pro Jahr ergibt sich somit ein Stromverbrauch von rund 160kWh (45-50€) für unsere 1.000m² Rasenfläche. Bei größeren Grundstücken steigt der Verbrauch natürlich dementsprechend an.

Wartung des Lymow One Plus

Nach rund 20.000m² Flächenleistung haben wir den Lymow One Plus einer ersten Wartung unterzogen. Die Messer zeigen bisher noch kaum Verschleiß. Das Mähwerk ist bis auf den verstopften Seitenauswurf nur wenig verschmutzt und bedarf eigentlich keiner Reinigung.

Die Abdeckungen der Antriebsraupen lassen sich für eine Reinigung entfernen. Abschließend solltet ihr noch die Kameraoptik und die Ladekontakte mit einem weichen Mikrofasertuch reinigen. Aufgrund der geringen Verschmutzung hat die Wartung weniger als 10min Zeit in Anspruch genommen.

Testergebnis

Getestet von
Michael

Der Hersteller hat mit dem Lymow One Plus einen wirklich erstaunlichen Mähroboter hervorgebracht. Die Flächenleistung von bis zu 7.000m² am Tag in Kombination mit dem kräftigen Mähwerk und der hervorragenden Geländegängigkeit konnte bisher kein anderes Testmodell bieten. Wenngleich das Kantenmähen und die Lautstärke nicht zu den Paradedisziplinen gehören, merkt man dennoch die klare Ausrichtung der Produktlinie. Der Lymow One Plus ist für große Gärten, widriges Gelände und einen schnellen Arbeitseinsatz gebaut. In diesen Bereichen kann der Mähroboter durchweg überzeugen.

Mit einem Preis von 2.699€ für die Version mit dem 200W-Ladegerät und 2.899€ für die hier getestete Variante mit 405W-Ladegerät ist der Lymow sicherlich kein Schnäppchen. Beachtet man allerdings die enorme Arbeitserleichterung und Zeitersparnis auf großen Flächen, erscheint dieser gar nicht mehr so hoch. Vergleichbare Aufsitzmäher liegen in ähnlichen Preisregionen und bieten nicht mal einen autonomen Betrieb. Somit erhält der Lymow One Plus von unserer Seite eine klare Kaufempfehlung.

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