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Mova Viax 500 im Test – Der Einstieg in das autonome Mäherlebnis

Getestet von Michael am
Vorteile
  • exzellentes Schnittbild
  • exzellente Hindernisserkennung
  • sehr gute Navigation
  • sehr leise
  • funktionale App mit zahlreichen Einstellungen
  • niedriger Standby-Verbrauch (5W)
Nachteile
  • Erstellen von Sperrzonen unpraktikabel
  • Aufgrund fehlender Sperrzonen festgefahren
  • vergleichsweise langsam
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Mähroboter im günstigen Einstiegssegment liegen voll im Trend. Mova schickt mit dem Viax 500 ein leistungsfähiges Modell für kleine und mittlere Gärten ins Rennen. Mit einer Flächenleistung von bis zu 600m², 20 Zentimeter Schnittbreite und einer Dual-Kamera-Navigation, die durch LiDAR unterstützt wird, punktet der kleine Gartenhelfer auf dem Papier ordentlich.

Mova Viax 500 Einleitung

In der Vergangenheit haben wir bereits zahlreiche Modelle des Mutterkonzerns Dreame für euch getestet. Bei dem Hersteller Mova handelt es sich um eine eigenständige Marke, die direkt zum Dreame-Konzern gehört. Der Hersteller positioniert sich als günstigere Alternative zur Hauptmarke und nutzt dieselbe Technologie (LiDAR-Navigation, App-Steuerung, Sensorik), zielt aber auf preisbewusste Käufer im Smart-Home-Segment ab. Wir haben den Mova Viax 500 ausführlich für euch getestet und zeigen euch alle Stärken und Schwächen.

Lieferumfang des Mova Viax 500

Der Mova Viax 500 wird in einem großen, aber erstaunlich leichten Paket geliefert. Der Lieferumfang beinhaltet alles, was ihr für den Start benötigt:

  • Mova Viax 500 Mähroboter
  • Ladestation mit 10 Meter Anschlusskabel
  • 8 x Erdschraube für die Bodenverankerung
  • Ladegerät (20V/3A/60W)
  • 9 x Ersatzklingen + Schrauben
  • Schraubendreher
  • Mikrofasertuch
  • Schnellstartanleitung
  • Bedienungsanleitung

Die Ladestation wird in zwei Teilen geliefert, die ihr einfach ineinandersteckt. Dank der 9 Ersatzklingen und der drei vormontierten Klingen seid ihr für die erste Saison ausreichend gerüstet.

Technische Daten

Technische Eigenschaft Wert
Modell Mova Viax 500
Empfohlener Arbeitsbereich 500m²
Max. Mähfläche 600m²
Mäheffizienz Standard: 400m²/24 Std.; Effizient: 600m²/24 Std.
Mähfläche pro Aufladung 120m²/Aufladung
Bahnplanung U-förmig
Kartierung KI-gestützte Kartenerstellung & Fernsteuerung
Erkannte Hindernisse Über 300 Objekte
Mähmodi Alle Bereiche, Bereich, Kante, Punkt, Manuell
Dual-Map / mehrere Bereiche Ja
Mähmuster Ja
Schnitthöhe 2-6cm
Schnittbreite 20cm
Max. Steigung 40% (22°)
Antriebssystem Vorderradantrieb + 1 Universalrad
Schmale Durchfahrtsbreite ≥ 60cm
Max. vertikale Hindernishöhe ≤ 4cm
Ladestrom 3A
Ladedauer 60min
Einsatzdauer pro Aufladung 90-100min
Wasserdicht IPX6
Geräuschpegel Unter 57 dB
Diebstahlschutz Echtzeit-Verfolgung, Alarm bei Verlassen der Karte, Alarm beim Anheben, AirTag-Steckplatz
Abmessungen (L x B x H) 595 x 380 x 272 Millimeter
Gewicht 9,4kg

Der Mova Viax 500 ist für kleine und mittlere Gärten optimiert und kann Rasenflächen von bis zu 600m² verwalten. Die Navigation basiert auf einem KI-unterstützten Dual-Kamera-System, ergänzt durch einen 360°-LiDAR-Sensor. Somit benötigt der Viax 500 weder Begrenzungskabel noch RTK-Antennen oder sonstiges Zubehör, um sich zu orientieren. Mit einer Lautstärke von unter 57dB agiert der Mähroboter äußerst leise und stört selbst an Sonn- und Feiertagen kaum. Mit einer Steigfähigkeit von 40% ist der Viax zwar kein Geländemeister, meistert leichte Hanglagen aber problemlos.

Design und Verarbeitung

Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint, unterscheidet sich der Mova Viax 500 deutlich von der üblichen Konkurrenz. Beim Viax handelt es sich um einen Mähroboter mit Frontantrieb. Während die meisten Hersteller die großen, grobstolligen Antriebsräder als Heckantrieb nutzen, kehrt Mova dieses Prinzip um. Dieses Antriebskonzept bietet Vorteile bei der Wendigkeit und verbessert die Spurtreue beim Überfahren von Hindernissen wie Ästen oder Bodenunebenheiten. Allerdings bringt so ein Konzept auch Nachteile bei der Steigfähigkeit mit sich, da sich bei Bergauffahrten das Gewicht auf die Hinterachse verschiebt und nicht mehr genug Anpressdruck für die Vorderräder vorhanden ist.

Das Gehäuse des Mova Viax 500 besteht aus grauem Kunststoff und ist zu allen Seiten hin geschlossen. Somit bietet der Mähroboter möglichst wenig Angriffsfläche, um an Sträuchern oder Ästen hängenzubleiben. Das Design wirkt insgesamt sehr schlicht und funktional. Sowohl die Frontschürze als auch das Heck heben sich in Mattschwarz ab. Mova integriert auf der Rückseite einen Tragegriff, der den Transport des 9,4 Kilogramm schweren Roboters enorm vereinfacht.

Auf der Frontpartie befindet sich das Dual-Kamera-System, das in einem separaten Turmaufbau untergebracht ist. Beim darunterliegenden schwarzen Sensor handelt es sich laut Mova um einen 360°-LiDAR-Sensor, der permanent die Umgebung abtastet. Die Ladekontakte sind als breite Metallplatten ausgeführt und erinnern an die Markenverwandtschaft zum Dreame A1/A2 (zum Test).

Auf der Oberseite befindet sich neben dem Not-Aus-Taster und dem Regensensor auch die Steuerzentrale des Viax 500. Diese verbirgt sich hinter einer schwarzen Hochglanzabdeckung, die sich vollständig abnehmen lässt. Darunter liegen die manuelle Schnitthöhenverstellung (20-60 Millimeter) und vier Funktionstasten (An/Aus, Mähbetrieb, Zurück zur Ladestation, Bestätigen). Weiterhin verbaut Mova hier einen Drehschalter, der den Roboter stromlos schaltet. Wieso dieser verbaut ist, können wir nicht ganz nachvollziehen, da sich der Mähroboter auch über den An/Aus-Taster vollständig abschalten lässt.

Der Mova Viax 500 verfügt über eine Schnittbreite von 20 Zentimetern und ist mit einem Mähteller mit drei Klingen ausgerüstet. Es handelt sich dabei um die Langlochklingen, die wir bereits von Dreame kennen. Mova verbaut allerdings nicht das Schnellwechselsystem von Dreame, das wir schon mehrfach kritisiert haben. Hier halten normale Schrauben die Klingen. Die Antriebsräder sind mit einem sehr tiefen Stollenprofil ausgestattet, um eine gute Bodenhaftung des Frontantriebs zu gewährleisten.

Die Verarbeitung des Mova Viax 500 ist insgesamt einwandfrei. Sowohl die Antriebsteile als auch das Mähwerk und die Sensorik machen einen hochwertigen, langlebigen Eindruck.

Der Testgarten für den Mova Viax 500

Als Testgarten dient unsere komplette Gartenfläche (600m²). Abzüglich Hindernissen, Gebäuden und Beeten liegt die zu mähende Rasenfläche bei rund 460m². Der Arbeitsbereich beinhaltet zahlreiche Bäume, Spielgeräte, Steine, ein Gartenhaus und eine Terrasse. Die Grenzen bestehen aus Granitsteinen, Borden, Zäunen und einer Betonplatte. Bisher drehte hier der Natural Expressions P7 (zum Test) seine Runden. Nun löst ihn der Mova Viax 500 ab.

Aufbau und Inbetriebnahme

Um euren Mähroboter auch aus der Ferne steuern zu können, solltet ihr für die Ladestation einen Standort mit einer guten WLAN-Abdeckung aussuchen. Selbstverständlich benötigt ihr im Umfeld auch eine freie Schuko-Steckdose für die Stromversorgung. Dank der 10 Meter langen Anschlussleitung von der Ladestation bis zum Ladegerät kann die nächste Steckdose etwas weiter entfernt sein. Für den Aufbau der Ladestation solltet ihr auf einen ebenen Untergrund achten und darauf, dass sich neben und vor der Ladestation in einem Abstand von einem Meter keine Hindernisse befinden.

Im Anschluss fixiert ihr die Ladestation mithilfe der 6 Erdschrauben und ladet den Akku des Mova Viax 500 einmal vollständig auf. In dieser Zeit könnt ihr die MOVAhome-App für Android oder iOS herunterladen.

Steuerung mit der MOVAhome-App

Für die Ersteinrichtung und Kartierung benötigt ihr zwingend die MOVAhome-App des Herstellers. Nach erfolgreicher Installation legt ihr einen Nutzeraccount an (E-Mail und Passwort) und fügt den Mähroboter wie in der App beschrieben hinzu. Der Mova Viax 500 wird dazu in den Kopplungsmodus versetzt und mithilfe der Bluetooth-Suche in der App gefunden. Im Anschluss konfiguriert ihr euer heimisches WLAN und könnt sofort die Erstkartierung starten.

Der Viax 500 verfügt trotz LiDAR und Kameratechnik noch nicht über einen automatischen Kartierungsmodus. Dieser befindet sich noch unter den experimentellen Funktionen. Für die Erstkartierung müsst ihr somit die Grundstücksgrenzen einmal abfahren und die Karte erstellen. Der Roboter wird dabei wie in einem Videospiel per Smartphone gesteuert.

Mova Viax 500 App 5 1

Im Anschluss an die Erstkartierung könnt ihr eure Karte bearbeiten. Ihr könnt weitere Mähbereiche einrichten, Sperrzonen erstellen und Pfade zwischen den Mähbereichen definieren.

Sperrzonen und Automatisierung

Das manuelle Erstellen von Sperrzonen gestaltet sich in der Praxis allerdings als sehr kompliziert. Möchtet ihr einen Startpunkt für die Sperrzone erstellen, führt der Roboter jedes Mal eine vollständige Drehung durch, um sich neu zu orientieren. Somit könnt ihr an eure Sperrzone nicht wirklich dicht heranfahren, da der Roboter noch Platz zum Drehen braucht. Das Erstellen einer Sperrzone um sehr kleine Hindernisse wie Bäume oder die Wäschespinne ist daher nahezu unmöglich. Nach dem Erstellen führt er nochmals eine Drehung durch, um die Zone zu bestätigen. Das sind für unseren Geschmack deutlich zu viele Drehungen für eine Sperrzone. Normalerweise sollte der Roboter auch ohne diese Drehung seine Position mit der Kamera und dem LiDAR-Sensor kennen.

Die Übersichtsseite zeigt euch eure aktuelle Karte, Wetterinformationen des heutigen Tages und bietet die Möglichkeit, den Mähvorgang zu starten. Die Position des Mähroboters wird in Echtzeit auf der Karte abgebildet. Somit wisst ihr immer, wo sich der Mova Viax 500 gerade befindet. Für eine vollständige Automatisierung könnt ihr für jede Mähzone individuelle Zeitpläne erstellen. Hier legt ihr fest, ob der Rasen im Ganzen, nur die Ränder oder einzelne Zonen gemäht werden sollen. Mithilfe der integrierten Kamera und des Smartphones lässt sich der Mova Viax 500 per Bluetooth-Verbindung auch manuell steuern.

Geräteeinstellungen

Die allgemeinen Einstellungen sind sehr umfangreich gestaltet. Wir geben euch hier einen Überblick über die wichtigsten Funktionen:

 

  • Aktivitätsprotokolle (bisher gemähte Flächen mit Datum und Arbeitszeit)
  • Verbrauchsmaterial und Wartung (Reinigung und Klingenwechsel)
  • Gehe zu Wartungspunkt (Bereich für die Wartung definieren)
  • Frostschutz (kein Mähbetrieb unter 6°C)
  • Zugängliche Zone (Hinderniserkennung deaktivieren für bestimmte Bereiche)
  • Bitte nicht stören (kein Mähbetrieb im Zeitraum)
  • Sicherheits-Schnellmodus (niedrige Geschwindigkeit im Zeitraum z. B. bei Nacht)
  • Aufladen (untere und obere Ladegrenze im Mähbetrieb festlegen)
  • Anpassung an Wetter (Regenschutz, Wetterprognosen, Mähbetrieb nur bei Tageslicht)
  • Mähen nach dem Laden fortsetzen
  • Automatische Aufladung nach längerer Standby-Zeit (Rückkehr zur Ladestation)
  • Anti-Diebstahl-Alarm (Hebealarm, Alarm bei Verlassen der Karte)
  • Roboter-Infos
  • Verbindungen (WLAN, Link-Modul, Bluetooth)
  • Firmware-Aktualisierungen
  • Roboter-Stimme (Sprache und Lautstärke)
  • Labor (experimentelle Funktionen)
  • Meinen Roboter finden (akustisches Signal)

Für das Verbrauchsmaterial und die Wartung gibt Mova eine Klingenhaltbarkeit von 100 Stunden an. Weiterhin sollte der Mähroboter alle 100 Stunden einer Sichtkontrolle unterzogen und gereinigt werden.

Für den Anti-Diebstahl-Alarm bietet Mova ein optionales Link-Modul an. Dieses verwendet eine integrierte SIM-Karte und erlaubt nicht nur die Ortung des Mähroboters, sondern stellt in Bereichen mit schlechter WLAN-Abdeckung die Erreichbarkeit sicher. Das Modul kostet direkt bei Mova 249€ und bietet drei Jahre volle 4G-Funktionalität. Nach diesem Zeitraum wird ein Abo für die SIM-Karte fällig, das mit 69€ pro Jahr zusätzliche Kosten verursacht.

Mäheinstellungen

Die Mäheinstellungen lassen sich wahlweise global für alle Zonen oder individuell für jede Zone einzeln festlegen. Hier können folgende Funktionen angepasst werden:

  • Mäheffizienz (Standard 1.800m²/Tag oder Effizient 2.600m²/Tag)
  • Mährichtung
  • Automatisches Randmähen (aktivieren/deaktivieren)
  • Absturzsicherung (höherer Abstand zur Grenze)
  • Randmähen Verschiebung nach außen
  • Abstand der Außenverschiebung

Die Mäheffizienz legt im Grunde die Geschwindigkeit fest, mit der sich der Mova Viax 500 fortbewegt. Die 1.800m²/2.600m² solltet ihr gleich vergessen. Von diesen Flächenleistungen ist der Viax 500 weit entfernt. Die Einstellung der Mährichtung erlaubt es euch, den Mähwinkel in Bezug zur Basisstation im Bereich von 0-180° zu verstellen. Weiterhin könnt ihr wahlweise ein Schachbrett- oder Kreuzmuster auswählen. Hierbei ändert sich bei jedem zweiten Mähvorgang die Mährichtung um 90°, sodass der Rasen nicht immer in denselben Fahrspuren gemäht wird.

Interessant ist auch die Verschiebung nach außen für die Randmäharbeiten. Hier könnt ihr den Viax 500 die festgelegten Grundstücksgrenzen (5-15 Zentimeter) überfahren lassen, sodass der Randbereich sauber gemäht wird. Dies ist natürlich nur sinnvoll, wenn eure Fläche über Rasensteine oder eine befahrbare Rasenkante verfügt.

Zusammenfassend ist die MOVAhome-App enorm umfangreich und vollgepackt mit Funktionen. Hier merkt man deutlich den Technologieaustausch mit dem Mutterkonzern Dreame, dessen App bis auf ein paar Kleinigkeiten der Mova-App zum Verwechseln ähnlich sieht.

Der Mova Viax 500 im Praxiseinsatz

Rund zwei Wochen hat mich der Mova Viax 500 begleitet und in dieser Zeit einige Nerven gekostet. Da es aufgrund der bereits angesprochenen Wendemanöver kaum möglich ist, kleine Sperrzonen um Bäume zu erstellen, habe ich den Roboter erst einmal ohne Sperrzonen fahren lassen. Schnell wurde mir klar, dass dies vor allem beim Gartenhaus und den großen Findlingen im Garten zu Problemen führt. Der Roboter hat sich bereits nach dem zweiten Durchgang das erste Mal in einer Senke festgefahren. Daraufhin habe ich mit einigem Abstand eine Sperrzone um das Gartenhaus und die großen Findlinge angelegt. Danach gab es in diesen Bereichen keine Probleme mehr.

Dennoch lief der Mova nicht völlig reibungslos. Insgesamt hat er sich in den zwei Wochen viermal festgefahren und musste manuell geborgen werden. Entweder hat er sich an einem Baum verkeilt, ist an einem herausstehenden Zweig in der Nähe eines Baumes hängengeblieben oder hat die Grundstücksgrenze missachtet. Das Problem liegt hier nicht in der Navigationstechnik (denn diese arbeitet absolut einwandfrei), sondern im Mähverhalten des Roboters. Erkennt dieser ein Hindernis, wird dieses im besten Fall umfahren. Gelegentlich versucht der Viax allerdings, noch etwas näher an dieses Hindernis heranzumähen. Dazu dreht er sein Heck in die Richtung des Objekts und fährt rückwärts sehr dicht heran. Dabei kann es vorkommen, dass er mit seinem Hinterteil über das Hindernis fährt (Granitsteine, Borde oder Äste eines Strauchs) und dort aufsetzt oder hängenbleibt.

Allerdings muss man ihm zugutehalten, dass das Mähergebnis vor allem auf der freien Fläche wirklich exzellent ist. Aufgrund der hohen Bahnüberlappung und des effizienten Mähwerks bleibt so gut wie kein Grashalm stehen. Die Navigation mittels Dual-Kamera und LiDAR-Sensor arbeitet ausgezeichnet, erkennt zuverlässig Hindernisse und reagiert schnell und präzise. In unserem Test wurden weder Spielzeuge, Rasensprenger noch unsere Testgegenstände übermäht.

Gartenschläuche interessieren den Viax kaum. Selbst wenn sie als Hindernis erkannt werden, werden sie an einer anderen Stelle überfahren. Immerhin überwindet der Mähroboter diese ohne große Mühe und bleibt nicht an ihnen hängen. Aufgrund des geringen Gewichts wird der Rasen durch die Antriebsräder nicht so stark plattgefahren und richtet sich entsprechend schnell wieder auf. Besonders beeindruckt hat mich die Lautstärke des Roboters. Bis auf die Schnittgeräusche hört man vom Mova Viax 500 kaum etwas. Somit ist dieser Mähroboter für die Sonn- und Feiertagsarbeit prädestiniert und belästigt die Nachbarschaft kaum.

Kantenschnitt

Bei einer Gehäusebreite von 36 Zentimetern und einer Schnittbreite von 20 Zentimetern bleiben zu jeder Seite des Roboters 9 Zentimeter übrig, die das Mähwerk nicht erfassen kann. Nach erfolgreicher Mahd der Gesamtfläche führt der Mova Viax 500 einen Kantenschnitt durch, bei dem der Roboter die Grundstücksgrenze noch einmal sehr dicht abfährt. Er hält dabei einen Abstand von nur wenigen Zentimetern, sodass am Rand meist nur 12-15 Zentimeter stehen bleiben.

An den festgelegten Sperrzonen funktioniert das bedauerlicherweise nicht so gut. Hier lässt er im Mähbetrieb einen deutlich größeren Abstand, sodass 15-25 Zentimeter stehen bleiben. Die besten Kantenmähergebnisse werden an freistehenden Hindernissen wie Bäumen, Pfählen oder der Wäschespinne erzielt, die nicht als Sperrzone deklariert wurden. Hier fährt der Roboter sehr nah heran und erreicht mit 12-15 Zentimetern ein ähnliches Ergebnis wie an der Grundstücksgrenze.

Insgesamt liegt der Kantenschnitt auf dem Niveau der Konkurrenz. Möchtet ihr hier bessere Ergebnisse erzielen, bleibt nur die Wahl eines Mähroboters mit separatem Kantentrimmer wie dem Ecovacs Goat A1600 LiDAR Pro (zum Test) oder Dreame A3 (zum Test).

Grundsätzlich bleibt ein Nacharbeiten der Grundstücksgrenzen und um Hindernisse bei keinem Mähroboter aus, weshalb man dieses Thema nicht überbewerten sollte. In unserem Video haben wir alle wichtigen Fakten zum Mova Viax 500 zusammengefasst und zeigen euch den Mähbetrieb sowie die Hinderniserkennung.

Akkuleistung, Stromverbrauch, Geschwindigkeit und Wartung

Der Mova Viax 500 ist mit einem 72Wh-Akku (18V/4Ah) ausgestattet, der eine Laufzeit von bis zu 100 Minuten ermöglichen soll. Im Test konnten wir diese Laufzeit mit 120 Minuten sogar deutlich übertreffen. In dieser Zeit schafft der Mähroboter eine Flächenleistung von rund 170-190m², bevor er wieder für rund 60 Minuten an die Ladestation muss. Das Ladegerät liefert mit bis zu 75W eine deutlich höhere Ladeleistung, als es die Herstellerangaben (60W) versprechen. Dementsprechend sind die Ladezeiten für die gebotene Akkugröße recht kurz. Der Standby-Verbrauch liegt bei rund 4,5W und somit in einem niedrigen Bereich für einen Mähroboter. Der Energiebedarf für den täglichen Einsatz (0,3kWh für die Akkuladung) zuzüglich Standby-Verbrauch liegt bei insgesamt rund 0,38kWh. Bei 200 Arbeitstagen pro Jahr ergibt sich ein Stromverbrauch von etwa 76kWh für unsere rund 460m² große Rasenfläche.

Geschwindigkeit

Für die Mahd unserer 460m² großen Testfläche benötigt der Mova Viax 500 rund 6 Stunden reine Mähzeit im Standardmodus. Im Effizienzmodus verringert sich die Mähdauer auf etwas weniger als 5 Stunden. Zuzüglich der zwei Ladepausen ist die Arbeit nach rund 8 Stunden (7 Stunden im Effizienzmodus) abgeschlossen. Somit ist die Flächenempfehlung von maximal 600m² an einem langen Sommertag realistisch. Trotz LiDAR-Technik ist ein Mähbetrieb in der Nacht nicht möglich. Das KI-Kamerasystem benötigt jederzeit ausreichend Licht und die App verbietet somit einen Mähbetrieb nach Sonnenuntergang.

Wartung

Nach insgesamt 10 Mähvorgängen und einer Flächenleistung von 4.500m² haben wir den Viax 500 einer ersten Wartung unterzogen.

Aufgrund der feuchten Witterung ist der Unterboden deutlich mit Grasresten verschmutzt. Ein kurzes Abspülen mit dem Gartenschlauch löst das Problem. Die Klingen sind nach rund 60 Betriebsstunden noch in Ordnung und können weiterverwendet werden. Mova empfiehlt den Tausch in der App nach 100 Stunden. Es empfiehlt sich, gelegentlich die Grasreste zu entfernen, um die Beweglichkeit wiederherzustellen.

Testergebnis

Getestet von
Michael

Betrachten wir das Schnittbild, die Flächenleistung und die exzellente Navigation, könnte der Mova Viax 500 ein echter Geheimtipp unter den Mährobotern sein. Vor allem der leise und gründliche Mähbetrieb ist ein echter Pluspunkt. Lediglich das unpraktikable Erstellen von Sperrzonen führt zu Frust und trübt den Gesamteindruck. Unter diesem Aspekt leidet leider auch etwas die Zuverlässigkeit. Wer allerdings mit diesem Defizit leben kann oder einen weniger anspruchsvollen Garten besitzt, erhält mit dem Viax 500 ein sehr solides Gesamtpaket für kleine und mittlere Gartenflächen. Mit einem Preis von derzeit 549€ ist er zudem noch vergleichsweise günstig und bietet im Gegenzug eine enorme Arbeitserleichterung für den Alltag.

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