Startseite » Gadgets » Mähroboter » Sunseeker S4 Mähroboter im Test
Zum Anfang

Sunseeker S4 Mähroboter im Test

Getestet von Jens M. am
Vorteile
  • keine RTK-Antenne oder Begrenzungskabel nötig
  • einfach und schnelle Einrichtung
  • problemlose Kartierung
  • sauberes Schnittbild
  • leiser Betrieb mit maximal 60 dB(A)
Nachteile
  • Kantenschnitt mit Luft nach oben
  • manuelle, mechanische Schnitthöheneinstellung
  • dynamische Hinderniserkennung mit Schwächen
Springe zu:

Der Markt für Mähroboter ist in den letzten Jahren heiß umkämpft und wir haben versucht, Euch mit ausführlichen Testberichten zu verschiedenen Geräten einen Überblick zur Modellauswahl zu vermitteln. Dieser Überblick soll im folgenden Testbericht um den Sunseeker S4 erweitert werden. Der S4 ist ein weiterer Mähroboter mit LiDAR-Navigation. Ganz nach dem Motto „Auspacken und loslegen“ verzichtet der S4 komplett auf externe Antennen oder Begrenzungskabel. Ausgestattet mit modernster 3D-Sensorik, einem leistungsstarken Chip und KI-gestützter Navigation stellt sich der Mähroboter unserem ausführlichen Praxistest.

Lieferumfang des Sunseeker S4

Der Sunseeker S4 wird in einem recht großen, aber sicher verpackten Karton geliefert. Beim Auspacken zeigt sich schnell, dass der Hersteller an alles Wichtige gedacht hat, um die Inbetriebnahme im Garten so reibungslos wie möglich zu gestalten.

Sunseeker S4 01

Zum Lieferumfang des Sunseeker S4 gehören:

  • Sunseeker S4 Mähroboter
  • Ladestation mit Netzteil
  • 8 Erdanker für die Fixierung der Ladestation
  • 12 Ersatzklingen inklusive passender Schrauben
  • LiDAR-Schutzkappe
  • Microfasertuch für LiDAR-Sensor
  • mehrsprachige Bedienungsanleitung

Zusätzlich bietet Sunseeker diverses optionales Zubehör an, darunter ein 4G-Modul oder eine passende Garage.

Design und Verarbeitung

Der Sunseeker S4 präsentiert sich in einem modernen, futuristischen Look. Als Farben dominieren Schwarz und Grau. Das Gehäuse kombiniert robuste Kunststoffe mit einer klaren und funktionalen Linienführung. Auf der Oberseite sitzt der Aufbau für das 3D-LiDAR-System, das durch die mitgelieferte Schutzhülle optimal abgeschirmt werden kann. Der S4 ist ein mittelgroßer Mähroboter mit Abmessungen von 638 x 422 x 274 Millimeter und einem Gewicht von 11kg.

Die Bedienung des Sunseeker S4 direkt am Gerät erfolgt über das Bedienpanel auf der Oberseite. Dieses ist praktischerweise von einer Klappe geschützt. Darunter findet ihr das mechanische Einstellrad für die Schnitthöhenverstellung (20-60mm in 5mm-Schritten), ein kleines Display und vier Buttons (Power, Start, Home und OK zum Bestätigen). Direkt hinter dem Bedienpanel ist dann auch die typische große, rote STOP-Taste vorhanden, die natürlich ohne eine Abdeckung direkt zugänglich sein muss.

Sunseeker S4 Teaser 01

Die Verarbeitungsqualität macht vom ersten Moment an einen sehr wertigen Eindruck. Alle verwendeten Materialien sind witterungsbeständig und für den ganzjährigen Außeneinsatz konzipiert.

Große, profilierte Räder an der Hinterachse sorgen für den nötigen Grip im Gelände, während die vorderen kleinen Rollen die Agilität des Mähers gewährleisten. Das gesamte Design überzeugt mich optisch durchaus. Dank der Zertifizierung nach IPX6 ist der Roboter auch effektiv vor Strahlwasser geschützt.

Aufbau und Inbetriebnahme

Die Installation des Sunseeker S4 ist erfrischend unkompliziert und auch leichter als bei klassischen RTK-Modellen wie dem Ecovacs GOAT A1600 RTK (zum Test). Da weder ein Begrenzungskabel im Rasen verlegt noch eine separate RTK-Antenne im Garten platziert werden muss, entfällt der aufwendigste Teil der herkömmlichen Installation komplett.

Es muss lediglich die Ladestation an einem geeigneten, stromnahen Ort positioniert und mit dem Netzteil verbunden werden. Die Station wird im Anschluss mit den beiliegenden Erdankern im Boden fixiert. Danach wird der Mähroboter eingeschaltet und über die Sunseeker Robot App mit dem heimischen WLAN verbunden und eingerichtet.

Dank des Truepilot™ 3D AutoMappings, das durch KI-Algorithmen und das präzise 3D-LiDAR unterstützt wird, ist die anschließende Kartierung des Gartens vollautomatisch möglich. Wir würden Euch trotz der passablen Ergebnisse der Auto-Kartierung jedoch definitiv empfehlen, eine manuelle Kartierung zu machen. Diese ist am Ende einfach noch genauer und dauert auch nicht wirklich länger. Dazu steuert ihr den S4 über die Handy-App ganz ähnlich wie ein RC-Auto und könnt so alle Formen und Ecken des eigenen Gartens perfekt abfahren. In unserem Test war die Ersterfassung einer rund 200m² großen Rasenfläche in knapp 15-20 Minuten erledigt.

Die App bietet hierbei eine detailreiche 3D-Kartenansicht, in der unkompliziert mehrere Zonen, getrennte Gartenbereiche oder verbotene Zonen (No-Go-Areas) definiert werden können. Auch enge Passagen ab einer Breite von 80cm meistert der Roboter bei der Kartierung problemlos.

Sunseeker Robot App

Für die Verbindung mit dem Smartphone wird die kostenfreie Sunseeker Robot App (verfügbar für iOS und Android) benötigt. Die Ersteinrichtung und Verknüpfung mit dem Mähroboter erfolgt, wie bereits oben beschrieben, schnell und unkompliziert. Ein zentrales Highlight der App ist die naturgetreue 3D-Kartenansicht: Nach der ersten Kartierung wird der Garten nicht nur als flache 2D-Skizze angezeigt, sondern detailliert modelliert. Die Live-Position des Sunseeker S4 lässt sich darin in Echtzeit auf den Zentimeter genau verfolgen.

Über die App lässt sich der Betrieb des S4-Mähroboters dann u.a. wie folgt anpassen:

  • Multi-Zonen- & Multi-Karten-Verwaltung: Wer mehrere getrennte Rasenflächen hat (beispielsweise einen Vorder- und einen Hintergarten), kann verschiedene Karten und Zonen anlegen. Auch Durchfahrten und Verbindungswege zwischen den Zonen lassen sich definieren.
  • No-Go-Zonen & Teilbereich-Management: Blumenbeete, Poolbereiche oder temporäre Hindernisse können direkt in der App als verbotene Zonen eingezeichnet werden.
  • Individuelle Mähmuster: Neben dem klassischen bahnenweisen Mähen lässt sich das Mähbild nach eigenem Geschmack anpassen, von parallelen Streifen über ein Schachbrettmuster bis hin zum Diagonalschnitt. Das funktioniert sogar individuell für einzelne Zonen.
  • Schnitt- & Kantenmodi: Über die App lässt sich festlegen, wie intensiv die Kanten gemäht werden sollen, ob diese am Anfang oder am Ende angefahren werden und wie groß der Abstand zur Kante sein soll.
  • Zeitpläne & Automatisierung: Für jede Zone lassen sich flexible Mäh-Zeiten festlegen. Darüber hinaus unterstützt die App die Integration in gängige Smart-Home-Systeme wie Amazon Alexa und Google Assistant, wodurch der Roboter auch bequem per Sprachbefehl gestartet oder geparkt werden kann.
  • Nachtarbeit & Regenverzögerung: Wie gewohnt fährt auch der Sunseeker S4 nicht während der Nacht, was ihr jedoch gezielt abstellen könnt. Auch ein Regensensor ist an Bord. Die Zeit, ab wann der Roboter seine Arbeit nach dem Regen wieder aufnimmt, ist ebenfalls über die App konfigurierbar.

Sämtliche Updates für den Mähroboter werden komfortabel per OTA-Upgrade eingespielt. Im Test überzeugte die App-Software durch eine übersichtliche Menüführung und eine gewohnt intuitive Handhabung.

Praxiseinsatz und Schnittbild

Im täglichen Praxiseinsatz zeigt der Sunseeker S4, was in ihm steckt. Angetrieben von einem starken Chip und dem AllSense™ 3D Fusion-Sensorsystem navigiert der Roboter sehr gut durch den Garten. Die Sensorik liefert einen 360°-Erfassungsbereich und einen Erkennungsabstand von bis zu 50 Metern. Der Roboter nutzt über 172 Kanäle und erzeugt damit eine Punktwolke mit bis zu 210.000 Punkten pro Sekunde. Sunseeker hat hier ein gutes Zusammenspiel des LiDAR-Sensors und KI-gestützter visueller Erkennung über die Frontkamera realisiert.

Statische Hindernisse wie Gartenmöbel, Rasensprenger oder Spielzeug werden dank dieser Technik und integrierter Stoßstangensensoren zuverlässig erkannt und umfahren. Selbst flache Hindernisse wie Gartenclogs oder Kinderschaufeln erkennt der S4 problemlos. Allerdings haben meine Tests auch gezeigt, dass der S4 Probleme bekommt, sobald ihr ein Hindernis (z.B. einen Plüsch-Igel) recht spontan (mit 1-1,5m Abstand) vor den Mäher platziert. In diesem Fall hat er bei verschiedenen Objekten erst sehr spät oder auch gar nicht reagiert und diese dann teilweise einfach mit aktiver Messerscheibe überfahren. Im täglichen Einsatz sehe ich das nicht zu kritisch, aber die eingebaute Sensorik sollte da schon zuverlässiger sein.

Für das eigentliche Mähen setzt Sunseeker auf ein flexibles Schwebesystem, das sich an Unebenheiten im Boden optimal anpasst. Der Rasen wird in sauberen Bahnen gemäht. Ihr könnt in der App verschiedene Mähmuster wie benutzerdefinierte Bahnen, Schachbrettmuster oder kreuz und quer verlaufende Schnittmuster auswählen. Dank des starken Hinterradantriebs bewältigt der Mähroboter Steigungen von bis zu 42% (22°) mühelos. Das Schnittbild ist überzeugend: die Grashalme werden sauber gekürzt, und der Rasen hinterlässt durch die gleichmäßige Bahnenstruktur ein professionelles optisches Resultat. Allerdings liegt die Schnittbreite aufgrund nur eines Mähtellers bei „nur“ 18cm und somit dauert das Mähen z.B. im Vergleich zum Ecovacs GOAT A1600 RTK deutlich länger. Mit einer Betriebslautstärke von maximal 60dB(A) arbeitet der Sunseeker S4 angenehm leise, sodass er ohne Störungen zu fast jeder Tageszeit laufen kann.

Der Kantenschnitt kann, wie bereits erwähnt, über die App mit einigen Parametern konfiguriert werden. So lassen sich die Kantenschnittfrequenz (also wie oft der Rand gemäht wird), die Mähpräferenz (erst die Fläche oder erst die Kante) sowie der Kartenabstand (Abstand zur kartierten Grenze: nah vs. weit) einstellen. Leider musste ich feststellen, dass der Kantenschnitt insgesamt eher durchschnittlich gut funktioniert. Die Abstände bei festen Rändern sind mit 10-15cm doch recht groß und auch dort, wo die Rasenkante überfahren werden kann, wird teilweise nicht weit genug überfahren, um auch den letzten Zentimeter Gras vor der Kante zu schneiden. Da der Kantenschnitt allerdings bei recht vielen der von uns getesteten Mähroboter ausbaufähig ist, würde ich den Sunseeker S4 hier im Mittelfeld einordnen.

Akkuleistung und Wartung des Sunseeker S4

Ausdauer und Ladeverhalten sind entscheidend für einen reibungslosen Betrieb im Garten. Der S4 verfügt dafür über einen 20V-Lithiumakku mit 4Ah. Sobald der Akkustand des Sunseeker S4 unter die Marke von 30% fällt, greift die automatische Aufladung. Im Test schaffte er knappe 100m², bevor er an die Ladestation musste. Der Roboter findet selbstständig den Weg zurück zur Ladestation – wahlweise über einen direkten Pfad oder entlang der Kante. Nach dem erfolgreichen Ladevorgang setzt er den Mähvorgang nahtlos an der Stelle fort, an der er unterbrochen wurde. Die Flächenleistung von bis zu 1.000m², mit der Sunseeker wirbt, bezieht sich natürlich nicht auf einen einzigen Mähvorgang, sondern dürfte in etwa die Fläche sein, die der Mäher an einem Tag mit Ladepausen bewältigen kann.

Die Wartung des S4 gestaltet sich äußerst unkompliziert. Dank der IPX6-Zertifizierung kann der Mähroboter bei Bedarf problemlos mit einem Gartenschlauch gereinigt werden. In der Handy-App wird zudem das Wartungsintervall für die Klingen und für die Reinigung des Mähtellers in Prozent angezeigt. Somit werdet ihr per Push-Benachrichtigung erinnert, sobald Wartungstätigkeiten am Gerät anfallen. Die Klingen lassen sich dann mit wenigen Handgriffen und den mitgelieferten Ersatzschrauben sehr leicht austauschen.

Testergebnis

Getestet von
Jens M.

Der Sunseeker S4 Mähroboter beweist im Test, dass eine kabellose und antennenfreie Rasenpflege solide funktionieren kann und nicht unbedingt jenseits der 1.000€-Marke kosten muss. Die schnelle Inbetriebnahme mit einfacher Kartierung, die überzeugenden Konfigurationsmöglichkeiten über die App und das saubere Schnittbild machen den S4 zu einem guten Mähroboter. Lediglich die Hinderniserkennung zeigt Licht und Schatten im Test, und auch beim Kantenschnitt gibt es bessere Geräte. Wer im Preissegment um die 750€ auf der Suche nach einem intelligenten Mähroboter ohne Begrenzungsdraht ist, findet im Sunseeker S4 trotzdem einen soliden Begleiter für den heimischen Rasen.

Preisvergleich

Unsere Empfehlung
749 €*

Prime-Versand innerhalb von 24 Stunden
Zum Shop
Unsere Empfehlung
Nur 749 €* Zum Shop
Prime-Versand innerhalb von 24 Stunden

Liebe Leserinnen und Leser von Smartzone, wenn Du Dich entscheidest, weiter zu stöbern und vielleicht sogar einem Link in unserem Preisvergleich oder im Text zu folgen, kann es sein, dass Smartzone eine kleine Provision vom jeweiligen Anbieter erhält. Aber keine Sorge, unsere Auswahl an und Meinung zu Produkten ist frei von finanziellen Verlockungen. Wir sind so konzentriert wie ein Shaolin-Meister im Zen-Modus! Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen. Das bedeutet, dass wir für deinen Einkauf eine Provision von Amazon erhalten, sich der Preis für dich aber nicht ändert. - Preise zuletzt aktualisiert am 09.08.2026

Newsletter bestellen

Hol Dir die neuesten Infos zu Chinahandys und Gadgets direkt ins Postfach!

Tests und News direkt auf dein Smartphone.
Alle News Updates über Telegram.

Kommentare

Abonnieren
Kommentar Updates
guest
0 Kommentare
neuste
älteste beste Bewertung
Inline Feedbacks
Zeige alle Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser von Smartzone, wenn Du Dich entscheidest, weiter zu stöbern und vielleicht sogar einem Link in unserem Preisvergleich oder im Text zu folgen, kann es sein, dass Smartzone eine kleine Provision vom jeweiligen Anbieter erhält. Aber keine Sorge, unsere Auswahl an und Meinung zu Produkten ist frei von finanziellen Verlockungen. Wir sind so konzentriert wie ein Shaolin-Meister im Zen-Modus! Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen. Das bedeutet, dass wir für deinen Einkauf eine Provision von Amazon erhalten, sich der Preis für dich aber nicht ändert.

Smartzone App
Lade jetzt deine Smartzone App