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Ecovacs Goat A1600 LiDAR Pro im Test – Trimmender Rasenmähkünstler

Getestet von Michael am
Vorteile
  • exzellentes Schnittbild
  • hohe Flächenleistung und Zuverlässigkeit
  • TrueEdge-Kantentrimmer
  • sehr gute Kantenmähleistung (5cm)
  • funktionale übersichtliche App
  • vergleichsweise günstig
Nachteile
  • Hinderniserkennung mit Schwächen
  • Mäheinstellungen nur Global (für alle Zonen)
  • etwas lauter als die Konkurrenz
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Der neuste Rasenmähroboter aus dem Hause Ecovacs hört auf den Namen Ecovacs Goat A1600 LiDAR Pro und bietet eine Menge Technik für einen moderaten Einstiegspreis. Bis zu 1.600m² Flächenleistung, Doppelmähteller, LiDAR und Kameranavigation sowie ein Kantentrimmer sind nur einige Eckpunkte, die den neuen Mähroboter auszeichnen.

Ecovacs Goat A1600 LiDAR Pro Einleitung

Ecovacs hat seine Wurzeln ursprünglich in der Reinigungstechnik. Seit vielen Jahren bietet der Hersteller hochwertige Saug-, Wisch- und Fensterputzroboter mit einem ausgezeichneten Preis-Leistungs-Verhältnis. Vor drei Jahren hat Ecovacs mit dem G1 seinen ersten Mähroboter präsentiert, der gleichzeitig auch ein großer Erfolg für den Hersteller wurde. Der neue Ecovacs Goat A1600 LiDAR Pro soll diese Tradition fortsetzen. Wir haben das neue Modell für euch ausführlich unter die Lupe genommen und zeigen euch hier alle Stärken und Schwächen in unserem Test.

Lieferumfang des Ecovacs Goat A1600 LiDAR Pro

Der große Versandkarton bringt ein stattliches Gewicht von rund 30 Kilogramm auf die Waage. Dieser beinhaltet alles, was ihr für den Start und die erste Mähsaison benötigt.

    • Ecovacs Goat A1600 LiDAR Pro Mähroboter
  • Ladestation mit 10 Meter Anschlussleitung
  • Ladegerät 37,8V/3A/113W
  • 18 Ersatzklingen
  • Kantentrimmer inkl. Montagematerial
  • Bedienungsanleitung und Schnellstartanleitung

Die Ladestation wird in zwei Teilen geliefert, die einfach ineinander gesteckt werden. Das 10 Meter lange Anschlusskabel ermöglicht eine flexible Aufstellung, auch wenn die nächste Steckdose etwas weiter entfernt ist.

Das Trimmermodul muss vor dem ersten Betrieb noch installiert werden. Vorab solltet ihr die Seitenkämme am Trimmermodul anbringen. Diese verhindern, dass die geschnittenen Grasreste unkontrolliert durch die Gegend geschleudert werden. Für die Montage des Trimmers nehmt ihr euch einen langen Kreuzschraubendreher (nicht im Lieferumfang) und fixiert es mithilfe der drei beiliegenden Schrauben.

Technische Daten

Parameter Wert
Modell Ecovacs Goat A1600 LiDAR Pro
Bearbeitete Fläche (max.) 1.600m²
Schnittbreite 33cm
Schnitthöhe (min.) 30mm
Schnitthöhe (max.) 90mm
Schnitthöhenverstellung 7-stufig
Schnittleistung bis zu 400m²/h
Akkuspannung 32,4V
Akkuart Li-Ion
Akkukapazität 3Ah (3.000mAh)
Akku-Energieinhalt 97,2Wh
Akkulaufzeit bis zu 50 Minuten
Ladezeit ca. 50 Minuten
Ladeleistung (Basisstation) 113W
Maximale Steigung 50% (27°)
Navigation 360° Dual-LiDAR
Hinderniserkennung AI 3D-Vision (3D-ToF-Sensor + KI-Kamera)
Genauigkeit Navigation bis zu 2cm
Kantentrimmer TrueEdge (Fadenspule 1,6mm, 8.500rpm)
Klingensystem Doppelklingenscheiben (rotierend)
Schalldruckpegel (Mähen) 62dB(A)
Schalldruckpegel (mit Trimmer) bis zu 82dB(A)
Schutzfunktionen Regensensor, Hebesensor, Diebstahlsicherung (PIN-Code)
Antriebsräder stark profiliert
Roboter-Eigengewicht ca. 17,8kg
Ladestation-Gewicht ca. 3,3kg

Mit einer maximalen Flächenleistung von 1.600m² ist der Ecovacs Goat A1600 für größere Gärten prädestiniert. Die Navigation erfolgt mittels eines Dual-360° LiDAR Systems, das durch eine intelligente KI-Kamera unterstützt wird. Dank der Laserabtastung spielen Faktoren wie Lichtverhältnisse oder GPS-Empfang keine Rolle. Mit Abmessungen von 68,0 x 58,3 x 33,6 Zentimetern ist der Goat A1600 aufgrund des Trimmeraufsatzes sehr breit. Dementsprechend sind enge Passagen nicht sein Spezialgebiet. Er benötigt eine Durchfahrtsbreite von 90 Zentimetern, um Engstellen zuverlässig passieren zu können.

Design und Verarbeitung

Das Design des Ecovacs Goat A1600 kann man durchaus als außergewöhnlich beschreiben. Das schwarz-weiße Kunststoffkleid ist optisch ein echtes Highlight. Die futuristisch gestaltete Frontpartie erinnert ein wenig an Teslas Cybertruck, während das Heck von einem Porsche Carrera stammen könnte. Selbst die wuchtigen Antriebsräder sind in der passenden Farbgebung gestaltet und verleihen dem Goat A1600 insgesamt eine sehr stimmige Optik.

Auf der Oberseite befindet sich der obligatorische Notaus-Taster, der Regensensor und ein kleines Display. Mithilfe der drei Taster könnt ihr den Ecovacs Goat A1600 rudimentär (Mähen starten, pausieren, zurück zur Ladestation, PIN-Eingabe, Akkustand) steuern. Im hinteren Bereich befindet sich der 360°-LiDAR-Aufbau, der eine komplette Abtastung der Umgebung ermöglicht.

Das LiDAR-System wird zusätzlich durch Ecovacs AIVI-3D Technik unterstützt. Der Hersteller verbaut hier neben einer KI-Kamera auch einen 3D-ToF-LiDAR-Sensor, der eine exakte Distanzmessung ermöglicht.

Mit einem Trimmer zum perfekten Kantenschnitt

Die Ladekontakte des Ecovacs Goat A1600 befinden sich an der Vorderseite und sind als massive Eckstreben direkt im Gehäuse verankert. Die Ladestation bietet auf der Gegenseite flexible Bleche, die sich punktgenau an die Ladekontakte anlegen. Diese Bleche sind zudem durch einen Kunststoff-Steg vor Regen geschützt.

Um einen möglichst optimalen Kantenschnitt zu gewährleisten, ist der Ecovacs Goat A1600 LiDAR Pro mit einem Kantentrimmer ausgestattet. Dieser Seitenaufsatz ist zusätzlich mit einem Bürstenaufsatz ausgestattet, der herumfliegende Grasreste auffangen soll. Der Trimmer arbeitet mit bis zu 8.500 U/min und ist somit auch deutlich lauter als der eigentliche Mähroboter. Wie gut sich dieser im Alltag bewährt, klären wir zu einem späteren Zeitpunkt.

Das Mähwerk des Ecovacs Goat A1600 besteht aus zwei versetzten Mähtellern und bietet eine Schnittbreite von 33 Zentimetern. Jeder Teller ist mit drei Klingen besetzt und wird durch einen Hochleistungsmotor angetrieben. Der Akku befindet sich im hinteren Bereich unter einer Kunststoffabdeckung. Die Vorderräder sind drehend gelagert und werden nicht direkt angetrieben. Der Vorschub erfolgt allein über die stollenbesetzten Hinterräder. Die Verarbeitung des Goat ist durchweg gelungen. Alles wirkt hochwertig, robust und durchdacht. Lediglich beim Anheben des Roboters solltet ihr Vorsicht walten lassen. Das Kunststoffgehäuse an den Seiten und im vorderen Bereich ist sehr dünn und flexibel. Für das Anheben oder das Umdrehen sollte demnach nur der hintere Tragegriff verwendet werden, um das Gehäuse nicht zu beschädigen.

Testgarten für den Ecovacs Goat A1600 LiDAR Pro

Als Testgarten kommt unsere komplette Gartenfläche (600m²) zum Einsatz. Abzüglich Hindernissen, Gebäuden und Beeten liegt die zu mähende Rasenfläche bei rund 460m². Der Arbeitsbereich beinhaltet zahlreiche Bäume, Spielgeräte, Steine, ein Gartenhaus und eine Terrasse. Die Grenzen bestehen aus Granitsteinen, Borden, Zäunen und einer Betonplatte. Bisher durfte der Dreame A3 AWD Pro (zum Test) hier seine Runden drehen, der nun durch den Ecovacs Goat A1600 abgelöst wird.

Inbetriebnahme und Steuerung

Bevor wir den Ecovacs Goat A1600 in Betrieb nehmen können, müssen wir einen geeigneten Standort für die Ladestation finden. Dieser sollte möglichst eben sein und über eine ausreichende WLAN-Abdeckung verfügen.

Aufgrund der Tatsache, dass der Ecovacs nicht auf eine Satellitennavigation angewiesen ist, kann sich der Standort problemlos unter einem Carport, einer Überdachung oder in der Nähe großer Baumgruppen befinden. Ihr müsst lediglich darauf achten, dass sich 40 Zentimeter neben der Ladestation und 2 Meter im Ausfahrtbereich keine Hindernisse befinden. Im Anschluss wird die Ladestation mithilfe der Erdschrauben im Boden verankert, mit dem Strom verbunden und der Mähroboter einmal vollständig aufgeladen.

Die Ecovacs App

Für die Ersteinrichtung des Ecovacs Goat A1600 LiDAR Pro wird zwingend die hauseigene Ecovacs App für Android oder iOS benötigt. Nach erfolgreicher Installation und dem Anlegen eines Nutzeraccounts (E-Mail und Passwort) wird der Goat mithilfe der Bluetooth-Suche hinzugefügt. Abschließend konfiguriert ihr das heimische WLAN, führt Firmwareupdates durch und könnt dann die Erstkartierung starten.

Die App führt euch Schritt für Schritt durch die Konfiguration, gibt euch wertvolle Tipps und begleitet euch durch den gesamten Installationsprozess. Für die Erstkartierung könnt ihr entweder die automatische Kartierung wählen oder die Grundstücksgrenzen eurer Rasenfläche einmalig manuell abfahren. Im Anschluss werden Sperrzonen oder Pfade in euren einzelnen Mähbereichen erstellt. Die Steuerung des Goats erfolgt dabei über das Handy wie bei einem Videospiel. Der Roboter reagiert bei der manuellen Steuerung nur sehr unpräzise und fährt stellenweise zu schnell. Bei einem unebenen Grenzverlauf ist es schwer diesen zielgenau im Grenzbereich zu koordinieren. Ihr solltet für das genaue Abfahren der Grenzen dementsprechend etwas Zeit einplanen. Für unseren 500m² Testgarten mit den dazugehörigen Sperrzonen haben wir rund 30 Minuten benötigt.

Erstkartierung

Sobald ihr die Erstkartierung beendet habt, könnt ihr auf der Startseite den Mähauftrag starten. Ihr könnt dabei auswählen, ob der gesamte Bereich, einzelne Teilflächen oder nur der Randbereich mittels Trimmer gemäht werden soll. Weiterhin ist eine manuelle Steuerung des Ecovacs Goat A1600 möglich. Hierbei wird der Mähroboter wie bei der Erstkartierung über das Smartphone gesteuert. Diese Funktion steht allerdings nur in Bluetooth-Reichweite zur Verfügung. Für den automatisierten Betrieb könnt ihr selbstverständlich auch Zeitpläne erstellen. In der Kartenbearbeitung können nachträglich neue Mähbereiche (erstellen oder Zusammenfügen), Sperrzonen, Pfade oder Zonen mit geringer Hinderniserkennung hinzugefügt werden. Bei letzterer handelt es sich um Zonen, in denen die Hinderniserkennung bis auf den Kollisionssensor in der Front vollständig deaktiviert wird. Somit könnt ihr beispielsweise auch Bereiche mit tief hängenden Ästen, hohes Gras oder Randbereiche mit Hecken oder Bäumen zuverlässig mähen.

Mäheinstellungen

In den Mäheinstellungen könnt ihr den Ecovacs Goat A1600 LiDAR Pro genau an eure Bedürfnisse anpassen. Die Mäheinstellungen gelten für alle Mähzonen und lassen sich bedauerlicherweise nicht für jede Zone einzeln konfigurieren. Wir haben die wichtigsten Funktionen für euch einmal zusammengefasst:

  • Mährichtung in Bezug zur Ladestation einstellen
  • Mähgeschwindigkeit (0,4-0,7m/s)
  • Mähhöhe (30-90 Millimeter)
  • Vermeidungsmodus (<10cm/<15cm/<20cm)
  • Adaptive Grenzen einstellen
  • Trimmergrenzen einstellen
  • Regensensor mit Verzögerung (0-5 Stunden)
  • Tierschutz (Zeitraum in dem nicht gemäht werden darf)

Die Mährichtung lässt sich manuell in Bezug zur Ladestation einstellen. Ihr könnt auch aktivieren, dass sich die Mährichtung wöchentlich ändert. Der Vermeidungsmodus definiert, welche Höhe als Hindernis erkannt werden soll. Nutzt ihr die Einstellung für niedriges Gras (<10cm), kann es vorkommen, dass höhere Grashalme als Hindernis erkannt und umfahren werden. Dafür lassen sich mit der richtigen Einstellung gezielt einzelne Blumen oder Pflanzen auf eurer Rasenfläche schützen, ohne diese als separate Sperrzone zu deklarieren. Mit den adaptiven Grenzen könnt ihr dem Ecovacs Goat selbstständig das Feintuning an euren Grundstücksgrenzen überlassen. Ihr könnt hier festlegen, in welchen Bereichen die Erstkartierung durch intelligente KI-Erkennung ergänzt werden soll. Somit erkennt der Goat selbstständig die Rasengrenzen in diesem Bereich und versucht so nah wie möglich bis an den Rand zu mähen.

Mähroboter-Einstellungen

Zusätzlich zu den Mäheinstellungen lassen sich noch grundlegende Funktionen des Mähroboters konfigurieren:

  • Sicherheitseinstellungen (Alarm bei Anheben, Pin-Code)
  • Verbindungen (Netzwerkeinstellungen)
  • Wartung (Verschleiß von Klingen, Trimmer und Trimmerbürste)
  • KI-Erkennung (Hindernisse)
  • smartes Ausweichen beim Trimmen
  • Anpassung eng gefasster Pfade

Vor allem die Funktion der Anpassung eng gefasster Pfade ist ein interessantes Feature. Wird dieses Feature aktiviert, ändert der Ecovacs Goat A1600 selbstständig seine Mährichtung, wenn eine Engstelle auf der Karte erkannt wird. Somit werden unzählige unnötige Wendemanöver in Engstellen vermieden. Stattdessen durchfährt der Goat die Engstelle in geraden Bahnen und ändert im Anschluss die Mährichtung wieder auf den Standardwert. Insgesamt ist die Ecovacs-App übersichtlich und funktional aufgebaut und aufgrund der guten Tutorials auch für Einsteiger gut verständlich.

Der Ecovacs Goat A1600 LiDAR Pro im Praxiseinsatz

Für unseren Test haben wir den Ecovacs Goat A1600 mit einer mittleren Fahrgeschwindigkeit (0,5m/s) und verschiedenen Schnitthöhen getestet. Mit dieser Geschwindigkeit erzielt der Goat ein perfektes Mähergebnis und eine hervorragende Flächenleistung. Dank der breiten Überlappung der einzelnen Fahrbahnen bleibt kein Grashalm auf der Rasenfläche stehen.

Der Ecovacs Goat A1600 gleitet nicht ganz so souverän und geschmeidig durch euren Garten, wie es die Konkurrenz von Segway oder Dreame kann. Im Fahrbetrieb gibt das Gehäuse bei Unebenheiten dumpfe Schlaggeräusche an die Umgebung ab. Diese sind allerdings in der Praxis wenig störend und in einer Entfernung von 5 Metern kaum mehr wahrnehmbar. Während das Hauptmähwerk im Betrieb kaum hörbar arbeitet, sind die Radantriebe deutlich wahrnehmbar. Insgesamt liegt aber der Mähbetrieb mit rund 60dB(A) in einem Bereich, der die Nachbarschaft kaum stören sollte. Wendemanöver werden schwungvoll und mit einer hohen Geschwindigkeit durchgeführt. Dennoch leidet die Grasnarbe unter den Wendemanövern nicht. Durch die schnelle Drehbewegung wird ein Durchdrehen auf lockerem Untergrund verhindert.

In unserem zweiwöchigen Testzeitraum hat sich der Ecovacs Goat A1600 nicht ein einziges Mal festgefahren. Die Grundstücksgrenzen wurden zuverlässig eingehalten und schwierige Geländepassagen wie das Spielhaus der Kinder souverän abgearbeitet. Dank der intelligenten Mährichtungsänderung an engen Passagen fährt der Ecovacs einfach Kreise um das Spielhaus, anstatt sich mit unzähligen Wendemanövern zu beschäftigen.

Die Hinderniserkennung des Ecovacs Goat A1600 bietet allerdings noch Potenzial für Verbesserungen. Während größere Objekte wie Rasensprenger, Gartenstühle, Tische, Steine oder Äste zuverlässig erkannt werden, bringen sehr flache Gegenstände wie Kinderspielzeuge oder Gartenschläuche das System an seine Grenzen. Diese werden einfach übermäht und im schlimmsten Fall beschädigt.

Kantenmähen

Das Mähen/Trimmen der Rasenkante gehört eindeutig zu den Paradedisziplinen des Ecovacs Goat A1600. Dazu startet ihr in der App den Kantenmähmodus. Im Anschluss verlässt der Goat seine Station, startet seinen seitlichen Trimmer und fährt die Grundstücksgrenzen und Sperrzonen ab. Die Mähhöhe des Trimmers ist hierbei fest auf 60mm festgelegt.

Ihr könnt in der App selbst festlegen, welche Bereiche der Grenze und welche Sperrzonen er trimmen soll. Somit könnt ihr verhindern, dass Blumenbeete oder empfindliche Materialien durch den Trimmer beschädigt werden. Der Kantenschnitt ist tatsächlich der beste, den wir bisher bei einem Mähroboter testen konnten. Im geraden Grenzverlauf an Mauern und Wegen schafft es der Mähroboter, bis auf 5 Zentimeter an die Kante heran zu mähen.

In einigen Bereichen bleiben auch gelegentlich 10-15 Zentimeter stehen. Hier kann es helfen, die adaptiven Grenzen in der App zu aktivieren. Lediglich in 90° Ecken schafft es weder das Hauptmähwerk noch der Trimmer, das Gras zu erfassen. In diesen Bereichen ist somit mehr Nacharbeit notwendig. Der Kantentrimmer ist zudem auch sehr laut (80dB(A)) und sollte somit nicht an Sonn- und Feiertagen zum Einsatz kommen.

Alle Informationen haben wir auch noch einmal in unserem Video zusammengefasst. Im Video erwähne ich eine Schnittbreite von 40 Zentimetern. Das ist natürlich ein Fehler meinerseits. Die Schnittbreite des Ecovacs Goat A1600 LiDAR Pro beträgt 33 Zentimeter.

Akkuleistung, Stromverbrauch und Wartung

Der Ecovacs Goat A1600 LiDAR Pro verfügt über eine Akkukapazität von 97,2Wh. Somit soll eine Laufzeit von bis zu 2 Stunden und eine Flächenleistung von 400m² erreicht werden. In der Praxis liegt die Mähdauer bei rund 70 Minuten (100-15%) bevor der Ecovacs für rund 55 Minuten nachgeladen werden muss. Mit einer Akkuladung erreicht er aufgrund der häufigen Wendemanöver eine Flächenleistung von rund 220m². Diese Werte lassen sich mit einer Erhöhung der Mähgeschwindigkeit noch steigern.

Für die Mahd unserer 460m² Gesamtfläche benötigt der Ecovacs rund 2,5 Stunden reinen Mähbetrieb. Während dieser Mähphase muss der Akku insgesamt zwei Mal aufgeladen werden. Somit ergibt sich eine Mähdauer von rund 4,5 Stunden für unsere komplette Rasenfläche. An einem normalen Sommertag (12h) sollten somit 1.000-1.500m² Tagesleistung möglich sein. Dank der LiDAR-Navigation wäre theoretisch auch ein Mähbetrieb in der Nacht möglich. Dennoch empfehlen wir zum Schutz von Tieren, den Rasenmähroboter generell nur bei ausreichend Tageslicht fahren zu lassen.

Standby-Verbrauch

Der Standby-Verbrauch des Ecovacs Goat A1600 liegt bei 7-7,5W und somit in einem sehr niedrigen Bereich für einen Rasenmähroboter dieser Leistungsklasse. Während der Standby-Phase wird der Akku des Goat gelegentlich nachgeladen. Insgesamt werden somit rund 0,25kWh Strom in einem 24h-Zeitfenster bezogen. Der Energiebedarf für den täglichen Einsatz (0,3kWh für die Akkuladung) zuzüglich Standby-Verbrauch liegt bei insgesamt rund 0,5kWh. Bei 200 Arbeitstagen pro Jahr ergibt sich somit ein Stromverbrauch von rund 100kWh für unsere rund 500m² große Rasenfläche.

Wartung des Ecovacs Goat A1600 LiDAR Pro

Nach einer Flächenleistung von 5.000m² haben wir den Ecovacs Goat A1600 erstmalig einer Wartung unterzogen. Aufgrund des weißen Kunststoffgehäuses sind die Verschmutzungen auf dem Goat besonders gut sichtbar. Solltet ihr euch daran stören, könnt ihr den Mähroboter mit einem weichen Tuch und etwas Wasser abwischen. Wird der Mähroboter umgedreht, solltet ihr die Schutzkappe für den LiDAR-Sensor anbringen oder ein weiches Tuch unterlegen, um eine Beschädigung des Sensors zu verhindern.

Die Verschmutzungen auf der Unterseite halten sich in Grenzen und die Messer zeigen bisher noch kaum Verschleiß. Für die Wartung entfernen wir die Grasreste, stellen die Beweglichkeit der Messer her, spülen den Unterboden kurz mit fließendem Wasser ab und reinigen den LiDAR-Sensor und die Kameraoptik mit einem weichen Mikrofasertuch. Im Anschluss ist der Ecovacs Goat A1600 Pro wieder bereit für seinen nächsten Einsatz.

Testergebnis

Getestet von
Michael

Für regulär 1.499€ bietet der Ecovacs Goat A1600 LiDAR Pro ein erstaunlich gutes Gesamtpaket, für das ihr bei der Konkurrenz weitaus tiefer in die Tasche greifen müsst. Besonders das exzellente Schnittbild, die hohe Flächenleistung und die sehr gute Kantenmähfunktion zeichnen diesen Mähroboter aus. Abstriche müsst ihr lediglich bei der Hinderniserkennung und dem etwas holprigen Fahrwerk machen, das nicht ganz an die Konkurrenz heranreicht. Wer mit diesen kleinen Defiziten leben kann, erhält mit dem Ecovacs Goat A1600 LiDAR Pro einen exzellenten Mähroboter für einen unschlagbar günstigen Preis.

Momentan ist der Ecovacs Goat A1600 LiDAR Pro im Ecovacs Onlineshop stark reduziert. Ihr erhaltet den Mähroboter für nur 999€ und spart somit rund 500€ auf den regulären Listenpreis.

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