Ausom L1 ABE jetzt in Deutschland: Offroad-E-Scooter mit ABE ab 469€
Inhaltsverzeichnis
Den Ausom L1 ABE hatten wir im vergangenen November mehrere Wochen im Praxiseinsatz, jetzt ist der Offroad-Scooter offiziell in Deutschland gelistet. Zigbuy.de nimmt ihn ab sofort ins Sortiment, und zwar in zwei Akkuvarianten. Zudem haben wir einen Gutschein für euch am Ende des Artikels: 469€ kostet die Version mit 15,6Ah, 569€ die große mit 20,8Ah. Beide laufen aktuell im Vorverkauf, ausgeliefert wird ab dem 4. August.
Interessant ist der Scooter vor allem wegen der deutschen Straßenzulassung. Ausom hat lange mit Leistungswerten und Geschwindigkeiten geworben, die für den deutschen Markt schlicht zu hoch waren. Der L1 ABE ist die Antwort darauf: gleicher Akku wie die internationale Version, aber ein 500W-Motor statt 800W und 20km/h Höchstgeschwindigkeit. Wie sich das Gerät im Alltag schlägt, haben wir im Ausom L1 ABE Test ausführlich beschrieben. Hier bekommt ihr die Kurzfassung mit den aktuellen Preisen.
Was im Ausom L1 ABE steckt
- Straßenzulassung in DE (nur 20km/h)
- hohe Sicherheit (Beleuchtung + Blinker)
- starke und dosierbare Bremsleistung
- hervorragende Reichweite (50km)
- außergewöhnlicher Fahrkomfort
- stabile Verarbeitung
- brachiale Fahrleistung
- praktische NFC-Entsperrung
- faire Preis-Leistung
- extrem schwer - kaum transportabel
- langsame Ladegeschwindigkeit
- schwammige Lenkung
Angetrieben wird der Scooter von einem 500W-Motor mit bis zu 930W Spitzenleistung und 29 Nm Drehmoment am 48V-System. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei den gesetzlich erlaubten 20km/h, die Steigfähigkeit gibt Ausom mit bis zu 20 Grad an. Verzögert wird über Scheibenbremsen an Vorder- und Hinterrad, dazu kommt die elektrische E-ABS-Bremse.
Beim Fahrwerk setzt Ausom auf eine Schwingarm-Federung mit einstellbarer Federhärte und große, schlauchlose Stollenreifen im Format 10 x 2,75 Zoll. Der Rahmen ist faltbar, das LCD-Panel am Lenker misst 4,5 Zoll, und entsperrt wird per NFC-Schlüssel oder Passwort. Die Schutzklasse liegt bei IP54, die maximale Zuladung bei 106,6 Kilogramm für die kleine und 105,4 Kilogramm für die große Variante. Als passende Körpergröße nennt der Hersteller 1,40 bis 2 Meter.
Das hat der Praxistest gezeigt
Getestet haben wir die Variante mit 748,8Wh, also das heutige 15,6Ah-Modell. Bei 8 bis 14 Grad Außentemperatur, rund 80 Kilogramm Fahrergewicht und fast durchgehend aktivem Race-Modus kamen wir auf etwa 50 Kilometer. Der Hersteller gibt 70 Kilometer an, für die kühlen Temperaturen und den Dauervollgas-Einsatz geht das Ergebnis in Ordnung.
Die Leistung reicht aus, um 80 Kilogramm an Steigungen bis 11 Grad ohne spürbare Verlangsamung hochzuschieben, bis 15 Grad sind noch 15km/h drin. Im Race-Modus zeigt das Display bis zu 22km/h an, per GPS gemessen waren es knapp 21km/h.
Der stärkste Eindruck aus dem Test war der Fahrkomfort. Die Stollenreifen bestehen aus einer harten Gummimischung, aber die Federung fängt das komplett auf. Feldwege, Schotter und Bordsteinkanten nimmt der L1 ohne Zicken, lediglich auf nassem Asphalt fühlten wir uns mit den Reifen weniger wohl. Die beiden unabhängigen Scheibenbremsen sind für deutlich höhere Geschwindigkeiten ausgelegt und damit bei 20km/h massiv überdimensioniert, was für kurze und gut dosierbare Bremswege sorgt. Verarbeitet ist der Scooter sauber, auf holprigen Feldwegen klapperte nichts.
Ohne einen der beiden mitgelieferten NFC-Tags fährt der Scooter nicht los, und mit 28 Kilogramm Eigengewicht schiebt ihn auch niemand mal eben weg. Eine App braucht es dafür nicht, alles Wichtige läuft über das Display am Lenker.
Was uns ärgert: die Ladezeit. Am mitgelieferten 54,6V/1,5A-Netzteil dauerte eine volle Ladung im Test rund 12 Stunden, für die große 20,8Ah-Variante nennt Ausom sogar 14 Stunden. Über Nacht laden ist hier Pflicht. Dazu kommen zwei kleinere Schwächen: Die Akkuanzeige schwankt je nach Steigung um ein bis zwei Balken, und die Lenkung wirkt etwas schwammig, was allerdings bei fast allen E-Scootern so ist.
15,6Ah oder 20,8Ah?
Der Aufpreis von 100€ kauft euch 249,6Wh mehr Akku, also 998,4Wh statt 748,8Wh. Auf dem Papier wächst die Reichweite damit von 70 auf 90 Kilometer. Nehmt ihr unsere Testmessung als Maßstab, bei der wir rund 70 Prozent der Herstellerangabe erreicht haben, landet die große Variante bei etwa 65 Kilometern unter denselben Bedingungen.
Bezahlt wird das mit Gewicht und Zeit. Die große Version wiegt 29,6 statt 28,4 Kilogramm und lädt drei Stunden länger. Wer den Scooter für den Arbeitsweg nutzt und ihn abends ohnehin an die Steckdose hängt, fährt mit der kleinen Variante besser. Für längere Strecken am Stück oder wenn ihr nicht täglich laden wollt, ist der Aufpreis sinnvoll investiert.
Preise, Rabattcodes und Verfügbarkeit
Zum Verkaufsstart legt Zigbuy auf beide Modelle einen Rabattcode obendrauf:
- Ausom L1 ABE mit 15,6Ah: 499€, mit dem Code SMARTONE6 gibt es 6% Rabatt, macht rund 469€
- Ausom L1 ABE mit 20,8Ah: 599€, mit dem Code SMARTONE5 gibt es 5% Rabatt, macht rund 569€
Der Versand erfolgt kostenlos aus der EU und dauert 2 bis 5 Werktage. Beide Varianten stehen derzeit im Vorverkauf, ausgeliefert wird ab dem 4. August. Dazu kommen zwei Jahre Gewährleistung, 14 Tage Rückgaberecht, ein deutschsprachiger Kundenservice an Werktagen und ein E-Mail-Support rund um die Uhr.
Ausom L1 ABE mit 15,6Ah für 469€
Ausom L1 ABE mit 20,8Ah für 569€
Nicht vergessen: Für die legale Nutzung braucht ihr ein Versicherungskennzeichen. Das nötige ABE-Dokument liegt dem Scooter bei, die Versicherung schließt ihr damit online in wenigen Minuten ab.
Unsere Einschätzung
Der Ausom L1 ABE hat sich in unserem Test den Preis-Leistungs-Award verdient, und daran ändern die aktuellen Preise nichts. Für rund 469€ bekommt ihr einen vollgefederten Offroad-Scooter mit gültiger Zulassung, kräftigen Bremsen, kompletter Beleuchtung inklusive Blinker und einer Reichweite, die im Alltag locker für mehrere Fahrten reicht.
Die Einschränkung bleibt dieselbe wie im Test: Mit 28 Kilogramm ist der L1 nichts für alle, die ihren Scooter regelmäßig in die U-Bahn oder ins Treppenhaus tragen. Wer ihn dagegen in Garage, Schuppen oder Keller parkt und vor allem über Land, über Feldwege und schlechte Radwege unterwegs ist, findet hier eines der stimmigsten Angebote in dieser Klasse.
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