Der GMKtec Stand auf der IFA wurde geplündert – 60.000$ Schaden
Auf der IFA in Berlin lief für GMKtec eigentlich alles nach Plan: Der Hersteller hat dort zusammen mit AMD seine neue Workstation EVO-X5 Pro (zur Ankündigung) erstmals öffentlich gezeigt, der Stand war gut besucht. Und dann waren nach Messeschluss die Vorführgeräte weg. GMKtec hat uns dazu jetzt eine offizielle Stellungnahme geschickt.
Aufbruch im Lager nach Messeschluss
Der Ablauf klingt in der Mitteilung sehr nüchtern. Nach dem Ende der Messe am 6. September haben die Mitarbeiter die Demo-Geräte im Lager des eigenen Standes eingeschlossen, so wie das üblich ist. Als am 7. September jemand zurückkam, war das Lager aufgebrochen und sämtliche Vorführgeräte fehlten. Betroffen sind neben Mustern des EVO-X5 Pro auch weitere Top-Modelle.
Den Wert der verschwundenen Technik beziffert GMKtec uns gegenüber auf rund 60.000 US-Dollar. Das ist eine Angabe des Herstellers, die wir nicht nachprüfen können, und in der offiziellen Mitteilung selbst steht keine Zahl. Fakt ist, dass am Montagmorgen kein einziges Gerät mehr zu sehen war. Zu bedenken ist auch, dass Hersteller enorme Summen für ihre Stände auf der IFA bezahlen. GMKtec stand davon zwei Tage ohne Produkte auf der Messe.
Die Meldung hat mich trotzdem nicht völlig überrascht, denn mir ist schon am Donnerstag aufgefallen, wie ruhig es abends in den Hallen wurde, sobald die Besucher draußen waren. Erik, Max und ich waren die Woche über vor Ort, und wir haben damals halb im Scherz darüber geredet, wie viel teure Technik da über Nacht auf leeren Ständen einfach stehen bleibt. Bei GMKtec ist daraus jetzt ein realer Schaden geworden.
EVO-X5 Pro am GMKtec-Stand
Umso ärgerlicher ist der Zeitpunkt, denn der EVO-X5 Pro war der Grund, warum viele überhaupt am Stand vorbeigeschaut haben. Die Workstation setzt auf den AMD Ryzen AI Max+ PRO 495 und zielt damit klar auf lokale KI-Anwendungen. GMKtec nennt als Zielgruppe Entwickler, KI-Creator und Unternehmen, die ihre Modelle lieber im eigenen Haus rechnen lassen als in der Cloud.
Bei der Ausstattung geht es entsprechend breit zu: Der Hersteller nennt zwei USB4-Anschlüsse vorne und hinten, drei M.2-Steckplätze und zwei 10-Gigabit-Ethernet-Ports. Dazu kommen Sicherheitsfunktionen auf Hardware-Ebene.
Beschleunigter Marktstart
Aus dem Diebstahl zieht GMKtec zumindest nach außen eine positive Botschaft. Das Interesse vor Ort sei ein Beleg für die wachsende Nachfrage nach lokaler KI-Hardware, und GMKtec wolle den weltweiten Marktstart des EVO-X5 Pro deshalb beschleunigen. Die Zusammenarbeit mit AMD und weiteren Partnern soll fortgesetzt werden.
Außerdem nahm GMKtec den Schaden mit Fassung und verteilte anstelle von Einblicken in die neue Hardware Bier an die Standbesucher. Das ist ziemlich sympathisch.
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