Xiaomi 18 Fold: Foldable im A4-Format mit eigenem Xring O3
Inhaltsverzeichnis
Xiaomi hat am 7. September das Xiaomi 18 Fold vorgestellt und wagt dabei gleich zwei Dinge auf einmal. Es ist das erste Smartphone mit dem selbst entwickelten Xring O3 Prozessor, und es ist das erste Foldable des Herstellers in einem neuen Zwischenformat, das weder klassisches Buch-Foldable noch Klapphandy ist.
Zusammengeklappt hat das 18 Fold ungefähr die Grundfläche eines Reisepasses, also breit und flach statt schmal und hoch. Aufgeklappt wird daraus ein 7,58 Zoll großes Display mit dem Seitenverhältnis eines A4-Blatts. Mit 219 Gramm ist es das leichteste Foldable, das Xiaomi bisher gebaut hat.
Eine Sache vorweg: Das Xiaomi 18 Fold bleibt vermutlich in China. Einen offiziellen Verkauf in Europa plant Xiaomi nicht, einen Import müsst ihr euch also selbst organisieren.
![]() Xiaomi 18 Fold |
![]() Samsung Galaxy Fold 8 |
![]() Xiaomi Mix Fold 4 |
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| Größe | 117,8 x 83,6 x 10,68mm | 124 x 81,9 x 9,7mm | 159,3 x 73 x 9,5mm |
| Gewicht | 219g | 201g | 233g |
| CPU | Xiaomi Xring O3 - | Snapdragon 8 Elite Gen 5 - 2 x 4,6GHz + 6 x 3,6 GHz | Snapdragon 8 Gen 3 - 1 x 3,3GHz + 3 x 3,15Ghz + 2 x 2,26GHz |
| RAM | 12 GB RAM, 16 GB RAM | 12 GB RAM, 16 GB RAM | 12 GB RAM, 16 GB RAM |
| Speicher erweiterbar | Nein | Nein | Nein |
| Display | 120Hz (AMOLED) | 1972 x 1248 120Hz (AMOLED) | 2520 x 1080, 6,6 Zoll 120Hz (AMOLED) |
| Betriebssystem | Android 17, HyperOS | Android 17, One UI | Android 14, HyperOS |
| Akku |
6000 mAh (67 Watt)
kabelloses Laden |
4800 mAh (45 Watt)
kabelloses Laden |
5100 mAh (67 Watt)
kabelloses Laden |
| Kameras | 200 MP + 50MP (dual) + 50MP (triple) | 50 MP + 50MP (dual) | 50 MP + 12MP (dual) + 50MP (triple) |
| Frontkamera | 16 MP | 10 MP | 16 MP |
| Anschlüsse | USB-C 3.2 (20GBit/s), Dual-SIM | USB-C 3.0 (5GBit/s), Dual-SIM | USB-C 3.0 (5GBit/s), Dual-SIM |
| Entsperrung | Fingerabdruck, Face-ID | Fingerabdruck, Face-ID | Fingerabdruck, Face-ID |
| Empfang |
5G: n1, n2, n3, n5, n7, n8, n12, n20, n25, n28, n38, n40, n41, n66, n77, n78 4G: 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 13, 17, 18, 19, 20, 25, 26, 28, 34, 66, 38, 39, 40, 41 |
5G: n1, n2, n3, n5, n7, n8, n12, n20, n25, n28, n38, n40, n41, n66, n75, n77, n78 4G: 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 13, 17, 18, 19, 20, 25, 26, 28, 32, 66, 38, 39, 40, 41 |
5G: n1, n2, n3, n5, n7, n8, n12, n20, n28, n38, n40, n41, n66, n77, n78 4G: 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 17, 18, 19, 20, 26, 28, 34, 66, 38, 39, 40, 41 |
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Design und Displays
Zugeklappt misst das Xiaomi 18 Fold 117,8 x 83,6 x 10,68 Millimeter, aufgeklappt sinkt die Dicke auf 5,02 Millimeter. Das Gewicht liegt bei 219 Gramm, also 18 Gramm über dem Galaxy Fold 8 und auf dem Niveau des Honor Magic V6 (zur Ankündigung). Der Rahmen besteht aus einer 7000er Aluminiumlegierung, Außendisplay und Rückseite schützt Xiaomis Shield Glass 3.0.
Zur Auswahl stehen Schwarz, Weiß und Rot, dazu kommt eine Keramik-Version. Deren Rückseite besteht aus Siliziumnitrid, das Xiaomi nach eigenen Angaben als erster Hersteller in einem Smartphone verbaut. Sie wiegt etwa die Hälfte einer herkömmlichen Keramik-Rückseite.
Das neue Scharnier arbeitet mit einer Dreigelenk-Konstruktion, die das Innendisplay umschließt. Darunter liegt erstmals eine doppelte Lage ultradünnes Glas, dazu eine dehnbarere Kunststoffschicht im Touch-Layer. Xiaomi gibt für das Innendisplay eine um 258 Prozent höhere Schlagfestigkeit an und nennt Stürze aus bis zu 1,2 Metern als unkritisch.
Beide Panels sind AMOLEDs mit adaptiver Bildwiederholrate von 1 bis 120Hz und einer Spitzenhelligkeit von angeblich 4.000 Lux. Das Innendisplay löst mit 2364 x 1672 Pixel auf, das äußere mit 1712 x 1168 Pixel. Xiaomi setzt hier als erster Hersteller in einem Foldable auf eine vollständige RGB-Subpixel-Struktur statt der sonst üblichen Anordnung mit geteilten Subpixeln.
Beide Bildschirme haben dasselbe Seitenverhältnis von rund 1,41:1, dem Papierformat DIN A4 nachempfunden. Videos im 16:9-Format und Fotos im 4:3-Format füllen davon mehr aus, und beim Aufklappen springt der Inhalt nicht in ein völlig anderes Format. Der Preis dafür ist ein Cover-Display, das breiter und kürzer ausfällt als bei jedem normalen Smartphone. Genau dieser Punkt hat uns schon beim Samsung Galaxy Fold 8 (zum Test) gestört, dessen Außendisplay wir als unhandlich breit empfunden haben. Xiaomi geht hier noch einen Schritt weiter, das Format ist Geschmackssache.
Beim Schutz gegen Wasser und Staub bleibt Xiaomi hinter der Konkurrenz zurück. Zertifiziert ist das 18 Fold nach IP58, also 30 Minuten in bis zu 1,5 Metern Wassertiefe, aber ohne vollständigen Staubschutz. Honor liefert beim Magic V6 bereits IP68 und IP69.
Leistung und System
Der Prozessor ist der Xring O3, Xiaomis zweite komplett eigene Entwicklung, gefertigt bei TSMC in 3 Nanometern. Xiaomi stellt ihn über die aktuellen Top-Chips von Qualcomm, das sind allerdings Herstellerwerte unter Idealbedingungen. Alle Details zum Chip haben wir hier zusammengefasst: Xring O3 (zur Ankündigung).
Spannend wird die Frage nach der Abwärme. Ein Foldable bietet weniger Platz für Kühlung als ein normales Smartphone, und der Vorgänger Xring O1 hatte im Dauerlauf damit zu kämpfen. Ob der O3 das besser löst, klärt erst ein Test.
Beim Speicher gibt es 12GB LPDDR5X mit 256GB oder 512GB, 16GB LPDDR5X mit 512GB sowie 16GB mit 1TB. Die größte Variante nutzt als erstes Smartphone überhaupt den neuen LPDDR6-Arbeitsspeicher, der Flash-Speicher ist durchgehend UFS 4.1. Als System läuft HyperOS 4 auf Basis von Android 17, mit Zwei- und Dreifach-Splitscreen für das große Display.
Kamera des Xiaomi 18 Fold
Die Kameras entstehen wie gewohnt in Zusammenarbeit mit Leica. Bedenkt man den noch kleineren Bauraum in einem Foldable, kann sich das Setup sehen lassen:
- Hauptkamera: 200MP, f/1,7, 23mm, 1/1,56 Zoll großer Sensor, OIS
- Telekamera: 50MP Periskop, f/2,8, mit 80mm, 3,5-fach optischer Zoom, OIS
- Ultraweitwinkel-Kamera: 50MP, f/2,4
- Frontkameras: je 16MP, f/2,2, innen und außen
Die Periskop-Telekamera ist umgedreht verbaut, dadurch fällt das Modul flacher aus. Über den Beschnitt aus dem Sensor kommt ihr auf umgerechnet 160mm, das entspricht einem 7-fachen Zoom. Videos nimmt das 18 Fold in 8K bei 24fps oder in 4K bei 60fps auf.
Auf dem Papier ist das die stärkste Kamera-Ausstattung im Foldable-Feld. Beim Galaxy Fold 8 fehlt eine Telekamera komplett, und das Vivo X Fold 6 (zum Test) fährt zwar eine ähnliche Kombination auf, patzte im Test aber bei der Bildverarbeitung.
Akku und Konnektivität
Der Akku fasst 6.000mAh und nutzt die Silizium-Kohlenstoff-Technik mit 20 Prozent Siliziumanteil. Geladen wird mit 67W per Kabel und 50W kabellos. Beide Werte liegen unter dem, was Honor und Vivo in ihren Foldables bieten, für das kompaktere Format ist das aber ordentlich.
Bei der drahtlosen Verbindung ist alles an Bord, was 2026 dazugehört: WiFi 7, Bluetooth 6.0, NFC und UWB. Der USB-C-Anschluss überträgt mit 10Gbit/s, dazu kommen Stereo-Lautsprecher, ein Infrarot-Sender, ein Barometer und ein Fingerabdrucksensor im Powerbutton.
Für Import-Interessenten wichtig: Das Xiaomi 18 Fold unterstützt LTE Band 20 und die hier gängigen 5G-Frequenzen. Eine eSIM gibt es nicht, das Gerät nimmt zwei SIM-Karten auf. Im Karton liegen Netzteil, USB-C-Kabel, Schutzhülle und eine SIM-Nadel, ein Displayschutz ist ab Werk aufgezogen.
Unsere Einschätzung
Am spannendsten am Xiaomi 18 Fold ist das Format, mehr noch als der eigene Chip. Ein Foldable, das zugeklappt in eine Hosentasche passt wie ein Reisepass und aufgeklappt ein A4-Blatt ergibt, löst ein Problem, das Buch-Foldables seit Jahren haben: Der Wechsel zwischen den beiden Bildschirmen fühlt sich nicht mehr wie ein Bruch an. Dafür bekommt ihr außen ein Display, das breiter ist als alles, was ihr gewohnt seid.
Technisch fehlt wenig. Die Kamera-Ausstattung ist vermutlich die beste, die aktuell in einem Foldable steckt, das Scharnier klingt nach solider Ingenieursarbeit, und 6.000mAh sind für diese Bauform ein guter Wert. Zwei Punkte trüben das Bild: IP68 hätte Xiaomi schaffen können, und der Xring O3 muss erst zeigen, dass er die Wärme in einem dünnen Foldable in den Griff bekommt.

Bleibt der größte Haken. Verkauft wird vorerst nur in China, wer das Gerät will, muss importieren und mit der China-Fassung von HyperOS leben. Auch wenn das Xiaomi 18 Fold auf der IFA 2026 in Berlin hinter Glas ausgestellt wurde, gehen wir nicht von einer Global Version aus.
Einfacher ist da der Griff zur Konkurrenz: Das Honor Magic V5 (zum Test) oder auch das neue Magic V6 bekommt ihr hierzulande regulär, mit deutscher Software und Garantie.
Wie gut ein Foldable in der Praxis wirklich ist, zeigt sich erst im Alltag. Unseren Test des aktuellen Referenzgeräts findet ihr hier:
- unglaublich dünnes (4,1 mm) und leichtes Design
- IP58/IP59 Zertifizierung
- hervorragende Akkulaufzeit dank 5.820 mAh
- starkes Kamera-Setup, besonders der Zoom
- 7 Jahre Update-Garantie.
- sehr helle, hochwertige OLED-Displays
- schnelles Aufladen: 66W + 50W
- starkes Throttling unter Dauerlast
- kein Ladegerät im Lieferumfang
- Falte im Display spürbarer als bei der Konkurrenz
- Software-Features noch nicht auf Samsung-Niveau
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7,58 Zoll sind bei mir kein A4-Blatt. 🤷🏻♂️ Die Diagonale eines A4 Blatts liegt bei etwa dem doppelten. Und für mich MUSS ein Tablet etwa die größe eines A4 Blatts haben, weswegen alles unter 12 oder zumindest 11,5 Zoll als Tablet ungeeignet ist (und weswegen ich auch weiter nicht verstehe, für was man SO ein Foldable braucht).