| CPU | Snapdragon 8 Elite Gen 5 - 2 x 4,6GHz + 6 x 3,6 GHz |
|---|---|
| RAM | 12GB RAM, 16GB RAM |
| Speicher | 1 TB, 256GB, 512GB |
| GPU | Adreno 840 |
| Display | 1972 x 1248 120Hz (AMOLED) |
| Betriebssystem | One UI - Android 17 |
| Akkukapazität | 4800mAh |
| Ladegeschwindigkeit | 45 Watt, 20 Watt (kabellos) |
| Speicher erweiterbar | Nein |
| Hauptkamera | 50MP + 50MP (dual) |
| Frontkamera | 10MP |
| USB-Anschluss | USB-C 3.0 (5GBit/s) |
| Kopfhöreranschluss | Nein |
| Entsperrung | Fingerabdruck, Face-ID |
| 4G | 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 13, 17, 18, 19, 20, 25, 26, 28, 32, 66, 38, 39, 40, 41 |
| 5G | 1, 2, 3, 5, 7, 8, 12, 20, 25, 28, 38, 40, 41, 66, 75, 77, 78 |
| NFC | Ja |
| SIM | Dual - nano, eSIM |
| Gewicht | 201g |
| Maße | 124 x 81,9 x 9,7mm |
| Antutu (v11) | 3930500 |
| Benachrichtigungs-LED | Nein |
| Updatezeitraum | 7 Jahre (Android & Sicherheit) |
| Hersteller | Samsung |
| Getestet am | 24.08.2026 |
Inhaltsverzeichnis
Samsung hat die Fold-Reihe geteilt. Das Galaxy Z Fold 8 Ultra führt das gewohnt hohe, schmale Format fort, während das normale Samsung Galaxy Z Fold 8 einen ganz neuen Weg geht: breiter, kürzer, zusammengeklappt ungefähr so groß wie ein Reisepass. Aufgeklappt entsteht daraus ein kleines Tablet im klassischen 4:3-Format.
Die Fachpresse feiert diesen Formfaktor einhellig ab. Wir haben das Foldable zwei Wochen im Alltag genutzt und sehen das deutlich nüchterner. Denn so charmant die Idee auf dem Papier klingt: In der Praxis sitzt das Gerät zwischen zwei Stühlen.
Ansonsten ist das Samsung Galaxy Z Fold 8 ein waschechtes Flaggschiff mit dem stärksten Snapdragon-Chip, zwei hervorragenden Displays und der besten Foldable-Software am Markt. Nur bei der Kamera hat Samsung gespart, und das fällt bei einem Straßenpreis von rund 1.800€ (UVP 1.999€) negativ auf. Wie wir zu dieser Einschätzung kommen, klären wir hier im Testbericht. Wer hingegen das alte Format, mit einem länglichen Display, bevorzugt, findet es im Samsung Galaxy Z Fold 8 Ultra (zur Ankündigung).
![]() Samsung Galaxy Fold 8 |
![]() Samsung Galaxy Fold 8 Ultra |
![]() Samsung Galaxy Z Fold 7 |
|
| Größe | 124 x 81,9 x 9,7mm | 143,2 x 158,4 x 4,1mm | 158,4 x 72,8 x 8,9mm |
| Gewicht | 201g | 215g | 215g |
| CPU | Snapdragon 8 Elite Gen 5 - 2 x 4,6GHz + 6 x 3,6 GHz | Snapdragon 8 Elite Gen 5 Leading Version - 2 x 4,74GHz + 6 x 3,6 GHz | Snapdragon 8 Elite - 2 x 4,32GHz + 6 x 3,53GHz |
| RAM | 12 GB RAM, 16 GB RAM | 12 GB RAM, 16 GB RAM | 12 GB RAM, 16 GB RAM |
| Speicher erweiterbar | Nein | Nein | Nein |
| Display | 1972 x 1248 120Hz (AMOLED) | 2520 x 1080, 6,5 Zoll 120Hz (AMOLED) | 2520 x 1080, 6,5 Zoll 120Hz (AMOLED) |
| Betriebssystem | Android 17, One UI | Android 17, One UI | Android 16, One UI |
| Akku |
4800 mAh (45 Watt)
kabelloses Laden |
5000 mAh (45 Watt)
kabelloses Laden |
4400 mAh (25 Watt)
kabelloses Laden |
| Kameras | 50 MP + 50MP (dual) | 200 MP + 50MP (dual) + 10MP (triple) | 200 MP + 12MP (dual) + 10MP (triple) |
| Frontkamera | 10 MP | 10 MP | 10 MP |
| Anschlüsse | USB-C 3.0 (5GBit/s), Dual-SIM | USB-C 3.0 (5GBit/s), Dual-SIM | USB-C 2.0 (480MBit/s), |
| Entsperrung | Fingerabdruck, Face-ID | Fingerabdruck, Face-ID | Fingerabdruck, Face-ID |
| Empfang |
5G: n1, n2, n3, n5, n7, n8, n12, n20, n25, n28, n38, n40, n41, n66, n75, n77, n78 4G: 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 13, 17, 18, 19, 20, 25, 26, 28, 32, 66, 38, 39, 40, 41 |
5G: n1, n2, n3, n5, n7, n8, n12, n20, n25, n28, n38, n40, n41, n66, n75, n77, n78 4G: 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 13, 17, 18, 19, 20, 25, 26, 28, 66, 38, 39, 40, 41 |
5G: n1, n2, n3, n5, n7, n8, n12, n20, n25, n28, n38, n40, n41, n66, n75, n77, n78 4G: 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 13, 17, 18, 19, 20, 25, 26, 28, 66, 38, 39, 40, 41 |
| Zur Ankündigung | Zur Ankündigung |
Design und Verarbeitung
Das Samsung Galaxy Z Fold 8 ist ein Zwischending. Zusammengeklappt misst es 124 x 81,9 x 9,7 Millimeter, aufgeklappt 161 x 124 x 4,5 Millimeter, und mit 201 Gramm bleibt es leichter als das Z Fold 8 Ultra. Es ist damit tatsächlich sehr kompakt und verschwindet problemlos in jeder Hosentasche.
- das Gerät ist dünner als eine 1€ & 50 Cent Münze, aber die Kameras stehen hervor
- vier Farben stehen zur Wahl, Grün ist Samsung online exklusiv
Bei den Materialien hat Samsung nicht gespart und das Scharnier abermals verfeinert. Der Rahmen besteht aus Aluminium, die Rückseite aus Gorilla Glass Victus 2, und das äußere Display schützt Gorilla Glass Ceramic 3. Das Innendisplay ist wie bei allen Foldables mit Kunststoff überzogen. Darunter arbeitet eine flexible Titanplatte, die Druck und Stöße abfangen soll. Die Zertifizierung nach IP48 bedeutet Schutz gegen Untertauchen in bis zu 1,5 Metern Süßwasser für eine halbe Stunde, beim Staubschutz bleibt es dagegen bei der für Foldables üblichen Einschränkung.
Scharnier und Falz sind die eigentliche Glanzleistung. Das Gelenk läuft geschmeidig und ohne Spiel, rastet satt ein und die Falz im Innendisplay ist bei unserem Testgerät weder zu sehen noch zu ertasten. Einhändig aufklappen lässt sich das Z Fold 8 trotz überarbeiteter Magnete aber weiterhin nicht zuverlässig.
Der Fingerabdrucksensor sitzt seitlich im Power-Button und arbeitet ordentlich, in etwa acht von zehn Versuchen entsperrt er auf Anhieb. Ein optischer Sensor oder Ultraschall wäre uns lieber, ist bei dieser Bauweise aber schlicht unpraktisch. Die Kamerainsel folgt dem bekannten Samsung-Muster und wirkt mit nur zwei Linsen etwas leer. Ohne Hülle kippelt das Foldable auf dem Tisch deutlich, weil die Kamerainsel heraussteht.
Formfaktor: 4:3-Tablet & deutlich breiteres Smartphone
Und damit zum Punkt, an dem sich unsere Meinung von der fast aller anderen Tests unterscheidet: dem Formfaktor. Das äußere Display ist mit 5,5 Zoll klein, gleichzeitig aber breiter als bei einem normalen Smartphone. Für Chatten, E-Mails und Social Media reicht das aus. Sobald ihr mehr wollt, müsst ihr aufklappen. Und genau da beginnt das Problem, denn im Gehen klappt niemand sein Foldable auf.
Das konkrete Alltagsbeispiel: Ihr seid unterwegs, habt eine Hand frei und wollt schnell eine Adresse in Google Maps eintippen. Auf dem breiten Cover-Display braucht ihr dafür in den meisten Fällen beide Hände zum Tippen. Und mit nur einer Hand liegt es aufgrund der Breite unsicher.
Fairerweise hängt das stark von der Handgröße ab. Wer große Hände hat, erreicht auf dem Cover-Display tatsächlich fast jede Ecke mit dem Daumen, und Samsung hat mitgedacht: In der Kamera-App sitzen alle wichtigen Schaltflächen am rechten Rand. Mit durchschnittlichen oder kleinen Händen greift ihr trotzdem regelmäßig zur zweiten Hand. Genau deshalb taugt das Format nicht als pauschale Empfehlung. Neu erfunden hat Samsung dieses Format nicht. Huawei hat es vorgemacht, Samsung hat es aufgegriffen und daraus ein zweites Foldable im Portfolio gemacht.
Insgesamt ist das Samsung Galaxy Z Fold 8 hervorragend verarbeitet und das Scharnier vertrauenserweckend. Der neue Formfaktor ist aber Geschmackssache und im Alltag nicht für jeden die bessere Lösung. Unsere klare Empfehlung: Nehmt das Gerät vor dem Kauf einmal im Elektronikmarkt in die Hand.
Lieferumfang des Samsung Galaxy Z Fold 8
In der Verpackung findet ihr neben dem Smartphone selbst wie üblich nur ein USB-C-Kabel, eine SIM-Nadel und Zettelwerk. Für die vollen 45 Watt Ladegeschwindigkeit braucht ihr ein PowerDelivery PPS Netzteil, das ihr separat kaufen müsst.
Displays des Samsung Galaxy Z Fold 8
Innen sitzt ein 7,6 Zoll großes AMOLED-Panel mit LTPO-Technik und einer Auflösung von 2448 x 1848 Pixel. Das äußere Display misst 5,5 Zoll und löst mit 1972 x 1248 Pixel auf. Beide Displays arbeiten mit einer variablen Bildwiederholrate von 1Hz bis 120Hz.
Samsung gleicht die beiden Panels bemerkenswert gut aneinander an. Helligkeit, Farbdarstellung und Bildwiederholrate verhalten sich auf beiden Seiten praktisch identisch, weshalb ein einziger Helligkeitsregler für beide Displays völlig ausreicht. Dazu erledigt die Software einen exzellenten Job beim Wechsel zwischen den Displays.
Bei der maximalen Helligkeit messen wir 2670 Lux im Automatikmodus (1350 Lux manuell) beim kleineren äußeren Display und 2100 Lux im Automatikmodus (1300 Lux manuelle Einstellung) beim großen Tablet-Display. Das reicht im Alltag problemlos, um beide Displays auch bei direkter Sonneneinstrahlung abzulesen.
- Farbeinstellungen
- AOD
- mit Widevine L1
Die Bildwiederholrate regelt Samsung stufenlos. Im Modus „Adaptiv” laufen fast alle Apps mit 120Hz, bei Videowiedergabe fällt das Panel gezielt auf die passende Bildrate des Materials zurück. Dazu kommt volle HDR-Unterstützung und Widevine L1. Eine Besonderheit für das ungewohnte Format: In den Einstellungen legt ihr pro App fest, in welchem Seitenverhältnis sie auf dem Innendisplay laufen soll. Das räumt einige Darstellungsprobleme aus dem Weg. Ein vollwertiges Always-on-Display steht auf beiden Panels bereit.
Qualitativ gibt es an den beiden Panels nichts zu bemängeln, die neue entspiegelte Oberfläche hilft zusätzlich bei Sonnenlicht. Kurioserweise stellt das Z Fold 8 Videos im Breitbildformat sogar größer dar als das Z Fold 8 Ultra, weil sein Innendisplay weniger quadratisch ausfällt. Das Format bleibt trotzdem der Knackpunkt: Auf dem breiten 4:3-Innendisplay sehen Fotos, E-Books und Comics klasse aus, das kleine Cover-Display ist zum Tippen dagegen unnötig sperrig. Insgesamt liefert Samsung zwei technisch erstklassige Displays ab, deren Zuschnitt uns aber weniger überzeugt als die Panel-Qualität selbst.
Leistung
- AnTuTu v11
- 3D Mark
- Geekbench 7
- Geekbench 6
- Speicher
Im Samsung Galaxy Z Fold 8 arbeitet mit dem Snapdragon 8 Elite Gen 5 for Galaxy der aktuell stärkste Android-Prozessor von Qualcomm, der im 3-Nanometer-Verfahren hergestellt wird. Dazu kommen 12GB Arbeitsspeicher in den Varianten mit 256GB und 512GB Speicher sowie 16GB beim Topmodell mit 1TB. Der Speicher ist nicht erweiterbar.
Bei den Benchmarks landet das Foldable erwartungsgemäß ganz oben im Feld. Leistung ist also mehr als genug vorhanden, und das wird auch in den nächsten Jahren so bleiben. Im Alltag gibt es ohnehin nichts zu diskutieren: Apps starten sofort, Multitasking mit mehreren Fenstern läuft flüssig, und Ruckler sind uns nicht begegnet.
- GPU Stress Test
- CPU Stress Test
Beim Thermal Throttling zeigt sich dann die Kehrseite der dünnen Bauweise. Im GPU- und CPU-Stresstest fällt die Leistung unter 50 Prozent des Ausgangswerts, und das Gehäuse wird auf der Rückseite unterhalb der Kamerainsel spürbar warm. Unangenehm heiß wurde unser Testgerät nie im Betrieb, ausgenommen die Hitzetage mit 40° Celsius draußen. Beim Gaming sind uns bisher keine Einbrüche der Bildrate aufgefallen. Wer aber zu der kleinen Gruppe der sehr anspruchsvollen Smartphone-Gamer gehört, könnte in ein paar Jahren bei den neusten Titeln Probleme bekommen. Aufgeklappt fällt die Drosselung etwas milder aus, weil sich die Wärme dann auf mehr Fläche verteilt.
System
Das Samsung Galaxy Z Fold 8 startet mit Android 17 und der hauseigenen Oberfläche One UI 9. Samsung verspricht sieben Jahre Android-Updates und sieben Jahre Sicherheitsupdates.
Bei der Software macht Samsung schlicht niemand etwas vor. Die Fensteraufteilung, das Multitasking mit zwei oder drei Apps nebeneinander und vor allem die Übergänge zwischen Cover- und Innendisplay wirken durchdacht und funktionieren zuverlässig. Auch die hauseigene KI, die Galaxy AI, kommt in voller Ausbaustufe zum Einsatz. Nach etwa einer Woche integrieren sich die Funktionen nützlich in den Alltag.
- OneUI 9:
- Apps & Schnelleinstellungen
- Split-Screen
- Galaxy AI
Praktisch für das ungewohnte Format: Über einen Schalter in den Einstellungen erzwingt ihr die Splitscreen-Nutzung auch bei Apps, die das offiziell nicht unterstützen. Die Homescreens von Cover- und Innendisplay lassen sich außerdem getrennt einrichten.
Ganz reibungslos läuft es aber nicht, und das liegt am neuen Zuschnitt. Nicht jede App kommt mit diesen Seitenverhältnissen zurecht. Meist bleibt es bei schwarzen Balken oder viel leerer Fläche, in Einzelfällen sind Bedienelemente aber schlicht nicht erreichbar und die App damit unbrauchbar. Wie oft euch das trifft, hängt davon ab, welche Apps ihr nutzt. Bei den gängigen Anwendungen ist uns nichts untergekommen, bei Spielen und Nischen-Apps solltet ihr damit rechnen.
Und eine Funktion fehlt komplett: einen Flex-Modus gibt es nicht. Das überarbeitete Scharnier schnappt sauber auf und zu, dafür bleibt das Z Fold 8 nicht in einer halb geöffneten Stellung stehen. Eine passende Software-Funktion dazu fehlt ebenfalls. Das Z Fold 8 Ultra beherrscht beides.
Insgesamt ist die Software der stärkste Kaufgrund für das Samsung Galaxy Z Fold 8 und zusammen mit dem langen Update-Zeitraum das beste Argument gegen die chinesische Konkurrenz.
Kamera des Samsung Galaxy Z Fold 8
Hier hat Samsung den Rotstift angesetzt. Auf der Rückseite sitzen nur zwei Kameras, ein Teleobjektiv fehlt komplett. Für ein Gerät dieser Preisklasse ist das eine Ansage, und zwar keine gute.
- Hauptkamera: 50 Megapixel (Samsung ISOCELL GN3), f/1,8, 1/1,56 Zoll, 23mm, Autofokus, OIS
- Ultraweitwinkel-Kamera: 50 Megapixel (Sony IMX858), f/1,9, 1/2,51 Zoll, 13mm, Autofokus
- Selfie-Kamera außen: 10 Megapixel, f/2,2, 1/3,52 Zoll, 24mm
- Selfie-Kamera innen: 10 Megapixel, f/2,2, 1/3,52 Zoll, 18mm
- die äußeren Kameras können für Selfies genutzt werden
- innen ist eine zweite Selfiekamera
Die Hauptkamera stammt aus dem normalen Galaxy S26 (zum Test) und ist damit gehobene Mittelklasse, kein Flaggschiff-Sensor. Ordentlich ist dagegen die Ultraweitwinkel-Kamera, die dieselbe Auflösung mitbringt und zusätzlich einen Autofokus besitzt. Zum Vergleich: Das Honor Magic V5 fährt in einem ähnlich dünnen Gehäuse eine dritte Kamera mit echtem Periskop-Zoom auf. Der Platz im Gehäuse ist also nicht die alleinige Erklärung.
Eine Eigenheit des Formfaktors fällt beim Fotografieren sofort auf: Weil das Cover-Display so breit ist, liegt der Auslöser mitten im Sucherbild statt darunter. Antippen zum Fokussieren geht in diesem Bereich also nicht.
Hauptkamera Tageslicht
Bei gutem Licht liefert die Hauptkamera solide Ergebnisse. Kontrast und Dynamikumfang sind hoch, der Weißabgleich arbeitet verlässlich, und die Farben fallen typisch für Samsung kräftig aus. Beim Detailgrad fehlt allerdings die letzte Schärfe, die wir von einem Flaggschiff erwarten würden. Die Bildverarbeitung schärft dazu aggressiv nach, was vor allem bei Blattwerk und feinen Strukturen unnatürlich wirken kann.
2x Digital-Zoom
- 2x Zoom:
- 4x Zoom
Ein Teleobjektiv gibt es nicht, gezoomt wird ausschließlich digital. Bis zur 2-fachen Vergrößerung sind die Ergebnisse noch brauchbar, weil Samsung dafür einen Ausschnitt aus der hochauflösenden Hauptkamera nutzt. Ab der 4-fachen Vergrößerung fällt die Qualität deutlich ab, auch wenn maximal 10-facher Zoom möglich ist. Die Bildverarbeitung rettet dabei erstaunlich viel bei Schrift und Kanten, bügelt an anderen Stellen aber ganze Strukturen glatt. Wer regelmäßig zoomt, ist beim Z Fold 8 Ultra oder beim Honor Magic V5 klar besser aufgehoben.
Hauptkamera Nachtaufnahmen
- 2x Zoom
Nachts geht die Bildqualität sichtbar zurück. In den Schatten bleibt Bildrauschen stehen, die Aufnahmen wirken insgesamt weicher, und in manchen Szenen legt sich ein leichter Gelbstich über das Bild. Dynamikumfang und Farbdarstellung gehen dagegen in Ordnung. Für Schnappschüsse reicht das, an die Nachtaufnahmen aktueller Foto-Flaggschiffe kommt das Z Fold 8 aber nicht heran.
Ultraweitwinkel
- 50MP
- Makro:
Die Ultraweitwinkel-Kamera ist die positive Überraschung des Setups. Bei Tageslicht liefert sie einen hohen Detailgrad, kräftige Farben und einen guten Dynamikumfang, und sie hält den Look der Hauptkamera erstaunlich gut. Auch bei wenig Licht bricht sie nicht so stark ein, wie wir es von Ultraweitwinkel-Kameras gewohnt sind. Dank Autofokus dient sie zusätzlich als Makro-Kamera: geht ihr nah an das Motiv, schaltet die Software nahtlos den Sensor um, und in der Praxis ist auch die Qualität ansehnlich.
Porträts
- 1x:
- 2x Zoom
Porträts gelingen dem Samsung Galaxy Z Fold 8 gut. Die Motiverkennung arbeitet präzise, die Motivabtrennung wirkt sauber, und die Hauttöne fallen natürlich aus. Bei der 2-fachen Vergrößerung nimmt die Schärfe erwartungsgemäß ab, und der Winkel ist etwas unnatürlicher.
Selfies
- 10MP Cover-Display Frontkamera
- 10MP Selfiekamera innen
- Hauptkamera im Tablet-Modus
- Ultraweitwinkelkamera
Beide Frontkameras lösen mit 10 Megapixel auf und liefern in dieser Klasse ordentliche Ergebnisse mit guten Hauttönen. Die äußere Frontkamera ist ein Ticken besser. Wirkliches Flaggschiff-Niveau erreicht die Frontkamera aber nicht.
Der Formfaktor gleicht das teilweise aus: Ihr könnt für Selfies auch die Hauptkamera nutzen und das Cover-Display als Vorschau verwenden. Das liefert klar die besten Ergebnisse. Vor allem bei Nacht ist die Hauptkamera den Frontkameras überlegen. Der Ultraweitwinkelsensor kann situativ auch nützlich sein. Nur die Bedienung beim Aufnehmen ist mit einem „Tablet” in der Hand nicht ganz einfach.
- 10MP Frontkamera
- 10MP Frontkamera
- Hauptkamera
Videos
Beim Video hat Samsung dagegen nicht gespart. Aufnahmen sind mit bis zu 8K bei 30fps und 4K bei 120fps möglich, alle vier Kameras beherrschen 4K bei 60fps. Hier könnt ihr frei zwischen allen Sensoren (auch Selfie) wechseln. Vlogs sehen mit der Hauptkamera gefilmt richtig gut aus. Dazu kommen ein Pro-Modus mit zahlreichen Bildraten, Log-Aufnahme mit vorinstallierten LUTs und der professionelle APV-Codec. Für Otto-Normal-Nutzer sind diese Funktionen aber Overkill.
Die elektronische Bildstabilisierung leistet gute Arbeit. Beim Gehen wirken Videos ruhig, aus fester Position sind Haupt- und Ultraweitwinkel-Kamera sauber stabilisiert. Qualitativ gilt dasselbe wie bei den Fotos: bei Tageslicht gut, bei wenig Licht rauschig und weich.
Zwischenfazit Kamera
Es lässt sich nicht schönreden: Die Kamera ist der Schwachpunkt des Samsung Galaxy Z Fold 8. Die Hauptkamera ist gehobene Mittelklasse, das fehlende Teleobjektiv schmerzt bei diesem Preis, und die Selfie-Kameras sind schwach bestückt. Auf der Habenseite stehen eine ordentliche Hauptkamera, wirklich gute Ultraweitwinkel-Kamera mit Autofokus, ein vollständiges Video-Paket und die Möglichkeit, für Selfies einfach die Hauptkamera zu nutzen. Für die allermeisten Alltagssituationen reicht das Ergebnis aus, ein Kaufargument ist die Kamera aber nicht.
Konnektivität und Kommunikation
Das Samsung Galaxy Z Fold 8 ist ein Dual-SIM-Smartphone mit einem Slot für eine psychische SIM-Karte. Zusätzlich richtet ihr eSIMs ein, sodass zwei Verbindungen parallel laufen. Einen zweiten physischen Slot gibt es nicht, einen Speicherkartenleser ebenfalls nicht. Alle für Deutschland relevanten 4G- und 5G-Bänder sind an Bord, VoLTE und WLAN-Anrufe funktionieren wie erwartet. Der Empfang war im Testzeitraum in Ordnung.
- 4G (LTE): B1, B2, B3, B4, B5, B7, B8, B12, B13, B17, B18, B19, B20, B25, B26, B28, B32, B38, B39, B40, B41, B66
- 5G: N1, N2, N3, N5, N7, N8, N12, N20, N25, N26, N28, N38, N40, N41, N66, N75, N77, N78
Bei der drahtlosen Verbindung gibt es Wi-Fi 7 inklusive 6GHz-Band, Bluetooth 6.0, UWB und NFC. Zur Standortbestimmung nutzt das Foldable GPS, Galileo, GLONASS, BeiDou und QZSS, im Praxistest klappte das problemlos.
Der USB-C-Anschluss erfüllt den USB-3-Standard mit 5Gbit/s und bietet DisplayPort-Output. Zusammen mit DeX schließt ihr das Foldable also an einen Monitor an und arbeitet dort mit einer Desktop-Oberfläche. An Sensoren sind Beschleunigungsmesser, Gyroskop, Kompass, Barometer, Helligkeitssensor und ein Näherungssensor verbaut. Letzterer sitzt nur am Cover-Display, was insofern Sinn ergibt, als ihr aufgeklappt ohnehin nicht telefoniert.
- Verbindungen
- Sensoren
- GPS
Die beiden Stereo-Lautsprecher gefallen uns gut. Sie klingen klar, die Stimmen kommen sauber durch, und die Lautstärke geht für ein so dünnes Gehäuse in Ordnung. Bass gibt es physikalisch bedingt kaum. Beide Lautsprecher sitzen allerdings auf derselben Gehäusehälfte, weshalb im aufgeklappten Querformat keine echte Stereo-Trennung entsteht.
Akkulaufzeit des Samsung Galaxy Z Fold 8
Samsung verbaut im Galaxy Z Fold 8 einen 4.800mAh starken Akku. Und hier passiert etwas, das Samsung erstaunlich leise angeht: Es ist der erste Silizium-Kohlenstoff-Akku in einem Galaxy-Smartphone überhaupt. Die Technik bringt mehr Kapazität auf gleichem Bauraum unter, was bei einem Foldable besonders viel wert ist. Auf dem Datenblatt findet ihr davon allerdings kein Wort, Samsung hat es erst in Pressegesprächen bestätigt. Gegenüber dem Vorgänger mit 4.400mAh ist das jedenfalls ein spürbarer Fortschritt.
Im PCMark Battery Test erreicht das Foldable ordentliche Werte, und im Alltag hält das Samsung Galaxy Z Fold 8 damit auch einen langen Tag durch, wenn ihr das große Display häufig nutzt. Zwei Tage schafft es dagegen auch bei zurückhaltender Nutzung nicht.
- zusammengeklappt: äußere kleine Display bei 120 Hertz
- und bei 60 Hertz
- aufgeklappt: inneres Tablet-Display bei 120 Hertz
- läuft innen aber nur mit 60 Herz
Damit reicht es aber nicht an die Konkurrenz heran, und das liegt schlicht an der Kapazität. Die chinesische Konkurrenz ist mit dem Silizium-Kohlenstoff-Anteil sichtlich weiter: Das Honor Magic V6 (zur Ankündigung) bringt sogar 6.660mAh mit. Samsung holt aus weniger Kapazität durch die gute Abstimmung zwar viel heraus, an die Ausdauer der chinesischen Foldables kommt das Z Fold 8 trotzdem nicht heran.
Geladen wird mit bis zu 45 Watt über ein PowerDelivery PPS Netzteil. In 70 Minuten ist der Akku von 0 auf 100 Prozent voll, nach einer halben Stunde stehen 63 Prozent auf der Uhr. Das Z Fold 7 lud nur mit 25 Watt. Kabellos ladet ihr mit 20 Watt, dazu kommt Reverse Wireless Charging für Kopfhörer oder eine Smartwatch. Beim kabellosen Laden solltet ihr allerdings mit Einschränkungen rechnen: Durch das ungewohnte Format trifft das Foldable die Ladespule vieler Ständer und Halterungen nicht sauber, gerade Kfz-Halterungen scheitern häufig daran. Magnete (Qi2) sind ebenfalls keine verbaut.
Testergebnis
Das Samsung Galaxy Fold 8 ist ein Foldable mit klarem Profil: Es opfert Kamera-Hardware und ein Stück Alltagstauglichkeit für einen kompakten, ungewöhnlichen Formfaktor.
Die außergewöhnlichsten Merkmale sind das Reisepass-Format und ein Scharnier mit Falz, das super im Alltag funktioniert. Natürlich gibt es auch zwei erstklassige Displays, die erwartbare Top-Performance dieser Klasse, ordentliche Akkulaufzeiten, sogar mit endlich brauchbarem 45-Watt-Laden, und mit One UI 9 die beste Foldable-Software am Markt inklusive sieben Jahren Updates.
Auf der Negativseite steht zuerst die Kamera. Nur zwei Sensoren auf der Rückseite, kein Teleobjektiv und schwach bestückte Frontkameras sind bei 1.800€ zu wenig. Dazu kommt kräftiges Thermal Throttling unter Dauerlast, und ein Akku, der im Vergleich zur chinesischen Konkurrenz klein ausfällt. Auch der neue Zuschnitt fordert seinen Tribut: Einzelne Apps kommen damit nicht zurecht, ein Flex-Modus fehlt, und beim kabellosen Laden zickt das Gerät auf manchen Halterungen. Das sind keine Deal-Breaker, aber bei einem Gerät dieser Preisklasse eindeutig Kritikpunkte.
Der eigentliche Knackpunkt ist der Formfaktor, und der ist Geschmackssache. Uns ist das Cover-Display zu breit für die Einhand-Bedienung und gleichzeitig zu klein, um damit ernsthaft zu arbeiten. Andere werden genau dieses Format lieben. Deshalb unsere wichtigste Empfehlung zu diesem Gerät: Probiert es vor dem Kauf aus.
Wer den klassischen Foldable-Zuschnitt möchte, fährt auch 2026 mit dem Honor Magic V5 (zum Test) vermutlich besser, und das für deutlich weniger Geld. Das Honor Magic V6 dürfte das Samsung nach den bisherigen Daten ebenfalls schlagen. Trotzdem: Samsung hat seine Fans, und die bekommen hier die mit Abstand beste Software und den längsten Update-Zeitraum. Das ist schon wieder ein sehr gutes Foldable geworden.
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