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Mit dem Maxwell 2 ANC bietet Audeze ein Premium-Gaming-Headset mit planarmagnetischen 90mm-Treibern und aktiver Geräuschunterdrückung an. Dazu kommen ein Transparenzmodus, eine umfangreiche Konnektivität und eine hochwertige Verarbeitung. Das Headset richtet sich an Gamer, die neben einer hohen Klangqualität auch Wert auf eine wirkungsvolle Abschirmung von Umgebungsgeräuschen legen. Im Test haben wir überprüft, ob Audeze diesem Anspruch gerecht wird.
In den vergangenen Wochen haben wir das Maxwell 2 ANC sowohl beim Zocken als auch beim Musikhören und im Büroalltag genutzt. Dabei interessierte uns nicht nur die reine Klangqualität, sondern ebenso die Alltagstauglichkeit. Wie gut arbeitet die aktive Geräuschunterdrückung? Wie stark fällt das hohe Gewicht in der Praxis auf? Und rechtfertigt die ANC-Version ihren Preis?
Technische Daten laut Hersteller
| Merkmal | Audeze Maxwell 2 ANC |
|---|---|
| Bauweise | Geschlossenes Over-Ear-Gaming-Headset |
| Treiber | 90mm planarmagnetisch |
| Frequenzbereich | 10Hz bis 50kHz |
| Geräuschunterdrückung | Adaptives Hybrid-ANC |
| Transparenzmodus | Ja |
| Mikrofon | Abnehmbares Hypernierenmikrofon plus integriertes Mikrofon |
| Funk | USB-C-Dongle mit niedriger Latenz |
| Bluetooth | Bluetooth 5.3 |
| Kabelbetrieb | USB-C und 3,5mm-Klinke |
| Akku | 1.800mAh Lithium-Polymer |
| Herstellerangabe Akkulaufzeit | bis 40 Stunden ohne ANC, bis 35 Stunden mit ANC |
| Gewicht | ca. 588g |
| Plattformen | PC, PlayStation, Xbox je nach Version, Nintendo Switch, macOS, Android, iOS |
Lieferumfang der Audeze Maxwell 2 ANC
Bereits die Verpackung vermittelt einen hochwertigen Eindruck. Das Maxwell 2 ANC liegt sicher in einer passgenauen Schaumstoffeinlage, dazu legt Audeze sämtliches Zubehör bei, das ihr für den Betrieb benötigt.
Zum Lieferumfang gehören:
- Audeze Maxwell 2 ANC
- USB-C-Funkdongle
- USB-C-auf-USB-A-Adapterkabel
- USB-C-Ladekabel
- 3,5mm-Audiokabel
- abnehmbares Mikrofon mit Schutz
- Dokumentation und Garantieunterlagen
Positiv ist uns das mitgelieferte analoge Audiokabel aufgefallen. Dadurch lässt sich das Headset auch dann verwenden, wenn der Akku leer ist oder ein Gerät keine drahtlose Verbindung unterstützt.
Der USB-C-Dongle unterstützt je nach Modell sowohl den Betrieb an PC und PlayStation/Switch als auch an der Xbox. Die Xbox-Version verfügt zusätzlich über die erforderliche Microsoft-Lizenz und funktioniert dennoch ebenso an PC und PlayStation/Switch, ist aber teurer. Wer ausschließlich am PC oder an der PlayStation/Switch spielt, kann daher bedenkenlos zur günstigeren PlayStation-Version greifen. Diese Version haben wir hier im Test. Zusätzlich gibt es das Ganze noch einmal in einer Version ohne ANC. Bei der Wahl des richtigen Kopfhörers ist also Aufmerksamkeit gefordert.
Mit 588 Gramm gehört das Maxwell 2 ANC allerdings zu den schweren Gaming-Headsets am Markt. Bereits beim ersten Herausnehmen fällt das hohe Gewicht auf. Gleichzeitig vermittelt das Headset einen ausgesprochen robusten Eindruck. Knarzende Kunststoffteile oder unsaubere Spaltmaße sucht ihr vergeblich. Verarbeitung und Materialqualität bewegen sich auf einem Niveau, das ihr in dieser Geräteklasse erwarten dürft.
Design und Verarbeitung
Das Maxwell 2 ANC verzichtet weiterhin auf eine auffällige Gaming-Optik. RGB-Beleuchtung, scharfe Kanten oder große Logos gibt es schlicht nicht. Stattdessen setzt der Hersteller auf eine sachliche Gestaltung mit großen Ohrmuscheln, Metallakzenten und einem stabilen Metallrahmen.
Die Aufhängungen der Ohrmuscheln besitzen silberfarbene Akzente und auch das Kopfband wirkt sehr massiv. Ein Qualitätsmerkmal stellen die magnetischen Abdeckungen der Ohrmuscheln dar. Diese lassen sich werkzeuglos, innerhalb von wenigen Sekunden entfernen oder gegen optionale “ReSkin”-Varianten austauschen. Ganz ohne, dass Kunststoffnasen abbrechen. Gleichzeitig erleichtert diese Konstruktion die Reinigung oder einen späteren Austausch erheblich. Kein Wunder also, dass Audeze auch Ersatzteile zu den Maxwell 2 ANC anbietet.
Nachgelesen haben wir zudem, dass sie Aussparungen für die zusätzlichen Mikrofone der Geräuschunterdrückung besitzen und sich dadurch von den Abdeckungen des regulären Maxwell 2 unterscheiden.
Die Verarbeitung bewegt sich auf hohem Niveau. Sämtliche Bauteile sitzen spielfrei, selbst bei stärkerem Verdrehen entstehen keine Knarzgeräusche. Das Kopfband besteht aus Gummi und wirkt sehr stabil. Auch die Gelenke der Ohrmuscheln arbeiten präzise und hinterlassen keinerlei Zweifel an ihrer Haltbarkeit.
Die Materialwahl passt zum aufgerufenen Preis. Kunststoffe kommen zwar zum Einsatz, dominieren das Erscheinungsbild aber nicht. Stattdessen bestimmen Metall, Kunstleder und sauber verarbeitete Oberflächen den Gesamteindruck. Das Maxwell 2 ANC wirkt dadurch deutlich hochwertiger als die meisten Gaming-Headsets der Konkurrenz, die wir bisher in der Hand hatten, lässt sich dieses look and feel aber auch fürstlich entlohnen.
Tragekomfort
Wie schon erwähnt, bringt das Maxwell 2 ANC 588 Gramm auf die Waage und gehört damit zu den schwersten Gaming-Headsets überhaupt. Das macht sich bereits beim ersten Aufsetzen bemerkbar. Wer bisher leichte Modelle genutzt hat, wird den Gewichtsunterschied sofort spüren.
Erstaunlicherweise fällt das hohe Gewicht während längerer Nutzung weniger stark auf als zunächst erwartet. Verantwortlich dafür ist das breite, schwebend gelagerte Kopfband, das den Druck gleichmäßig verteilt. Im Alltag konnten wir das Headset problemlos mehrere Stunden am Stück tragen, ohne dass störende Druckstellen entstanden.
Auch als Brillenträger hatten wir keine Probleme, da sich die Ohrpolster sauber an den Kopf schmiegen, ohne die Brillenbügel unangenehm gegen den Schädel zu drücken. Lediglich nach sehr langen Sitzungen macht sich das hohe Gesamtgewicht bemerkbar. Nehmt ihr das Headset nach mehreren Stunden wieder ab, wird euch erst bewusst, welche Masse ihr die ganze Zeit getragen habt.
Der erhöhte Anpressdruck verbessert die passive Abschirmung und sorgt dafür, dass die aktive Geräuschunterdrückung zuverlässiger arbeiten kann. Gleichzeitig sitzt das Headset deutlich stabiler auf dem Kopf.
Die Ohröffnung bleibt dennoch groß genug, sodass auch größere Ohren ausreichend Platz finden. Selbst nach mehreren Stunden kam es in unserem Test nicht zu unangenehmen Druckstellen an den Ohrmuscheln.
Bedienung
An der linken Ohrmuschel sitzen die beiden gerasterten Drehregler für Lautstärke sowie Game- und Chat-Mix oder Sidetone. Dazu kommen der USB-C-Anschluss, die 3,5mm-Klinkenbuchse und der Anschluss für das abnehmbare Mikrofon.
Der Einschalter und der Mikrofon-Stummschalter sitzen an der rechten Ohrmuschel und sind dadurch etwas geschützter untergebracht. Besonders der Mute-Schalter gefällt uns, denn er lässt sich einfach bedienen und wird als Schieberegler selten versehentlich betätigt.
Für die Steuerung der aktiven Geräuschunterdrückung besitzt das Headset eine separate Taste. Darüber wechselt ihr bequem zwischen ANC, Transparenzmodus und deaktivierter Geräuschunterdrückung. Die Umschaltung erfolgt schnell, eine Sprachansage bestätigt sie.
Positiv fiel im Test auf, dass sämtliche Bedienelemente einen klar definierten Druckpunkt besitzen und sich auch während des Tragens gut ertasten lassen. Bereits nach kurzer Zeit steuert ihr Lautstärke, Mikrofon oder ANC, ohne das Headset abnehmen zu müssen.
Ebenfalls praktisch ist die Möglichkeit, das Maxwell 2 ANC während des Ladevorgangs uneingeschränkt weiter zu nutzen. So müsst ihr den Spielbetrieb auch bei längeren Gaming-Sessions nicht unterbrechen.
Konnektivität
Bei den Verbindungsmöglichkeiten zeigt sich das Maxwell 2 ANC sehr flexibel. Zur Verfügung stehen ein USB-C-Funkdongle mit niedriger Latenz, Bluetooth 5.3, USB-C-Audio sowie ein klassischer 3,5mm-Klinkenanschluss. Damit lässt sich das Headset praktisch an jedem aktuellen Endgerät betreiben.
Im Test funktionierte die Verbindung über den USB-Dongle jederzeit zuverlässig. Die Latenz ist so gering, dass beim Spielen, Musikhören oder Videoschauen keine Verzögerungen auffallen. Auch beim Umschalten zwischen verschiedenen Geräten gab es keine Probleme. Wer lieber kabelgebunden arbeitet, verwendet das Maxwell 2 ANC sowohl über USB-C als auch über das analoge Klinkenkabel.
Eine kleine Einschränkung gibt es allerdings. Bluetooth und den USB-Dongle könnt ihr nicht gleichzeitig nutzen. Wer beispielsweise am PC spielt und parallel das Smartphone per Bluetooth verbunden haben möchte, muss auf eine kabelgebundene Verbindung ausweichen.
Klangqualität des Audeze Maxwell 2 ANC
Die 90mm-Planartreiber liefern eine außergewöhnlich hohe Detailauflösung. Feinste Hintergrundgeräusche, einzelne Instrumente oder entfernte Schritte lassen sich sauber voneinander unterscheiden. Gerade in Shootern erleichtert das die Ortung von Gegnern. Gleichzeitig eignet sich das Maxwell 2 ANC ebenso hervorragend für Musik und Filme. Die Wiedergabe wirkt klar, kontrolliert und deutlich erwachsener als bei den meisten klassischen Gaming-Headsets.
Die Abstimmung fällt vergleichsweise neutral und ausgewogen aus. Stimmen stehen deutlich im Vordergrund, während die Höhen viele Details liefern, ohne dauerhaft scharf oder unangenehm zu wirken. Der Tiefbass reicht sehr weit hinab, drängt sich aber nicht so stark in den Vordergrund wie bei vielen anderen Gaming-Headsets. Dadurch bleiben Stimmen und Mitten angenehm präsent.
Interessant ist der Einfluss der aktiven Geräuschunterdrückung auf den Klang. Mit aktiviertem ANC verändert sich die Abstimmung leicht. Die Höhen wirken etwas präsenter und der Bass verliert minimal an Druck. Dieser Unterschied fällt nicht dramatisch aus, ist bei direktem Vergleich aber hörbar. Im normalen Spielbetrieb oder unterwegs stört uns das kaum. Hören wir dagegen bewusst Musik in ruhiger Umgebung, bevorzugen wir den Klang ohne aktiviertes ANC.
Die planarmagnetischen Treiber spielen ihre Stärken besonders bei komplexen Musikstücken und räumlichen Klangkulissen aus. Instrumente lassen sich sauber voneinander trennen und selbst bei hoher Lautstärke bleibt der Klang kontrolliert. Verzerrungen konnten wir im Test nicht feststellen.
Aktive Geräuschunterdrückung
Das wichtigste Merkmal des Maxwell 2 ist zweifellos das adaptive Hybrid-ANC. Audeze kombiniert dabei Mikrofone innerhalb und außerhalb der Ohrmuscheln, um Umgebungsgeräusche möglichst effektiv auszublenden.
Im Alltag funktioniert das erstaunlich gut. Gleichmäßige Störgeräusche wie Lüfter, Klimaanlagen oder das Brummen eines Computers reduziert das Headset deutlich. Auch während einer Zugfahrt oder in einer belebten Büroumgebung sorgt das ANC für eine ruhigere Hörumgebung. In absolut ruhigen Räumen ist allerdings ein leichtes Grundrauschen wahrnehmbar. Dieses fällt besonders auf, wenn keine Musik läuft. Sobald Audio läuft oder sich Umgebungsgeräusche im Raum befinden, nehmen wir das Rauschen praktisch nicht mehr wahr.
Der Transparenzmodus erfüllt seinen Zweck zuverlässig. Gespräche oder Durchsagen lassen sich gut verstehen, ohne das Headset abnehmen zu müssen. Ganz natürlich klingt die Umgebung allerdings nicht. Stimmen wirken leicht künstlich und hohe Frequenzen treten etwas stärker hervor. Für kurze Unterhaltungen oder Ansagen reicht der Modus dennoch vollkommen aus. Insgesamt erweitert das ANC die Einsatzmöglichkeiten des Maxwell 2 deutlich. Wer hauptsächlich in ruhiger Umgebung spielt, wird darauf vermutlich verzichten können. Arbeitet oder spielt ihr dagegen regelmäßig in einer lauteren Umgebung, gehört die aktive Geräuschunterdrückung zu den größten Stärken dieser Version.
Mikrofon
Audeze legt dem Maxwell 2 ANC ein abnehmbares Hypernierenmikrofon bei. Ausgeführt mit einem Klinkenstecker. Alternativ steht ein integriertes Mikrofon zur Verfügung, das automatisch aktiv wird, sobald ihr das Ansteckmikrofon entfernt, quasi ein mobiler Modus.
Ein Hypernieren-Mikrofon („Hypercardioid”) besitzt eine Richtcharakteristik, die noch enger bündelt als eine normale Niere (Cardioid).
Zur Einordnung: Bei einer Niere kommt der Klang hauptsächlich von vorne, seitlich etwas gedämpft, von hinten stark gedämpft. Bei der Hyperniere wird dieser Aufnahmebereich noch schmaler und gerichteter. Dafür gibt es aber, anders als bei der Niere, einen kleinen Aufnahmelappen genau von hinten (bei ca. 180°), während seitlich (um die 110°) die stärkste Dämpfung greift.
Für ein Gaming-Headset-Mikrofon ist das sinnvoll: Die enge Richtwirkung nimmt vor allem die Stimme direkt vor dem Mund auf und blendet Umgebungsgeräusche von der Seite (Tastatur, Lüfter, Mitspieler im Raum) stärker aus als ein normales Nieren-Mikrofon. Der kleine Empfindlichkeitslappen nach hinten ist meist unkritisch, weil dort bei einem Ansteckmikrofon ohnehin selten eine Störquelle sitzt.
Das Hypernierenmikrofon überträgt Stimmen natürlicher. Gleichzeitig filtert das Headset störende Umgebungsgeräusche zuverlässig heraus. Tastaturanschläge oder Lüftergeräusche reduziert es deutlich, ohne dass die Verständlichkeit stark leidet.
Allerdings gibt es auch hier einen Kompromiss. Je stärker die Rauschunterdrückung arbeitet, desto deutlicher verändert sich die Stimme. Sie wirkt dann etwas lauter und verliert an Natürlichkeit. Für Sprachchats oder Onlinespiele ist das völlig ausreichend. Wer jedoch Sprachaufnahmen oder Streams in möglichst hoher Qualität erstellen möchte, fährt mit deaktivierter Rauschunterdrückung oder einem separaten Mikrofon besser.
Das integrierte Mikrofon eignet sich für kurze Gespräche oder Telefonate. Wer regelmäßig mit anderen Spielern kommuniziert, sollte jedoch das Ansteckmikrofon verwenden. Es liefert die deutlich bessere Sprachqualität und reduziert gleichzeitig den Raumhall.
Akkulaufzeit des Audeze Maxwell 2 ANC
Mit der ANC-Version sinkt die Laufzeit naturgemäß etwas, bewegt sich aber weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Der Hersteller gibt bis zu 40 Stunden ohne aktive Geräuschunterdrückung und bis zu 35 Stunden mit aktiviertem ANC an. Diese Werte erscheinen realistisch. Während unseres Testzeitraums mussten wir das Headset trotz täglicher Nutzung vergleichsweise selten laden. Selbst mehrere lange Musik-Abende hintereinander brachten den Akku nicht an seine Grenzen.
Während des Ladevorgangs lässt sich das Headset ohne Einschränkungen weiter nutzen.
Angesichts der großen Planartreiber und des hohen Gewichts gehört die Akkulaufzeit weiterhin zu den großen Stärken des Headsets. Viele Konkurrenzmodelle mit aktiver Geräuschunterdrückung erreichen diese Ausdauer nicht.
Praxiserfahrungen
Nach mehreren Wochen im Alltag hat sich das Maxwell 2 ANC als ausgesprochen vielseitiges Headset erwiesen. Es eignet sich nicht nur für Spiele, sondern ebenso für Musik, Filme, Videokonferenzen oder konzentriertes Arbeiten. Im täglichen Einsatz überzeugte vor allem diese Bandbreite. Das Headset machte beim Spielen, Musikhören und Arbeiten eine gleichermaßen gute Figur. Besonders im Homeoffice und unterwegs erwies sich das ANC als echter Mehrwert. Gleichmäßige Störgeräusche reduziert es deutlich, ohne den Klangcharakter stark zu verändern.
Ganz ohne Kritik bleibt das Maxwell 2 ANC allerdings nicht. Das hohe Gewicht ist dauerhaft präsent. Zwar verteilt das Kopfband die Last sehr gut, dennoch merkt ihr spätestens nach mehreren Stunden, dass ihr fast 600 Gramm auf dem Kopf tragt. Wer empfindlich auf schwere Headsets reagiert, sollte diesen Punkt nicht unterschätzen. Auch das leichte Grundrauschen bei aktiviertem ANC ist in ruhiger Umgebung wahrnehmbar. Während der Musikwiedergabe oder beim Spielen verschwindet es praktisch vollständig, in absoluter Stille fällt es dagegen auf.
Abgesehen davon leistete sich unser Testgerät keine Auffälligkeiten. Verbindungsabbrüche oder Aussetzer traten nicht auf. Sämtliche Bedienelemente arbeiteten zuverlässig und auch die Materialqualität hinterließ einen hervorragenden Eindruck.
Testergebnis
Mit dem Maxwell 2 ANC liefert Audeze ein ausgezeichnetes Gaming-Headset. Die planarmagnetischen 90mm-Treiber bieten eine Detailauflösung, die in dieser Geräteklasse ihresgleichen sucht. Klang, Verarbeitung und Konnektivität bewegen sich auf einem sehr hohen Niveau. Die aktive Geräuschunterdrückung arbeitet zuverlässig und reduziert vor allem tieffrequente Störgeräusche deutlich. Positiv ist, dass der Klangcharakter dabei weitgehend erhalten bleibt.
Dem stehen einige Nachteile gegenüber. Das Maxwell 2 ANC gehört zu den schwersten Gaming-Headsets überhaupt. Hinzu kommen ein leicht hörbares Grundrauschen bei aktiviertem ANC sowie der Verzicht auf eine gleichzeitige Funkverbindung per USB-Dongle und Bluetooth.
Der größte Kritikpunkt bleibt jedoch der Preis. Mit 450 bis 500€, je nachdem ob die Version ohne Xbox-Lizenz oder mit gewählt wird, muss man stets tief in die Tasche greifen. In unserem Over-Ear Vergleich, gibt es dennoch gerade kein Gerät, welches abseits von einem günstigeren Preis, mit dem Audeze Maxwell 2 ANC mithalten kann. Wer die Fusion aus Hi-Fi und Gaming will, bekommt hier den Einstieg. Ähnlich bepreiste Konkurrenten anderer Hersteller sind oft angenehmer bei Gewicht und Komfort, verlieren aber beim Klang.
Wer regelmäßig in einer lauten Umgebung spielt, arbeitet oder reist und dabei nicht auf die außergewöhnliche Klangqualität der Planartreiber verzichten möchte, findet im Maxwell 2 ANC eines der derzeit interessantesten Premium-Gaming-Headsets am Markt. Es ist kein perfektes Headset, gehört für mich klanglich aber zur Spitzenklasse.
Alternativ, wenn man ein paar Taler sparen will, kann man zum Maxwell 2 ohne Xbox-Lizenz greifen. Zusätzlich gibt es eine weitere Version ohne ANC. Gleiche Technik, gleicher Aufbau, keine aktive Geräuschunterdrückung und rund 50 bis 100€ günstiger. Insgesamt stehen dadurch vier Modelle zur Verfügung, was die Auswahl recht unübersichtlich macht, zumal etwa auf Amazon die Benennung der Kopfhörer auch nicht sauber getrennt wird und man in die Details schauen muss.
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