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Rauchmelder gehören zu den unauffälligsten, aber lebenswichtigsten technischen Geräten in den eigenen vier Wänden. In allen 16 Bundesländern gilt eine Rauchmelderpflicht – seit Anfang 2024 flächendeckend auch für Bestandsbauten. Doch die klassischen, unvernetzten „Baumarkt-Modelle“ stoßen in modernen Wohnlandschaften und mehrstöckigen Einfamilienhäusern schnell an ihre Grenzen: Bricht beispielsweise im Keller ein Schwelbrand aus, während Ihr im Obergeschoss tief und fest schlaft, überhört Ihr den lokalen Alarm durchaus mal. Hier setzen smarte, funkvernetzte Systeme an. Mit dem X-Sense FS61 Rauchmelderset, bestehend aus sechs kompakten XS01-M Rauchmeldern und der SBS50 Basisstation, verspricht der Hersteller ein smartes Sicherheitsnetz für das gesamte Haus.
Wir haben das Set auf Herz und Nieren geprüft. Die Ergebnisse bekommt Ihr im folgenden Testbericht. Das Set bekommt ihr auch direkt bei X-Sense im Angebot. Auf der Website ist ein 25%-Coupon hinterlegt:
X-Sense F61 Rauchmelderset beim Hersteller
Lieferumfang und Spezifikation
Das X-Sense FS61 Rauchmelderset kommt ordentlich verpackt in einem kompakten Karton. Beim Auspacken zeigt sich, dass alles dabei ist, was für einen sofortigen Start benötigt wird.
Der Lieferumfang umfasst:
- 1x X-Sense SBS50 Basisstation
- 6x X-Sense XS01-M Funkrauchmelder
- 6x CR123A Lithium-Batterien (bereits in den Meldern vorinstalliert)
- 6x Montageplatten samt Schrauben und Dübeln
- 1x USB-A auf USB-C Kabel inkl. 5V-Netzteil für die Basisstation
- mehrsprachige Bedienungsanleitung
Design und Verarbeitungsqualität
Die XS01-M Rauchmelder fallen sofort durch ihren Formfaktor auf. Mit einem Durchmesser von gerade einmal 78mm gehören sie definitiv zur Kategorie der Mini-Rauchmelder und fügen sich optisch unauffällig in das Raumbild ein. Einzig die Gehäusetiefe von knapp 48mm lässt sie etwas pummelig wirken. Hier gibt es flachere Konkurrenzmodelle, was im Alltag an der Decke jedoch kaum ins Gewicht fällt. Das weiße Kunststoffgehäuse wirkt robust und tadellos verarbeitet. Ein umlaufendes, feines Insektenschutzgitter im Inneren soll verhindern, dass kleine Tierchen oder Staubflusen Fehlalarme auslösen. An der Seite befindet sich eine physische Test-/Stummschaltungstaste, die allerdings aufgrund ihrer Positionierung etwas schwerer zu erfühlen ist als eine Taste auf der Oberseite.
Die SBS50 Basisstation ist eine schlichte, quadratische Box (90 x 90 x 26,5 Millimeter) aus demselben weißen Kunststoff. Ein zentrales LED-X-Symbol an der Oberseite signalisiert farblich den aktuellen Status (Blau für WLAN, Rot für Alarm, Gelb für Störungen). Auf der Seite sitzt der USB-C-Anschluss für die dauerhafte Stromversorgung sowie eine kleine Pairing-Taste.
| Technische Spezifikationen | X-Sense FS61 Set (XS01-M + SBS50) |
| Sensortyp | Photoelektrisch (optisch) |
| Funkfrequenz (Melder) | 868MHz (X-Sense Link+ Pro Protokoll) |
| WLAN-Frequenz (Basis) | 2,4GHz (IEEE 802.11b/g/n) |
| Funkreichweite | Bis zu 500m (Freifeld) |
| Alarmlautstärke Melder | ≥85dB in 3 Metern (3,2kHz, pulsierend) |
| Alarmlautstärke Basis | 100dB |
| Stromversorgung Melder | 1x CR123A Lithium-Batterie (wechselbar) |
| Zertifizierung | EN 14604:2005+AC:2008, TÜV Rheinland |
| Max. Geräteanzahl | Bis zu 50 Melder pro Basisstation |
Installation und Inbetriebnahme
Die Einrichtung gestaltet sich erfreulich unkompliziert, erfordert jedoch ein paar bewusste Schritte. Der gesamte Prozess hat im Test aber gerade einmal 5-10 Minuten gedauert.
Einbindung ins Netzwerk und Pairing
Für die smarte Funktionalität des Sets wird die kostenlose X-Sense Home Security App (verfügbar für iOS und Android) benötigt. Nach der obligatorischen Registrierung eines Benutzerkontos führt die App Schritt für Schritt durch das Hinzufügen der Basisstation. Wichtig zu wissen: Die Basisstation funkt ausschließlich im 2,4GHz WLAN-Netz. Im Test dauerte die Integration der Basis keine zwei Minuten, danach leuchtete die LED beruhigend dauerhaft blau. Nun müsst Ihr nur noch die sechs mitgelieferten XS01-M Rauchmelder mit der Basis koppeln.
- Basisstation einrichten Pt. 1
- Basisstation einrichten Pt. 2
- Rauchmelder hinzufügen Pt.1
- Rauchmelder hinzufügen Pt.2
Dazu müsst Ihr lediglich die roten Plastik-Isolierstreifen aus den Batteriefächern ziehen und die Test-Taste zweimal schnell drücken. Nun ertönt ein Piepton und der Rauchmelder verbindet sich mit der Basisstation. Dafür sollte der Abstand beim Einrichten 2m möglichst nicht überschreiten. Die App führt Euch zielsicher durch den Pairing-Prozess, der nur 2-5 Sekunden dauert. Anschließend könnt Ihr den Rauchmelder an seinem Einsatzort montieren.
Montage an der Decke
Die physische Montage erfolgt klassisch über die mitgelieferten Montageplatten. Wer nicht in die Decke bohren möchte (oder darf), kann problemlos auf handelsübliche Magnetklebepads zurückgreifen, da die XS01-M Melder ein sehr geringes Eigengewicht aufweisen. Beim Eindrehen des Melders in die Halterung rastet dieser spürbar ein. Kleine Markierungen am Gehäuserand helfen dabei, den Melder beim ersten Versuch korrekt anzusetzen.
Funkreichweite im Praxistest
X-Sense wirbt mit einer beeindruckenden Freifeld-Reichweite von bis zu 500 Metern zwischen den Geräten mittels stabiler 868MHz Funkfrequenz. In unserem Praxistest in einem mehrstöckigen Einfamilienhaus in Holzständerbauweise zeigte sich das System absolut unbeeindruckt von baulichen Hindernissen. Alle Melder (zwei im Erdgeschoss und vier im Obergeschoss) hielten die Verbindung zur Basisstation (im Erdgeschoss) sowie untereinander ohne jegliche Verbindungsabbrüche.
Einen Punkt verschweigt X-Sense in der Werbung gerne, er steht aber in den offiziellen Specs: Der zulässige Betriebstemperaturbereich liegt bei 4,4 bis 37,8°C. Für Wohnräume ist das völlig egal, für unbeheizte Keller, Garagen oder Dachböden aber durchaus relevant. Wer dort im Winter dauerhaft unter vier Grad liegt, betreibt den Melder außerhalb der Spezifikation. Für diese Bereiche sind ohnehin Hitzemelder die bessere Wahl – X-Sense hat mit dem XH02-M ein passendes Modell im Programm, das sich in dieselbe Basisstation einbinden lässt.
X-Sense Home Security App
Die App bildet das Kontrollzentrum des gesamten Systems und hebt das FS61-Paket entscheidend von konventionellen Rauchmeldern ab. Das Interface ist übersichtlich, modern und weitgehend fehlerfrei ins Deutsche übersetzt.
Funktionsumfang und Zuverlässigkeit
Auf der Startseite seht Ihr alle sechs Melder übersichtlich aufgelistet. Jeder Melder kann individuell benannt und positioniert werden, was im Ernstfall eine direkte Lokalisierung des Brandherdes ermöglicht.
Die wichtigsten Features der App im Überblick:
- Echtzeit-Push-Benachrichtigungen: Im Falle eines Alarms, einer Störung oder bei niedrigem Batteriestand sendet die App sofort eine Push-Nachricht auf das Smartphone.
- Komfortabler Funktionstest: Ein Tippen in der App genügt und das System führt einen Selbsttest inklusive akustischem Signal durch. Damit könnt Ihr zwischendurch jederzeit prüfen, ob noch alle Melder mitspielen, ohne auf die Leiter zu steigen. Wichtig: Die jährliche Inspektion nach DIN 14676 ersetzt das nicht. Dabei müsst Ihr die Raucheintrittsöffnungen auf Verschmutzung und Beschädigung sichtprüfen und den 50cm-Freiraum rund um den Melder kontrollieren – und das geht nun mal nur direkt am Gerät.
- Stummschaltung per Fingertipp: Sollte beispielsweise beim scharfen Anbraten in der Küche mal ein Fehlalarm ausgelöst werden, lässt sich die Sirene direkt über das Smartphone einfach stumm schalten.
- Familienfreigabe: Bis zu 12 Familienmitglieder oder Nachbarn können kostenlos in das System eingeladen werden, um im Ernstfall ebenfalls benachrichtigt zu werden.
Der Härtetest: Testalarm!
Um das smarte Rauchmelderset zu testen, haben wir einen Melder im Obergeschoss gezielt mit einem kleinen Rauchtest konfrontiert. Das Ergebnis war wie folgt:
Das Anschlagen des gewählten XS01-M Melders dauerte, vermutlich aufgrund der doch zu geringen Rauchmenge, durchaus einige Sekunden. Es gab aber auch Testversuche, bei denen es unmittelbar nach zwei bis drei Sekunden anschlug. Der Alarmton ist dann mit schrillen 85dB wirklich sehr laut und fast unmittelbar nach Beginn des Tons melden sich auch die restlichen fünf Melder und die Basisstation lautstark.
Es geht also wirklich ein Höllenlärm im Haus los, bei dem es quasi unmöglich ist, den Alarm in irgendeinem Winkel des Hauses zu überhören. Ihr könnt die Melder selbst bei geschlossenen Fenstern im Garten noch ziemlich gut hören. Nur minimal zeitverzögert (vielleicht 1-2 Sekunden) vibrierte schließlich auch noch das Smartphone. Die App meldete: „Rauchmelder ausgelöst“ und Ihr bekommt natürlich auch gleich die Info, welcher Rauchmelder konkret (hier „Flur oben“) ausgelöst hat. Das gesamte Alarmverhalten ist meiner Meinung nach wirklich der entscheidende Unterschied zu herkömmlichen, unvernetzten Rauchmeldern. Der Alarm ist insgesamt deutlich lauter, er grenzt die Brandstelle sofort ein und Ihr könnt ihn überall empfangen, sobald Euer Smartphone im WLAN oder mobilen Netz hängt.
Die minimale Verzögerung in der Alarmierung zeigt, dass das proprietäre 868-MHz-Funknetzwerk gut abgestimmt ist und autark arbeitet. Selbst wenn das heimische WLAN im Zuge eines Brandes ausfallen sollte, alarmieren sich die Melder untereinander weiterhin zuverlässig.
Kritikpunkte bei der Smart-Home-Integration
Eine native Anbindung an Google Home, Apple HomeKit oder Matter sucht Ihr weiterhin vergebens. Immerhin: Home Assistant listet X-Sense inzwischen offiziell als kompatibel auf der Produktseite des XS01-M – noch vor einiger Zeit hieß es vom Support, davon werde eher abgeraten. Wer also Wert auf Automatisierungen legt, sollte vor dem Kauf kurz beim Support nachhaken, wie belastbar diese Angabe im Alltag ist.
Ein kleiner weiterer Kritikpunkt beim XS01-M Rauchmelder wäre vielleicht noch die fehlende Sprachausgabe (wie sie etwa das teurere Schwestermodell XS0B-MR bietet), allerdings ist das dann schon eher „Meckern auf allerhöchstem Niveau“.
Akkulaufzeit
Ein zentraler Aspekt bei Rauchmeldern ist die Wartung und die Energieversorgung. Die XS01-M Melder werden jeweils von einer einzelnen CR123A Lithium-Batterie angetrieben. X-Sense gibt die Batterielaufzeit mit bis zu 5 Jahren an.
X-Sense differenziert hier: Im reinen Funkverbund sollen fünf Jahre drin sein, beim Betrieb an der Basisstation nennt der Hersteller dagegen nur noch drei bis fünf Jahre. Und genau das ist ja die Konstellation, um die es beim FS61 geht. Realistisch solltet Ihr also eher mit vier Jahren rechnen als mit fünf.
Da die photoelektrische Kammer eines jeden Rauchwarnmelders durch Staubablagerungen nach spätestens 10 Jahren ohnehin ausgetauscht werden sollte, heißt das unterm Strich: Einmal im Leben eines Melders steht ein kompletter Batteriewechsel an. Bei Preisen um 15€ für zehn CR123A-Zellen ist das aber wirklich zu verschmerzen.
Positiv hervorzuheben ist jedoch, dass die App den Ladestand jedes einzelnen Melders exakt überwacht. Geht die Energie zur Neige, werdet Ihr per App gewarnt. Das berüchtigte, nervtötende „Low-Battery-Piepen“ mitten in der Nacht, das Ihr von alten, unvernetzten Meldern kennt, gehört damit der Vergangenheit an. Der Batteriewechsel selbst ist eine Sache von Sekunden: Melder mit einer kurzen Drehung von der Deckenplatte lösen, Batterie auf der Rückseite tauschen, wieder eindrehen, fertig.
Testergebnis
Die UVP für das FS61-Set liegt bei rund 140€, im Handel und bei Aktionen geht es regelmäßig deutlich darunter. Einzeln kostet ein XS01-M etwa 30€, die Basisstation gibt es nicht separat – wer also mehr als sechs Melder braucht, fährt mit einem zweiten Set günstiger als mit Einzelkäufen. Gegenüber klassischen Baumarkt-Meldern für unter 10€ zahlt Ihr spürbar drauf, bekommt dafür aber eben die Vernetzung, die App-Anbindung und die Batterieüberwachung.
Wer sein Haus modern und zuverlässig gegen Brandgefahren absichern möchte, macht mit dem X-Sense FS61 Rauchmelderset absolut nichts falsch. Die Hardware funkt im Test fehlerfrei durch ein Einfamilienhaus, die App läuft stabil und die Reaktionskette vom Rauch bis zum Smartphone-Display ist echt schnell. Die 85dB pro Melder sind zwar nur der von der Norm geforderte Mindestwert – im Zusammenspiel aus sechs gleichzeitig auslösenden Meldern und der 100dB lauten Basisstation entsteht daraus aber ein Lärmpegel, den Ihr im ganzen Haus garantiert nicht überhört. Das Set eliminiert die gefährliche Isolation klassischer Rauchmelder vollends. Wer auf eine tiefgreifende native Smart-Home-Automatisierung verzichten kann und kein Problem damit hat, nach fünf Jahren die Batterien zu wechseln, bekommt hier ein erstklassiges Sicherheits-Upgrade für die eigenen vier Wände.
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