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X-Sense XS0B-MR Test – Rauchmelder mit Sprachausgabe und Home-Assistant

Getestet von Mathias am
Vorteile
  • einfache Installation
  • funktionale App
  • Smarthome fähig
  • zuverlässige Funktion
Nachteile
  • Cloudzwang für App
  • Einschränkungen bei Smarthome Integration
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Der X-Sense XS0B-MR ist ein fotoelektrischer Rauchmelder, der sich per Funk mit anderen Meldern vernetzt und im Alarmfall das gesamte Haus weckt. Die Besonderheit steckt im integrierten Lautsprecher: Statt nur zu piepen, sagt euch der Melder per Sprachausgabe, wo es brennt. 17 Standorte stehen zur Auswahl, vom Wohnzimmer bis zum Dachboden.

Wer die optionale Basisstation SBS50 dazunimmt, holt sich den smarten Teil ins Haus: Push-Benachrichtigungen aufs Handy, auch wenn niemand zu Hause ist, Statusabfrage der Batterien über die App und eine Anbindung an Home Assistant. Andere Smart-Home-Systeme unterstützt X-Sense nicht, weder Matter noch Apple Home oder Google Home. Ohne Station funktionieren die Melder trotzdem vollwertig, dann eben rein lokal per Funk.

Die Zahlen im Modellnamen stehen für die Kombination aus Meldern und Basisstation: Bei XS0B-MR31 sind das drei Melder und eine SBS50, bei XS0B-MR61 sechs und bei XS0B-MR121 zwölf. Preislich liegt das Dreierset bei rund 100€, das Sechserset bei 160€. Einzeln oder im Dreierpack ohne Station läuft der Melder schlicht als XS0B-MR, dann kostet er etwa 33€ pro Stück.

Design und Verarbeitungsqualität

Das Gehäuse besteht aus robustem Kunststoff, die Mesh-Gitter aus Metall. Der Rauchmelder hat einen Durchmesser von 110mm und ist 33mm dick.

In der Mitte liegt die Taste, über die ihr den XS0B-MR bedient. Darunter sitzt eine RGB-LED, die je nach Status oder Bedienung ihre Farbe wechselt. Unter der Bodenplatte befinden sich die Batterie sowie eine weitere Taste zur Konfiguration des Standorts. Damit richtet ihr die Melder auch ohne App oder Basisstation ein.

Die Basisstation SBS50 besteht aus dem gleichen weißen Kunststoff wie die Melder. Sie misst 90mm an den Seiten und ist 26,5mm dick. Auf der Oberseite sitzt eine X-förmige LED, die farblich den Status wiedergibt: Blau steht für eine bestehende WLAN-Verbindung und den laufenden Betrieb, Rot für einen Alarm und Gelb für eine Störung. An der Unterseite sitzt der Lautsprecher, über den die Station ebenfalls die Ansagen im Alarmfall wiedergibt. Auf einer Seite findet ihr den USB-C-Anschluss für die Stromversorgung und daneben die Pairing-Taste.

Spezifikationen des XS0B-MR im Überblick

  • Lebensdauer Gerät: 10 Jahre
  • Lebensdauer Batterie: 3 bis 5 Jahre (bei Verbindung mit der Station)
  • Lautstärke: 85dB bei 3m Abstand
  • Stromversorgung: CR123A-Batterie (austauschbar)
  • Reichweite der Geräte: 500m im freien Gelände
  • Betriebsumgebung: 4,4 bis 37,8°C, Luftfeuchtigkeit ≤ 85% RH (nicht kondensierend)
  • Zertifizierung: DIN EN 14604
  • Abmessungen: Ø 110mm, Höhe 33mm, Gewicht 172g

Installation

Für die Montage sieht X-Sense eine Befestigung mit Schrauben vor, die zusammen mit Dübeln beiliegen. Angeschraubt wird aber nur die Montageplatte, der Melder selbst wird anschließend aufgesetzt und im Uhrzeigersinn festgedreht. Zum Batteriewechsel dreht ihr ihn genauso wieder ab.

Wer nicht bohren will, kommt mit Magnetpads ans Ziel. X-Sense verkauft die passenden Sets separat, fünf Stück kosten rund 15€ und reichen damit für ein Sechserset abzüglich eines Melders. Eine selbstklebende Platte kommt an die Decke, die magnetische Gegenplatte auf die Montageplatte des Melders. Beigelegt sind die Pads beim XS0B-MR nicht, anders als beim Schwestermodell XS0D-MR. Für Mietwohnungen ist das die angenehmere Lösung, sofern die Decke glatt und tragfähig ist. Auf Raufaser oder bröckeligem Putz solltet ihr besser doch zum Bohrer greifen.

Nehmt ihr die Bodenplatte ab, erhaltet ihr Zugriff auf die Batterie. Nach dem Entfernen der Isolierfolie ist der Rauchmelder einsatzbereit.

Die Anleitung beschreibt das Koppeln der Geräte, die App führt euch zusätzlich Schritt für Schritt durch den Prozess, sodass keine Fragen offenbleiben. Die Vernetzung mit der Station erfolgt über Funk auf der 868MHz-Frequenz.

Solltet ihr euch gegen den Einsatz der Station entscheiden, verknüpft ihr die Geräte auch untereinander per Funk. Das Limit liegt hier bei 24 Geräten, wobei ihr nur Link+– oder Link+-Pro-Geräte koppeln könnt. Wenn ihr ohne Basisstation im Notfall den Standort des ausgelösten Rauchmelders erfahren möchtet, legt ihr diesen über eine entsprechende Taste unter der Bodenplatte fest. Hier stehen euch dieselben 17 Standorte wie in der App zur Verfügung.

Betrieb und Funktionen

Ohne die Basisstation arbeiten die XS0B-MR, wie ihr es von anderen Funkrauchmeldern gewohnt seid. Löst ein Melder aus, startet der Alarm bei allen verknüpften Geräten. Zusätzlich ertönt die Ansage, dass Rauch am festgelegten Standort entdeckt wurde und ihr das Gebäude evakuieren sollt. Sobald die Rauchkonzentration wieder unter den Schwellenwert fällt, gibt der Melder Entwarnung. Auch über Fehlfunktionen oder eine schwache Batterie informiert euch das System per Sprachansage.

In Verbindung mit der Basisstation ergeben sich weitere Möglichkeiten. Sie gibt ebenfalls einen Alarmton ab, wenn ein verbundener Melder auslöst. Hier wählt ihr pro Melder aus drei verschiedenen Tönen. So erkennt ihr bei unterschiedlichen Meldern direkt am Klang, um welchen Notfall es sich handelt. Zusätzlich erhaltet ihr eine Push-Benachrichtigung.

Über die App legt ihr zudem eigene Standorte an. Das System berücksichtigt diese in den Push-Benachrichtigungen. Die Sprachausgabe gibt jedoch nur die Standardstandorte wieder, aus denen ihr zusätzlich auswählen müsst.

Zudem deaktiviert ihr die LED über den Nachtmodus periodisch, sodass euch das Blinken im Dunkeln nicht stört.

Smart-Home-Anbindung

Vorweg die Entwarnung für alle, die kein Smart Home aufbauen wollen: Für den vollen Funktionsumfang genügt die App des Herstellers. Push-Benachrichtigungen, Alarm stummschalten aus der Ferne, Gerätetest ohne Leiter, Ereignisverlauf und der Nachtmodus laufen alle über die X-Sense Home Security App. Praktisch ist auch die Freigabe an weitere Personen: Familie oder Nachbarn erhalten dieselben Benachrichtigungen und können den Alarm ebenfalls stummschalten, wenn ihr nicht zu Hause seid. Vorausgesetzt wird lediglich die Basisstation, ein Konto beim Hersteller und ein 2,4GHz-WLAN.

Wer darüber hinaus will, kommt zu Home Assistant. X-Sense beschränkt sich dabei ausschließlich darauf und lässt andere Systeme wie Apple HomeKit oder Google Home außen vor. Für die Verbindung ist eine MQTT-Integration erforderlich. Nach erfolgreicher Verbindung übermittelt das System folgende Daten an Home Assistant:

  • Batteriestatus
  • End of Life
  • Online-Status
  • Fehlerstatus
  • Rauchstatus

Die Reaktionszeit im Alarmfall ist sehr gut und das Signal zur Raucherkennung steht sofort bereit. Die Integration beschränkt sich jedoch auf das Auslesen von Werten. Ihr könnt den XS0B-MR nicht aktiv über MQTT steuern, um den Alarm in Verbindung mit anderen Sensoren zu nutzen. Es besteht aber die Hoffnung, dass der Hersteller diese Funktion nachliefert, denn die Integration ist noch neu.

Wer den vollen Funktionsumfang jetzt schon nutzen möchte und sich nicht an einer Cloud-Verbindung stört, bindet die Melder über die API mit diesem Custom Repository (GitHub) in HACS ein. Darüber greift ihr auf die Testfunktionen zu und löst einen Alarm aus oder schaltet ihn stumm.

Testergebnis

Getestet von
Mathias

X-Sense liefert mit der SBS50 als Zentrale ein System, das ihr ohne Vorwissen aufbauen könnt und das trotzdem weit über einen simplen Funkrauchmelder hinausgeht. Herausragend ist der XS0B-MR: Die Sprachausgabe mit Standortangabe funktioniert auch ohne App sowie Basisstation und sagt euch im Ernstfall, wo es brennt. Hitzemelder, Wasserleckmelder und Thermo-Hygrometer hängen an derselben Station, sodass ihr das System nach und nach zu einem kompletten Sicherheitsnetz ausbaut, ohne für jedes Gerät eine neue App zu installieren.

Der Wermutstropfen bleibt die Smart-Home-Anbindung. X-Sense setzt ausschließlich auf die eigene App oder Home Assistant. Apple HomeKit und Google Home bleiben außen vor, und über MQTT lest ihr bislang nur Werte aus. Wer damit leben kann, bekommt für vergleichsweise wenig Geld ein durchdachtes und alltagstaugliches System. Wer sein Zuhause fest um HomeKit herum gebaut hat, sollte sich anderweitig umsehen.

Weitere X-Sense-Tests bei uns

Falls ihr euch für weitere Geräte des Herstellers interessiert: Im Test des X-Sense FS61 schaut sich Jens das Set aus sechs kompakten XS01-M-Meldern und der SBS50 an. Die Melder fallen dort mit 78mm Durchmesser deutlich kleiner aus, verzichten dafür aber auf die Sprachausgabe. Wie sich das System um Hitze- und CO-Melder erweitern lässt und worauf ihr dabei achten müsst, lest ihr in unserem Praxistest zum X-Sense Smart Home Security System.

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