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Nachdem wir 2019 bereits mit der Auto-vox Solar eine erste Rückfahrkamera mit magnetischer Halterung im Test hatten, gibt es nun mit der Auto-vox Solar 5B (zum Hersteller) ein neues Modell. Mit 160€ ist sie im Preis fast gleich geblieben, und auch das Konzept, das Auto in wenigen Minuten mit einer Rückfahrkamera auszustatten, ist gleich geblieben. Im Test klären wir nun die Praxistauglichkeit der neuen Auto-vox Solar 5B.
Lieferumfang der Auto-vox Solar 5B
Im Vergleich zur alten Auto-vox Solar 1 ist die Kamera deutlich größer geworden und nun nicht mehr per Kabel mit dem Akku verbunden. Die neue Auto-vox Solar 5B bildet mit Akku und Solarzelle eine Einheit. Um die Kamera auch auf nichtmagnetischen Oberflächen zu befestigen, liegt eine 2mm starke Metallplatte im Lieferumfang, die sich mit 4 Schrauben anbringen lässt. Des Weiteren gehören das 7,2 Zoll große Display, eine praktische Tasche zur Aufbewahrung und eine Winkelhalterung für die Kamera dazu. Optional lässt sich über das Display auch eine zweite Kamera verbinden.Die zur Videoaufzeichnung notwendige microSD-Karte liegt leider nicht dabei.
Installation
Die Auto-vox Solar 5B ist in wenigen Sekunden einsatzbereit. Die Kamera einfach hinten ans Auto halten und der starke Magnet hält sie dann fest. Die alternative Metallplatte ist vielleicht für einen Anhänger sinnvoll, wenn dieser hinten nur nichtmagnetische Oberflächen, wie z. B. Aluminium, hat. Der Magnet hält die Kamera sicher auf der Stelle. Damit es auf dem Lack keine Kratzer gibt, ist die Kamerarückseite gummiert. Im Praxistest hat der starke Magnet die Kamera auch immer sicher in Position gehalten. Das Display hat am Fuß schon ein Klebepad, mit dem ihr es an der gewünschten Stelle auf dem Armaturenbrett festkleben könnt. Dann das Display noch mit dem Zigarettenanzünder oder einer USB-Steckdose verbinden und es kann losgehen. Bei der ersten Inbetriebnahme kann es sein, dass ihr das Pairing zwischen Kamera und Display ausführen müsst. Bei mir hat sich die Kamera automatisch verbunden. Sobald das Display Strom bekommt, schaltet es sich automatisch ein und zeigt das Bild der Kamera an. Die Funkverbindung macht eine aufwändige Kabelverlegung überflüssig.
Bedienung der Auto-vox Solar 5B Rückfahrkamera
Die Besonderheit der Autovox Solar 5B ist die Verbindung per Funk, und so könnt ihr diesen Vorteil auch nutzen, um ein Gefühl für die Abstände zu bekommen. Dafür einfach das Display mit einer Powerbank verbinden und dann mal hinter das Auto gehen. Spätestens hier wird dann schnell klar, dass die Einschätzung des Abstandes zu Hindernissen gar nicht so einfach ist. Auch mit der Neigungsverstellung der Kamera habt ihr keine Chance, die Stoßstange des eigenen Autos zu sehen. In meinem Fall auch leider nicht einmal die Anhängerkupplung. Dadurch ist es sehr gewöhnungsbedürftig und schwierig einzuschätzen, wie viel Platz ihr noch zum Hindernis habt.
Um die Kamera zu starten bzw. das Display einzuschalten, befindet sich am Kabel des Displays ein Taster, mit dem ihr das System aufwecken könnt. Dies ist dann auch in 1-2 Sekunden einsatzbereit. Die Kamera und das Display bleiben dann noch 2min eingeschaltet (alternativ einstellbar auf 4min oder permanent an). Hinter dem Display sind noch drei Tasten, mit denen ihr die folgenden Einstellungen vornehmen könnt:
- Pairing mit der Kamera
- Helligkeit des Displays
- Datum und Uhrzeit
- Kontrast des Displays
- Spiegeln der Anzeige (falls ihr die Kamera über Kopf anbringen müsst)
- Aufnahme (auf microSD-Karte, nicht im Lieferumfang)
- Wiedergabe der aufgenommenen Videos
- Ein-Ausschalten der Hilfslinien
Kameraqualität
Das Video der Auto-vox Solar 5B-Kamera wird auf dem Display in Full-HD-Auflösung angezeigt und ist damit deutlich feiner und besser als die 480 x 272 Pixel der Auto-vox Solar 1. Auch bei schlechten Lichtverhältnissen ist die Kamera noch gut nutzbar und die projizierten Hilfslinien sind eine gute Hilfestellung. Schade ist allerdings, dass ihr nichts vom eigenen Auto, wie z. B. Stoßstange oder Anhängerkupplung, sehen könnt. Das Display ist im Auto auch bei starker Sonneneinstrahlung noch gut sichtbar. Auch bei völliger Dunkelheit zeigt die Kamera durch die zwei eingebauten Infrarotlampen noch ein klares Bild an. Zudem ist die Kamera nach IP69K (Hochdruck-/Dampfstrahlreinigung) zertifiziert. Die Funkverbindung zum Display ist sehr gut und hat in der Praxis gute 100m weit gereicht, wobei auch noch zwei Häuser dazwischen waren.
Akkulaufzeit der Auto-vox Solar 5B
Durch das Solarpanel müsst ihr die Kamera nie aufladen, solange ihr sie im Abschaltmodus mit 2 oder 4 Minuten benutzt. Wenn ihr sie durchlaufen lasst, z. B. weil ihr damit etwas überwachen möchtet, soll der Akku für mindestens 15h reichen. Wie lange er in der Praxis wirklich durchhält, entscheidet auch, wie viel Sonne das kleine, eingebaute Solarpanel abbekommt. In der Praxis hat der Akku im stromintensiven Nachtmodus 6h gehalten.
Für den Fall, dass der Akku mal ganz entladen ist, könnt ihr die Kamera über den USB-C-Anschluss wieder aufladen, allerdings funktionieren hier nicht alle Kabel, da der Port in einer Vertiefung liegt.
Testergebnis
Die Auto-vox Solar 5B ist eine sehr gute Lösung, um schnell eine Rückfahrkamera zur Verfügung zu haben, unabhängig davon, ob ihr einen Anhänger am Auto habt oder nicht. Die Bildqualität ist sehr gut, und dass die Kamera mithilfe der Infrarotlampen auch bei völliger Dunkelheit ein gutes Bild liefern kann, ist ein interessantes Extra. Das Ganze, noch mit der Möglichkeit, es auf eine microSD-Karte aufzeichnen zu können, bietet viele Einsatzmöglichkeiten. So lässt sich z. B. auch der eigene Schlaf aufzeichnen und nachsehen, wie unruhig er wirklich ist. Im Garten lässt sich aufzeichnen, wer da in der Nacht alles sein Unwesen treibt. Gerade die sehr gute Funkreichweite mit über 100m gibt euch hier viele Einsatzmöglichkeiten. Kleiner Schönheitsfehler ist allerdings, dass auf der microSD-Karte für jede Minute ein einzelner Clip angelegt wird.
Die Magnethalterung bringt die Kamera in Sekunden ans Fahrzeug und lässt sie genauso schnell wieder abnehmen, etwa für den Wechsel zwischen Auto und Anhänger. Gerade der Hauptvorteil der Kamera kann aber auch schnell zum Nachteil werden. Dadurch, dass die Kamera nur magnetisch am Fahrzeug hängt und nicht fest angebaut ist, kann sie auch schnell geklaut werden. Um das zu verhindern, müsstet ihr sie jedes Mal abnehmen und wieder anbringen. Ein weiterer Nachteil liegt in der schlechten Erkennbarkeit, wie weit ihr noch vom Hindernis entfernt seid. Solange ihr nicht wenigstens noch eine kleine Kante der Stoßstange seht, wird es sehr schwer, den Abstand präzise einzuschätzen. Den letzten Zentimeter noch auszunutzen ist so unmöglich.
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