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Dreame X60 Pro Ultra Complete Saugroboter Test

Getestet von Jonas Andre am
Vorteile
  • weit ausschwenkbare Seitenbürste und Mopp-Pad
  • hervorragende Hidnerniserkennung und Navigation
  • perfekte Verarbeitung
  • ausgezeichnete Saug- und Wischleistung
  • "kompakte" Servicestation mit allen Extras
  • leises Trocknen der Wischpads im Vergleich
  • ausgezeichnete App mit vielen Funktionen
  • unter tiefen Möbeln reinigen (einfahrbarer LiDAR)
  • kann 5cm Stufen problemlos überwinden
Nachteile
  • Wischarm fährt häufig aus und macht Geräusche
  • Fleckenerkennung manchmal komisch
  • schwache Akkulaufzeit im Vergleich
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Dreame führt nun seit fast 1,5 Jahren mit dem X50 Ultra unsere Bestenliste an. Mit dem Dreame X60 Pro Ultra Complete hatte ich nun das neue Top-Modell des Herstellers vier Wochen im ausführlichen Praxistest. Was sich im Vergleich zum Vorgänger nach 18 Monaten getan hat, finden wir gleich gemeinsam heraus. Die besondere Steigfähigkeit und der einfahrbare Laser-Turm bleiben jedenfalls erhalten, größere Gelenke und Zusatzmodule gehören zu den offensichtlichen Neuerungen.

Dreame X60 Pro Ultra Complete Test Testbericht

Lieferumfang des Dreame X60 Pro Ultra Complete

Das „Complete” im Namen unterscheidet den X60 Pro Ultra durch ein großes Zubehörpaket von der Basis-Edition. Ich würde euch immer zur großen Version raten, denn dann habt ihr zwei Jahre Ruhe und stets eine zusätzliche Haupt- und Seitenbürste, zwei Filter, zwei Staubbeutel, drei Paar Wischpads und einen Liter Reinigungslösung zur Hand.

Neu sind sogenannte Thermo-Wischpads, wobei ich auch die alten des X50 Ultra schon wirklich hochwertig und gut fand. Zudem liegt im Lieferumfang eine kleine Reinigungsbürste bei, die für Fußleisten gedacht ist und am Wischarm befestigt wird. Dadurch wird der Robi allerdings auch höher und offenbar bleibt die Bürste laut einigen Tests auch hängen. Ich kann euch an der Stelle leider nicht mit meinen Praxiseinschätzungen versorgen, da ich keine Fußleisten habe, die ihr damit säubern könntet. Der Reinigungsmittelbehälter bleibt gewohnt offen für alle Reinigungsmittel, wobei nicht schäumend und halbwegs flüssig die Voraussetzung ist.

Design und Verarbeitung

Im Vergleich zum direkten Vorgänger ist der Dreame X60 Pro Ultra mit 4,6 Kilogramm ca. 100 Gramm schwerer geworden und misst identische 350 x 350 x 89 Millimeter, mit ausgefahrenem Laserturm sind es dann 111 Millimeter in der Höhe. Beim X50 Ultra stellte sich noch die Frage, ob diese Mechanik eine Schwachstelle ist. Nach 18 Monaten kann ich klar sagen, dass sie absolut unempfindlich ist und auch einiges aushält. Es bleibt bei Dreame ansonsten wie gehabt bei der runden Bauform und auch der Farbauswahl Schwarz und Weiß, wobei ich erstmalig einen schwarzen Saugroboter im Test habe und zumindest meine Frau davon ganz angetan ist. Mit dem ein- und ausfahrbaren Laserturm bleibt der X60 Pro Ultra ein Spezialist für niedrige Möbel, Kommoden und die Couch. Der schicke LED-Ring mit Steuerungstasten ist ebenfalls in dieses ausfahrbare Element integriert.

An der Verarbeitung und Anmutung gibt es erwartungsgemäß nichts zu meckern, alles wirkt stabil und wertig, auch wenn nur Kunststoff zum Einsatz kommt. Der Deckel auf der Oberseite wird magnetisch gehalten und lässt sich komplett abnehmen. Darunter sitzt wie gehabt der Staubbehälter mit 310 Milliliter Fassungsvermögen inklusive Filter. Einen Wassertank hat der Sauger nicht integriert, stattdessen wringt die Station die Pads je nach Einstellung regelmäßig aus und reinigt sie zwischendurch. Zwei Wischpads sitzen an der Unterseite, wobei ein Wischarm jetzt neu 18cm Reichweite hat und das im Betrieb wirklich Eindruck schindet. Auch die Reichweite der weiterhin einzelnen Seitenbürste steigt auf 12 Zentimeter, und das sieht in der Praxis cool aus. Die Wischpads lassen sich weiterhin um 21,5mm anheben, ihr könnt sie aber auch komplett in der Station zurücklassen, wenn ihr Hochflorteppiche zu Hause habt. Im Duo-Walzensystem am Saugschlund verwickeln sich keinerlei Haare und auch dieses System ist natürlich anhebbar. Es gibt keine besondere und aktuelle Funktion, die dem Dreame X60 Pro Ultra fehlen würde.

Auch die besonders hohe Steigfähigkeit und die Griffigkeit der Stollenreifen hat Dreame weiter verbessert. Beim X50 Ultra waren es noch Türschwellen bis 4cm, jetzt schafft der Sauger bei mir im Test sogar 5cm. Bei Doppelstufen sind durch das sogenannte ProLeap-System auch 10cm möglich. Wenn ihr also wirklich verbaute und stufige Häuser mit Leisten habt, dann seid ihr mit dem X60 Pro Ultra in jedem Fall richtig. Der flache Aufbau durch den einfahrbaren Laser, die besonders hohe Steigfähigkeit und auch die nun extrem weit ausfahrbaren Arme bringen einen wirklichen Mehrwert in der Praxis, wenn ihr das natürlich auch benötigt.

Die Servicestation (PowerDock)

Auch hier bessert Dreame nach oder ändert zumindest das Design. Die alte und deutlich höhere abgerundete Station ist Geschichte, der Dreame X60 Pro Ultra Saugroboter kommt mit einer etwas kleineren, aber auch breiteren Servicestation, die nun 390 x 456 x 499 Millimeter misst und fast elf Kilogramm schwer ist. Da die Station etwas kompakter ist, fallen auch Frischwasser- und Abwassertank mit 4,2 Liter respektive 3 Liter kleiner aus. Das reicht bei mir für gerade mal drei Reinigungen meiner 50m² großen Erdgeschossfläche, wobei das natürlich auch stark von den Einstellungen abhängt und davon, wie oft ihr den Saugroboter auswaschen lasst. Mittlerweile bietet Dreame auch einen Festwasseranschluss an.

Die Servicestation gibt wie gehabt automatisch Reinigungslösung ins Wasser, wäscht die Wischpads nach Bedarf aus (mit bis zu 100°C heißem Wasser) und trocknet sie am Ende jeder Reinigung wieder. UV-Licht hat Dreame hier abgeschafft, aber bis zu 70°C Heißlufttrocknung bleiben. Neu ist der Reinigungsmodus für das Waschbrett und das ist sicher eine gute Idee. Wie gut das wirklich funktioniert, werde ich in den nächsten Monaten hier noch ergänzen, aber allein, dass Dreame daran denkt, ist schon vorbildlich. Denn beim Vorgänger musste ich das immer mal wieder intensiv reinigen, da es fast verstopft war. Kabelmanagement hinten und der unter der Klappe integrierte Staubbeutel runden die Servicestation und ihre Funktionen ab. Beutellos wäre hier noch eine Funktion für die Zukunft, die Dreame auf dem Schirm haben sollte. Aber auch so halten die Beutel wirklich sehr lange (bei mir ca. ein halbes Jahr) und bei der Complete-Edition müsst ihr euch da kaum Sorgen machen. Im Standardlieferumfang liegt ohnehin schon ein zusätzlicher Staubbeutel bei.

Praxistest mit dem Dreame X60 Pro Ultra

Dreame X60 Pro Ultra Complete Test 50

Wie mittlerweile sämtliche Saugroboter auf dem Markt ist auch der X60 Pro Ultra trotz mannigfaltiger Funktionen in wenigen Minuten aufgebaut und einsatzbereit. Ein paar Transportsicherungen entfernen und die ganze Pappe entsorgen, dann kann es auch schon losgehen mit der Dreame Home App (zum Download im Play Store). Sauger einschalten und mit dem WLAN verbinden. Nach zehn Minuten ist das alles erledigt und der Roboter bereit für seine erste Kartierung.

Navigation Laser und Kamera Dreame X60 Pro Ultra

Anschließend navigierte der Sauger in gewohnt guter Geschwindigkeit durch mein 60m² großes Erdgeschoss, ohne wirklich irgendetwas zu berühren. Als Erstes wollte er eine getrennte Grundreinigung mit erst Saugen und dann Wischen durchführen, was ich auch zugelassen habe. Die Datenblätter explodieren bei der Angabe der Saugleistung indessen weiter: Seit dem letzten Modell gibt es mit 42.000 Pascal noch einmal doppelt so viel. Beachtet dabei, dass Navigation und das Bereitlegen oder Erreichen von Krümeln und Staub deutlich schwerer wiegen als Angaben zur Saugleistung. Aber gut, ich nehme den hohen Wert auch gerne mit und wie wir gleich sehen werden, saugt und wischt der X60 Pro Ultra wie der Teufel. Den Bumper nutzt er jedenfalls kaum noch und der X60 Pro Ultra erkannte souverän Gegenstände und auch Kabel, ohne sich in den vergangenen vier Wochen auch nur ein einziges Mal irgendwo zu verirren oder zu verhaken.

Einzige Auffälligkeit im Vergleich zum Vorgänger ist das neue Geräusch des Wischarms, der die ganze Zeit (teils auch unnötig) aus- und einfährt. Hier könnte der Roboter noch ein Update vertragen. Die ausfahrbaren Arme bieten beim Reinigungsergebnis jedenfalls einen echten Mehrwert.

Navigation

Neben dem ausfahrbaren Laserturm gibt es jetzt zwei KI-Kameras mit je 120° und ein 3D-Licht zur Navigation. Ich muss offen sagen, dass sämtliche Saugroboter gerade von Branchengrößen wie Roborock und Dreame wirklich ausgezeichnet navigieren und von überall und auch mit Unterbrechungen immer wieder zur Station finden. Auch das Thema KI solltet ihr hier nicht überbewerten: Wenn ihr bedenkt, zu welchen Dingen moderne Modelle in der Lage sind, würde ich das Wort KI bei der Erkennung des Dreame nicht in den Mund nehmen. Dafür macht die doch sehr gute Kamera beim Zuordnen von Gegenständen zu viele Fehler. Also nur bei der Ausgabe in der App, umfahren werden sie natürlich. Der Dreame X60 Pro Ultra ist allerdings wirklich nicht der Schnellste bei der Navigation, das werden wir auch bei der doch begrenzten Akkulaufzeit noch sehen.

Einstellungen der Reinigungsmodi und der Service-Station

Wie gehabt habt ihr Zugriff auf nahezu unbegrenzte Einstellungsmöglichkeiten und auch Beta-Funktionen. Meine Lieblingsfunktion ist „minimale Sprachansagen”, denn ich brauche keinen Gesprächspartner, sondern will eine saubere Wohnung. Mein Setup sieht wie folgt aus: ein jeden Abend aufgeräumtes Erdgeschoss, in dem sich der Sauger jede zweite Nacht komplett in Küche, Wohnzimmer und Flur austoben kann. Neben dem KI-gestützten „Clean Genius” stehen folgende Modi zur Auswahl:

  • nur Saugen (in 4 Stufen möglich)
  • nur Wischen (in 32 Stufen an Wasserdurchfluss möglich, 4 Routenoptionen und Frequenz zum Auswaschen)
  • Saugen und Wischen (mit den jeweiligen Einstellungen von oben)
  • Wischen nach dem Saugen (der Roboter lässt dann die Wischpads in der Station zurück und nimmt sie erst beim zweiten Durchlauf zum Wischen mit)
  • Unabhängig von diesen Modi gelten die Einstellungen der Servicestation immer: 1 bis 35m² bis zum Auswaschen der Wischpads (frei wählbar), Raumwechsel oder zeitgesteuert.

Neu ist ansonsten noch die Selbstreinigung der Waschbrettbasis, eine gute Funktion und Überlegung seitens Dreame.

Saugleistung

Auf dem Papier hat sich seit dem X50 Ultra die Saugleistung noch einmal mehr als verdoppelt: 42.000 Pascal stehen jetzt im Datenblatt, gegenüber 20.000 Pascal beim Vorgänger. Wie so oft kommt der Unterschied im Ergebnis aber nicht allein aus dem Pascal-Wert. Entscheidend ist beim X60 Pro Ultra vor allem die Seitenbürste, die nun bis zu 12 Zentimeter ausfährt statt der wenigen Zentimeter beim X50. Was der alte Arm nur andeuten konnte, holt der neue tatsächlich aus der Ecke heraus: Kanten, Fußleisten und schmale Zwischenräume unter Möbeln erfasst er dadurch spürbar besser. In Kombination mit der starken Saugleistung war das Ergebnis auf Hartböden in meinem Test schlicht perfekt, hier gibt es nichts mehr zu meckern. Die überarbeitete Doppelbürste (HyperStream DuoBrush 2.0) kommt außerdem hervorragend mit langen Haaren zurecht: Nach vier Wochen Dauerbetrieb war in der Bürste kaum etwas zu finden, das meiste landet tatsächlich im Staubbehälter statt aufgewickelt auf der Walze.

Auch auf Teppichen war die Reinigung wirklich exzellent. Der Saugschacht lässt sich nach wie vor heben und senken, dazu kommt die Gehäuseanhebung um bis zu 21,5 Millimeter, sodass kurz- und mittelflorige Teppiche trocken bleiben und trotzdem mit voller Leistung gesaugt werden. Den gelegentlich mitgewischten Teppichrand, den ich beim X50 Ultra als einzigen echten Navigationsfehler notiert hatte, gab es hier nicht mehr. Die Kanten wurden sauber erkannt und respektiert. Besonders praktisch bleibt, dass der Roboter die Wischpads bei Bedarf komplett in der Station ablegt und Teppiche anschließend trocken nachreinigt. Wer bisher mit langflorigen Teppichen gekämpft hat, bekommt hier also weiterhin die beste Lösung am Markt. Ein regelmäßiges Ausschütteln ersetzt aber auch der X60 Pro Ultra nicht, denn ganz tief in den Flor kommt eine Bürstenwalze konstruktionsbedingt nicht. Bei allen anderen Teppichen ist das Ergebnis dafür über jeden Zweifel erhaben.

Wischleistung

Zwei rotierende Wischpads, die regelmäßig ausgewaschen werden, sorgen auf harten Böden weiterhin für einen spürbaren Mehrwert in der Praxis. Neu ist beim X60 Pro Ultra vor allem der Ausleger: Statt der wenigen Zentimeter Schwenkweg beim X50 fährt das Wischpad jetzt auf einem echten Doppelgelenk-Arm bis zu 18 Zentimeter aus und der Roboter schwenkt dabei zusätzlich seinen Körper mit ein.

Dreame X60 Pro Ultra Mopp Extend Test

In meinem Erdgeschoss habe ich keine Fußleisten, aber der X60 Pro Ultra wischt tatsächlich bis an den Rand heran, auch in den Ecken bleibt kaum noch etwas übrig. Dazu kommen die Thermo-Wischpads aus Phasenwechselmaterial, die nach dem Auswaschen mit 100°C heißem Wasser (nur nach Einstellung) noch einige Minuten warm bleiben, bei Fett in der Küche könnt ihr das merken.

Die KI-gestützte Fleckenerkennung, die an stärker verschmutzten Stellen zusätzliche Durchgänge einlegt, funktionierte bei mir meistens zuverlässig; die proaktive Lichterkennung soll hier gegenüber dem X50 vor allem bei hellen Flüssigkeiten deutlich besser sein. Allerdings auch bei Wasserflecken. Ehrlicherweise bin ich aber ohnehin dazu übergegangen, den Roboter in der Küche einfach zweimal fahren zu lassen. Das ist die simplere und im Ergebnis verlässlichere Lösung, als sich auf die Erkennung zu verlassen.

Dreame X60 Pro Ultra Wischpads

Was mich immer wieder überzeugt: Ein Blick in den Schmutzwassertank reicht, um zu sehen, dass die Wischfunktion ihre Daseinsberechtigung hat. Von Hand wischen müsst ihr wirklich nur noch in Ausnahmefällen, wenn tatsächlich mal etwas verschüttet wird. Ob dabei rotierende Wischpads oder eine Wischwalze die bessere Technik sind, ist aus meiner Sicht eher eine Glaubensfrage, ich könnte nach den Tests der letzten Jahre nicht behaupten, dass das eine dem anderen grundsätzlich überlegen wäre. Beide Systeme haben ihre Eigenheiten. Beim Pad-System ist der offensichtliche Nachteil die Zeit: Der Roboter muss zum Auswaschen zurück in die Station, und wer bei mehr Schmutz häufiger auswaschen lässt, verlängert die Reinigungsdauer entsprechend. Immerhin fällt das beim X60 Pro Ultra durch die Schnellladung weniger ins Gewicht, weil der Zwischenstopp gleichzeitig Akku nachlädt. Dazu gleich mehr bei der Akkulaufzeit.

Funktionsumfang der App des Dreame X60 Pro Ultra Complete

Mittlerweile wird selbstverständlich auch Matter unterstützt. Ansonsten bleibt die App in der Praxis schnell und zuverlässig nutzbar. Ich habe keine Funktion vermisst und Dinge wie eine Mehretagenreinigung und mehrere Karten gehören heutzutage zum Standard. Solltet ihr noch eine Option vermissen, schreibt es gerne in die Kommentare, Dreame liest sicher mit.

Akkulaufzeit, Lautstärke und Stromverbrauch des Dreame X60 Pro Ultra

Dreame X60 Pro Ultra AkkulaufzeitDen Akku verkleinert Dreame auf 5.000mAh und liefert endlich Schnellladung, was ich für die richtige Entscheidung halte. Denn mit vier Stunden Ladezeit beim Vorgänger konnte von Schnellladen keine Rede sein. Meine 50m² große Testfläche reinigt er jedenfalls in 65 Minuten, anschließend sind gut 50% Akku verbraucht. Dazusagen muss ich, dass die Station bei jeder Reinigung der Wischpads durch das Schnellladen nochmal etwas nachlädt. Bei durchgehender Arbeit, also Wischen und Saugen auf Stufe Intensiv, schafft der Dreame X60 Pro Ultra nur 85m² und damit doch eher kleine Wohnungen, insbesondere im Vergleich mit dem Vorgänger. Aber wie gesagt, die Station lädt zwischendurch intelligent nach und danach schließt der Roboter die Reinigung ab. Also wirklich lange Pausen sind das letztlich nicht. Und Zwischenladen geht mit über 50% in nur 30 Minuten wirklich schnell vonstatten.

Lautstärke

Neben dem Trocknungsgeräusch der Station ist auch die Geräuschkulisse im Betrieb wie immer interessant. Hier die Werte des X60 Pro Ultra. Beim Trocknen sind es bei drei Stunden Trocknungsdauer 38dB(A), also in sehr ruhiger Umgebung störend, ansonsten egal.

  • Stufe 1 (Leise): 56dB(A)
  • Stufe 2 (Standard): 58dB(A)
  • Stufe 3 (Intensiv): 60dB(A)
  • Stufe 4 (Max): 62dB(A)
  • Maximale Saugleistung:
  • Entleerung des Staubbehälters: 69dB(A)

Stromverbrauch

Den Standby-Verbrauch hat Dreame beim X60 Pro Ultra endlich im Griff und mit 1,5W ist dieser zu vernachlässigen. Die Trocknung der Wischpads kostet wie beim Vorgänger X50 Ultra knapp 0,2kWh.

Testergebnis

Getestet von
Jonas Andre

Der Dreame X60 Pro Ultra Complete macht das, was der X50 Ultra angedeutet hat, endlich konsequent zu Ende. Die beiden Arme sind kein Marketing-Gag: 12 Zentimeter Seitenbürste und 18 Zentimeter Wischarm sorgen dafür, dass Kanten, Ecken und Möbelzwischenräume tatsächlich sauber werden und nicht nur „fast”. Dazu kommen eine makellose Saugleistung auf Hart- und Teppichboden, eine Doppelbürste, in der nach vier Wochen praktisch kein Haar hing, und mit 5 Zentimetern bei Einzelstufen und 10 Zentimetern bei Doppelstufen die derzeit beste Steigfähigkeit am Markt. Wer verwinkelt wohnt, viele Schwellen hat oder mit Tierhaaren kämpft, bekommt hier das beste Gesamtpaket.

Perfekt ist er trotzdem nicht. Die Akkulaufzeit ist der klare Rückschritt: 85 Quadratmeter am Stück im Intensivbetrieb sind für ein Flaggschiff wenig, auch wenn die Schnellladung das im Alltag gut abfedert. Der Wischarm fährt permanent und teils hörbar aus und ein, auch wenn es nicht nötig wäre. Die Tanks fallen kleiner aus als beim Vorgänger. Nichts davon ist ein Ausschlusskriterium, es zeigt aber, dass Dreame die Prioritäten klar auf das Reinigungsergebnis gelegt hat.

Bleibt die Preisfrage. Zum Start standen 1.499 Euro auf dem Zettel, mittlerweile liegt der X60 Pro Ultra Complete bei rund 1.200 Euro. Dafür bekommt ihr aktuell einen der besten Saugroboter, die ihr kaufen könnt. Ob ihr die Ausleger und die Kletterei wirklich braucht, müsst ihr aber für euch selbst beantworten. In einer aufgeräumten Neubauwohnung ohne Schwellen ist der Mehrwert gegenüber dem Vorgänger oder auch günstigeren Modellen marginal.

Dreames Tochtermarke Mova hat mit dem Z70 Ultra Roller Complete (zum Test) eine ebenbürtige und zeitweise günstigere Alternative am Start, wenn ihr lieber auf die Wischrolle als auf Wischpads setzt. Auch der mittlerweile günstige X50 Ultra (zum Test) von Dreame bleibt eine super Wahl, gerade mit Blick auf den kommenden Black Friday: Da wird es sicher ein Schnäppchen geben, und 1.000€ für den X60 Pro Ultra sind einfach eine Stange Geld.

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