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OnePlus Pad 4 im Test

Getestet von Joscha am
Vorteile
  • schnellster Chip der Klasse
  • ĂĽberragende Akkulaufzeit
  • riesiges, scharfes 13,2-Zoll-Display
  • sehr sauberes OxygenOS mit starkem Multitasking
  • schlankes, hochwertiges Metallgehäuse
  • Netzteil im Lieferumfang
Nachteile
  • kein Fingerabdrucksensor
  • IPS statt OLED
  • langsameres Laden als Xiaomi
  • kein Mobilfunk, GPS oder NFC
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Das OnePlus Pad 4 vollzieht keinen Kurswechsel, sondern eine Feinabstimmung. Der Vorgänger war schon eines der besten Android-Arbeitstablets, und statt einer Revolution liefert OnePlus ein konsequentes Update: der schnellste Chip, den es aktuell für Android gibt, ein noch größerer Akku und ein komplett neues Zubehör-Set aus Stift und Tastatur.

OnePlus Pad 4 Test Review Testbericht

Preislich ist das Pad 4 in der von uns getesteten 12/256GB-Version aktuell für rund 525€ zu haben, für die 512GB-Variante werden gut 100€ mehr fällig. Damit tritt es genau zwischen zwei Gegner, die wir beide im Test hatten: Das Honor Magic Pad 4 (zum Test) kontert mit einem OLED-Display, das Xiaomi Pad 8 Pro (zum Test) mit einem niedrigeren Preis und einem Fingerabdrucksensor. Das OnePlus muss also erklären, warum es euer Geld wert ist.

Wir haben das OnePlus Pad 4 mit dem kompletten Benchmark-Parcours, dem PCMark-Akkutest und dem gesamten Zubehör durch den Smartzone-Test geschickt und vergleichen es knallhart mit dem Vorgänger, dem OnePlus Pad 3 (zum Test), der Honor- und der Xiaomi-Konkurrenz.

Design und Verarbeitung

Am Grundrezept ändert OnePlus wenig, und das ist auch gut so. Das Pad 4 steckt in einem vollständigen Metallgehäuse, misst nur 5,9 Millimeter in der Dicke und wiegt 672 Gramm. Für ein 13,2-Zoll-Tablet ist das bemerkenswert schlank, es ist sogar dünner als ein iPad Air.

Wir haben die braune Version im Test, an der Verarbeitung des Metallgehäuses gibt es nichts auszusetzen. Der neue Stift haftet magnetisch an der Oberkante und lädt dort auch drahtlos.

Was fehlt, fällt dagegen spätestens beim Entsperren auf: Einen Fingerabdrucksensor gibt es zum vierten Mal in Folge nicht. Entsperrt wird ausschließlich per Gesichtserkennung über die Frontkamera. Das klappt schnell, ist im Dunkeln oder bei ungünstigem Winkel aber eben nicht so zuverlässig wie ein Sensor. Bei einem Tablet dieser Preisklasse ist das ein unnötiges Ärgernis, zumal das Xiaomi Pad 8 Pro einen schnellen Sensor im Power-Button unterbringt.

Insgesamt ist das OnePlus Pad 4 tadellos verarbeitet und trotz der großen Diagonale angenehm schlank, lässt beim fehlenden Fingerabdrucksensor aber vermeidbar Federn.

Lieferumfang des OnePlus Pad 4

Anders als bei vielen Smartphones liegt beim Pad 4 noch ein vollwertiges Netzteil im Karton. Der Lieferumfang umfasst:

  • 80W-SUPERVOOC-Netzteil
  • USB-C-zu-USB-C-Kabel
  • SIM-Nadel entfällt, das Tablet hat keinen SIM-Slot
  • Kurzanleitung und Garantiekarte

Stift, Tastatur und Schutzhülle gehören nicht zum Grundpaket, sondern werden separat verkauft. Ihnen widmen wir weiter unten einen eigenen Abschnitt.

Display des OnePlus Pad 4

Das Display ist zugleich die größte Stärke und die größte Schwäche des Pad 4. OnePlus verbaut ein 13,2 Zoll großes IPS-Panel mit einer Auflösung von 3392 x 2400 Pixel, das sind gestochen scharfe 315 ppi. Die Bildwiederholrate passt sich adaptiv bis 144Hz an, dazu kommen volle HDR-Unterstützung mit Dolby Vision und Widevine L1.

Bei der maximalen Helligkeit messen wir 1.000 Lux, bei HDR-Inhalten sind es sogar 1.100 Lux. Das ist für ein IPS-Panel ein beachtlicher Wert und reicht im Alltag locker für den Innenraum und den Schatten. Nur in der prallen Sonne wird die stark spiegelnde Oberfläche zur Herausforderung.

Display Helligkeit (in Lux) Einheit: Lux
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1.600
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Der eigentliche Haken ist die Technologie: Es bleibt bei IPS, nicht OLED. Das Bild ist hell, riesig und dank der hohen Auflösung sehr scharf, doch die satten Schwarzwerte und den enormen Kontrast eines OLED erreicht es nicht. Genau hier drückt die Konkurrenz: Das Honor Magic Pad 4 liefert für nur rund 75€ mehr ein brillantes OLED. Wer sein Tablet in erster Linie für Filme und Serien nutzt, bekommt beim Honor mehr fürs Auge.

Beim Streaming gibt es Entwarnung. Der Widevine-Level liegt bei L1, und in unserem Test mit Prime Video läuft der Stream auch in voller Auflösung. Serien und Filme kommen also in HD auf den großen 13,2-Zoll-Schirm. Es gibt auch einige Einstellungen für die Farbkalibrierung und zum Augenschutz. PWM-Dimming ist bei IPS-Displays nicht nötig.

Insgesamt ist das Display groĂź, scharf und flĂĽssig, nur der Verzicht auf OLED kostet im direkten Vergleich mit dem Honor-OLED Punkte.

Leistung

Beim Antrieb macht OnePlus keine Kompromisse. Im Pad 4 arbeitet der Snapdragon 8 Elite Gen 5 in 3-nm-Fertigung, also der aktuell stärkste Chip auf dem Android-Markt. OnePlus kombiniert ihn in unserer Version mit 12GB RAM und 256GB schnellem UFS-4-Speicher. Alternativ gibt es für einen hohen Aufpreis auch eine 512GB-Version.

Antutu (v11)
smartzone logo
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Antutu (v10)
smartzone logo
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Geekbench Single (v6)
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Geekbench Multi (v6)
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3DMark (Wildlife Extreme)
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In den Benchmarks landet das Pad 4 ganz oben und zieht klar am Honor Magic Pad 4 mit seinem Snapdragon 8 Gen 5 sowie am Xiaomi Pad 8 Pro mit dem Vorjahres-Chip vorbei. Im Alltag ist die Leistung ohnehin ĂĽber jeden Zweifel erhaben, hier limitiert nie der Prozessor.

Ein Wort zur Dauerlast: In unserem Stresstest fiel die Stabilität auf rund 70 Prozent, der reine CPU-Test drosselte auf etwa 74 Prozent seiner Maximalleistung. Das ist etwas mehr Thermal Throttling als beim sehr stabilen Xiaomi Pad 8 Pro. Im Alltag ist das aber keine echte Einschränkung: Erst unter minutenlanger synthetischer Volllast wird das Gehäuse spürbar warm und die Leistung sinkt. Wer nur zockt, arbeitet und streamt, wird davon nichts merken.

Insgesamt ist das OnePlus Pad 4 das schnellste Tablet dieser Runde, mit klarem Leistungsvorsprung vor Honor und Xiaomi.

Software und Multitasking

Auf dem Pad 4 läuft OxygenOS 16 auf Basis von Android 16, und das ist eine der saubersten Tablet-Oberflächen überhaupt. Es gibt praktisch keine Bloatware, der volle Google-Dienst-Umfang ist ab Werk an Bord, die Bedienung ist flüssig und aufgeräumt.

Seine eigentliche Stärke spielt das Tablet beim Multitasking aus. Mehrere Fenster lassen sich frei anordnen, der geteilte Bildschirm funktioniert zuverlässig, und für ernsthaftes Arbeiten mit vielen offenen Apps ist die große Fläche ideal. Das Layout wurde mit einer Art Taskleiste wie bei Windows & macOS auch an die Tablet-Nutzung angepasst.

Beim Thema Updates müssen wir passen: Eine offizielle Angabe, wie viele Android-Generationen OnePlus dem Pad 4 zusichert, konnten wir zum Testzeitpunkt nicht finden. Das vorherige OnePlus Pad 3 bekommt bislang zuverlässig Updates: Android 16 im Herbst 2025 und auch im Sommer 2025 kamen neue Funktionen dazu.

Insgesamt ist die Software sauber, schnell und fĂĽrs Arbeiten hervorragend eingerichtet.

Konnektivität & Kamera

In Sachen drahtloser Verbindung gibt sich das Pad 4 keine Blöße. Es unterstützt den aktuellen WiFi-7-Standard, der in unseren Tests für schnelles und stabiles WLAN sorgte, dazu kommt Bluetooth 6.0. Beides lief im Praxisbetrieb völlig unauffällig.

Auf einiges müsst ihr aber verzichten: Eine Mobilfunk-Option gibt es nicht, das Pad 4 ist ein reines WLAN-Tablet. Auch GPS, NFC und ein Infrarot-Sender fehlen komplett, als Navigationsgerät oder Fernbedienung taugt es also nicht. Die Sensorik beschränkt sich auf das Nötigste mit Beschleunigungssensor, Helligkeitssensor, Näherungssensor, Gyroskop und E-Kompass.

Beim Klang setzt OnePlus auf gleich acht Lautsprecher, die laut und raumfüllend aufspielen und sich gut für Filme und Spiele eignen. Ein Downgrade gegenüber dem Vorgänger ist allerdings der Wegfall von Dolby Atmos. Der Klang ist ähnlich gut wie beim Xiaomi Pad 8 Pro, wobei Xiaomi leicht die Nase vorn hat.

Bei den Kameras gilt das Übliche für ein 13-Zoll-Tablet: Sie sind vorhanden, mehr aber auch nicht. Die 13-Megapixel-Kamera auf der Rückseite reicht für das Abfotografieren von Dokumenten, die 8-Megapixel-Frontkamera macht bei Videokonferenzen eine ordentliche Figur. Niemand kauft ein Tablet dieser Größe zum Fotografieren, entsprechend fällt dieser Punkt weder positiv noch negativ ins Gewicht.

Akkulaufzeit des OnePlus Pad 4

Der Akku ist das Prunkstück. OnePlus verbaut 13.380mAh, rund zehn Prozent mehr als im Vorgänger, und das zahlt sich aus. Im PCMark-Akkutest erreicht das Pad 4 rund 20 Stunden, das ist einer der höchsten Werte, die wir je in einem Tablet gemessen haben. Im Alltag hält das Gerät bei gemischter Nutzung problemlos mehrere Tage durch. Für Vielnutzer und alle, die das Tablet auch mal auf Reisen ohne Steckdose nutzen, ist das ein echtes Kaufargument.

PCMark Akku Einheit: Stunden
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Ladegeschwindigkeit Einheit: Minuten
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Aufgeladen wird mit 80W SUPERVOOC, das passende Netzteil liegt bei. In unserem Ladetest ist der große Akku nach 1 Stunde 39 Minuten von 1 auf 100 Prozent voll. Das ist ordentlich, aber kein Rekord. Das Xiaomi Pad 8 Pro lädt seinen kleineren Akku in glatt einer Stunde, und gegenüber dem 90W-Vorgänger hat OnePlus die Ladeleistung sogar leicht reduziert. Die überragende Laufzeit macht das aber locker wett.

Insgesamt ist die Akkulaufzeit herausragend und für Dauernutzer der stärkste Trumpf des Pad 4, während das Laden nur solide statt spektakulär ausfällt.

Zubehör: Stift, Tastatur und Hülle

Zum Pad 4 gibt es drei neue Zubehörteile, die alle separat verkauft werden. Wichtig vorab: Kein Zubehör des Vorgängers passt, die Kontakte und Magnete sind neu positioniert.

Der Stift: OnePlus Stylo Pro

Der neue Stift ist der größte Sprung im Zubehör. Er bietet 16.000 Druckstufen, zwei wechselbare Spitzen fĂĽr Schreiben und Zeichnen, einen Haptik-Motor sowie Gesten per DrĂĽcken und Doppeltippen. Geladen wird drahtlos an der Tablet-Kante, und ĂĽber „Find My” lässt er sich wiederfinden. Er ist gut ausbalanciert mit einer fĂĽr Notizen guten Latenz. Ihr merkt aber, dass bei sehr schnellem Schreiben eine leichte Verzögerung spĂĽrbar wird und professionelle Zeichner die Präzision kritischer sehen könnten. Gleichzeitig verarbeitet das Display nur eine Finger- und eine Stifteingabe, echtes paralleles Auflegen der Hand ist also nicht in jedem Programm gegeben.

Die Tastatur: OnePlus Pad 4 Smart Keyboard

Die neue Tastatur setzt auf ein freischwebendes Design nach Vorbild des Apple Magic Keyboard, mit beleuchteten Tasten, einem groĂźen Trackpad und magnetischer Pogo-Pin-Verbindung ohne Bluetooth. Eine eigene Taste ruft direkt Gemini auf. Zwei Punkte solltet ihr vor dem Kauf kennen: Unser Modell hat ein QWERTY-Layout, kein deutsches QWERTZ, das heiĂźt vertauschte Y- und Z-Tasten und keine direkten Umlaute.

Die HĂĽlle: OnePlus Pad 4 Folio Case

Die SchutzhĂĽlle bietet einen magnetischen Aufsteller mit mehreren Winkeln, eine magnetische Frontklappe sowie automatisches Wecken und Sperren.

Testergebnis

Getestet von
Joscha

Das OnePlus Pad 4 ist ein Tablet für alle, die auf dem Gerät wirklich arbeiten. Wer viel multitaskt, mit dem Stift Notizen macht und lange Laufzeiten braucht, bekommt hier das rundeste Paket der drei, und dank des Preises von rund 525€ unterbietet es dabei sogar das Honor. Die Kombination aus dem schnellsten Android-Chip, dem riesigen Akku und der aufgeräumten Software ist im aktuellen Markt schwer zu schlagen.

Kritik gibt es trotzdem. Zum vierten Mal fehlt ein Fingerabdrucksensor, und das Display bleibt IPS, wo Honor für ähnliches Geld ein OLED liefert. Beantworten wir also die anfänglich gestellte Frage, wie sich das OnePlus Pad 4 im Vergleich zu Honor und Xiaomi schlägt.

Das Honor Magic Pad 4 ist für rund 75€ mehr das bessere Medientablet: OLED statt IPS, 165Hz statt 144Hz, dünner und leichter. Dafür ist es kleiner, langsamer und die Akkulaufzeit liegt weit unter der des OnePlus.

Das Xiaomi Pad 8 Pro ist der Preisbrecher: günstiger, mit einem Fingerabdrucksensor und dem schnelleren Laden. Dafür ist sein Bildschirm mit 11,2 Zoll deutlich kleiner, der Chip eine Generation älter und der Akku kleiner.

Kurz gesagt: Wer beim Filmschauen die perfekten Schwarzwerte und den Kontrast eines OLED will, ist mit dem Honor Magic Pad 4 (zum Test) besser bedient, wer einfach nur sparen möchte, mit dem günstigeren Xiaomi Pad 8 Pro (zum Test). Für den arbeitenden Nutzer aber, der Leistung, Ausdauer und ein großes, sauberes Android sucht, ist das OnePlus Pad 4 eine klare Empfehlung. Es ist kein spektakuläres Upgrade gegenüber dem OnePlus Pad 3 (zum Test), aber es bleibt das beste Arbeitstablet seiner Klasse.

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