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Cuktech 10 Ultra 120W Ladegerät mit Display & App-Support im Test

Getestet von Jan am Preis-Leistungs-Tipp!
Vorteile
  • umfangreicher App-Support mit vielen Einstellungen
  • detailliertes Display mit Leistungswerten
  • fantastische Kompatibilität
  • hohe Leistung
  • 120W HyperCharge für Xiaomi
  • starke Preis/Leistung
Nachteile
  • hohe Temperaturen bei konstanter Last
  • keine durchgehend konstanten 100W
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Mit dem Cuktech 10 Ultra 120W 4-Port Ladegerät veröffentlicht der Ladeexperte Cuktech sein erstes Ladegerät mit Farbdisplay und umfangreichem App-Support. Mit 120W Gesamtleistung, 120W HyperCharge-Support, 100W Power Delivery und 4 Ports trumpft das Ladegerät auch technisch stark auf. Gepaart mit einem attraktiven Preis von lediglich 45,99€, könnte das Cuktech 10 Ultra eine ideale Budget-Alternative zum Marktführer Anker sein, der sich mit dem Prime 160W Lader (zum Test) an die Spitze gesetzt hat. Ob dies gelingt, zeigt dieser ausführliche Testbericht.

Lieferumfang des Cuktech 10 Ultra Chargers

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Der Lieferumfang des Cuktech 10 Ultra Ladegeräts bietet alles Essenzielle. Neben dem Lader selbst liegen umfangreiche Anleitungen dabei. Gelungen ist auch das hochwertig ummantelte USB-C zu USB-C-Kabel mit bis zu 240W und 6A, sowie einer Länge von 1,5 Metern. Es befindet sich in einer separaten Accessory Box. Das Kabel ermöglicht somit nicht nur die vollen 100W Power Delivery, sondern auch bis zu 120W HyperCharge.

Design und Verarbeitung

Der Cuktech 10 Ultra Charger besteht überwiegend aus mattem Kunststoff, gepaart mit einzelnen schicken, farblich abgesetzten Design-Elementen. Auf der gegenüberliegenden Seite des Steckers liegt das auffällige 1,57 Zoll große Farb-LCD-Panel, eingerahmt von hochglänzendem Kunststoff und ergänzt um eine Touch-Taste. Die Ports sind dafür nach unten gewandert, sodass sie je nach Steckdose entweder seitlich hervorstehen oder bei einer Wandsteckdose nach unten zeigen. Die Verarbeitungsqualität ist wie von Cuktech gewohnt ausgezeichnet und braucht sich hinter Anker oder Ugreen nicht zu verstecken. Der äußere Eindruck ist sehr hochwertig.

Die Abmessungen des Ladegeräts betragen 103 x 33 x 76 Millimeter. Das Gewicht liegt bei 241 Gramm. An die Kompaktheit eines Novoo RG100 (zum Test) kommt das Cuktech zwar nicht heran, sonderlich groß oder schwer ist es aber nicht.

Display und Funktionen

Wie es sich für ein Premium-Ladegerät gehört, ist das 1,57 Zoll große Farb-LCD-Panel des Cuktech 10 Ultra Chargers sehr detailliert und zeigt viele Leistungswerte an. Standardmäßig seht ihr die Gesamtleistung in Watt (Bild 1). Auf dem Ladegerät befindet sich auch eine touchsensitive Taste, über die ihr durch verschiedene Bildschirme schalten könnt. Die zweite Seite zeigt die einzelnen Ports mit ihrer Leistung in Watt, Spannung und Stromstärke sowie die Gesamtleistung (Bild 2). Die dritte Anzeige gibt einen ungefähren Aufschluss über die Temperaturentwicklung, jedoch ohne genaue °C-Werte zu nennen. Hinter der vierten und letzten Anzeige verstecken sich noch ein paar weitere Einstellungen, die ihr direkt am Ladegerät selbst vornehmen könnt. Dazu zählen Bluetooth für die Verbindung zur App, das „Always-On-Display” sowie die dauerhafte Anschaltung des USB-A-Ports für z. B. Niedrigstromgeräte. Das Ladegerät speichert zudem immer genau die Seite, die ihr zuletzt aufgerufen habt. Möchtet ihr also stets alle Ports im Blick behalten, müsst ihr nicht jedes Mal durch die Seiten wechseln, wenn ihr das Ladegerät aktiv nutzt.

App-Support

Herzstück des Cuktech 10 Ultra Chargers ist der umfangreiche App-Support. Dafür benötigt ihr die Xiaomi Home App und eine aktive Bluetooth-Verbindung. Die Einrichtung erfordert lediglich wenige Klicks und ist in weniger als einer Minute erledigt. Einmal verbunden, lassen sich nicht nur umfangreiche Einstellungen am Ladegerät vornehmen, ihr habt auch alle Ladewerte stets detailliert im Blick.

Hervorzuheben sind die verschiedenen Lade-Modi:

  • KI-Modus (Leistung wird dynamisch verteilt)
  • Hybrid-Modus (eine Mischung aus KI-Modus und Ein Laptop-Modus)
  • Ein Laptop-Modus (C1 wird mit hoher Leistung priorisiert)
  • Zwei Laptop-Modus (C1 und C2 werden mit hoher Leistung priorisiert)

Zusätzlich konfiguriert ihr jeden Port einzeln. Zwar lässt sich nicht wie beim Anker Prime 160W die Leistung in Watt frei verteilen, dafür könnt ihr einzelne Protokolle deaktivieren, was insbesondere bei UFCS oder SCP zu einer erhöhten PPS-Kompatibilität führt, oder aber den Port (zeitverzögert oder gänzlich) deaktivieren. In den Bildschirmeinstellungen habt ihr eine Auswahl an vorgegebenen Zeiten, nach denen sich das Display automatisch deaktiviert. Alternativ kann es aber auch dauerhaft an bleiben.

Leistungswerte des Cuktech 10 Ultra Chargers

Die Gesamtleistung des Ladegeräts beläuft sich auf 120W. Diese erreicht ihr über die Summe der USB-Ports. C1 und C2 liefern jeweils 120W HyperCharge sowie 100W Power Delivery, C3 bietet 44W UFCS sowie 30W Power Delivery und A1 erreicht 33W.

  • USB-C1: 5V/3A, 9V/3A, 11V/6A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A, 20V/6A
  • USB-C2: 5V/3A, 9V/3A, 11V/6A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A, 20V/6A
  • USB-C3: 5V/3A, 9V/3A, 11V/3A, 12V/2,5A, 15V/2A
  • USB-A1: 5V/3A, 9V/2A, 10V/2,25A, 12V/1,5A

Leistungsverteilung und PPS-Range

Möchtet ihr mehrere Geräte parallel an das Ladegerät anschließen, verteilt sich die Leistung entsprechend dem eingestellten Modus nach folgendem Schema:

Cuktech 10 Ultra Charger Leistungsaufteilung 0

Beim Ein- und Ausstecken der Kabel unterbricht das Ladegerät die Stromzufuhr der anderen Ports nicht, unabhängig vom eingestellten Lade-Modus. Die einzige Ausnahme bilden C3 und A1, die sich bei paralleler Benutzung jeweils auf 5V herunterdrosseln und sich dafür kurz neu verbinden.

Die PPS-Range der Ports ist fest vorgegeben:

  • 5V bis 11V bei 5A (C1 / C2)
  • 5V bis 20V bei 5A (C1 / C2)
  • 5V bis 11V bei 3A (C3)

Nutzt ihr mehrere Ports parallel, passt sich die PPS-Range dynamisch an:

  • 90W = 11V/5A / 20V/4,5A
  • 70W = 11V/5A / 20V/3,25A
  • 60W = 11V/5A / 20V/2,5A
  • 45W = 11V/5A / 20V/2,5A

Mit bis zu 20V und 6A bietet das Ladegerät außerdem eine perfekte HyperCharge-Range. Das bedeutet bis zu 120W HyperCharge für Xiaomi, POCO und Redmi.

Unterstützt werden die folgenden Ladeprotokolle:

  • C1: PD3.0, HyperCharge (120W), UFCS 1.0 (60W), DCP, Apple 2,4A
  • C2: PD3.0, HyperCharge (120W), UFCS 1.0 (60W), DCP, Apple 2,4A
  • C3: PD3.0, UFCS 1.0 (44W), QC3.0, AFC, FCP, SCP, DCP, Apple 2,4A
  • A1: UFCS 1.0 (33W), QC3.0, AFC, FCP, SCP, DCP, Apple 2,4A

Ladekompatibilität des Cuktech 10 Ultra Chargers

Die maximale Leistung pro Port beträgt laut Hersteller 120W, was jedoch nicht automatisch bedeutet, dass jedes angeschlossene Gerät diese Ladeleistung abruft. Hier definieren die Ladestandards die tatsächliche Leistung.

  • Dank der bis zu 100W nach dem Power-Delivery-Standard lädt das Gerät kompatible Notebooks wie zum Beispiel das MacBook Pro 14 Zoll mit voller Leistung. Dies gilt ebenso für iPhones und iPads.
  • Mit einer PPS-Range von bis zu 20V und 5A lädt das Ladegerät zudem die meisten PPS-kompatiblen Smartphones mit einer Leistung von bis zu 100W auf. Das wären unter anderem die Modelle von Nothing, Motorola oder Honor.
  • Dank HyperCharge mit bis zu 120W laden Smartphones von Xiaomi, Poco oder Redmi mit ihrer vollen Leistung.
  • Samsung-Geräte laden innerhalb der PPS-Spanne bis 11V und 5A (S25 Ultra und älter) oder 20V/3A (S26 Ultra), weshalb sie ihre volle Ladeleistung von 45W beziehungsweise 60W abrufen.
  • Neuere Smartphones von Oppo, OnePlus oder Realme schaffen dank dieser Spanne ebenfalls 45W.
  • Abstriche gibt es bei Smartphones, die eine PPS-Spanne von bis zu 21V erfordern. So laden Geräte wie das Google Pixel 9/10 Pro XL nur mit etwa 27W.

Interessant für Import-Fans: UFCS wird vor allem auf dem asiatischen Markt verwendet und gilt dort als universeller Standard sowie PPS-Alternative. Während die globalen Smartphones von Oppo, OnePlus, Realme, Huawei und Co. in der Regel kein UFCS unterstützen und stattdessen auf PPS setzen, sieht es bei den Import-Modellen gegenteilig aus. In der Realität führt dies bei diesen Modellen zu Ladeleistungen im Bereich von bis zu 60W.

Für eine maximale Kompatibilität lassen sich innerhalb der Ports UFCS und SCP deaktivieren. Je nach verwendetem Smartphone können diese Protokolle das erfolgreiche Triggern von PPS verhindern. Ein Realme GT 7 Pro bevorzugt z. B. UFCS gegenüber PPS und lädt damit nur bis 36W statt der möglichen 45W. Honor- und Huawei-Smartphones erreichen dank SCP meist sogar nur 20W, während mit PPS die vollen bis zu 100W möglich wären. Durch deren Deaktivierung umgeht ihr diese Probleme. Wir haben das an einem Realme GT 7 Pro und einem Honor Win RT erfolgreich testen können.

Leistungsfähigkeit und Temperaturverhalten

Um die konstante Ladeperformance des Cuktech 10 Ultra Chargers zu überprüfen, haben wir für unseren Stresstest zwei 27.000mAh oder 100Wh Powerbanks im Zwei Laptop-Modus aufgeladen. Dadurch konnten wir das Ladegerät mit 2x 60W komplett ausreizen.

Nach genau 85 Minuten hat sich das Ladegerät bei sommerlichen 25°C Raumtemperatur von 60W + 60W auf 45W + 45W heruntergedrosselt.

Die Temperaturwerte liegen bei dieser extremen Dauerlast bei bis zu 72°C am äußeren Gehäuse und 86°C an den offenen Ports. Das sind noch vertretbare und für das Ladegerät völlig unproblematische Temperaturen. Dennoch ist in diesem Extremfall die Temperaturentwicklung sehr hoch.

In einem zweiten Dauertest mit 1x 100W an einer Powerstation fand eine Drosselung auf 90W nach 100 Minuten statt. Zumindest bei den derzeit hohen sommerlichen Temperaturen liegt eine konstante Leistung von 100W nicht vor. Es ist jedoch anzunehmen, dass bei üblicheren 20 bis 22°C die Leistung konstanter bleibt. Zudem ist die Drosselung auf 90W minimal und eine zusätzliche Drosselung fand im weiteren Verlauf nicht statt.

In einem realistischen Praxistest haben wir außerdem ein MacBook Pro 14 Zoll mit 100W komplett aufgeladen. Hier ließ sich keine Drosselung beobachten, da sich die Endgeräte bei höherem Akkustand meist nach 20 bis 30 Minuten ohnehin selbst drosseln.

Wir kommen daher zu dem Schluss, dass die Leistung für 98% der Anwender absolut ausreichen wird und Drosselungen nicht stattfinden werden. Lediglich für größere Geräte, die über eine Stunde hinaus mit 100W laden können, empfehlen wir den Griff zu einem leistungsstärkeren Ladegerät, z. B. dem Anker Prime 160W (zum Test) oder gleich einem kompetenten Desktop-Ladegerät wie dem Anker Prime 200W (zum Test).

Testergebnis

Getestet von
Jan

Das Cuktech 10 Ultra 120W 4-Port Ladegerät überzeugt vor allem durch die ausgezeichnete Kompatibilität, die vielen Funktionen, die wahlweise über den gelungenen App-Support abrufbar sind, sowie das detaillierte Display. Die 120W Gesamtleistung, die zudem sehr lange zur Verfügung steht, lässt sich maßgeschneidert über die USB-Ports mit verschiedenen Lademodi verteilen, sodass so ziemlich jedes Usecase abgedeckt sein dürfte. 120W HyperCharge sorgen des Weiteren für das maximal schnelle Laden von Geräten von Xiaomi, POCO und Redmi. Aber auch mit 100W Power Delivery sowie 100W PPS lassen sich die meisten aktuellen Geräte schnell laden.

Kritik gibt es auch hier im Detail: 120W oder 100W liegen nicht dauerhaft konstant an. Zwar erfolgt eine Drosselung spät nach über 80 Minuten und auch nur auf 90W, aber ein kleiner Makel bleibt. Und auch die Temperaturen können insbesondere im Sommer bei hoher Last stark steigen. In anderen Jahreszeiten und bei generell normaler Nutzung dürften beide Punkte aber nicht sonderlich ins Gewicht fallen.

Für ca. 50€ bekommt ihr letztendlich ein ausgezeichnetes Gesamtpaket. Aktuell sogar noch günstiger im Angebot erhältlich.

Alternativ: Der Anker Prime 160W (zum Test) bietet noch mehr Leistung, ein ähnlich gutes Display und noch mehr Einstellungen über den App-Support. Allerdings zum mehr als doppelten Preis.

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