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Die neue Anker Solarbank 4 Pro bietet beeindruckende Leistungsdaten. Vier unabhängige MPPT-Eingänge mit jeweils 1.250W Eingangsleistung, brachiale 5kWh Speicherkapazität, ein bidirektionaler Wechselrichter mit 2.500W und Smart-Meter-Technologie der neuesten Generation.
In den vergangenen Jahren konnte uns Anker bereits mit der Solarbank 2 AC (zum Test) und der Solarbank 3 Pro (zum Test) überzeugen. Die Speichersysteme sind in Bezug auf Qualität, Leistungsfähigkeit und Funktionsumfang vielen Konkurrenten weit voraus. Die 1.599€ teure Anker Solarbank 4 Pro setzt diese Tradition fort und beansprucht für sich den Titel des besten Speichersystems für Balkonkraftwerke des Jahres 2026. Wir haben die neue Anker Solarbank 4 Pro für euch genauestens unter die Lupe genommen und zeigen euch hier alle Stärken und Schwächen in unserem ausführlichen Test.
Lieferumfang der Anker Solarbank 4 Pro
Für diesen Test hat uns Anker die Solarbank 4 Pro mit einem Zusatzakku BP5000 zur Verfügung gestellt. Mit einem Gewicht von rund 50kg für die Solarbank und 42kg für den Zusatzakku empfiehlt es sich den Aufbau mit einem Helfer durchzuführen. Der Lieferumfang beider Pakete beinhaltet folgendes Zubehör:
Anker Solarbank 4 Pro
- Anker Solarbank 4 Pro
- Anker Smart-Meter Generation 2
- Schnellstartanleitung und Sicherheitshinweise
- MC-4 Trennhilfe
- 4 Stahlwinkel für die Wandfixierung
- Schrauben und Montagematerial für die Wandhalterung
Anker Zusatzakku BP5000
- Anker BP5000
- Schnellstartanleitung und Sicherheitshinweise
- 2 Standwinkel für die Wandfixierung
- Schrauben und Montagematerial für die Wandhalterung
Die beiliegenden Stahlwinkel dienen lediglich zur Fixierung der Akkus und der Solarbank an der Wand. Somit könnt ihr verhindern, dass der Speicheraufbau bei unsachgemäßer Verwendung umkippt.
Anker liefert mit der Solarbank 4 Pro auch sein neues Smart-Meter der zweiten Generation aus. Dieses bietet einige Vorteile gegenüber dem bisherigen Modell. Zum einen ist die Bauform um die Hälfte geschrumpft und nimmt somit nur noch eine Teileinheit auf der Hutschiene ein. Auch die Messklemmen haben sich enorm verkleinert und bieten somit eine vereinfachte Installation im Sicherungskasten.
Die wirkliche Innovation steckt aber im erweiterten Funktionsumfang. Es überwacht über das integrierte Dual-Circuit-Monitoring nun neben dem Hauptstromnetz auch einen zweiten Stromkreis (zweiter Messklemmensatz erforderlich). Somit könnt ihr beispielsweise die Erzeugung von Dritt-PV-Anlagen zuverlässig erfassen. Es überwacht zudem die angeschlossenen Stromkreise und regelt die Leistung der Solarbank 4 bei einer Überlast herunter. Mit einer Reaktionszeit von weniger als drei Sekunden wird die Anpassung der Ausgangsleistung optimiert. Zukünftig soll die intelligente Software sogar Installationsfehler bei Phasen oder Messklemmen automatisch korrigieren. Dieses Feature funktionierte bei uns im Test allerdings noch nicht.
Technische Daten
Die technischen Daten der Anker Solarbank 4 Pro brechen die Grenzen zwischen Balkonkraftwerk und vollwertigem Heimspeichersystem auf. Mit einer Eingangsleistung von 4 x 1.250W (5.000W gesamt) bietet die Solarbank die Möglichkeit bis zu 12 Solarmodule mit einer Leistung von jeweils 500W anzuschließen. Der hohe Eingangsstrom von 36A pro Eingang ermöglicht es dieses Potenzial bereits bei niedrigen Modulspannungen (35V) zu erreichen. So viel Eingangsleistung benötigt natürlich auch eine entsprechende Speicherkapazität. Die Solarbank 4 Pro bietet mit 5.024Wh genügend Reserven um die Sonnenenergie zu speichern. Solltet ihr einen noch höheren Speicherbedarf haben, könnt ihr die Solarbank 4 Pro noch mit bis zu fünf BP5000 Zusatzakkus erweitern. Somit steigt die maximale Kapazität auf beachtliche 30kWh an.
Wer bereits eine Solarbank 2 oder 3 besitzt und diese gegen die neue Solarbank 4 Pro austauschen möchte, kann die bisherigen Zusatzakkus BP1600 und BP2700 weiter verwenden. Der bidirektionale Wechselrichter erlaubt eine Ladung von bis zu 2.500W über das heimische Stromnetz. In der Grundkonfiguration kann die Solarbank bis zu 800W in euer Stromnetz einspeisen. Technisch ist sie allerdings in der Lage diese Einspeiseleistung auf bis zu 2.500W anzuheben. Somit ist eine vereinfachte Anmeldung als Balkonkraftwerk nicht ohne Weiteres möglich, da hier eine Wechselrichterleistung von maximal 800W vorgeschrieben ist. Für die netzkonforme Nutzung ist somit eine Anmeldung als reguläre Dach-PV-Anlage verbindlich. Die Off-Grid Steckdose bietet mit 2.500W ebenfalls dieses Leistungsspektrum. Im netzgekoppelten Betrieb kann diese sogar bis zu 3.600W zur Verfügung stellen.
Design und Verarbeitung der Anker Solarbank 4 Pro
Mit der Anker Solarbank 4 Pro bleibt der Hersteller seiner bisherigen Designlinie treu. Die Solarbank 4 Pro sieht ihren Vorgängermodellen in vielen Punkten sehr ähnlich. Die Abmessungen sind bei diesem Modell auf 460 x 305 x 355 Millimeter angewachsen und auch das Gewicht von 50 Kilogramm ist als Einzelperson nur mit Hilfsmitteln (Tragegurte oder Sackkarre) handelbar. Beachtet man allerdings die enorme Kapazität von 5kWh und die hohe Eingangsleistung erscheint die Solarbank schon fast kompakt konstruiert. Die Rückseite wird von einem großflächigen Kühlkörper bestimmt, der die Abwärme zuverlässig an die Umgebung abgeben soll.
Das Gehäuse besteht aus silbergrauem Aluminium, ist hochwertig verarbeitet und an allen Seiten abgerundet. Weder an den Seiten noch am Kühlkörper gibt es scharfe Kanten oder Ecken an denen man sich verletzen könnte. Die zwei Tragegriffe an der Seite bieten einen guten Halt und ermöglichen (mit einem Helfer) einen vergleichsweise mühelosen Transport.
Der Anschluss für das Adapterkabel zum Stromnetz wurde komplett neu gestaltet. Der kleine Rundstecker der Solarbank 3 Pro wurde durch einen massiven Anschlussstecker ersetzt. Dieser bietet neben den drei Leitern (L/N/PE) auch 6 Steuerpins. Die genaue Funktion dieser Steuerleitung ist bisher noch nicht bekannt. Unter dem Anschluss für das Netzkabel befindet sich unter einer Abdeckung ein Kommunikations-Port. Dieser dient als Kommunikationsschnittstelle zwischen verschiedenen Anker-Systemen (EV-Charger, Steuerpanel) die zukünftig für die Plattform angeboten werden.
Auf der linken Seite sind die vier MPPT-Eingänge der Solarbank verortet. Für einen Anschluss von bis zu 12 Solarmodulen müsst ihr pro Eingang entsprechend drei Solarmodule parallel schalten. Unterhalb der MPPT-Eingänge befindet sich der ON/OFF Taster der Anker Solarbank 4 Pro, der eine komplette Abschaltung (ohne PV/Netzanschluss) ermöglicht.
Der Anker BP5000 Zusatzakku ist im selben Design wie die Anker Solarbank 4 Pro gehalten. Mit den Dimensionen von 460 x 254 x 332,5 Millimetern ist er nicht ganz so hoch und etwas schmaler als die Haupteinheit. Mit dem Gewicht von 42 Kilogramm ist er zudem deutlich leichter und lässt sich von einer kräftigen Person transportieren. Er bietet eine Kapazität von 5.024Wh und kann mit einer Leistung von 2.500W geladen und entladen werden. Insgesamt könnt ihr bis zu 5 Zusatzakkus unter der Solarbank 4 Pro stapeln und die Gesamtkapazität auf bis zu 30kWh erhöhen.
Um die Verbindung von Zusatzakku und der Anker Solarbank 4 Pro herzustellen müsst ihr die Kunststoffkappe auf der Unterseite der Solarbank entfernen. Diese ist mit zwei Schrauben gesichert. Im Anschluss entfernt ihr die Schutzkappe auf der Oberseite des Zusatzakkus und stellt die Solarbank einfach auf den Zusatzakku drauf. Der Zusatzakku rastet perfekt in der Vertiefung des Hauptgerätes ein und garantiert somit einen sicheren Stand.
Inbetriebnahme und Steuerung
Die Inbetriebnahme der Anker Solarbank 4 Pro ist selbst für technische Laien ein Kinderspiel. Dank der IP66-Zertifizierung könnt ihr die Solarbank überall im Außenbereich aufstellen. Dennoch empfiehlt sich ein sonnengeschützter Standort, um Temperaturprobleme zu vermeiden. Weiterhin solltet ihr auf eine gute WLAN-Abdeckung achten.
Für die Inbetriebnahme verbinden wir die Anker Solarbank 4 Pro mit dem Zusatzakku und stecken das Anschlusskabel in eine beliebige freie Schuko-Steckdose. Im Anschluss verbindet ihr die Solarmodule mit den MPPT-Eingängen. Sobald die Solar-Eingänge aktiv sind, wird auch die Solarbank automatisch gestartet. Sollte dies nicht der Fall sein, könnt ihr den seitlichen ON/OFF Taster betätigen.
Steuerung mit der Anker-App
Für die grundlegende Konfiguration und die Anbindung an ein Smart-Meter ist zwingend die hauseigene Anker-App für Android oder iOS notwendig. Aufgrund des frühen Testzeitpunktes verwenden wir für unseren Test die Anker-Beta-App. Somit können wir nicht garantieren, dass alle Funktionen, die wir hier ansprechen, in der finalen App verfügbar sein werden.
Nach der erfolgreichen Installation erstellt ihr euch ein Nutzerkonto (E-Mail/Passwort) und fügt die Solarbank mittels der Bluetooth-Suche hinzu. Im Anschluss begleitet euch die App durch den gesamten Initialisierungsprozess. Sollte in eurem Haushalt bereits ein Anker PowerDock (zum Test) oder ein Smart-Meter verbaut sein (Shelly, Ecotracker, Anker-Smart-Meter, Smart-Plug) könnt ihr dieses mit der Anker Solarbank 4 Pro zu einem Energiesystem koppeln.
Nach der erfolgreichen Konfiguration erfolgt ein kurzer Selbsttest der Anlage. Werden hier keine Fehler festgestellt begrüßt euch der Startbildschirm mit zahlreichen Informationen. Die animierte Grafik gibt euch Informationen über den Energiefluss, Eingangsleistung der Solarmodule (oder externer PV-Anlage), Ausgangsleistung, Ladeleistung des Akkus, Netzbezug und welcher Betriebsmodus aktiviert wurde. Für die erweiterten Informationen lassen sich die verschiedenen Punkte (Solarbetrieb, Last, Energiesystem) auf der Animation anklicken. Somit erhaltet ihr genaue Informationen über die Solar- oder Ladeleistung und könnt die Off-Grid-Steckdose aktivieren und überwachen. Selbstverständlich stehen auch historische Daten (Tag/Woche/Monat/Jahr) zur Verfügung die eine genaue Auswertung von Ertrag, Einspeisemenge, Akkuladung und Netzbezug ermöglichen.
Betriebsmodi
Für die Einspeisung und Ladung der Anker Solarbank 4 Pro stehen euch in der App verschiedene Betriebsmodi zur Verfügung. Welchen ihr hier verwendet hängt in erster Linie davon ab, ob ihr ein Smart-Meter verwendet oder nicht. Wir haben die verschiedenen Modi einmal aufgelistet und kurz für euch zusammengefasst:
Smart-Modus
Um den „Smart-Modus“ der Anker Solarbank zu nutzen, braucht ihr zunächst ein passendes Smart Meter im Zählerschrank, wie das von Anker selbst oder den Shelly Pro 3 EM. Außerdem benötigt die Anker-App die Standortberechtigung für lokale Wetterdaten sowie den Zugriff auf eure Energiedaten. Nach der Konfiguration eures Stromtarifs, der entweder fest oder dynamisch sein kann, kann es auch schon losgehen. Ist das erledigt, arbeitet das System wie ein hochpräziser Eigenverbrauchsmodus, der sich sekundenschnell eurem tatsächlichen Hausverbrauch anpasst und zudem dynamische Stromtarife für die Ladung des Akkus an sonnenarmen Tagen berücksichtigt.
Der „Smart-Modus“ ermöglicht zudem die Integration der smarten Anker-Steckdosen (Smart-Plugs). Ist euer Akku nahezu gefüllt, gibt euch die App eine Benachrichtigung auf euer Handy, dass mehr Solarstrom zur Verfügung stehen wird, als gespeichert werden kann. Die App gibt dann eine Empfehlung aus, die überschüssige Energie mithilfe eines Smart-Plugs zu nutzen. An diesen könnten unter anderem eine Pool-Pumpe, Gartenpumpe, Ladegerät für E-Bike oder ein Heizstab für Warmwasser angeschlossen sein.
Eigenverbrauch
Im Eigenverbrauchsmodus wird die Entladung vollautomatisch mittels Anker- oder Shelly Smart-Meter gesteuert. Dabei passt die Solarbank die Ausgabeleistung dynamisch an euren Hausverbrauch an, sodass möglichst genau so viel Energie eingespeist wird, wie ihr auch tatsächlich benötigt. Somit bietet der Eigenverbrauch-Modus einen ähnlichen Funktionsumfang wie der „Smart-Modus“, nutzt aber weder Wetterprognosen noch dynamische Stromtarife.
Benutzerdefinierter-Modus
Ist der Einbau eines Smart-Meters nicht möglich, bietet der benutzerdefinierte Modus die Möglichkeit, eigene Zeitpläne zu erstellen. In diesem Modus könnt ihr für den kompletten Tagesverlauf die Einspeiseleistung oder die manuelle Ladung des Akkus an eure jeweiligen Bedürfnisse anpassen.
Zeit-Nutzung
Dieser Modus wurde für Nutzer entwickelt die über einen dynamischen Stromtarif oder einen Stromvertrag mit Haupt- und Nebentarif verfügen. Ihr könnt hier individuelle Zeiten (Tageshoch, Durchschnittstarif, Spartarif, Sonderspartarif) festlegen in denen der Akku über das Stromnetz geladen oder entladen wird. Während der Nebenzeit könnt ihr den Akku mit günstigem Strom laden um diesen dann in den Haupt- und Spitzenzeiten wieder in das Hausnetz einzuspeisen.
Dynamischer Tarif
Dieser Betriebsmodus beinhaltet im Grunde genau dieselbe Funktionalität wie der Zeit-Nutzungs-Modus. Allerdings werden hier alle Parameter automatisiert festgelegt. Für die Nutzung müsst ihr euren Standort freigeben und könnt im Anschluss euren Stromanbieter auswählen. Das System ermittelt selbstständig das tagesaktuelle Preisniveau und legt automatisiert ein Zeitfenster für die Akkuladung fest. Somit könnt ihr individuell für euren Stromtarif den günstigsten Zeitpunkt bestimmen um euren Akku über das Hausnetz aufzuladen. Selbstverständlich lassen sich die festgelegten Zeiten manuell anpassen.
Bis auf den Benutzerdefinierten-Modus lassen sich die hier vorgestellten Betriebsmodi nur mit einem Smart-Meter verwenden. Zusätzlich zu den Betriebsmodi lässt sich noch ein Unwetterschutz aktivieren. Registriert die App ein nahendes Unwetter oder Katastrophenfall wird der Akku über das heimische Stromnetz aufgeladen um im Bedarfsfall eine Backup-Reserve bieten zu können. Weiterhin könnt ihr die manuelle Schnellladung aktivieren, die eine sofortige Aufladung des Akkus mit der maximalen AC-Leistung (2,5kW) startet.
In den erweiterten Einstellungen (Heimeinrichtung) lassen sich noch zahlreiche weitere Parameter der Anker Solarbank 4 Pro konfigurieren. Wir haben die wichtigsten Funktionen für euch einmal zusammengefasst:
- Ändern der Betriebsmodi
- Versorgungstarifplan (Stromtarif und Preise einstellen)
- SoC-Einstellungen (untere und obere Lade-/Entladegrenze)
- Backup-Steckdose Einstellungen
- Exportbegrenzung (Einspeisung in das öffentliche Stromnetz)
- Netzleistungsbegrenzung (Einstellung maximale Lade-/Entladeleistung über AC)
- Selbstkontrolle (Selbsttest)
- Photovoltaik von Dritten (aktivieren/deaktivieren)
- Einstellungen für Drittanbietersteuerung
- Gerätedaten und Netzwerkeinstellungen
- Firmware-Updates
Die untere und obere Entladegrenze lässt sich im Bereich von 1-20% und 80-100% einstellen. Somit könnt ihr für auf Kosten der Gesamtkapazität die Langlebigkeit eures Akkusystems erhöhen. Die Backup-Steckdose bietet nicht nur eine einfache ON/OFF Funktionalität, sondern kann auch nach Zeitplan oder intelligent (bei angeschlossener Last) aktiviert werden. Weiterhin bietet sie einen Modus der intelligenten Zeitplanung. Somit kann die Steckdose automatisch für einen festgelegten Zeitraum gestartet werden, wenn die PV-Leistung (abzüglich Hausverbrauch) einen von euch definierten Wert überschreitet. Das bedeutet ihr könnt beispielsweise euer E-Bike oder auch Elektroauto an der Off-Grid Steckdose anschließen. Übersteigt die Solarleistung euren vordefinierten Wert (z.B. 1.000W), aktiviert sich die Off-Grid Steckdose für eine definierte Laufzeit (z.B. 10 Minuten) und wird nach Ablauf dieser Zeit wieder abgeschaltet.
Die Einspeisung in das heimische Stromnetz kann ebenfalls individuell konfiguriert werden. Ihr könnt entweder auswählen dass bei vollem Akku die verbleibende Solarmodulleistung (maximal 2.500W) in euer Hausnetz eingespeist werden oder den Null-Export aktivieren. Bei letzterem versucht das System lediglich den Hausbedarf zu decken und nichts in das öffentliche Stromnetz einzuspeisen. Ihr könnt die Einspeisung auch im Bereich von 100 bis 2.500W limitieren oder ein Zeitfenster konfigurieren in dem eingespeist werden darf. Für die Nutzer von SmartHome Systemen könnte auch die Drittanbietersteuerung interessant sein. Hier lässt sich das Modbus RCP/RTU Protokoll aktivieren und so eine Schnittstelle für SmartHome-Systeme (HomeAssistant) schaffen.
Die Anker Solarbank 4 Pro im Testbetrieb
Bevor wir den Realbetrieb starten, überprüfen wir an dieser Stelle die technischen Daten der Solarbank 4 Pro an insgesamt drei Labornetzteilen (je 0-60V/21A).
- 17V
- 36V
Bereits ab einer Eingangsspannung von nur 16,2V startet die Anker Solarbank 4 Pro ihren Ladebetrieb. Ab 17V steht die volle Stromaufnahme (36,5A pro Eingang) zur Verfügung. Die maximale Eingangsleistung von 1.250W (5.000W gesamt) erreichen wir bei rund 36V. Aufgrund der hohen Stromaufnahme der Solarbank können auch Solarmodule mit niedriger Eingangsspannung ihr volles Potenzial entfalten.
Die maximale Ladeleistung des internen Akkus ist auf 2.500W begrenzt, die im Labortest problemlos erreicht wurde. Möchtet ihr die volle Eingangsleistung von 5.000W in eurem Akku zwischenspeichern wird mindestens ein Zusatzakku (BP5000) benötigt. Erzeugen die angeschlossenen Solarmodule eine höhere Leistung als der Akku aufnehmen (zuzüglich Hauslast), wird überschüssige Energie in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Habt ihr in der App die Null-Export Funktion aktiviert, werden die MPPT-Eingänge auf die Leistung von eurem Hausverbrauch + Akkuladung gedrosselt.
Für einen Test der maximalen Ladeleistung der Solarbank 4 Pro mit einem BP5000 Zusatzakku haben wir alle drei Labornetzteile auf voller Leistung betrieben und zeitgleich die AC-Ladung über das Stromnetz aktiviert. Kombiniert konnten somit die 5.000W Ladeleistung erreicht werden.
Kapazität und Temperaturverhalten der Anker Solarbank 4 Pro
Um die tatsächlich nutzbare Kapazität zu ermitteln, haben wir die Anker Solarbank 4 Pro über das Hausnetz aufgeladen und mit 400W/800W/2.500W und in einem weiteren Durchgang dynamisch mit Smart-Meter entladen. Im Durchschnitt konnten rund 4.610Wh Energie entnommen werden. Dabei spielt die Ausgangsleistung nur eine untergeordnete Rolle. Die real nutzbare Kapazität war in allen Durchgängen nahezu identisch. Hierbei verbleibt eine Sicherheitsreserve von 5% im Akku. Ausgehend von der Herstellerangabe von 5.024Wh liegt die nutzbare Kapazität bei 92%. Unter Berücksichtigung der Sicherheitsreserve sind sogar 96% der Designkapazität nutzbar. Für eine vollständige Ladung werden 5.725Wh aus dem heimischen Stromnetz benötigt. Somit stehen 4.610Wh nutzbare Energie einem Energiebedarf von 5.725Wh entgegen. Die kombinierten Lade- und Entladeverluste belaufen sich auf 19% (81% Gesamteffizienz). Mit diesem Wert liegt die Anker Solarbank 4 Pro nur im durchschnittlichen Bereich. Einige Systeme der Konkurrenz schaffen hier Werte von 87%.
Im Test ist uns noch ein auffällig hoher Stromverbrauch beim Erreichen der oberen und unteren SoC-Grenze aufgefallen. Ist der Akku vollständig entladen oder geladen, werden weiterhin 36W aus dem Netz bezogen. Im Normalbetrieb liegt der Stand-by-Verbrauch bei rund 3,5W und somit vergleichsweise niedrig. Allerdings wird dieser auch zu Teilen aus dem integrierten Akku bereitgestellt. Wird die Solarbank 4 Pro ohne angeschlossenen Netzstecker betrieben, reduziert sich der Ladezustand des Akkus innerhalb von 24 Stunden um rund 3-4%. Summiert ergibt sich somit ein Verbrauch von rund 12W.
Temperaturverhalten
Wir haben das Temperaturverhalten sowohl im reinen AC-Ladebetrieb als auch im normalen Praxisbetrieb mit angeschlossenen Solarmodulen untersucht. Die Umgebungstemperatur betrug bei den Messungen rund 20°C.
Wird die Anker Solarbank 4 Pro mit der vollen AC-Ladeleistung (2.500W) aufgeladen erwärmt sich der Kühlkörper vorrangig im Bereich des Netzanschlusskabels. Nach rund 3 Stunden (Laden/Entladen) wurde mithilfe des internen Temperatursensors eine Temperatur von 55°C gemessen (59°C am Kühlkörper mit Wärmebildkamera). Ab diesem Niveau drosselt die Solarbank ihre Leistung herunter um das System zu schützen. Die Ladeleistung schwankt bis zur vollständigen Aufladung zwischen 1.500-2.500W. Wer die Solarbank vorrangig für die Nutzung mit dynamischen Stromtarifen verwenden möchte und auf eine hohe AC-Ladeleistung angewiesen ist, sollte dementsprechend auf eine gute Belüftung oder eine Zwangsventilation (Lüfter) zurückgreifen.
Im realen Betrieb mit angeschlossenen Solarmodulen und dynamischer Einspeisung (bis 2.500W) ergibt sich ein anderes Bild. Die Temperaturentwicklung verlagert sich auf die Mitte des Kühlkörpers. Trotz einer Solarmodulleistung von 3.600Wp und der dynamischen Einspeisung erreichen die Gehäusetemperaturen maximal 42°C. Dieses Verhalten lässt sich durch den hohen Wirkungsgrad des MPPT-Wechselrichters und der niedrigeren durchschnittlichen Einspeiseleistung erklären.
Zusammenfassend ist das Temperaturverhalten der Solarbank 4 Pro solide und sollte in der Praxis wenig Probleme bereiten. Wer allerdings dauerhaft das volle Leistungsspektrum ausnutzen möchte, sollte eine aktive Kühlung in Betracht ziehen. Im Vergleich zur Konkurrenz liegt die Temperaturschwelle bis zur Drosselung mit 55°C sehr niedrig. Diesen Aspekt kann man auf der einen Seite positiv zugunsten der Lebenserwartung, oder als zu konservativ für eine hohe Dauerleistung werten.
Die Anker Solarbank 4 Pro im Realbetrieb
Für unseren Test unter realen Bedingungen verbinden wir die Anker Solarbank 4 Pro mit einer Solaranlage mit insgesamt 3.600W Modulleistung. Zudem testen wir auch die Ladung mittels PV-Überschuss über das heimische Stromnetz.
Dafür steht eine weitere Solaranlage (4.000W) bereit, die direkt in das Stromnetz einspeist. Für die dynamische Einspeisung kommt ein Shelly Pro 3 EM und das neue Anker Smart-Meter Gen2 zum Einsatz. An dieser Stelle möchten wir schon einmal vorwegnehmen, dass sich die beiden Smart-Meter in Bezug auf Regelverhalten und Geschwindigkeit der Leistungsregelung nur wenig unterscheiden. Tatsächlich arbeitet der Shelly Pro 3 EM momentan aber etwas genauer und trifft den Nullpunkt besser. Im Tagesdurchschnitt liegt der Unterschied bei 0,1-0,2kWh zugunsten des Shelly.
Im Auslieferungszustand ist die Anker Solarbank 4 Pro auf eine Einspeiseleistung von 800W limitiert. Allerdings könnt ihr mithilfe der App die Ausgangsleistung problemlos auf 2.500W anheben. Für den sicheren Betrieb ist hier allerdings die Verwendung eines Wieland-Einspeisesteckers und der dazugehörigen Steckdose Pflicht. Alternativ kann die Solarbank auch an das Anker PowerDock via Schuko oder von einem Elektriker direkt (Festanschluss) an einen Stromkreis angeschlossen werden.
Aufgrund der hohen Eingangsleistung von bis zu 5.000W ist die Anker Solarbank 4 Pro inklusive Zusatzakku meist bereits zur Mittagszeit vollständig geladen. Die Kombination aus direkter Ladung über die MPPT-Eingänge und PV-Überschuss der zweiten Anlage funktioniert perfekt, sodass bis zur vollständigen Ladung so gut wie keine Energie verschenkt wird.
Steuerung mit Smart-Meter
In der Grundkonfiguration (800W) wird der Hausverbrauch bis zu dieser Grenze nahezu eliminiert. Die Regelung der dynamischen Einspeisung arbeitet ebenso zuverlässig und schnell wie bei der Solarbank 3 Pro. Anker verspricht eine Reaktionszeit von unter 3 Sekunden. Bereits nach etwas mehr als einer Sekunde beginnt das System nachzuregeln, trifft aber noch nicht sofort den Nullpunkt. Nach spätestens 2-3 Sekunden hat das System auf nahezu 0W (+-10W) eingeregelt. Lediglich sehr schnelle Lastwechsel wie Induktionskochfelder oder die Waschmaschine könnt ihr somit nicht zu 100% kompensieren. Hier wechselt der Strombezug zu häufig seinen Wert.
Werden die 2.500W Einspeiseleistung in der App freigeschaltet könnt ihr euren Tagesbedarf nahezu vollständig durch die Solaranlage decken lassen. Somit lassen sich selbst leistungshungrige Geräte wie Wasserkocher oder die Spülmaschine vollständig kompensieren. Wie bereits erwähnt, sollte für diese Leistungsklasse ein fachgerechter Anschluss (Wieland/PowerDock/Festverdrahtung) erfolgen.
Off-Grid-Betrieb
Die Anker Solarbank 4 Pro bietet eine Notstromsteckdose mit einer Ausgangsleistung von bis zu 2.500W. Ist die Solarbank mit dem Stromnetz verbunden können sogar bis zu 3.600W (2.500W Solarbank/1.100W direkt aus dem Netz) entnommen werden. Das bedeutet ihr könnt trotz der 800W Einspeisebegrenzung auch leistungshungrige Verbraucher wie Gartenpumpe, Waschmaschine oder Wasserkocher direkt an der Solarbank 4 Pro versorgen. Im Falle eines Stromausfalls kann die Solarbank sogar als unterbrechungsfreie Stromversorgung fungieren. Mit einer Umschaltzeit von 10 Millisekunden könnt ihr angeschlossene Verbraucher nahtlos weiterversorgen. Für unseren Test haben wir verschiedene Geräte in unterschiedlichen Leistungsklassen getestet. Ohne Verbindung zum Stromnetz konnten wir handelsübliche Verbraucher wie Wasserkocher, Föhn und sogar drei Kühlschränke gleichzeitig versorgen. Lediglich unsere Gartenpumpe die über einen Anlaufstrom von über 3.000W verfügt, führte zu einer Abschaltung der Steckdose.
Die Anker Solarbank 4 Pro im Winterbetrieb
Wie auch die Vorgängermodelle bietet die Anker Solarbank 4 Pro einen Betrieb bei Temperaturen von bis zu -20°C. Für den sicheren Ladebetrieb der LiFePo4 Akkuzellen integriert Anker eine Heizung die sich im Bedarfsfall zuschaltet.
Für den Test der Heizfunktion haben wir die Solarbank auf -15°C heruntergekühlt und im Anschluss den Ladevorgang gestartet. Die Heizung hat eine variable Leistungsaufnahme von 0-190W und kann sowohl über AC als auch über die Solarmodule bedient werden. Bei einer Heizleistung von 190W dauert es rund 30 Minuten bis die Akkuzellen eine Temperatur von 3°C erreicht haben und der Ladevorgang startet.
Die Ladeleistung ist direkt von der Akkutemperatur abhängig. Bei 3°C liegt diese bei rund 250-330W. Steht noch mehr Leistung zur Verfügung, wird die Heizung weiter betrieben um die Temperatur zu erhöhen. Liegt die Eingangsleistung unterhalb der möglichen Ladeleistung wird die Heizung deaktiviert um keinen Strom zu verschwenden. Wir haben euch einmal aufgelistet, welche Ladeleistung bei welcher Akkutemperatur zur Verfügung steht.
| Temperatur: | 3°C | 8°C | 12°C | 17°C |
| Ladeleistung: | 250-330W | 620W | 1.190W | 1.770W |
Ab 20-21°C steht die volle Ladeleistung von 2.500W zur Verfügung und die Heizung wird deaktiviert.
Testergebnis
Die Anker Solarbank 4 Pro ist mehr als nur ein Speicher für Balkonkraftwerke. Sie vereint eine unglaubliche Eingangsleistung von 5.000W mit hoher Kapazität und einer sehr präzisen dynamischen Nulleinspeisung. Sie ist somit die perfekte All-in-one-Lösung für alle, die sich selbst den Traum einer leistungsstarken Solaranlage erfüllen möchten. In Verbindung mit dem Anker PowerDock können sogar bis zu vier Solarbank 4 Pro miteinander agieren. Somit wird die Ausgangsleistung auf bis zu 10.000W gesteigert. Bis auf die durchschnittliche Effizienz im AC-Betrieb und dem hohen Gewicht konnten wir keine wirklichen Kritikpunkte finden. Abschließend ist die Anker Solarbank 4 Pro der leistungsfähigste Speicher, den wir bisher testen durften und erhält eine eindeutige Kaufempfehlung.
Im Vorverkauf erhaltet ihr die Solarbank 4 Pro inklusive Smart-Meter Gen2 für nur 1.599€ anstatt 1.999€. Dazu einfach den Rabatt-Coupon bei Amazon aktivieren. Mit diesem Verkaufspreis bietet sie in Bezug auf die Kapazität ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis. Noch besser wird das Angebot mit den BP5000 Zusatzakkus. Hier erhaltet ihr 5kWh Speicherkapazität für nur 1.099€ (220€/kWh)
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Welchen Speicher würdet Ihr empfehlen? Den Zendure, Marstek Venus D oder den Anker Solix ?? Bin gerade im Aufbau meines Balkonkraftwerkes, evtl. was größer. Den Shelly Pro3EM habe ich schon. Sicherungskasten bekommt es einen eigenen Stromkreis (3 Sicherungen).
Grüße
Marcus
Hallo Marcus
Alle Systeme haben ihre speziellen Vorzüge ( Optik, Effizienz, oder Leistung)
Das beste Gesamtpaket wird in diesem Jahr möglicherweise die Anker Solarbank 4 oder das neue Zendure Mix System bieten. Hohe Kapazität, viel Eingangsleistung und ein moderater Preis. Für die Kapazität sind beide Systeme ein sehr guter Deal. Allerdings hatten wir diese bisher noch nicht im Test. Auch von Hoymiles kommt in diesem Jahr noch etwas neues. Dementsprechend bleibt es spannend.
Hallo,
danke für den Bericht! Ich muss mal so doof fragen: Du schreibst die Labornetzteile liefern 60V. Lt. Datenblatt kann der Zendure nicht nur 14-55V im MPPT Bereich, sondern auch nur 55V Spitze. Damit hättest du das Gerät mit den 60V beschädigt, was offensichtlich nicht der Fall war. Also der Zendure kann auch 58-60V ab? Ich frage so doof, da die Trina 144 Zellen Module ja tatsächlich bei kalten Temperaturen über die 55V kommen könnten (rechnerisch 57-58V).
Hallo Kaktus
Die 60v sind die maximale Betriebsspannung des Netzteils. Wir können diese aber im Bereich von 1-60V Stufenlos regeln. Wir testen generell nur innerhalb der Herstellerangaben. Übersteigt die Eingangsspannung den zulässigen Bereich, schaltet das Zendure mit einer Fehlermeldung ab. Dennoch sollte man die Systeme nicht im Grenzbereich betreiben. Überspannung kann das System eher schädigen als ein zu hoher Strom.
Gruß
Micha
Ah, das habe ich im Testbericht dann tatsächlich falsch verstanden. IIch bin davon ausgegangen, das zum Aufladen die Einstellung 21A/60V war. Deine Aussage von vor 19 Tagen in den Kommentaren ist dann auch verwirrend: “Wichtig ist nur das man die Eingangsspannung von maximal 60V nicht überschreitet.”
Du hast Recht. Da ist mir ein Fehler unterlaufen. Es hätte 55 V heißen müssen. Habe den Kommentar angepasst.
Danke und gruß
Micha
verstehe ich nicht, denn auch mit 800W hätte das Gerat, was ja kein Steckersolargerät nach Norm ist, in Deutschland ja keinen Schukostecker. Wie alle Hersteller macht hier jeder was er will und der Endkunde steht im Regen. Im Marktstammdatenregister bestätigt der Betreiber den normgerechten Anschluss und das ist an diesem Gerät niemals ein Schukostecker. Plug inPower 1.0, laut lach von mir.
Nach der neuen VDE ARN 4105 könnte die Solarbank 4 Pro mittels Formular F1.2 selbst angemeldet werden. Allerdings setzt dies eine Einspeiseleistung von maximal 800W vorraus. Aufgrund der Tatsache das sie bis zu 2500W einspeisen kann wäre die Installation mit Wieland Stecker an einem Endstromkreis die sinnvollste Alternative.
Gruß
Micha
auch mit 800VA wäre ein Wieland nach dieser Norm erforderlich. Ansonsten definierst du übrigens den Endstromkreis falsch, genau wie Laudeley und sein komischer neuer Kumpel.😉
Hallo Heiko
Du hast vollkommen Recht, korrekt müsste es dedizierter Stromkreis oder Eigenstromkreis heißen. Der Begriff Endstromkreis hat sich bei den Herstellern etabliert obwohl er eigentlich nicht korrekt ist. Ich werde in Zukunft darauf achten.
Bis zu einer Modulleistung von 960Wp wäre der Schuko Stecker nutzbar. Alles was darüber geht wäre wiederum der Wieland oder eine Festverdrahtung notwendig.
Gruß
Micha
Ja aber doch nur an einem Steckersolargerät mit 960Wp das nach der DIN VDE V 0126-95 auch so zertifiziert und verkauft wurde, wozu auch nach der neuen 4105 der nun sogenannte “Kleinstspeicher” doch gar nicht zählt. Grüße von der T-X übrigens. 😉 Ich glaube du machst das schon ganz gut hier.
Das ist so nicht ganz richtig. Du kannst Kleinstspeicher mittels Formular F12.2.2 mit einer Leistung von 800VA und 960W mit Schuko-Stecker anmelden. Bis 2000wp dann der Wieland oder Fest und alles was darüber geht über den Elektriker. Steckerfertige Solaranlagen die nach VDE0126-95 als Set Zertifiziert sind gibt es meines Wissens nach auch noch gar nicht auf dem Markt. Im Endeffekt läuft es darauf Hinaus das die Mehrheit der Netzbetreiber Anlagen bis 800W und 2000Wp Modulleistung über die vereinfachte Anmeldung für Balkonkraftwerke duldet Es ist schwer sich hier komplett Normkonform zu verhalten. Es ist auch für die Nutzer undurchsichtig was sie… Weiterlesen »
stimmt leider nicht, da der “Kleinstspeicher” bis 800VA, niemals ein Steckersolargerät werden kann nach DIN VDE V 0126-95 mit bis zu 960Wp, was einen Schukostecker ermöglichen würde. Eigentlich wurde in der in der neuen VDE-AR-N 4105 nur eine zusätzliche Anmeldemethode für diesen “Kleinstspeicher” bis 800VA durch den Betreiber geschaffen. Der Rest in Bezug auf den Anschluss eines Speichers, was jede Solarbank von Anker zweifelfrei sein sollte, ändert sich dort nicht. Ob ein Netzbetreiber dieses duldet, sei mal dahingestellt, denn der normgerechte Anschluss wird vom Betreiber bei der Anmeldung im Marktstammdatenregister bestätigt, dieses wird vom Netzbetreiber also nicht geprüft, da der… Weiterlesen »
Es hätte mal gesagt es ist eine Inselanlage und kein Balkonanlage.
Toller Test, vielen Dank dafür!
Eine Frage zum Overpaneling (je zwei parallel geschaltete Module je MPPT und bei euch als “Realbetrieb” beschrieben): kann man das einfach so machen oder muss man streng darauf achten, dass der summierte Strom der beiden Paneele nicht den spezifizierten Strom des Wechselrichters übersteigt?
Konkret: Wäre es bei einer Ost-West-Ausrichtung sicher wenn ich Paneele mit 450W und einem Kurzschlussstrom (Isc): ca. 14 A (parallel = 28 A) verwende wenn der Zendure einen Kurzschlussstrom von 22 A ausweist?
Hallo Simon
Der kurzschlusstrom ist nicht unbedingt relevant, da das Solarflow den Eingangsstrom selbständig begrenzt. Wichtig ist nur das man die Eingangsspannung von maximal 55V nicht überschreitet. Dennoch empfiehlt es sich den Eingang nicht zu stark überzubelegen. Am Solarflow2400 gibt es aber bisher keine bekannten Probleme in der Hinsicht.
gruß
Micha
Hallo Micha,
vielen dank für die schnelle Antwort. Bitte gestatte mir noch eine weitere Frage:
Laut Zendure greift die 10 jährige Garantie nur, wenn man (uA) bei einem autorisierten Händler kauft. Gibt es eine Liste solcher Händler? Bei Zendure kann ich leider nichts finden.
Mit besten Grüßen
Auf der einen Seite steht dies in den Garantiebestimmungen von Ende 2025, andererseits hat Zendure 2026 eine Mitteilung veröffentlicht, die das etwas relativiert: https://www.zendure.de/pages/offizielle-genehmigungserklarung
Ich würde ggf. vorab bei Zendure mit dem Händlernamen nachfragen.