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Anker Solarbank 4 Pro vs Hoymiles HiBattery 4020 X – Das Duell der Meister!

Der Markt für Balkonkraftwerke und Plug-and-Play-Speichersysteme hat sich in den letzten Jahren rasant weiterentwickelt. Wo früher kleine 1,6kWh-Akkus mit externen Mikrowechselrichtern den Ton angaben, stehen heute echte Schwergewichte auf der Matte. Die Grenzen zwischen klassischen Balkonkraftwerk-Speichern und vollwertigen Heimspeichersystemen verschwimmen immer mehr.

Solarbank 4 vs HiBattery 4020

Mit der Anker Solarbank 4 Pro (zum Test) und der Hoymiles HiBattery 4020X (zum Test) schicken zwei der bedeutendsten Branchengrößen ihre aktuellen Flaggschiffe ins Rennen. Beide Geräte setzen auf integrierte Wechselrichter, riesige Kapazitäten um die 4 bis 5kWh, 4 MPPT-Eingänge und Einspeiseleistungen von bis zu 2.500W. Doch welches System hat im Praxistest die Nase vorn? Wir haben die beiden Giganten miteinander verglichen und zeigen Euch, wo die jeweiligen Stärken und Schwächen liegen.

Die Daten im Direktvergleich

Bevor wir tief in die Praxis eintauchen, lohnt sich ein Blick auf die harten Fakten. Beide Hersteller lassen bei den Leistungsdaten gehörig die Muskeln spielen:

Anker Solarbank 4 Pro Hoymiles HiBattery 4020X
Akkukapazität (Basis) 5.024Wh (LiFePO4) 4.020Wh (LiFePO4)
Max. Kapazität (Erweiterung) bis 30kWh (5x BP5000) bis 16kWh (3x HiBattery 4020S)
MPPT-Eingänge 4 (je 1.250W / max. 5.000W) 4 (je 1.000W / max. 4.000W)
AC-Einspeiseleistung 800W regelbar bis 2.500W 800W regelbar bis 2.500W (1.850W ohne Zusatzakku)
Netzladung (AC) bis zu 2.500W bis zu 2.500W (2.150W ohne Zusatzakku)
Off-Grid / Steckdose 2.500W 2.500W (inkl. Einbindung externer Wechselrichter)
Schutzklasse IP66 IP66
Gewicht & Abmessungen 50kg / 460 x 305 x 355mm 42kg / 520 x 384 x 199mm
Smart-Meter Integration Anker, Shelly Pro 3EM, Ecotracker Hoymiles, Shelly Pro 3EM, Ecotracker
Preis pro kWh ca. 300€/kWh ca. 250€/kWh

Design, Verarbeitung und Lieferumfang

Schon beim Auspacken wird klar, dass hier keine Leichtgewichte auf dem Prüfstand stehen. Die Anker Solarbank 4 Pro bringt stattliche 50kg auf die Waage. Dank der beiden massiven seitlichen Tragegriffe lässt sie sich zu zweit dennoch gut rangieren. Anker bleibt seiner Linie treu: abgerundete Kanten, perfekte Spaltmaße und eine Gehäusequalität auf absolutem Premium-Niveau. Im Lieferumfang befinden sich neben dem Akku das neue Anker Smart-Meter Gen2, Wandfixierungswinkel und Werkzeug.

Die Hoymiles HiBattery 4020X ist mit 42kg etwas leichter, baut dafür flacher und breiter (520 x 384 x 199 Millimeter). Das schlanke Design mit schwarzer Hochglanzfront erinnert stark an moderne Heimspeicher. Ein echtes Highlight der Hoymiles ist das integrierte Display mit Touch-Bedienung, das den Ladestatus sowie die Ein- und Ausgangsleistungen direkt am Gerät ablesbar macht. Zudem schreibt Hoymiles das Thema Sicherheit groß. Ein integriertes Feuerlöschsystem, temperaturüberwachte MPPT-Eingänge und Erweiterungsports sowie ein redundantes BMS-Zellüberwachungssystem bietet sonst kein anderer Hersteller. Beim Lieferumfang legt Hoymiles das Nötigste bei, patzt allerdings bei der Kabellänge: Das mitgelieferte AC-Anschlusskabel ist mit 1,5 Metern spürbar zu kurz geraten. Zudem zeigte unser frühes Testmuster der HiBattery leichte Schwächen bei den MC4-Buchsen, die nicht ausreichend gegen Verdrehen gesichert waren. Laut Hersteller soll dies in der Serie behoben sein.

Leistungsdaten und PV-Anbindung: Wer bietet mehr Power?

Beide Speichersysteme sprengen die bisherigen Grenzen von Stecker-Solaranlagen.

Die Anker Solarbank 4 Pro glänzt mit 4 MPPT-Trackern, die jeweils bis zu 1.250W aufnehmen. Das ergibt eine theoretische PV-Eingangsleistung von gewaltigen 5.000W. Dank des maximalen Eingangsstroms von 36A pro Tracker schließt Ihr problemlos bis zu 12 Solarmodule (jeweils 3 parallel) an. Wer bereits ältere Anker-Akkus (BP1600 oder BP2700) besitzt, kann diese erfreulicherweise mit dem neuen System weiter nutzen oder auf die BP5000-Blöcke aufstocken.

Hoymiles muss sich mit der HiBattery 4020X keineswegs verstecken. Hier stehen 4 MPPTs mit insgesamt 4.000W zur Verfügung. Doch Hoymiles hat noch ein Ass im Ärmel: Über die Off-Grid-Steckdose lässt sich ein externer Mikrowechselrichter mit bis zu 2.500W einbinden! Kombiniert Ihr die MPPT-Eingänge und den AC-Eingang, verkraftet das System eine Gesamteingangsleistung von unfassbaren 6.500W. Das gilt allerdings nur, wenn Ihr die Kapazität durch Zusatzakkus erweitert.

Wichtiger Hinweis zur Registrierung & Gesetzgebung:

Beide Geräte lassen sich in der Software von 800W auf bis zu 2.500W Ausgangsleistung einstellen. Da sie technisch mehr als die zulässigen 800W ins Hausnetz einspeisen können, greift das vereinfachte Anmeldeverfahren für Balkonkraftwerke bei beiden Modellen rein rechtlich nicht mehr. Für einen absolut normkonformen Betrieb muss ein Elektriker beide Systeme im Marktstammdatenregister und beim Netzbetreiber wie eine reguläre Dach-PV-Anlage anmelden.

Nulleinspeisung und Smart-Meter-Integration

Ein Speicher ist nur so gut wie seine Steuerung. Das Ziel beider Systeme ist die perfekte Nulleinspeisung, damit kein wertvoller Solarstrom unvergütet ins öffentliche Netz fließt.

Anker setzt hier auf sein Smart-Meter der Generation 2, ist aber auch zum Shelly Pro 3EM und zum Everhome Ecotracker kompatibel. Das Anker Smart-Meter benötigt nur noch eine Teileinheit im Sicherungskasten und überzeugt im Test durch das Dual-Circuit-Monitoring: Es überwacht gleichzeitig den Hausanschluss und eine zweite Erzeugungsanlage (z. B. eine bestehende Dach-PV). Die Nulleinspeisung der Solarbank 4 Pro arbeitet im Alltag zuverlässig und schnell. Das beste Regelverhalten konnten wir mit dem Shelly Pro 3EM erzielen. Bei plötzlichen Lastwechseln, etwa wenn Ihr einen Verbraucher einschaltet, passt das System die Leistung in unter 3 Sekunden an.

Hoymiles geht hier einen ähnlichen Weg. Die HiBattery 4020X kommuniziert nicht nur mit den hauseigenen Smart-Metern, sondern unterstützt ab Werk auch den Shelly Pro 3EM sowie den Everhome Ecotracker. In der Praxis erwies sich die Nulleinspeisung von Hoymiles als extrem schnell und präzise. Die Regelung steht der von Anker in nichts nach und reagiert sogar noch etwas schneller und souveräner auf Schwankungen im Hausverbrauch.

App-Steuerung und Funktionsumfang

Bei der Software bieten beide Hersteller funktionale App-Steuerungen, die sich vor allem in der Darstellung unterscheiden. Technisch und in den Möglichkeiten der Konfiguration liegen beide gleichauf.

Anker App: Gewohnt aufgeräumt, intuitiv und optisch ansprechend. Neben der automatischen Nulleinspeisung bietet Anker vordefinierte Modi für zeitgesteuertes Laden, dynamische Stromtarife (z. B. Tibber) sowie umfassende Statistiken. Die Ersteinrichtung gelingt selbst Laien in wenigen Minuten.

Hoymiles S-Miles Home App: Richtet sich etwas mehr an technisch versierte Nutzer. Die Visualisierung des Energieflusses auf dem Dashboard ist detailliert und übersichtlich. Auch hier sorgen verschiedene Betriebsmodi für ein umfangreiches Funktionsspektrum: ein TOU-Modus (zeitgesteuert), eine dynamische bedarfsgerechte Einspeisung und ein KI-unterstützter Modus für dynamische Stromtarife. Über die MQTT-Schnittstelle bindet Ihr das Speichersystem zudem ins Smart Home (z. B. Home Assistant) ein.

Praxisbetrieb, Effizienz und Winterverhalten

Im täglichen Testbetrieb zeigen beide Probanden hervorragende Leistungswerte, offenbaren im Laboraufbau aber auch kleine Schwächen bei der AC-Wirkungsgradmessung.

Nutzbare Kapazität:

Bei der Anker Solarbank 4 Pro lassen sich von den nominellen 5.024Wh im Realbetrieb hervorragende 4,61kWh entnehmen (bei 5% Rest-SoC). Die Hoymiles HiBattery 4020X stellt von ihren 4.020Wh effektiv 3,55kWh (bei 10% Rest-SoC) zur Verfügung. Beide Werte zeugen von qualitativ hochwertigen LiFePO4-Zellen und einer hohen Wechselrichtereffizienz.

Effizienz:

Beim AC-AC-Wirkungsgrad (Umwandlungsverlust beim Laden aus dem Netz und Wiedereinspeisen) erreichen beide Systeme Werte von knapp 81-82%. Das ist solide, aber nicht absolute Oberklasse. Hier fordern die integrierten All-in-one-Wechselrichter und der Standby-Verbrauch ihren Tribut. Beim Eigenverbrauch schneidet Hoymiles mit sehr niedrigen 7,5W Standby-Verbrauch hervorragend ab, während die Anker Solarbank 4 Pro mit durchschnittlich 12W (und bis zu 36W am oberen und unteren SoC) deutlich mehr verbraucht.

Temperatur und Winterbetrieb:

Beide Speicher verfügen über eine integrierte Akkuheizung und sind nach IP66 voll outdoor-fähig. Selbst bei tiefen Temperaturen von bis zu -20°C nehmen die Akkus Ladung auf, weil das System den Speicher vor dem Ladevorgang schonend erwärmt. Bei der Hoymiles HiBattery 4020X ließ sich die Heizfunktion in unserem Test bisher nicht aktivieren. Laut Hoymiles wird die Heizfunktion aber im September/Oktober 2026 per Firmware-Update nachgereicht. Sowohl die Solarbank 4 Pro als auch die HiBattery 4020X produzieren im Betrieb ordentlich Abwärme. Während die Solarbank die Verlustleistung etwas besser abführen kann, liegt das Temperaturniveau der HiBattery deutlich höher. Allerdings ist hier die Schwelle bis zur Leistungsdrosselung auch deutlich höher. Für beide Systeme empfiehlt sich ein gut belüfteter Aufstellort oder ein aktives Kühlkonzept.

Welches Speichersystem gewinnt das Duell?

Sowohl die Anker Solarbank 4 Pro als auch die Hoymiles HiBattery 4020X sind beeindruckende Meisterwerke moderner Speichertechnologie. Sie zeigen eindrucksvoll, wozu moderne All-in-one-Systeme im Jahr 2026 fähig sind.

Der Gesamtsieger – Anker Solarbank 4 Pro:

Anker Solarbank 4 Pro Gewinner

Anker holt sich knapp den Gesamtsieg. Die Solarbank 4 Pro überzeugt durch ein makelloses Verarbeitungsniveau, gigantische 5kWh Kapazität bereits im Basisgerät, 5.000W PV-Eingangsleistung und das tolle Smart-Meter Gen2. Wenn Ihr ein rundum solides, sehr hochwertiges und erweiterbares System sucht, ist die Solarbank 4 Pro die derzeitige Referenz auf dem Markt.

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Der Preis-Leistungs-Sieger & Flexibilitäts-König – Hoymiles HiBattery 4020X:

HiBattery 4020 X Preis Leistung

Hoymiles liefert eine grandiose Vorstellung ab. Wenn Ihr ein bereits bestehendes Balkonkraftwerk über den AC-Eingang einbinden möchtet und die derzeit schnellste und genaueste dynamische Einspeisung sucht, findet Ihr in der HiBattery 4020X ein extrem flexibles Kraftpaket. Zudem glänzt der Speicher mit Sicherheitsaspekten, die kein anderer Hersteller auf dem Markt bietet. Mit einem Straßenpreis von rund 1.000€ bietet Hoymiles ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis, das mit den 899€ teuren Zusatzakkus zum echten Schnäppchen im High-End-Segment avanciert.

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Unser Fazit: Beide Speicher gehören momentan zur absoluten Spitzenklasse. Die Wahl hängt letztlich davon ab, ob Ihr die maximale Kapazität und Premium-Verarbeitung von Anker sucht oder preisbewusst der Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit von Hoymiles vertraut.

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