Blackview @ IFA 2026: XPLORE 6 Pro, Doppelmonitor und Gaming-Laptop
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Blackview rückte auf der IFA 2026 in Berlin in Halle 3.2 an Stand 171 drei Geräte nach vorn, die kaum weiter auseinanderliegen könnten: das Outdoor-Handy Xplore 6 Pro mit MediaTeks Dimensity 9400+, einen tragbaren Doppelmonitor für den Laptop und einen Gaming-Laptop mit GeForce RTX 5060. Eine Firma, die vor drei Jahren fast nur robuste Handys verkauft hat, bedient damit die Baustelle, den Schreibtisch und das Spielezimmer.
Einen deutschen Preis nennt Blackview bisher für den Doppelmonitor und den Gaming-Laptop, kaufen lässt sich davon nur der Monitor. Das Outdoor-Handy steht im deutschen Blackview-Shop noch gar nicht. Der Marktstart der Xplore 6-Serie ist für Oktober geplant, ein genaues Datum steht noch nicht fest. Danach will Blackview den Verkauf schrittweise auf Europa ausweiten, ein Termin für Deutschland ist noch offen. Am Stand haben wir uns angesehen, wie sich die drei Geräte nebeneinander schlagen.
XPLORE 6 Pro: Dimensity 9400+ und Wärmebild im Outdoor-Handy
Das Xplore 6 Pro ist Blackviews Antwort auf den Vorwurf, robuste Handys hinkten technisch zwei Klassen hinterher. Verbaut ist ein MediaTek Dimensity 9400+, gefertigt in 3 Nanometer und mit bis zu 3,63GHz getaktet, also ein Chip aus MediaTeks oberster Reihe. In Blackviews eigenen Outdoor-Modellen war bisher Mittelklasse üblich: der Dimensity 6300 im BL7000 Pro, der Dimensity 7050 im Xplore X1 Pro, der Dimensity 8300 im XPLORE 2 Satellite.
Der Rest des Datenblatts passt dazu. Blackview nennt ein AMOLED-Panel mit 6,73 Zoll, 3200 x 1440 Pixel und 120Hz, dazu ein zweites Display mit 1,47 Zoll auf der Rückseite. Verbaut sind 18GB LPDDR5X, wahlweise 512GB oder 1TB UFS-4.1-Speicher, WiFi 7 und ein Akku mit 12.000mAh, der mit 120W über Kabel und 80W kabellos lädt. Die Rückseite trägt drei Kameras mit je 50MP, darunter ein Periskop-Teleobjektiv, das in dieser Geräteklasse bisher praktisch nicht vorkam. Als System läuft DokeOS 5.0 auf Basis von Android 16, geschützt ist das Gehäuse nach IP68, IP69K und MIL-STD-810H.
Vom einfachen XPLORE 6 unterscheidet sich das Pro-Modell durch ein Wärmebildmodul mit 256 x 192 Pixel. Blackview nennt Inspektionen, Fehlersuche und Notfalleinsätze als Zweck, und genau dafür kaufen Betriebe solche Geräte. Für diese Aufgaben ist die Auflösung die passende Größenordnung.
Zwei Zahlen gehören zur Einordnung: 428 Gramm und 18,2 Millimeter. Das ist ein Gerät für die Werkzeugtasche. Ein 12.000mAh-Akku, ein Wärmebildmodul und ein Gehäuse nach MIL-STD-810H brauchen diesen Platz.
Beim System lohnt ein Blick auf die Update-Frage. Blackview garantiert für DokeOS keinen Zeitplan für Android-Updates. Ob und wann neue Android-Versionen kommen, hängt laut Hersteller von den jeweiligen Projektzielen ab und lässt sich derzeit nicht genau bestimmen.
DCM8 Pro: zwei Zusatzschirme für den Laptopdeckel
Der DCM8 Pro ist das Gegenstück zum Outdoor-Handy, nämlich ein Bürogerät. Zwei IPS-Panels mit je 15,3 Zoll sitzen in einem aufklappbaren Rahmen, der hinter den Laptopdeckel geklemmt wird und links und rechts je einen Zusatzschirm ausfährt. Aus einem Bildschirm werden drei. Gedacht ist das für Notebooks von 14 bis 17,3 Zoll, angeschlossen wird über zwei USB-C-Anschlüsse, über die auch Ton und Strom laufen. Am Stand hing der Rahmen an Blackviews eigenem Notebook AceBook 5.
Bei der Auflösung lohnt das Hinsehen. Jedes Panel zeigt 1920 x 1200 Pixel im Format 16:10 und damit 120 Bildzeilen mehr als ein üblicher 16:9-Schirm. Genau die merkt ihr bei Text und Tabellen. Dazu nennt Blackview 300 Nits, 100 Prozent sRGB, 60Hz, 5ms Reaktionszeit, ein Zertifikat des TÜV Süd für reduziertes Blaulicht und einen eingebauten Lautsprecher. Das sind solide Bürowerte, und genau darauf zielt der DCM8 Pro.
Das stärkste Argument ist das Gewicht: 1,2 Kilogramm bei 21 Millimetern Bauhöhe. Unser Test des Monduo 16 Pro Duo (zum Test), derselbe Gedanke mit zwei 16-Zoll-Schirmen, brachte 1,9 Kilogramm auf die Waage, und das war schon die Grenze dessen, was neben einem Laptop täglich in den Rucksack wandert. Blackview spart 700 Gramm, dafür sind die Panels etwas kleiner und auf Büroarbeit abgestimmt.
In Deutschland kostet der DCM8 Pro im freien Handel 269€, im hauseigenen deutschen Shop dagegen 309,90€.
GamiBook 16: GeForce RTX 5060 in einem 16-Zoll-Notebook
Das GamiBook 16 (zur Ankündigung) ist der handfesteste Teil dieser Verbreiterung, weil hier durchweg bewährte PC-Technik zum Einsatz kommt. Die Grafik übernimmt eine GeForce RTX 5060 Mobile mit 8GB Videospeicher und 115W TGP, als Prozessor kommt ein Intel Core i7-13650HX mit 14 Kernen und 20 Threads. Der Bildschirm misst 16 Zoll, löst mit 2560 x 1600 Pixel auf und schafft 300Hz. Dazu kommen 16GB DDR5, eine 1TB-SSD nach PCIe Gen4 und ein zweiter freier M.2-Steckplatz, Windows 11 Pro ist vorinstalliert, der Akku fasst 80Wh und lädt mit 100W.
Zwei Punkte zur Einordnung. Der Prozessor stammt aus dem Jahr 2023, und der Arbeitsspeicher liegt bei 16GB. Bei den aktuellen Speicherpreisen ist das eine nachvollziehbare Entscheidung, und für Spiele trägt vor allem die RTX 5060 mit ihren eigenen 8GB Videospeicher. Mit 2,5 Kilogramm ist das GamiBook 16 ein Notebook für den Schreibtisch.
Im deutschen Blackview-Shop steht das GamiBook 16 mit 2.153,95€ in der Liste, bestellen lässt es sich dort bisher nicht. Wer sofort einen Laptop von Blackview will, greift zum kleineren GamiBook 6 mit AMD Ryzen 7 7735HS, Radeon-Grafik, 16GB RAM und 512GB SSD, das im deutschen Handel 659€ kostet. Es ist ein anderes Gerät, kein kleiner Bruder mit derselben Grafik.
Blackview GamiBook 16 beim Hersteller
MEGA 12: das Tablet für den Hochdruckreiniger
Daneben führt Blackview weiterhin das MEGA 12. Der Hersteller reklamiert für das 12,2-Zoll-Tablet die erste vollständige IP69K-Zertifizierung in einem 5G-Tablet, also Hochdruck- und Dampfstrahlreinigung statt nur Regenschutz. Der Akku fasst 10.000mAh und lädt mit 55W, trotz der Dichtungen bleibt es bei 8,2 Millimetern und 690 Gramm. Die Ausführung mit 12GB und 256GB kostet bei Amazon 338,88€, im deutschen Blackview-Shop 449,90€. Eingabestift, Magnettastatur und Maus liegen bei. Für ein Tablet, das den Hochdruckreiniger übersteht, ist das ein fairer Kurs.
Unsere Einschätzung
Blackview kam mit zwei Geschichten nach Berlin. Die eine ist das XPLORE 6 Pro, und die ist stark: ein Spitzenchip, ein Periskop-Tele, 12.000mAh und ein Wärmebildmodul in einem Gehäuse nach MIL-STD-810H, diese Zusammenstellung ist uns bei Outdoor-Handys bisher nicht begegnet. Wie gut die Kameraabstimmung im Alltag trägt, zeigt der Test.
Die zweite Geschichte sind die neuen Produktgruppen. Beim DCM8 Pro ist Blackview dort am weitesten: Der Monitor steht längst im deutschen Handel und liegt preislich unter vergleichbaren Doppelschirmen. Dass am Stand daneben auch noch die erste Spielekonsole der Marke (zur Ankündigung) stand, zeigt, wie breit Blackview inzwischen aufgestellt ist. Unser Test des Blackview MP50 (zum Test) hat gezeigt, dass die Technik außerhalb der Handysparte trägt, wenn der Preis stimmt. Für euch heißt das: Blackview ist längst mehr als eine Outdoor-Handy-Marke, und der Doppelmonitor ist der beste Beleg dafür.
- werkzeuglos aufrüstbar (RAM & SSD)
- vorinstalliertes und aktiviertes Windows 11 Pro
- großzügiger Lieferumfang (Tastatur, Maus, VESA)
- sehr kompakt und gut verarbeitet
- kräftige Vega-8-Grafik (für die Klasse)
- Dual-4K über HDMI und DisplayPort
- schnelle vordere USB-Anschlüsse
- veralteter Prozessor (2019)
- schwaches Preis-Leistungs-Verhältnis
- hörbarer, hochfrequenter Lüfter
- kein USB-C Anschluss
- Single RAM Steckplatz (nicht erweiterbar)
- langsamere SATA- statt NVMe-SSD
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