Oscal mit eigenem Balkonkraftwerk auf der Intersolar 2026
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Auf der Intersolar 2026 in München tummeln sich erneut die üblichen Verdächtigen aus der Powerstation- und Heimspeicher-Branche, und mittendrin auch Oscal. Die Marke aus dem Hause Blackview hat sich in den letzten Jahren vor allem mit einem soliden Preis-Leistungs-Verhältnis einen Namen gemacht und zeigt in München, wohin die Reise geht: weg von der reinen Camping-Powerstation, hin zu All-in-One-Lösungen für den Balkon und zum modularen Heimspeicher. Wir haben Oscal am Stand besucht und uns die Neuheiten und Klassiker etwas genauer angeschaut.
Kleiner Stand, große Geräte
Im Vergleich zu den riesigen Messeauftritten mancher Mitbewerber fiel der Oscal-Stand eher kompakt aus, dafür aber angenehm übersichtlich und aufgeräumt. Wir mussten uns nicht durch endlose Produktwände kämpfen, sondern bekamen die wichtigsten Geräte direkt und ohne Schnickschnack präsentiert. Und „klein“ bezieht sich hier wirklich nur auf die Standfläche, denn aufgefahren wurde auch das ganz schwere Geschütz: Sogar die wuchtigen PowerMax 6000 standen mit am Start. Die großen Brummer liefert bis zu 6.000W Ausgangsleistung und lässt sich mit zusätzlichen BP3600-Akkus auf bis zu 57,6kWh ausbauen, also genau jene Hausnummer, die hierzulande eher selten gebraucht wird, in Offgrid-Szenarien aber durchaus ihre Daseinsberechtigung hat. Im Video haben wir uns auf das Balkonkraftwerk fokussiert.
Power Storage 2000 – das Balkonkraftwerk im Fokus
Der für uns interessanteste Kandidat am Stand war das Power Storage 2000. Dabei handelt es sich um ein All-in-One-Balkonkraftwerk mit 3-in-1-Architektur. Über vier MPPT-Eingänge nimmt das System bis zu 2.400W Solarleistung auf, die Ausgangsleistung liegt bei 1.200W (bidirektional), und der Speicher lässt sich modular und kabellos von 1.920Wh auf bis zu 9.600Wh erweitern. Damit rückt das Gerät leistungstechnisch schon in Richtung fest installierter Hausspeicher vor.
Per App lässt sich das System mit dynamischen Stromtarifen wie Tibber, Nord Pool oder Octopus Energy verknüpfen und das Laden und Entladen automatisieren, sprich: günstigen Strom ziehen und dann einspeisen, wenn er teuer ist. Wie zuverlässig das im Alltag läuft, muss ein Test zeigen. Entscheidend ist am Ende, dass die App sauber funktioniert. Oscal verspricht im Vollausbau Einsparungen von bis zu 2.600 Euro pro Jahr, eine Zahl, die Ihr wie immer mit der nötigen Portion Skepsis und Blick auf die eigene Anlage einordnen solltet. Hinzu kommen eine USV-Funktion (10 Millisekunden Umschaltzeit), reiner Sinus-Output und eine zehnjährige Garantie.
Die Klassiker: PowerMax 1800SE und PowerMax 2400 Pro
Neben dem Balkonspeicher durften natürlich auch die bewährten Powerstations nicht fehlen. Die beliebte PowerMax 1800SE zählt nach wie vor zu den Verkaufsschlagern und bringt eine LiFePO4-Batterie mit 1.024Wh sowie eine Dauerleistung von 1.800W mit. Per BP1800-Erweiterung lässt sich die Kapazität auf 2.048Wh verdoppeln. Geladen wird mit bis zu 800W Solar oder per AC in rund 1,5 Stunden. Eine USV-Funktion und 15,5kg Gewicht machen sie zum praktischen Allrounder für Camping wie Notstrom.
Eine Nummer größer wird es bei der PowerMax 2400 Pro. Sie startet mit 2.016Wh und 2.400W Dauerleistung (4.800W Peak) und lässt sich mit bis zu zehn BP2400-Pro-Modulen auf 22.176Wh erweitern. Über zwei MPPT-Eingänge nimmt sie bis zu 1.500W Solar auf, lädt per AC in rund 74 Minuten auf 80% und bietet insgesamt 16 Anschlüsse. Mit an Bord sind außerdem ein Dual-Lautsprecher-System, ein 1.000-Lux-Display und sogar die Möglichkeit zur Netzeinspeisung. Auch hier setzt Oscal auf reinen Sinus, eine integrierte USV-Funktion und LiFePO4-Zellen mit über 3.500 Ladezyklen.
Unsere Einschätzung
Oscal positioniert sich klar als Preis-Leistungs-Marke, und genau das macht das Portfolio interessant: vom handlichen Notstromspeicher über die modulare Mittelklasse bis hin zum dicken PowerMax 6000 ist für nahezu jedes Szenario etwas dabei. Echte Blackouts kennen wir in Deutschland dank redundantem Stromnetz und schwarzstartfähigen Kraftwerken zum Glück höchstens punktuell. Die riesigen Offgrid-Setups bleiben hierzulande also eher Nische. Das Power Storage 2000 dagegen trifft mit der Anbindung an dynamische Tarife einen Nerv und könnte preislich spannend werden. Dass Oscal das kann, haben andere Produkte des Herstellers bereits gezeigt.
Spannend bleibt es auch in den kommenden Monaten: Zur IFA will Oscal noch einmal nachlegen und weitere Produkte vorstellen. Das Balkonkraftwerk soll im Anschluss in den Verkauf starten. Wir sind gespannt, wie sich Preis und reale Erträge dann entwickeln.
Solltet Ihr Interesse an einem Test des Power Storage 2000 haben, hinterlasst uns einfach einen Kommentar.
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