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Google Fitbit Air im Test: Das 100€-Fitnessarmband für Jedermann?

Getestet von Benjamin Kalt am
Vorteile
  • extrem leicht und kompakt
  • vier Farben zur Auswahl
  • sehr hoher Tragekomfort
  • gutes Tracking mit Google Health
  • über eine Woche Akkulaufzeit
  • intelligenter Wecker mit Vibration
Nachteile
  • kein GPS und kein NFC
  • App- und Google Konto-Zwang
  • rein passives Tracking
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Mit dem Fitbit Air spielt Google seit wenigen Wochen im Bereich der Fitnessarmbänder ohne Display eine Rolle. Dieses Gerät benachrichtigt euch also nicht über Anrufe und Nachrichten, sondern ist ein passiver Begleiter, der sich nur um die Aufzeichnung eurer Fitnessdaten und Schlafdetails kümmert. Es handelt sich also quasi um eine Google Pixel Watch 4 (zum Test) ohne Bildschirm und Tasten, oder App-Nutzung, oder aktive Nutzung.

Google Fitbit Air Banner IV

Auf der anderen Seite steht die neue Google Health-App, über die wir schon sehr ausführlich berichtet haben. Sie ist der Nachfolger der Fitbit-App und überzeugt mit einem schicken UI, während der KI-Gesundheitsassistent zumindest bei mir recht nutzlos daherkommt. Die gute Nachricht ist, dass dieser KI-Assistent sowieso hinter einer Bezahlschranke versteckt ist, und ein monatliches Abo nicht notwendig ist.

Das Google Fitbit Air kostet 100€, war während der Vorbestellerphase aber durch Guthaben im Google Store schon für rund 60€ zu haben. Damit spielt der Suchmaschinenriese eher in einer Liga mit dem Amazfit Helio Strap und unterbietet Whoop um Längen. Alle Details zum Google Fitbit Air erfahrt ihr hier im Testbericht!

Abmessungen, Design & Verarbeitung

Das Google Fitbit Air ist in vier Farbvarianten erhältlich: Obsidian, Berry, Lavender und Fog. Ich habe mich für den pastellblauen Farbton Lavender entschieden. Die Edelstahlschnalle passt farblich immer zum Armband, das aus Textil besteht. Die ganze Technik sitzt in dem kleinen Puck aus Plastik, der in das Armband eingelegt wird.

Google Fitbit Air Banner I

Ohne Armband liegen die Abmessungen bei 34,9 x 17 x 8,3 Millimeter und das Gewicht bei 5,2 Gramm. Inklusive Armband ist das Fitbit Air mit 12 Gramm immer noch sehr leicht. Ich finde den Formfaktor jedenfalls super, weil das schmale Band auch an eher dünnen Armen vernünftig aussieht. Das Fitbit Air ist laut Google wasserdicht bis 50 Meter.

Zum Aufladen müsst ihr den Puck aus dem Armband entfernen und auf das mitgelieferte, magnetische Ladegerät setzen. Ein Netzteil ist aber nicht vorhanden und muss zusätzlich erworben werden.

Kompatibilität, Sensoren und Ausstattung des Google Fitbit Air

Google kommuniziert zwar die Größe des internen Arbeitsspeichers nicht, verspricht aber, dass er für die Speicherung von Trainingsdaten der letzten sieben Tage ausreicht. Das Fitbit Air ist mit Android ab Version 11 und iOS ab Version 16.4 kompatibel. Zur Einrichtung und Nutzung ist die Google Health-App notwendig und demnach auch ein Google Account. Das Handy muss mit dem Internet verbunden sein und die Berechtigung zur Standortermittlung wird ebenfalls vorausgesetzt.

Google Fitbit Air Banner II

Zur Synchronisation mit dem Smartphone ist Bluetooth 5.0 integriert. Und das war es auch schon mit Funkstandards, die das Fitbit Air unterstützt. Vor allem das Fehlen von GPS ist durchaus schade. Immerhin verbaut Google einen Vibrationsmotor und folgende Sensoren:

  • Herzfrequenzmesser (in zweisekündigen Abläufen)
  • 3-Achsen-Beschleunigungsmesser und Gyroskop
  • Rot- und Infrarotsensoren (zur Überwachung der Sauerstoffsättigung)
  • Temperatursensor (zur Überwachung der Hauttemperaturschwankungen)

Das mitgelieferte Textilarmband ist laut Datenblatt für Handgelenke mit einem Umfang von 130 Millimeter bis 210 Millimeter geeignet. Die gesondert erhältlichen Silikonbänder gibt es stattdessen in zwei verschiedenen Größen.

Ersteinrichtung und Steuerung mit der neuen Google Health-App

Die Google Health-App ist der Nachfolger der Fitbit-App. Sie bietet ein modernes Design und ist durchaus intuitiv bedienbar. Mir gefällt sie deutlich besser als die alte App, wenngleich es noch ein paar wenige Features gibt, die noch nicht hinzugefügt wurden. Die Ersteinrichtung hat ebenfalls in dieser Anwendung stattgefunden und ging sehr einfach und innerhalb einer Minute von der Hand.

Google Fitbit Air Banner III

Danach begrüßt euch der Startbildschirm mit euren letzten Aktivitäten und Schlafdaten. Die ausführlichen Berichte befinden sich in den Menüs. Die App läuft auf meinem Google Pixel 10 Pro (zum Test) jederzeit flüssig und die Benachrichtigungen sind wohldosiert, natürlich aber auch komplett abschaltbar.

Besonders viele Optionen stehen nicht bereit. Wie eingangs erwähnt: Das Fitbit Air ist ein passiver Datensammler und kein Gerät mit irgendwelchen Features. Die einzige Ausnahme bildet der intelligente Wecker, der euch abhängig von eurer Schlafphase zum passenden Zeitpunkt durch Vibrationen aufweckt. Ansonsten vibriert der Tracker, wenn ein hoher oder niedriger Herzschlag oder Vorhofflimmern erkannt wurde und genau wie der Wecker ist das alles abschaltbar.

Google Fitbit Air Banner V

Google Health Premium kostet 9,99€ im Monat und gibt euch den KI-Assistenten, mit dem ihr über eure Daten sprechen und Ziele setzen könnt. Das funktioniert zwar recht gut, aber wirklich notwendig ist es wahrlich nicht. Auf das Abo könnt ihr also problemlos verzichten.

Akkulaufzeit und Ladegeschwindigkeit des Google Fitbit Air

Die Kapazität des Akkus verrät Google im Datenblatt nicht, aber die Laufzeit kann durchaus überzeugen: Der Hersteller verspricht bis zu sieben Tage, wobei das aus meiner Erfahrung eine eher pessimistische Schätzung ist. Ich hatte nach einer Woche, in der ich das Fitbit Air nur zum Duschen abgelegt habe, noch 27% im Akku. Bei meiner Nutzung sind es also eher neun bis zehn Tage, vielleicht sogar etwas mehr.

Das Ladekabel mit magnetischem Ende liegt dem Lieferumfang bei und es funktioniert gut, ist aber nicht ganz so elegant gelöst wie bei der Pixel Watch 4. Dafür geht der Ladevorgang recht schnell: 0% auf 100% dauern 90 Minuten. Google verspricht, dass fünf Minuten Laden für einen Tag Akkulaufzeit ausreichen soll. Auch das deckt sich mit meinen Eindrücken.

Testergebnis

Getestet von
Benjamin Kalt

Insgesamt ist das Google Fitbit Air ein tolles Gadget für euch, wenn ihr eure Aktivitäts- und Schlafdaten tracken möchtet, aber keine Benachrichtigungen vom Smartphone oder sonstige Smartwatch-Features benötigt. Genau das leistet das Fitbit Air und bei mir macht es das bisher tadellos. Die Akkulaufzeit kann durchaus überzeugen, wobei es auch Tracker mit Display gibt, die weit über eine Woche durchhalten.

Mich hat am meisten positiv überrascht, wie bequem das Fitbit Air am Handgelenk sitzt. Nach zwei Minuten spüre ich fast nicht mehr, dass ich es überhaupt trage. Das ist bei der Pixel Watch auf jeden Fall anders, obwohl die im Vergleich zu anderen Uhren schon recht klein und leicht ist.

Allerdings reicht mir das nicht aus, weil mich die Pixel Watch im Alltag auch nicht stört. Daher werde ich mein Fitbit Air wohl verkaufen. Für Fitness-Neulinge und all jene, die nicht unbedingt noch ein weiteres Display in ihr Leben holen möchten, ist das Google Fitbit Air aber eine gute und günstigere Alternative zur Smartwatch.

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